DE138792C - - Google Patents

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DE138792C
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barrier
shaft
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closers
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DENDAT138792D
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Classifications

    • BPERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
    • B61RAILWAYS
    • B61LGUIDING RAILWAY TRAFFIC; ENSURING THE SAFETY OF RAILWAY TRAFFIC
    • B61L29/00Safety means for rail/road crossing traffic
    • B61L29/08Operation of gates; Combined operation of gates and signals
    • B61L29/18Operation by approaching rail vehicle or train
    • B61L29/22Operation by approaching rail vehicle or train electrically
    • B61L29/222Operation by approaching rail vehicle or train electrically using conductor circuits with separate contacts or conductors
    • B61L29/224Operation by approaching rail vehicle or train electrically using conductor circuits with separate contacts or conductors using rail contacts

Landscapes

  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Mechanical Engineering (AREA)
  • Train Traffic Observation, Control, And Security (AREA)

Description

KAISERLICHES
PATENTAMT.
PATENTSCHRIFT
M 138792 KLASSE
OTTO MARR in LEIPZIG. Durch den fahrenden Zug gestellte Wegschranke.
Patentiert im Deutschen Reiche vom 30. November 1901 ab.
Die vorliegende Erfindung betrifft eine selbsttätige, durch den fahrenden Zug gesteuerte Wegschranke.
Dieselbe besteht aus der Vereinigung der an sich bekannten Hauptelemente:
a) zwei nahezu ausbalancierten Schrankenbäumen mit optischem und akustischem Signal,
b) einer in dem Pfostengehäuse gelagerten Welle, auf welcher die Kurbeln und Nockenscheiben sitzen zur Bewegung der oben genannten Vorrichtungen, sowie zum Anhalten der W'elle nach jeder halben Umdrehung,
c) einem Räderwerk zur Übertragung der langsamen Umdrehung der Welle auf eine größere Umlaufgeschwindigkeit,
d) einer Antriebsvorrichtung, bestehend in einem Elektromotor, einem Gewicht oder einer Feder,
e) einem Elektromagneten zur Einschaltung der Antriebsvorrichtung mit Stromleitungen aus zwei einseitig zur Gleismitte angebrachten Stromschließern für jede Fahrtrichtung, von denen der eine weit vor, der andere dicht hinter der Schranke liegt,
f) einem an einer Achse, Achsbüchse oder einem Rade des Zuges befestigten Anschlag oder Vorsprung zur Einwirkung auf den Stromschließer.
Die nötige, sowie alle sonst erwünschte elektrische Energie kann sowohl im Zuge selbst als auf einer der nächsten Stationen erzeugt werden.
Fig. ι und 2 zeigen die Schranke mit dem optischen und dem Glockensignal, sowie mit der im Pfostengehäuse gelagerten Welle nebst Räderwerk und Elektromotor, welcher hier durch den Buchstaben α gekennzeichnet ist.
Aus den Fig. 3 und 4 sind die Verbindungen des Elektromagneten mit den Stromschließern einerseits und durch diese mit den beiden Polen der Stromquelle zu erkennen, wobei in Fig. 3 angenommen ist, daß die Elektrizität auf einer Station erzeugt und durch oberirdische Leitungen zugeführt wird, während bei Fig. 4 der Strom im Zuge selbst hergestellt und durch isoliert am Boden liegende Schienen den Schrankenpfosten zugeleitet werden soll.
Fig. 5 und 6 stellen den Elektromagneten e mit seinem Anker f und den Hebelschalter g für den Elektromotor dar.
Angenommen, daß ein Zug von rechts nach links vorüberfährt (Fig. 5 und 6), so ist die Wirkungsweise folgende:
Beim Auftreffen auf den ersten Stromschließer wird auf kurze Zeit Stromschluß hergestellt, wie die Pfeile erkennen lassen.
Durch diesen Stromschluß wird der Elektromagnet e erregt und dadurch der Anker f angezogen. Dieser gibt den unter Federwirkung stehenden Hebelschalter g frei, wodurch über den Elektromotor α ein Stromkreis geschlossen wird. Der Elektromotor überträgt seine Bewegung durch ein Räderwerk (Fig. 1 und 2) auf die Welle z, auf welcher zwei Kurbeln und zwei Nockenscheiben befestigt sind.
Sofern der Antrieb dieser Welle durch Gewichte oder Federn erfolgen soll, ist auf ihr entweder eine Windetrommel mit umgekehrtem Flaschenzug zu befestigen oder eine kräftige Spiralfeder, wobei dann auf die Welle des
