DE1410272B1 - Verfahren zur Herstellung von Kettenwirkware mit Flor - Google Patents

Verfahren zur Herstellung von Kettenwirkware mit Flor

Info

Publication number
DE1410272B1
DE1410272B1 DE19581410272 DE1410272A DE1410272B1 DE 1410272 B1 DE1410272 B1 DE 1410272B1 DE 19581410272 DE19581410272 DE 19581410272 DE 1410272 A DE1410272 A DE 1410272A DE 1410272 B1 DE1410272 B1 DE 1410272B1
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
pile
laying
needles
pin
bar
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Granted
Application number
DE19581410272
Other languages
English (en)
Other versions
DE1410272C2 (de
Inventor
Auf Nichtnennung Antrag
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
BESMER TEPPICHFABRIK MERTENS K
Original Assignee
BESMER TEPPICHFABRIK MERTENS K
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by BESMER TEPPICHFABRIK MERTENS K filed Critical BESMER TEPPICHFABRIK MERTENS K
Publication of DE1410272B1 publication Critical patent/DE1410272B1/de
Application granted granted Critical
Publication of DE1410272C2 publication Critical patent/DE1410272C2/de
Expired legal-status Critical Current

Links

Classifications

    • DTEXTILES; PAPER
    • D04BRAIDING; LACE-MAKING; KNITTING; TRIMMINGS; NON-WOVEN FABRICS
    • D04BKNITTING
    • D04B23/00Flat warp knitting machines
    • D04B23/08Flat warp knitting machines with provision for incorporating pile threads
    • DTEXTILES; PAPER
    • D04BRAIDING; LACE-MAKING; KNITTING; TRIMMINGS; NON-WOVEN FABRICS
    • D04BKNITTING
    • D04B21/00Warp knitting processes for the production of fabrics or articles not dependent on the use of particular machines; Fabrics or articles defined by such processes
    • D04B21/02Pile fabrics or articles having similar surface features

Landscapes

  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Textile Engineering (AREA)
  • Knitting Of Fabric (AREA)
  • Knitting Machines (AREA)

