DE1405693C - Meldeempfanger mit Warnanlage, der durch Zugeinwirkung oder manuell betätig bar ist - Google Patents
Meldeempfanger mit Warnanlage, der durch Zugeinwirkung oder manuell betätig bar istInfo
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Description
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Die Erfindung bezieht sich auf einen Meldeempfän- bisher neben der Handauslösung mit stromaufwendiger
mit Warnanlage, der durch Zugeinwirkung oder gen Magnetventilen betätigt werden, sondern mit
manuell betätigbar ist und einen das Ventil eines mit einer Ventilsteuerung arbeiten, die elektrisch gesperrt
Druckgas betriebenen Typhons sperrenden, im Ruhe- ist. Die Alarmbeendung geschieht von Hand. Zwangzustand
erregten Magnetschalter aufweist. 5 läufig wird dabei die Sperreinrichtung wieder auf-Eine
bekannte Sicherungseinrichtung ist dadurch gezogen. Die elektrische Sperrung arbeitet nach
gekennzeichnet, daß ein Anker eines Elektromagnets VDE 0800 Klasse C im Ruhestromprinzip. Der Meldedurch
Unterbrechung eines Ruhestromkreises zum empfänger wird direkt am Typhon befestigt, so daß
Abfallen gebracht und dadurch eine Licht- und beim Vorrücken der Meldeanlage nur die Gasflasche
Schallsendeanlage in Tätigkeit gesetzt wird, wobei die io getragen werden muß. Bei den bisherigen Anlagen
Schallsendeanlage durch Druckluft betrieben wird, mußten außer der Gasflasche noch der Meldeempwelche
gleichzeitig eine Steuerungsanlage betätigt, fänger mit etwa 20 kg und die Stromversorgung mit
welche den Zweck hat, nach einer einstellbaren Zeit 30 kg versetzt werden.
die Signalgebung zu beenden und die Anlage in die Auf der an sich bekannten, zeichnerisch nicht dar-
Bereitschaftslage zurückzubringen. Bei dieser Ein- 15 gestellten Meldeleitung steht eine Ruhe-Wechselspanrichtung
sperrt ein Magnetschalter, der im Ruhezu- nung. Wird die Zugeinwirkstelle befahren, so bricht
stand erregt ist, das Ventil eines mit Druckgas betrie- die eingespeiste NF zusammen, und die Ruhe-Wechbenen
Alarmsignalgebers. Das Auslösen des Signals selspannung bleibt weg. Der Meldeempfänger unterdurch
öffnen des Ventils erfolgt durch Unterbrechung bricht nun den Ruhestrom zur elektrischen Sperrung,
des Ruhestromkreises des Magnetschalters. 20 und das Typhon wird ausgelöst. Der Ausfall einer
Ebenfalls wie vorgenannte Sicherungseinrichtung Batterie im Meldegeber oder -empfänger führt
bedingen Empfänger von an sich ortsveränderlichen zwangläufig zur Alarmgabe, da dann die Ruhe-Meldeanlagen
hohe Stromaufnahmen und benötigen Wechselspannung auf der Meldeleitung und somit
daher relativ große und schwere Einzelaggregate. der Ruhestrom für die elektrische Sperrung aus-Hinzu
kommt, daß zur Warnung des Innenpostens 25 bleibt.
elektrische Starktonhupen verwendet werden, deren In einfacher Form kann auch die manuelle Alarm-
Betätigung hohe Stromstärken bedingen und damit gäbe durch einen Außenposten gelöst werden. Da die
schwere, unhandliche Batterien erfordern. Nachteilig mittleren Bahnhofsabstände der Deutschen Bundesbei
diesen Anlagen ist durch die bedingte hohe Strom- bahn bei nur 5 km liegen, kommen die Zugeinwirkaufnahme
der elektrischen Einrichtung die Unhand- 30 stellen wandernder Meldeanlagen sehr oft in die
lichkeit dieser Geräte. Dies wirkt sich besonders un- Gleisgruppen der Bahnhöfe zu liegen. In diesen Fälgünstig
aus bei beispielsweise ortsveränderlichen An- len muß wegen möglicher Rangierfahrten und Planlagen,
die mit dem Vorrücken der Rotten oft trans- abweichungen in der Gleisbelegung auf die automatiportiert
werden müssen. sehe Zugeinwirkung verzichtet werden und die Zug-
Um vorstehende Mängel zu beheben, wird erfin- 35 meldung manuell durch einen Außenposten vorgedungsgemäß
ein Meldeempfänger mit Warnanlage nommen werden.
