DE13871C - Neuerungen in der Vergasung von Melasseschlempe - Google Patents

Neuerungen in der Vergasung von Melasseschlempe

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DE13871C
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Germany
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molasses
gasification
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peat
innovations
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DENDAT13871D
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E. ERNST in Beesenlaublingen
Publication of DE13871C publication Critical patent/DE13871C/de
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    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C01INORGANIC CHEMISTRY
    • C01CAMMONIA; CYANOGEN; COMPOUNDS THEREOF
    • C01C1/00Ammonia; Compounds thereof
    • C01C1/02Preparation, purification or separation of ammonia
    • C01C1/08Preparation of ammonia from nitrogenous organic substances
    • C01C1/083Preparation of ammonia from nitrogenous organic substances from molasses

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  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Organic Chemistry (AREA)
  • Analytical Chemistry (AREA)
  • Inorganic Chemistry (AREA)
  • Processing Of Solid Wastes (AREA)

Description

KAISERLICHES
PATENTAMT.
Die mittelst Dampf oder durch Einwirkung directen Feuers bis auf ca. 400 B. eingedickte Schlempe wird am besten im heifsen Zustande mit gut zerkleinerter und getrockneter Torf-(oder einer anderen hygroskopischen) Substanz im Verhältnifs von 100 Gewichtstheilen Schlempe zu 25 Gewichtstheilen Torf gut gemischt; dann werden 3 Theile gemahlenen Aetzkalks und ca. 6 Theile fetter OeIe zugesetzt, und es wird das Ganze sorgfältig gemischt. Das Gemisch hat eine Consistenz von halbtrockenen, geformten Kohlensteinen.
Der Zusatz des Aetzkalkes hat den Zweck der Bildung, des Ammoniaks bei der Vergasung, während der Zusatz des OeIs die Anreicherung der zu gewinnenden Gase anKohle'nwasserstoffen bezweckt.
Durch die Vermischung der eingedickten Melasseschlempe mit einer hygroskopischen Substanz vermeidet man, dafs die consistente Schlempe in der Retorte steigt und schäumt, so dafs die Retorte voller gefüllt werden kann, und erreicht, dafs die Vergasung um ein Dritttheil schneller vor sich geht, und dafs die Schlempekohle, also der gewonnene Retortenrückstand, poröser wird und besser ausgebrannt ist.
Die oben angegebene Mischung kann nun behufs .Vergasung in beliebig geformte Retorten eingebracht werden. Als empfehlenswerth hat sich die Anwendung liegender Retorten, wie sie zur Gasentwickelung verwendet werden, herausgestellt, wenn in diese Retorten ein Blechbecken eingeschoben wird, welches von reichlich der halben Höhe der Retorte und oben offen ist, im übrigen aber den inneren Dimensionen der Retorte sich anschliefst. Dieses Becken ist äufserlich mit Langschienen versehen, durch welche die Wand des Beckens um die Höhe dieser. Schienen von der inneren rothglühenden Retortenwand absteht; die Schienen erleichtern das Einschieben des Beckens in die Retorte. Das horizontale Becken wird mit der Mischung ganz voll gefüllt und in die Retorte eingeschoben. Würde das Schlempengemisch wie Steinkohle direct in die glühende Retorte eingebracht, so würde, da die Gasentwickelung aus der Schlempe sehr schnell, beginnt, das Füllen und Schliefsen der Retorten sehr unbequem und mit Verlust verbunden sein; ebenso erleichtert die Anwendung des beschriebenen Beckens die Entleerung der Retorte wesentlich.
Die aus der Retorte abziehenden Gase werden wie bekannt behandelt; die Abhitze der Retortenfeuerung kann dazu benutzt werden^·· um die sich bildenden Theer- und sonstige^:; Condensationsproducte wieder zu zersetzen; in-' soweit dieselben aber gewonnen werden, können sie dem oben angegebenen Gemisch für die nächste Retortenbeschickung in angemessenem Verhältnifs wieder zugesetzt werden.
Das vorstehend beschriebene Verfahren der Vergasung unter Zusatz von Torferde kann auch Anwendung finden auf alle flüssigen Melasserückstände, also auch auf diejenigen, welche aus der Verarbeitung auf Zucker herrühren.

Claims (1)

  1. Patent-Ansprüche:
    Das Vermischen eingedickter Melasseschlempe oder Melasserückstände überhaupt mit hygroskopischen Substanzen, namentlich Torf, zur Gaserzeugung und Gewinnung stickstoffhaltiger, poröser Schlempekohle nach dem angegebenen Verfahren.
    Das horizontale, oben offene Blechbecken mit Langschienen an seiner Aufsenfläche zum Einschieben in eine liegende Gasretorte behufs Vergasung des unter i. genannten Gemisches von eingedickter Melasseschlempe oder Melasserückständen mit Torf oder dergleichen Substanz.
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