DE148282C - - Google Patents
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- DE148282C DE148282C DENDAT148282D DE148282DA DE148282C DE 148282 C DE148282 C DE 148282C DE NDAT148282 D DENDAT148282 D DE NDAT148282D DE 148282D A DE148282D A DE 148282DA DE 148282 C DE148282 C DE 148282C
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- bitumen
- slate
- rock
- furnace
- tar
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Classifications
-
- C—CHEMISTRY; METALLURGY
- C10—PETROLEUM, GAS OR COKE INDUSTRIES; TECHNICAL GASES CONTAINING CARBON MONOXIDE; FUELS; LUBRICANTS; PEAT
- C10J—PRODUCTION OF PRODUCER GAS, WATER-GAS, SYNTHESIS GAS FROM SOLID CARBONACEOUS MATERIAL, OR MIXTURES CONTAINING THESE GASES; CARBURETTING AIR OR OTHER GASES
- C10J3/00—Production of combustible gases containing carbon monoxide from solid carbonaceous fuels
Landscapes
- Chemical & Material Sciences (AREA)
- Engineering & Computer Science (AREA)
- Combustion & Propulsion (AREA)
- Oil, Petroleum & Natural Gas (AREA)
- Organic Chemistry (AREA)
- Production Of Liquid Hydrocarbon Mixture For Refining Petroleum (AREA)
- Waste-Gas Treatment And Other Accessory Devices For Furnaces (AREA)
Description
KAISERLICHES
PATENTAMT.
KLASSE
Bekanntlich enthalten die Kupferschiefer, genannt Zechsteine, die Alaunschiefer und bituminösen
Kalkgesteine, die zur Darstellung von Kupfer, Alaun und Kalk oder Zement, (z. B. in Dalmatien und Schweden) bergmännisch
gewonnen werden, Bitumina, die heute als wertlos verloren gegeben werden oder, wie z. B. in den Gebieten des Mansfeider
Kupferbergbaus, die Aufbereitung der
.ίο Erze sogar stören und daher erst entfernt
werden müssen. Dies wird in den letztgenannten Gebieten und auch in den schwedischen
Zementfabriken dadurch besorgt, daß große Haufen aufgebaut werden, zu denen kein
zu kleinstückiges Gut verwendet werden darf. Diese Haufen werden angezündet und schwelen
allmählich ab, die Umgebung auf das Unangenehmste belästigend. Es wird also heute
das Bitumen nicht nur verloren gegeben, sondern es wird zu seiner Entfernung auch
noch ein erheblicher Kostenaufwand gemacht. Zwar sind für den vorliegenden Zweck
schon mancherlei Vorschläge, wie beispielsweise die der Vergasung in Gaserzeugern
gemacht worden, u. a. in der britischen Patentschrift 2272 vom Jahre i860. Niemals
jedoch ist man zur praktischen Ausübung eines solchen Verfahrens gekommen, weil es
bei zu hoher Hitze nicht gelang, das Gut
durch den Ofen zu bringen, oder bei geringerer Hitze das Bitumen nicht entfernt
werden konnte. Auch das Verfahren der genannten britischen Patentschrift ist für - die
Nutzbarmachung des Bitumens aus Kupferschiefer, Alaunschiefer usw. unbrauchbar, wie
nachstehend klargelegt werden wird, und heute völlig in Vergessenheit geraten. Mangels
jedes brauchbaren Verfahrens ist man daher immer noch gez\vungen gewesen, in offenen
Halden das Bitumen abschwelen zu lassen und so verloren zu geben.
Zweck der Erfindung ist es nun, das bisher bei der Verarbeitung der Erze und Gesteine
geradezu hinderliche Bitumen zu verwerten unter gleichzeitiger Erleichterung der
Aufbereitung. Erreicht wird dies dadurch, daß unter Benutzung der technischen Hilfsmittel
und Erfahrungen aus der Braunkohlen-, Koks- und Generatorgasindustrie und unter Kenntnis der obigen britischen Patentschrift
ein geeigneter Ofen gebaut und in diesem das Bitumen aus dem Gestein ausgetrieben
wird, wobei ein Teil desselben als Teer, ein anderer als Gas gewonnen wird. Die hierzu
verwendete Ofenbauart stellt eine zweckmäßige Vereinigung der Eigenschaften eines
Schwel- und eines Generatorgasofens mit starkem Unterwindgebläse und Wasserdampfzuführung
dar.
Ein Beispiel eines solchen Ofens ist ■ in der Zeichnung dargestellt. Derselbe ist gemauert,
innen mit Schamotte ausgefüttert und arbeitet ununterbrochen.
A ist die Gicht, auf der der geförderte Stein mit Hebevorrichtung unmittelbar vom
Schacht aufgebracht und mit der Hand oder maschinell in Haufen verteilt wird. Von
hier aus gleitet das Gut durch eine Vor-
wärmezone B auf eine lange schiefe Ebene C.