vorgeschlagen, der dadurch gekennzeichnet ist, daß In der Zeichnung (Abb. 1 und 2) ist ein Ausfüh-
dem Magnetschalter Transistoren parallel geschaltet rungsbeispiel der Erfindung schematisch und schalsind,
die gesperrt sind, solange über eine Meldeleitung tungsmäßig dargestellt.
eine Ruhewechselspannung in an sich bekannter 40 A b b. 1 zeigt in schematischer Darstellung das
Weise einem Schwingungskreis zugeführt wird, an Ventil des mit Druckgas betriebenen Typhons — elekden
eine Diode angeschlossen ist, deren Richtspan- trisch gesperrte Typhonauslösung — und
nung an der Basis der Transistoren liegt, und daß A b b. 2 die. elektrische Schaltung des Meldeemp-
nung an der Basis der Transistoren liegt, und daß A b b. 2 die. elektrische Schaltung des Meldeemp-
bei Ausbleiben der Ruhewechselspannung über den fängers mit Warnanlage.
Basisspannungsteiler die Transistoren leitend werden 45 Die zeichnerisch nicht dargestellte Gasflasche wird,
und den dadurch elektrisch kurzgeschlossenen Ma- wie aus A b b. 1 ersichtlich, am Gaseintrittsstutzen 1
gnetschalter zum Abfallen bringen, wodurch ein durch des Ventils angeschlossen. Von dort strömt das Gas
Feder oder Druckgas vorgespannter Steuerkolben in das Ventil ein. Der Austrittsstutzen 2 des Ventils
über Luftleitung und Kolben betätigt und das Ventil ist mit dem Typhon verbunden. Das Ventil weist
der Warnanlage öffnet. 50 einen Steuerzylinder mit Steuerkolben 3 und einen
Der hier benötigte Ruhewechselstrom am Eingang Arbeitszylinder mit Arbeitskolben 4 auf. An Stelle
des Meldcempfängers beträgt nur wenige Milliampere von Federn werden beide Kolben mit dem ohnehin
und ist ausreichend, die Transistoren zu sperren. We- vorhandenen Druckgas bei Freigabe der Sperrung
gen der geringen Stromaufnahme werden hier, gegen- stets in die andere Ruhelage bewegt. Durch den Ma-.
über den an sich bekannten Anlagen dieser einschlä- 55 gnetschalter 5, der eine elektrisch gesperrte Ventilgigen
Technik, kleine und leichte Einzelaggregate steuerung darstellt, fließt ein Halteruhestrom. Da-
und Batterien verwendet. Somit ist der erfindungsge- durch wird der — um Bätteriestrom zu sparen —
mäße Meldeempfänger leicht und handlich. vormagnetisierte Eisenkern 6 in der gezeichneten
An Stelle der Relaistechnik werden hier transisto- Stellung gehalten. Mit der ersten Achse einer Zugrisierte
elektronische Schaltungen angewendet. Die 60 fahrt bleibt der Ruhegleichstrom weg. Das Gas
Warnmittcl werden dabei nicht elektrisch betrieben, drückt über das Zuleitungsrohr 7 den Steuerkolben 3
weil sonst große und schwere Batterien notwendig mit Eisenkern 6 (Anker) bis zum Anschlag nach links
wären. Solche Batterien müssen besonderen klima- (s. Abb. 1). Das Druckgas strömt nun durch den frei
tischen Bedingungen entsprechen, elektrisch vielseitig gewordenen Kanal (Luftleitung) 8 in den Arbeitszyliniiberwacht
und ständig gewartet werden. 65 der und beaufschlagt den Kolben 9 und drückt somit
Als Warnmittel für wandernde Zugmeldeanlagen den Arbeitskolben 4 bis zu dessen Anschlag nach
werden daher für den vorgeschlagenen Meldeemp- rechts. Das Gas strömt nun ungehindert zum Typhon,
fänger die bewährten Typhone benutzt, die nicht wie wobei das Warnsignal ertönt.