Description

  • Die Erfindung betrifft Verfahren zur Herstellung von Kettenwirkware mit Flor, insbesondere geschnittenem Flor, auf einer eine Wirknadelbarre und eine Stiftnadelbarre aufweisenden Raschelmaschine, bei welcher eine von der Seite der Stiftnadeln gesehen vordere Legeschiene Maschen, eine hintere Legeschiene Schuß und eine zwischen denselben befindliche Legeschiene Florfäden um die Stiftnadel legt.
  • Bei bekannten derartigen Verfahren legt nur eine einzige Legeschiene Maschen. Die Florfäden werden als Schußfäden in den Warengrund eingebunden und in der Weise über die Stiftnadeln gelegt, daß zwischen den Maschenstäbehen oder den Maschenreihen verlaufende Florfadenabschnitte die Florschlingen bilden. Da in einer derart hergestellten Ware die beiden Schenkel der Florschlingen an verschiedenen Stellen in den Warengrund flach liegend eingebunden sind, neigen die Florschlingen, wenn man von der allgemeinen Stützwirkung, die von der Dichte des Flors abhängt, absieht, dazu, mindestens bei Druckbeanspruchungen des Flors auf dem Warengrund zu liegen oder liegen zu bleiben.
  • Ferner ist ein Verfahren zur Herstellung von Kettenwirkware mit Flor bekannt, bei dem die Florfäden zur Erzielung einer haltbaren Einbindung des Flores in das Grundgewirke Maschen bildend derart eingearbeitet werden, daß sie den Schuß durch die Maschen umgreifen. Der erhebliche Nachteil dieses Verfahrens besteht darin, daß der Flormaterialverbrauch sehr hoch ist.
  • Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, Verfahren der eingangs genannten Art zu schaffen, bei denen die Florfäden, insbesondere auch wenn sie geschnitten werden, auf dem Grund stehend gehalten werden, so daß ein trittfester Flor geschaffen wird. Damit soll nicht nur ein strapazierfähiger Teppich geschaffen werden, sondern auch eine Teppichware mit einem einwandfreien, gleichmäßigen Aussehen, hergestellt mit geringstem Flormaterialverbrauch sowie einer gleichmäßigen Oberflächenstruktur.
  • Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß dadurch gelöst, daß mit der vorderen und einer weiteren, vor der Florfadenlegeschiene befindlichen Legeschiene auf denselben Wirknadeln gleichzeitig einnadelige Fransen mit entgegengesetzt gerichteten Überlegungen gebildet werden und daß ferner die Florfadenlegeschiene ausschließlich offene Überlegungen über die florbildenden Stiftnadeln ausführt.
  • Durch diese Maßnahmen wird erreicht, daß der Florfaden in der so hergestellten Ware nach Art eines Schußfadens quer unter zwei dicht nebeneinanderliegenden Platinenmaschen hindurch verläuft, von diesen fest am Warengrund gehalten wird und zwischen denselben als Florschlinge hervortritt. Infolge der Klemmwirkung der beiden Platinenmaschen stützen sich die beiden Schenkel der Florschlinge gegenseitig ab, und die Florschlinge steht unabhängig von der allgemeinen Stützwirkung eines dichten Flors aufrecht.
  • Eine zweite erfindungsgemäße Lösung der genannten Aufgabe besteht darin, daß mit der vorderen und einer weiteren vor der Florfadenlegeschiene befindlichen Legeschiene gleichzeitig zuerst sich unter den Wirknadeln kreuzende Unterlegungen und anschließend über dieselben Wirknadeln entgegengesetzt gerichtete Überlegungen gelegt werden und daß ferner die Florfadenlegeschiene ausschließlich offene überlegungen über die florbildenden Stiftnadeln ausführt.
  • Während bei der gemäß der erstgenannten erfindungsgemäßen Verfahrensweise hergestellten Ware die Platinenmaschenabschnitte, die die Florschlinge halten, fast parallel zueinander stehen, verlaufen in einer nach dem an zweiter Stelle genannten Verfahren hergestellten Ware Platinenmaschen zwischen benachbarten Maschenstäbchen. Jeweils zwei Platinenmaschen und der Kopf der alten Nadelmasche bilden eine dreieckförmige kleine Öffnung, in der die Florschlingen in der gleichen Weise wie bei einer nach dem erstgenannten Verfahren hergestellten Ware gehalten werden.