Elektromotors an dessen Stelle ein Windflügel zu setzen ist. Außerdem befindet sich auf dieser Welle ein Sperr- oder Bremsrad, welches durch Erregung des Elektromagneten e freigegeben wird, so daß dann ebenfalls das Raderwerk in Umdrehung gelangt.
Bei Beginn der Bewegung des Triebwerkes befinden sich die beiden auf den Enden der Welle i sitzenden Kurbeln ungefähr in ihrer
ίο tiefsten und die Nockenscheiben c und d in der in Fig. 5 und 6 angegebenen Stellung.
Es wird also sofort, wie in Fig. 5 links angedeutet, der Schalter für die Glühlampe bezw. für das optische Signal um eine Vierteldrehung weiter bewegt und dadurch dieser Stromkreis geschlossen.
Gleichzeitig wird der Hammer der Glocke in Bewegung gesetzt, und zwar mehrere Male nacheinander, indem die Zugfeder an der Glocke den Hammer jedesmal anschlagen läßt, wenn der untere Hebel von einem der Bolzen oder Ansätze der Scheibe frei gelassen wird.
Die beiden Kurbeln dagegen, von denen die eine mit dem einen, die andere durch eine unter den Gleisen liegende Wellenübertragung mit dem anderen Schrankenbaum verbunden ist, haben inzwischen etwa eine Vierteldrehung gemacht, ohne diese Bewegung auf die Schranke zu übertragen, da die Kurbelzapfen sich in den Schlitzen der Zugstangen bewegen und erst während der zweiten Vierteldrehung die Schranke schließen.
Während dieser halben Umdrehung der Welle i befand sich der Schalthebel g und der mit ihm gekuppelte Hebel k in der Stellung Fig. 6. Inzwischen hat sich aber die Scheibe so weit gedreht, daß der Ansatz / die Hebel k und g in die Stellung Fig. 5 zurückbringt, wodurch der Motorstrom ausgeschaltet und das Räderwerk, sowie die Welle i zum Stillstand gebracht wird.
Mittlerweile ist der Zug an die jetzt geschlossene und beleuchtete Schranke gelangt, durchfährt sie und trifft auf den zweiten Strom-Schließer der Fahrtrichtung.
Durch diesen zweiten Stromschluß wird der Motor abermals eingeschaltet und dreht die Welle i um i8o°. Infolge der in den Zugstangen angeordneten Schlitze wird die Schranke erst bei der zweiten Vierteldrehung geöffnet. Kurz vor Beendigung der Drehung trifft ein zweiter Anschlag den Schalter für die Glühlampe und stellt diese ab, während gleichzeitig der dem Anschlag / gegenüberliegende Anschlag den Motorstrom unterbricht und die Anfangslage wieder herstellt. Die Welle i hat zum Schließen und Öffnen der Schranke eine volle Umdrehung gemacht.
Kommt ein Zug aus entgegengesetzter Richtung, so vollziehen sich alle Vorgänge genau in gleicher Weise durch Beeinflussung der dieser Fahrtrichtung entsprechenden Streckenkontakte. Da nun bei eingleisigen Strecken immer nur ein Zug für die Bewegung der Schranken in Frage kommen kann, so ist hierfür die Arbeitsweise klargelegt.
Bei zweigleisigen Bahnen dagegen ist entweder ein Schrankenpaar mit zwei Strom · Schließern für jedes Gleis oder ein Schrankenpaar mit vier Stromschließern und geeigneter Umschaltvorrichtung für beide Gleise zu nehmen.
Das die Schranke nahezu ausbalancierende Gegengewicht muß etwas schwerer als erstere sein, damit zum Öffnen ein geringer Überdruck bleibt.

Claims (1)

  1. Patent-Anspruch:
    Eine Wegschranke mit Triebwerk und akustischen und optischen Signalen, welche elektrisch vom vorüberfahrenden Zug mittels einseitig zur Gleismitte liegender Stromschließer ausgelöst wird, dadurch gekennzeichnet, daß sich die sämtlichen, während einer ganzen Schrankenbewegung (Schließen und Öffnen) nötigen Wirkungen in der beabsichtigten Reihenfolge und Dauer während und infolge der einmaligen vollen Umdrehung einer Welle mit Kurbeln und Nockenscheiben vollziehen und daß die Steuerung der Schranke durch je zwei zu beiden Seiten der Schranke angebrachte Stromschließer (zwei für jede Fahrtrichtung) unabhängig von der Länge und Geschwindigkeit der Züge erfolgt
    Hierzu 2 Blatt Zeichnungen.
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Cited By (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
WO2005000659A1 (en) * 2003-06-30 2005-01-06 Fontes Joao Antonio Crespo System to determine the relative position between various vehicles

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