Hier wird ein Teil des Bitumens ausgetrieben und zieht als Gas und Dampf aus den Düsen D und E ab, gegebenenfalls unter
Mithilfe eines Gebläses. Von der schiefen Ebene fällt das Gut in den Generatorteil F,
worin das Bitumen zum Teil auf dem geneigten Rost G durch Zuführung von Gebläseluft
verbrennt. Das Gebläse soll abwechselnd überhitzten Wasserdampf und Luft durch H einführen. Hiernach fällt der ausgebrannte
Stein in eine Rast, von der er ununterbrochen oder in Pausen in eine zweckentsprechende
Fördervorrichtung abgelassen und zur weiteren Verarbeitung, seinem eigentlichen Zweck entsprechend, abgeführt wird.
Die aus D und E abziehenden Gase durchwandern
einen Kondensator mit Luftkühlung, bei der. sich Teer und Öl abscheiden, während
das Unkondensierte als Gas weiter geleitet wird. Es dient, falls nötig, teilweise
zur Beheizung des Schwelgenerators, teilweise wird es im Hauptbetriebe verbrannt oder für
Licht- und Kraftzwecke verwendet.
Der abgeschiedene Teer, der sich dem Braunkohlenteer entsprechend verhält, wird"
wie dieser verarbeitet oder am Ort als billiges Heizmaterial für Kessel, Motore usw.
benutzt. Das mit dem Teer in den Kondensatoren sich abscheidende Wasser wird, wenn
es hinreichend Ammoniak enthält, auf dieses verarbeitet.
Es sind, ähnlich wie bei dem Apparat der britischen Patentschrift, drei Zonen in dem
Ofen zu unterscheiden, der jedoch sonst durch seine Bauart, die mit einem anders gearteten
Verfahren verknüpft ist, sich wesentlich von jenem unterscheidet. Was die Bauart
anbelangt, so kann bei der einseitig stark geneigten schiefen Ebene des Ofens, die
noch dazu während des Ganges vollkommen von der Seite zugängig ist, kein Schlacken
stattfinden, wie es in dem gewöhnlichen Generatortrichter jenes englischen Ofens unvermeidlich
wäre. Denn das Gegenüberstehen einer senkrechten und einer geneigten Ofenwand verhindert die Schlackenbildung (Ofensau)
im Ofen selbst, weil die Sinterung des Gesteines, die nicht ganz verhindert werden
kann, nur einen kleinen Wall bildet, der sich, im ungünstigsten Fall nur dem Böschungswinkel
des Füllmaterials und der untenliegenden, schiefen Ebene entsprechend, weiter auswachsen kann, während durch den freien
Fall des größeren Teils der Füllung jede Überwucherung abgerissen wird, und sogar
die gebildeten kleinen gesinterten Stauwälle wieder abbrechen.
Durch abwechselndes Blasen von Luft und Wasserdampf gelingt es, das Bitumen aus
Kupferschiefern ganz zu entfernen, ohne zur Schlackenbildung Anlaß zu geben. Nachdem
durch die Luft die Erhitzung und Verbrennung eingeleitet ist, bewirkt der schnell
eingeführte Wasserdampf die Auflockerung des Gesteines unter gleichzeitiger Verhinderung
der Schlackenbildung, die auch bei gleichzeitigem Blasen von Luft und Dampf eintreten müßte, weil dann durch letzteren
keine Herabminderung der Temperatur und somit auch keine Auflockerung des Gesteines
eintreten könnte.
Während die bisher üblichen Verfahren dem Werke nur Kosten verursachen und wertvolle
Naturstoffe ungenutzt lassen, zeichnet sich das neue Verfahren dadurch aus, daß bei seiner Anwendung Produkte erzeugt werden,
die dem betreffenden Werke von großem Nutzen sind, ihm neue Kraftcjuellen in Gas
und Teer eröffnen und endlich die großen Belästigungen für die Umgebung beseitigen.
Claims (1)
- Patent-Anspruch :Verfahren zur Verwertung des Bitumens aus Kupferschiefern, Alaunschiefern usw. in Schachtofen behufs Gewinnung von Generator- oder Wassergas und Teer unter Ausschluß von Schlackenbildung und von Totbrennen des Gesteines, dadurch gekennzeichnet, daß auf einer stark geneigten schiefen Ebene der letzte Teil des Bitumens durch abwechselndes Blasen mit Luft und Wasserdampf zersetzt wird, wobei das heiße Gestein gleichzeitig durch den Dampf aufgelockert wird.Hierzu 1 Blatt Zeichnungen.
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE148282C true DE148282C (de) |
Family
ID=415384
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DENDAT148282D Active DE148282C (de) |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE148282C (de) |
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| US5186186A (en) * | 1991-01-11 | 1993-02-16 | Hamilton Paul M | Multi-purpose ornament and method of use in retaining hair |
-
0
- DE DENDAT148282D patent/DE148282C/de active Active
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| US5186186A (en) * | 1991-01-11 | 1993-02-16 | Hamilton Paul M | Multi-purpose ornament and method of use in retaining hair |
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