  • Eine dritte erfindungsgemäße Lösung der genannten Aufgabe besteht darin, daß mit der vorderen und einer weiteren, vor mindestens zwei Florfadenlegeschienen befindlichen Legeschiene auf denselben Wirknadeln gleichzeitig einnadelige Fransen mit entgegengesetzt gerichteten Überlegungen gelegt werden und daß ferner die Florfadenlegeschienen entgegengesetzt gerichtete Legungen über die Stiftnadeln ausführen.
  • Eine vierte erfindungsgemäße Lösung der genannten Aufgabe besteht darin, daß mit der vorderen und einer weiteren vor mindestens zwei Florfadenlegeschienen befindlichen Legeschiene gleichzeitig zuerst sich unter den Wirknadeln kreuzende Unterlegungen und anschließend über dieselben Wirknadeln entgegengesetzt gerichtete Überlegungen gelegt werden, und daß ferner die Florfadenlegeschienen entgegengesetzt gerichtete Legungen über die Stiftnadeln ausführen.
  • Die nach den beiden letztgenannten Verfahren hergestellten Waren unterscheiden sich von den nach den beiden zuerst genannten Verfahren hergestellten Waren lediglich dadurch, daß zwei Florfadenschlingen, von denen jede von einer der jeweils die Öffnung bildenden beiden Platinenmaschen gehalten wird, durch die Platinenmaschen am Fuß zusammen- und aneinandergeklemmt sind, so daß sich die einzelnen Schenkel der Florschlingen gegenseitig abstützen.
  • Bevorzugte weitere Ausbildungen der Erfindung ergeben sich aus den Unteransprüchen.
  • Nachstehend sind Ausführungsbeispiele der Erfindung an Hand der Zeichnung erläutert. In dieser zeigt F i g. 1 ein Maschenbild einer nach der Erfindung hergestellten Ware, F i g. 2 einen Querschnitt durch die Ware nach II-II (F i g. 1) unter Schematisierung des Maschenbildes der Grundfäden, F i g. 3 das Legungsbild zu der Ware gemäß F i g. 1 und 2, F i g. 4 und 5 schematische Darstellungen der Wirkwerkzeuge einer Raschelmaschine zur Durchführung des erfindungsgemäßen Verfahrens in zwei verschiedenen Phasen des Wirkzyklus, F i g. 6 und 7 weitere Legungsbilder von mit einer voll eingezogenen Florfadenlegeschiene herstellbaren Florfadenlegungen zu weiteren Ausführungsbeispielen, F i g. 8 bis 12 Legungsbilder von mit zwei voll ein= gezogenen und gegenläufig arbeitenden Florfadenlegeschienen herstellbaren Florfadenlegungen zu weiteren Ausführungsbeispielen, F i g. 13 bis 21 Legungsbilder von mittels zweier Legeschienen verarbeiteten platinenmaschenbildenden Grundfäden zu weiteren Ausführungsbeispielen der Erfindung.
  • In F i g. 1 ist ein Maschenbild einer nach dem Verfahren gemäß Patentanspruch 1 hergestellten Ware dargestellt, bei der der Schuß 1 jeweils unter vier Nadeln 5 (F i g. 3) gelegt ist. Die Grundfäden 3 und 4 bilden einnadelige geschlossene Fransen. Aus dem Legungsbild der F i g. 3, der Darstellung in den F i g. 1 und 2 und den schematischen Darstellungen der F i g. 4 und 5 geht hervor, daß die Grundfadenlegeschienen I und II mit den Grundflächen 3 und 4 gegenlegig arbeiten. Bei der Verfolgung des Florfadens 2 ist ersichtlich, wie die einzelnen Noppen des Florfadens 2 eine zweimalige Abbindung erfahren, genauso wie die einzelnen Florschlingen, wobei die Grundfäden 3 und 4 nach jeder einzelnen Abbindung eines Noppenschenkels sich mit dem Schuß 1 kreuzen, so daß jeweils eine Verankerung auf dem Schuß 1 erfolgt.
  • In der F i g. 1 sind um der besseren Darstellung willen die Noppenschenkel im Bereich des Warengrundes abgeschnitten dargestellt. In F i g. 2 ist dagegen ersichtlich, wie die beiden Noppenschenkel unter dem beidseitigen Anpreßdruck der von den Grundfäden 3 und 4 gebildeten Platinenmaschen sich gegenseitig stützend aufrichten, -so daß die Florfadennoppenschenkel senkrecht aus der Mittellinie des Polmaschenstäbchens emporstehen und Florfadennoppenbüschel bilden.