Ein elektronischer Schalter des Meldeempfängers, der zeichnerisch nicht -dargestellt ist, bewirkt, daß die
Haltespule 5 nach etwa 3 Sekunden wieder mit dem Ruhegleichstrom versorgt wird. Der Eisenkern 6
(Anker) kann aber von der Spulenwirkung nicht eingezogen werden, da er vormagnetisiert ist und in dieser
Stellung sich gleichnamige magnetische Polaritäten gegenüberstehen. Die Beendigung der Warnung
soll daher nur durch den Innenposten (Sicherungsposten) erfolgen. Dies geschieht durch Fingerdruck
auf die Drucktaste 3a des Steuerkolbens 3. Damit wird der Steuerkolben 3 in die Ausgangsstellung
— von Stellung 10 nach 11 — zurückgeführt. In dieser Lage wird er nun durch den Magnetschalter 5
elektrisch. gehalten. Durch ein Entlüftungsrohr 12 wird der Arbeitszylinder, der die beiden Kolben 9
und 4 aufweist, entlüftet. Das Druckgas schiebt nun über Kanal 13 den Führungskolben Aa des Arbeitskolbens 4 in die gezeichnete linke Endlage (s.
Abb. 1). Die Gaszufuhr zum Typhon wird damit abgestellt. Um diesen Vorgang auch manuell ausführen
zu können, ist ein Handventil 14 mit Rohr 15 vorgesehen. Eine elektronische Einrichtung überwacht
das Arbeiten des Ventils.
Der Arbeitszylinder wird auf der Führungskolbensehe Aa des Arbeitskolbens 4 über eine Leitung 16
entlüftet. In unmittelbarer Nähe der Leitung 16 ist ein Hubendschalter mit Kolben 17 und Ruhekontakt 18
angeordnet. Sollte innerhalb von 2 Sekunden nach dem Abschalten des Ruhegleichstromes der Ruhekontakt
18 nicht zum Ansprechen kommen, was bei Versagen von Steuer- und/oder Arbeitskoiben (3 bzw. 9)
eintreten kann, wird das Sicherheitsventil 19 elektrisch geöffnet, so daß Druckgas durch das Rohr 20 dem
Typhon zugeführt wird.
Wie aus der Empfangsschaltung (A b b. 2) ersichtlich, liegt der Sekundärkreis des Eingangsüberträgers
22 mit Schwingkreiskondensator 23 einseitig über dem Basisspannungs-Teilwiderstand 24 an der Batterie.
Der hier angeführte Magnetschalter 5 entspricht dem Magnetschalter 5 in A b b. 1. Die Diode 25 sperrt
die beiden Transistoren 26 und 27, solange NF-Spannung auf der Meldeleitung 21 steht. Sie erzeugt ein
geringes positives Potential, das den Basiselektroden der beispielsweise verwendeten pnp-Transistoren zugeführt
wird. Bleibt die NF aus, so bekommen die Transistoren über den Basisteiler Widerstand 28,
Diode 25, Sekundärwicklung von 22 und Widerstand 24 negatives Basispotential. Durch entsprechende
Leistungstransistoren wird der über die Haltespule 5 liegende Nebenschluß nunmehr so niederohmig, daß
der Eisenkern nicht mehr gehalten werden kann. Der Vorwiderstand 29 begrenzt die Stromaufnahme der
Anordnung für diesen Fall. Der Kondensator 30 dient zur sicheren Schaltung der Transistoren. 31 und 32
sind die Zuleitungen zur elektrischen Sperreinrichtung (Magnetschalter 5 in A b b. 1).
Aus Sicherheitsgründen werden zwei Transistoren benutzt. Niederohmige Schauzeichen 33 und 34 zeigen
das einwandfreie Arbeiten der Transistoren an. An deren Stellen kann auch mit zwei niederohmigen
Relais oder einem Differentialrelais gearbeitet werden. Im ersten Fall muß dann eine Koinzidenzschaltung das
Arbeiten beider Transistoren überwachen, im zweiten Fall hebt sich das Feld auf, wenn beide Transistoren
geschaltet haben. Schaltet nur einer, so wird beispielsweise das Sicherheitsventil 19 in Abb. 1 betätigt.
Durch diese Einrichtung ist mit einfachen Mitteln eine automatische Überwachung der Sperrauslösung
möglich.
Der zeichnerisch nicht dargestellte elektronische Schalter des Meldeempfängers erfüllt folgende drei
Aufgaben:
a) Er legt den Magnetschalter 5 nach etwa 3 Sekunden wieder an die Batteriespannung (über
Widerstand 29 in A b b. 2), damit die Meldung von Hand wieder gelöscht werden kann;
b) er veranlaßt das Bestehen dieser Sperre für die Dauer der Zugfahrt über die Zugeinwirkungsstelle,
und
c) er veranlaßt die Wiederherstellung des ursprünglichen Zustandes 20 Sekunden nach dem letzten
Abfallimpuls der NF, d. h. nach der letzten Zugachse.