  • Die Legung gemäß dem Ausführungsbeispiel nach F i g. 1 bis 3 ist die florfadensparsamste Legung, die ausgeführt werden kann, wobei eine besonders gute Verankerung der Noppenschenkel bzw. der Florfadenschlingen erfolgt. Das Problem, daß der Grundfaden die Tendenz hat, das Flormaterial in die Nadel hereinzuziehen, ist dadurch behoben, daß außer der gegenläufigen Legung eines Grundfadens 4 jeweils eine gleichläufige Legung eines Grundfadens 3 vorhanden ist.
  • In F i g. 3 ist das Legungsbild zu der Ware gemäß F i g. 1 und 2 veranschaulicht. Die von unten nach oben in einer Reihe liegenden Punkte stellen jeweils eine Wirknadel 5 der Maschine dar, während die jeweils darüberliegenden Striche den vor der Wirknadel 5 stehenden Schlingenstift, der als Stiftnadel 6 bezeichnet ist, veranschaulichen.
  • Bei dem Legungsbild ist als erste links die Legung des Schusses 1 unter vier Nadeln in hin- und hergehender Bewegung gezeigt. Der Schuß 1 wird durch die Legeschiene IV verlegt.
  • Als zweite ist die Legung des um den Schlingenstift gelegten Florfadens 2 dargestellt, der von der Legeschiene III geführt wird.
  • Als dritte ist die Legung eines der Grundfäden, und zwar des Grundfadens 3 gezeigt, der einnadelige geschlossene Fransen bildet und von der voll eingezogenen Legeschiene II geführt wird.
  • Als letzte ist die Legung des Grundfadens 4 gezeigt, der durch die voll eingezogene Legeschiene 1 verlegt wird und gegenlegig zum Grundfaden 3 läuft.
  • Es kommt bei der Erfindung nicht darauf an, unter wieviele Nadeln 5 der Schuß gelegt wird. Die einnadelige Franse kann offen gelegt werden bzw. abwechselnd offen und geschlossen, so wie es in den nachfolgenden F i g. 13 und 14 gezeigt ist, es ist jedoch wesentlich, daß die beiden Fransen gegenlegig gearbeitet sind.
  • Die F i g. 4 und 5 sind schematische Darstellungen der Wirkwerkzeuge einer Raschelmaschine zur Durchführung der erfindungsuemäßen Verfahren, wobei die Legeschienenzahl der Ware gemäß F i g. 1 bis 3 entspricht. Unterhalb der bereits erläuterten Legeschieneu I bis IV befinden sich die Wirknadeln 5, die hier als Zungennadeln ausgebildet sind. Den Nadeln 5 jeweils gegenüber auf der mit V gekennzeichneten und als vorn bezeichneten Seite der Maschine sind mit gleicher Teilung wie die Zungennadeln Stiftnadeln 6 angeordnet. Die Stiftnadeln 6 tragen sich nach oben verjüngende Messer 10, deren Schneiden 11 jeweils nach außen gerichtet sind. Durch Heruntergleiten der Florschlingen 2' werden dieselben durch diese Messer 10 aufgeschnitten.
  • Zwischen den Zungennadeln 5 und den Stiftnadeln 6 befindet sich das Abschlagblech 7 mit dem Abschlagkamm 12, das die Aufgabe hat, die Ware 8 im Moment des Abschlagens der Maschen 9 zurückzuhalten.
  • Ferner ist ein Steckrahmen 13 vorgesehen.
  • F i g. 4 zeigt die Wirkwerkzeuge vor dem Aufstieg der Nadeln. F i g. 5 zeigt die Wirkwerkzeuge nach dem Einschwingen auf die hintere Seite Z und dem Versatz der beiden Grundfadenlegeschienen 1 und Il über die Nadeln.
  • In den F i g. 6 bis 12 sind verschiedene Legungsbilder für die Florfadenlegungen gezeigt. Von diesen zeigen die F i g. 6 und 7 Beispiele mit jeweils nur einer einzigen voll eingezogenen Florfadenlegeschiene (Patentansprüche 1 und 2).
  • Bei der Legung gemäß F i g. 6 werden jeweils zwei Legungen über die Stiftnadeln nach rechts und anschließend zwei nach links durchgeführt. Diese Legungen sind genauso als offene Legungen ausgeführt wie die Florfadenlegung bei der Ware gemäß F i g. 1 bis 3, bringen aber durch den Wechsel von einer Nadel zur anderen einen geringen Mehrverbrauch an Florfadenmaterial mit sich.
  • Das Legungsbild gemäß F i g. 7 zeigt eine Variante zu der F i g. 6 mit einem atlasartigen Arbeiten über eine Breite von drei Nadeln.
  • In den Legungsbildern der F i g. 8 bis 12 sind Florfadenlegungen dargestellt, die unter Verwendung von zwei gegenlegig arbeitenden Florfadenlegeschienen hergestellt sind (Patentansprüche 3 und 4). Bei diesen Legungen entsteht zwangläufig in jeder Maschenreihe ein Noppenbüschel, bestehend aus vier Noppenschenkeln, wenn jede der Florfadenlegeschienen voll eingezogen ist. Werden die Florfadenlegeschienen derart geführt, können sich die Florfadenschlingen im Diar;onalverband zueinander stellen und sich durch Gegeneinanderstellung zweier von verschiedenen Legeschienen gelegten Florfadenschlingen gegenseitig abstützen.
  • Bei den Ausführungsbeispielen der F i g. 13 bis 21 sind verschiedene Grundfadenlegungen gezeigt. Die jeweils gegenläufig arbeitenden Grundfäden 3 und 4 sind hierbei derart dargestellt, daß sie sich in der entsprechenden Nadelreihe überdecken. Die in den verschiedenen Legeschienen 1, 1I eingezogenen Grundfäden 3 und 4 sind in der Darstellung einmal mit durchgehendem dickerem Strich und das andere Mal mit dünnerem Strich dargestellt, was jedoch nicht zeigen soll, daß der eine Faden aus anderem Material ist als der andere. Ferner ist gleichgültig, welche der Legeschienen I oder 1I die Legungen entsprechend der dicken oder der dünneren Darstellung ausführt.
  • Das Ausführungsbeispiel der F i g. 13 stellt eine offene Fransenlegung über eine Nadel dar, während das Ausführungsbeispiel der F i g. 14 in Aufeinanderfolge eine geschlossene und offene Franse über eine Nadel zeigt, beide Grundfäden 3 und 4 arbeiten immer gegenlegig. Auch die Legungen gemäß F i g. 19 und 20 enthalten gegenlegige Fransenlegungen (Patentansprüche 1 und 3).
  • Bei den Ausführungsbeispielen der F i g. 19 und 20 folgt auf jede Fransenlegung eine Trikotlegung in Gegenlegung der Grundfäden 3 und 4, wobei beim Ausführungsbeispiel der F i g. 19 geschlossene Maschen gebildet werden und beim Ausführungsbeispiel der F i g. 20 offene Maschen gezeigt sind.
  • Beim Ausführungsbeispiel der F i g. 15 arbeitet der eine Grundfaden offene Fransen über eine Nadel, während der andere Grundfaden offene Maschen in einfacher Trikotlegung ausführt. Bei diesem Ausführungsbeispiel sind die Platinenmaschen, die den Florfaden halten, nicht parallel zueinander stehend, sondern sie stehen im spitzen Winkel zueinander. Der Florfaden muß in diesem Fall gegenlegig zum trikotausführenden Grundfaden geführt werden, so daß die Florfadenschlinge in den spitzen Winkel eingestellt wird.
  • F i g. 16 zeigt eine geschlossene Fransenlegung über eine Nadel in Verbindung mit einer kombinierten offenen und geschlossenen Trikotlegung in der zweiten Legeschiene. Hinsichtlich der Legung des Florfadens gilt das gleiche wie für F i g. 15.
  • In F i g. 17 und 18 arbeiten beide Legeschienen gegenläufig offene Trikotlegungen, sogenannte Doppeltrikot.
  • Bei diesen beiden Ausführungsbeispielen wird sowohl die Florschlinge als auch jede Noppe zweimal durch die Grundfäden 3 und 4 auf dem Schuß abgebunden, und zwar durch überkreuz verlaufende Platinenmaschen verschiedener Grundfadensysteme, die wechselseitig von einer Nadel zur anderen wandern.
  • Beim Ausführungsbeispiel der F i g. 21 legt eine Legeschiene geschlossene Fransen über eine Nadel, während die andere Legeschiene eine Atlaslegung ausführt, wobei jeweils zwei geschlossene Maschen auf zwei offene folgen. Da beide Grundfadenlegeschienen voll eingezogen sind, ergeben sich immer zwei Platinenmaschen, die ähnlich wie bei der Legung gemäß F i g.15 im spitzen Winkel zueinander stehen. In diesen spitzen Winkel muß jeweils die Florschlinge eingelegt werden, damit sie ihren Halt findet.
  • Alle in den F i g.15 bis 18 und 21 dargestellten Legungen haben das gemeinsame Merkmal, daß bei deren Herstellung mit zwei Grundfadenlegeschienen gleichzeitig zuerst sich unter den Wirknadeln kreuzende Unterlegungen und anschließend über dieselben Wirknadeln entgegengesetzt gerichtete überlegungen gelegt werden (Patentansprüche 2 und 4).
  • Die Grundfadenlegungen gemäß F i g. 3 und 13 bis 21 können beliebig mit den Florfadenlegungen gemäß F i g. 3 und 6 bis 12 kombiniert werden. In jedem Fall wird erreicht, daß sich die einzelnen Florfadenschenkel gegenseitig abstützen, so daß der Flor aufrecht steht. Dabei ist es gleichgültig, ob die Florfadenschlinge geschnitten wird oder nicht.