Zusammenfassend ist zu sagen, gegenüber den an sich bekannten Anlagen weist der erfindungsgemäße
Meldeempfänger mit Warnanlage nachstehend aufgeführte Vorteile auf:
1. Wegfall von schweren Batterien, Warnhupen und Relais;
2. der durch den Zug geöffnete Ruhekontakt betätigt direkt das Typhon, d. h. Wegfall der zusätzlichen
manuellen Alarmauslösung durch den Innenposten;
3. durch die Verwendung der elektronischen Steuerung und durch die Montage des Meldeempfängers
direkt an der Gasflasche wird die Warnanlage leicht und handlich;
4. sowohl die Alarmauslösung als auch die Elektronik hierzu können visuell oder vollautomatisch
überwacht werden.
Die Ansprüche 2 bis 7 sind als reine Uriteransprüche
anzusehen und gelten nur in Verbindung mit Anspruch 1.
Claims (7)
1. Meldeempfänger mit Warnanlage, der durch Zugeinwirkung oder manuell betätigbar ist und
einen das Ventil eines mit Druckgas betriebenen Typhons sperrenden, im Ruhezustand erregten
Magnetschalter aufweist, dadurch gekennzeichnet,
daß dem Magnetschalter (5) Transistoren (26 oder/und 27) parallel geschaltet sind,
die gesperrt sind, solange über eine Meldeleitung (21) eine Ruhewechselspannung in an sich bekannter
Weise einem Schwingungskreis (22, 23) zugeführt wird, an den eine Diode (25) angeschlossen
ist, deren Richtspannung an der Basis der Transistoren liegt, und daß bei Ausl leiben
der Ruhewechselspannung über den Basisspannungsteiler (28, 25, 22, 24) die Transistoren leitend
werden und den dadurch elektrisch kurzgeschlossenen Magnetschalter (5) zum Abfallen
bringen, wodurch ein durch Feder oder Druckgas vorgespannter Steuerkolben (3) einen Arbeitskolben
(4) über Luftleitung (8) und Kolben (9) betätigt und das Ventil der Warnanlage öffnet.
2. Meldeempfänger mit Warnanlage nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß in den
Überbrückungszweigen des Magnetschalters (5)
in Reihe mit den Transistoren (26 und/oder 27) Schauzeichen (33 und 34) angeordnet sind, die
einen Transistorausfall anzeigen.
3. Meldeempfänger mit Warnanlage nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß an Stelle
der Schauzeichen (33 und 34) solche mit Kontakten oder wahlweise Relais verwendet werden,
die mit Hilfe einer an sich bekannten Koinzidenz-Schaltung selbsttätig einen Transistorausfall anzeigen.
4. Meldeempfänger mit Warnanlage nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß das Ventil
einen — durch den Arbeitskolben (4) betätigten — Ruhestromkontakt (18) aufweist, welcher
nach einer vorgegebenen Zeit das Sicherheitsventil (19) zum Ansprechen bringt, wenn einer oder
beide Kolben (3, 4 mit 4 a) nicht ordnungsgemäß arbeiten.
5. Meldcempfänger mit Warnanlage nach den Ansprüchen 1, 2, 3 und 4, dadurch gekennzeichnet,
daß der Anker (6) des Magnetschalters (5) für die manuelle Rückstellung (10/11) einen Druckstift
(3 α) besitzt, bei dessen Betätigung der Alarm zwangsläufig beendet wird.
6. Meldeempfänger mit Warnanlage nach den Ansprüchen 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, daß
ein an sich bekannter elektronischer Schalter den Magnetschalter (5) nach einer bestimmten einstellbaren
Zeit durch einen zusätzlichen Basisstrom wieder mit Ruhegleichstrom versorgt, so
daß der Überbrückungsstrom der Transistoren (26 und/oder 27) nur kurzzeitig fließt und der
Alarm manuell beendet werden kann.
7. Meldeempfänger mit Warnanlage nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, daß dieser mit
kleinen Batterien oder Sammlern betrieben wird, da der Überbrückungsstrom der Transistoren nur
kurzzeitig wirkt und der Ruhestrom des Magnetschalters (5) durch Vormagnetisierung des Ankers
(6) klein ist.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen
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