Claims (6)

  1. Patentansprüche: 1. Verfahren zur Herstellung von Kettenwirkware mit Flor, insbesondere geschnittenem Flor, auf einer eine Wirknadelbarre und eine Stiftnadelbarre aufweisenden Raschelmaschine, bei welcher eine von der Seite der Stiftnadeln gesehen vordere Legeschiene Maschen, eine hintere Legeschiene Schuß und eine zwischen denselben befindliche Legeschiene Florfäden um die Stiftnadeln legt, dadurch gekennzeichnet, daß mit der vorderen (I) und einer weiteren vor der Florfadenlegeschiene (11I) befindlichen Legeschiene (II) auf denselben Wirknadeln gleichzeitig einnadelige Fransen mit entgegengesetzt gerichteten überlegungen gebildet werden und daß ferner die Florfadenlegeschiene (III) ausschließlich offene überlegungen über die florbildenden Stiftnadeln (6) ausführt.
  2. 2. Verfahren zur Herstellung von Kettenwirkware mit Flor, insbesondere geschnittenem Flor, auf einer eine Wirknadelbarre und eine Stiftnadelbarre aufweisenden Raschelmaschine, bei welcher eine von der Seite der Stiftnadeln gesehen vordere Legeschiene Maschen, eine hintere Legeschiene Schuß und eine zwischen denselben befindliche Legeschiene Florfäden um die Stiftnadeln legt, dadurch gekennzeichnet, daß mit der vorderen (I) und einer weiteren vor der Florfadenlegeschiene (III) befindlichen Legeschiene (1I) gleichzeitig zuerst sich unter den Wirknadeln (5) kreuzende Unterlegungen und anschließend über dieselben Wirknadeln (5) entgegengesetzt gerichtete überlegungen gelegt werden, und daß ferner die Florfadenlegeschiene (III) ausschließlich offene überlegungen über die fiorbildenden Stiftnadeln (6) ausführt.
  3. 3. Verfahren zur Herstellung von Kettenwirkware mit Flor, insbesondere geschnittenem Flor, auf einer eine Wirknadelbarre und eine Stiftnadelbarre aufweisenden Raschelmaschine, bei welcher eine von der Seite der Stiftnadeln gesehen vorderen Legeschiene Maschen, eine hintere Legeschiene Schuß und eine zwischen denselben befindliche Legeschiene Florfäden um die Stiftnadeln legt, dadurch gekennzeichnet, daß mit der vorderen und einer weiteren vor mindestens zwei Florfadenlegeschienen befindlichen Legeschiene auf denselben Wirknadeln gleichzeitig einnadelige Fransen mit entgegengesetzt gerichteten überlegungen gelegt werden und daß ferner die Florfadenlegeschienen entgegengesetzt gerichtete Legungen über die Stiftnadeln ausführen.
  4. 4. Verfahren zur Herstellung von Kettenwirkware mit Flor, insbesondere geschnittenem Flor, auf einer eine Wirknadelbarre und eine Stiftnadelbarre aufweisenden Raschelmaschine, bei welcher eine von der Seite der Stiftnadeln gesehen vordere Legeschiene Maschen, eine hintere Legeschiene Schuß und eine zwischen denselben befindliche Legeschiene Florfäden um die Stiftnadeln legt, dadurch gekennzeichnet, daß mit der vorderen und einer weiteren vor mindestens zwei Florfadenlegeschienen befindlichen Legeschiene gleichzeitig zuerst sich unter den Wirknadeln kreuzende Unterlegungen und anschließend über dieselben Wirknadeln entgegengesetzt gerichtete überlegungen gelegt werden und daß ferner die Florfadenlegeschienen entgegengesetzt gerichtete Legungen über die Stiftnadeln ausführen.
  5. 5. Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß die der Florfadenlegeschiene (III) nächststehende Grundfadenlegeschiene (II) ihre Versatzbewegung jeweils in gleicher Richtung wie die Florfadenlegeschiene (IH) durchführt, so daß die Legung der vorderen Grundfadenlegeschiene (I), obwohl sie gegenläufig legt, das Florfadenmaterial (2) nicht in die Nadel (5) zieht.
  6. 6. Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß die Legeschienen (I und II) für die Legung der Grundfäden (3 und 4) voll eingezogen sind, so daß die Grundfäden (3 und 4) in jeder Maschenreihe und auf allen Wirknadeln (5) gegenlegige Maschen bilden.
DE1410272A 1958-12-05 1958-12-05 Verfahren zur Herstellung von Kettenwirkware mit Flor Expired DE1410272C2 (de)

Applications Claiming Priority (1)

Application Number Priority Date Filing Date Title
DEB0051331 1958-12-05

Publications (2)

Publication Number Publication Date
DE1410272B1 true DE1410272B1 (de) 1970-06-04
DE1410272C2 DE1410272C2 (de) 1974-01-31

Family

ID=6969506

Family Applications (1)

Application Number Title Priority Date Filing Date
DE1410272A Expired DE1410272C2 (de) 1958-12-05 1958-12-05 Verfahren zur Herstellung von Kettenwirkware mit Flor

Country Status (3)

Country Link
BE (1) BE585336A (de)
CH (1) CH376211A (de)
DE (1) DE1410272C2 (de)

Citations (4)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE383365C (de) * 1918-06-28 1923-10-12 Textile Utilities Corp Verfahren zur Herstellung einer Schusskettenwirkware
US2331289A (en) * 1942-06-25 1943-10-12 Vanity Fair Mills Inc Pile fabric
US2476153A (en) * 1947-08-23 1949-07-12 Fairhope Fabrics Inc Knitted fabric
DE1772602U (de) * 1958-06-26 1958-08-21 Thueringer Teppichfabriken Veb Florerzeugnis, insbesondere fuer belaege, behaenge und bezuege.

Patent Citations (4)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE383365C (de) * 1918-06-28 1923-10-12 Textile Utilities Corp Verfahren zur Herstellung einer Schusskettenwirkware
US2331289A (en) * 1942-06-25 1943-10-12 Vanity Fair Mills Inc Pile fabric
US2476153A (en) * 1947-08-23 1949-07-12 Fairhope Fabrics Inc Knitted fabric
DE1772602U (de) * 1958-06-26 1958-08-21 Thueringer Teppichfabriken Veb Florerzeugnis, insbesondere fuer belaege, behaenge und bezuege.

Also Published As

Publication number Publication date
BE585336A (fr) 1960-04-01
CH376211A (de) 1964-03-31
DE1410272C2 (de) 1974-01-31

Similar Documents

Publication Publication Date Title
DE1760445A1 (de) Stoff
DE3520623C2 (de)
DE3827265C2 (de)
DE2204122A1 (de) Florstoff und Verfahren zu seiner Herstellung
DE3008276C2 (de) Kettenwirkmaschine mit Abzug der Ware über eine feststehende Abschlagkante
DE2857400C3 (de) Verfahren zur Herstellung von zwei Florwarenbahnen auf einer Kettenwirkmaschine mit zwei Nadelbarren
DE1635853B1 (de) Verfahren zur Herstellung einer Kettenwirkware
DE2516224C3 (de) Rundstrickmaschine zur Herstellung von Maschenware mit eingelegten Kett- und Schußfäden
DE1410272C2 (de) Verfahren zur Herstellung von Kettenwirkware mit Flor
DE166161C (de)
DE2724326A1 (de) Kettengewirke, insbesondere naehgewirke, und kettenwirkmaschine zu dessen herstellung
DE3545791C1 (de) Kettenwirkware mit einem Warengrund,bestehend aus einer Trikotlegung und einer Fransenlegung sowie eingewirkten Polschlaufen
DE2615001C3 (de) Reißverschluß mit kettengewirkten Tragbändern
DE572374C (de) Wirkware und Verfahren zu deren Herstellung
DE568894C (de) Verfahren und Platine zum Stricken von Umkehrplattierung auf Rundstrickmaschinen
DE3037308A1 (de) Mit einer naehwirkmaschine hergestelltes textiles flaechengebilde und vorrichtung zur herstellung desselben
DE2839573A1 (de) Kettengewirktes polschlingengewirke und vorrichtung zu dessen herstellung
AT215056B (de) Teppich, insbesondere Velourteppich
DE459592C (de) Jacquardkettengewirke und Verfahren zu dessen Herstellung
DE565689C (de) Raenderware und Strickmaschine, insbesondere Rundstrickmaschine, zu ihrer Herstellung
DE664661C (de) Verfahren und Strickmaschine, insbesondere Rundstrickmaschine, zur Herstellung plattierter hinterlegter Strickware
DE2124215C3 (de) Verfahren zur Herstellung von Florware auf einer Raschelmaschine
AT158283B (de) Auf der flachen Kulierwirkmaschine hergestellte Kulierwirkware mit regulären Rändern und Verfahren sowie Maschine zu ihrer Herstellung.
DE869840C (de) Kettenwirkverfahren und Kettenwirkmaschine
DE896251C (de) Verfahren und Strickmaschine zum Einlegen von Schussfaeden in einflaechige Strick- oder Wirkware

Legal Events

Date Code Title Description
C2 Grant after previous publication (2nd publication)