DE136987C - - Google Patents

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DE136987C
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    • BPERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
    • B25HAND TOOLS; PORTABLE POWER-DRIVEN TOOLS; MANIPULATORS
    • B25DPERCUSSIVE TOOLS
    • B25D9/00Portable percussive tools with fluid-pressure drive, i.e. driven directly by fluids, e.g. having several percussive tool bits operated simultaneously
    • B25D9/14Control devices for the reciprocating piston

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  • Physics & Mathematics (AREA)
  • Fluid Mechanics (AREA)
  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Mechanical Engineering (AREA)
  • Percussive Tools And Related Accessories (AREA)

Description

KAISERLICHES
PATENTAMT.
Die vorliegende Erfindung bezieht sich auf einen Drucklufthammer mit Differentialkolben und Kolbenschieber und bezweckt im Besonderen, die Bauart des Ventils und der Luftkanä'le so zu gestalten, dafs die Wirkung des Schiebers bei der Vertheilung der Luft oder eines anderen Triebmittels in gesicherter Weise erfolgt und der Hammer selbst unter möglichster Vermeidung von Erschütterungen arbeitet.
Bisher kamen die bei solchen durch Luft oder ein ähnliches Druckmittel betriebenen Hämmern verwendeten Kolbenschieber nur in unvollkommener und unzuverlässiger Weise zur Wirkung.
Der Grund hierfür war das übermäßige Zurückspringen des Schiebers beim Anschlage an seinen Hubenden, was die Ursache bedeutender und lästiger Stöfse und Erschütterungen war.
Die vorliegende Erfindung hat nun die Aufgabe, dieses zu verhindern,- und soll dieses durch die besondere Bauart des Schiebers und der Luftkanäle erreicht werden.
Es sind zu diesem Zweck die in der Kolbenwand angebrachten Durchbohrungen zum Eintritt und Auslafs der Druckluft so angeordnet, dafs die zum Auslafs dienende vor Erreichung, der Endlage geschlossen und dann für den Eintritt des Druckmittels geöffnet wird.
Ferner ist der Kolbenschieber mit seinen beiden Gleitflächen an den verdickten Enden so gestaltet, dafs bei dem Richtungswechsel des Kolbens und der Beharrungsbewegung des Kolbenschiebers fast gleichzeitig mit dem Abschlufs der genannten Auslafsöffnung die Oeffnung der Einlafsöffnung erfolgt.
Die Zeichnung veranschaulicht die Erfindung und zwar zeigt:
Fig. ι einen Längsschnitt durch einen Drucklufthammer für Handgebrauch,
Fig. 2 denselben mit entgegengesetzter Stellung des Schlagkolbens.
A ist der Cylinder des Hammers, B der darin gleitende Differentialkolben.
Der hintere Raum C der Kolbenkammer wird durch einen im Cylinder A eingeschnittenen Kanal D, der mit einem Absperrventil E im Handgriff F in Verbindung steht, mit Druckluft oder einem anderen Triebmittel angefüllt, sobald der Hammer in Thätigkeit gesetzt werden soll.
Der Handgriff F ist mittelst eines mit Gewinde versehenen Halses G am Cylinder A angebracht; wenn der Griff aufgeschraubt ist, werden die Theile durch eine Sperrklinke I, die in einen Zahnring am Hals G eingreift, zusammengehalten.
Die Druckluft oder dergl. kommt zum Handgriff F durch ein biegsames Rohr (nicht gezeichnet), das auf einen Rohransatz H aufgeschraubt wird.
Die Druckluft wird durch das Abschlufsventil E zugelassen, wenn dasselbe durch Druck des Daumens auf einen Hebel J geöffnet wird.
Im Kolben B ist eine Schieberbahn K eingeschnitten, in welche ein hohler, hinten offener Kolbenschieber L eingepafst ist. Die Gleitflächen befinden sich in solcher Entfernung, dafs sie fast gleichzeitig die beiden Reihen von Löchern M und N, die am dünneren Theil des Kolbens B gebohrt sind, decken bezw. öffnen.
Der Theil des Kolbenschiebers L, der zwischen den Gleitflächen sich befindet, hat eingebohrte Löcher O, die vordere Abschlufswand ein kleines Loch P.
Ein Flantsch Q. dient zur Hubbegrenzung des Schiebers L, während auf der entgegengesetzten Seite die Wand einer kleinen Kammer R (Fig. i) zur Begrenzung dient.
Am Ende des Kolbens B befindet sich ein Ansatz S, der auf das im Werkzeugrohr T angeordnete Werkzeug einwirkt.
Der vordere Theil U der Kolbenkammer steht durch Oeffnungen V mit der Aufsenluft in Verbindung.
Die Wirkungsweise der Vorrichtung ist die folgende.
Durch Druck des Daumens auf den Hebel J wird das Ventil E geöffnet, die Druckluft oder dergl. gelangt durch den Kanal D nach der hinteren Kolbenkammer C und wirkt auf die Ringfläche des Kolbens B ein, so dafs dieser in die in Fig. ι gezeigte Stellung zu gehen strebt.
Hierauf gelangt die Luft von dem Raum C durch die Löcher N und O zu dem Raum hinter dem dicken Theil des Kolbens B und wirkt auf dessen ganzen Fläche. Der Kolben wird nach vorwärts getrieben, und der Ansatz 5 schlägt auf das Werkzeug.
Die Bewegung des Kolbens wird hierdurch plötzlich gehemmt, während der Kolbenschieber L infolge seiner Trägheit seine Bewegung fortsetzt und in die Stellung der Fig. 2 gelangt. Hierbei preist er die Luft in der Kammer R auf einen höheren Druck als den an der Breitseite des Kolbens' wirkenden, wodurch ein heftiges Anschlagen des Schiebers L verhütet wird.
Erschütterungen und ein übermäfsiger Rückschlag des Schiebers werden hierdurch verhindert, da die zusammengeprefste Luft allmählich durch die enge Oeffnung P entweichen kann.
Wenn der Schieber L in der Stellung der Fig. 2 sich befindet, so ist die Verbindung zwischen dem Raum C und dem Raum hinter der Breitseite des Kolbens B aufgehoben, da dann die Gleitfläche des Schiebers L die Löcher N deckt, während die andere Gleitfläche die Löcher M öffnet und dadurch den Raum mit der Aufsenluft in Verbindung bringt.
Das Triebmitlel entweicht durch die Löcher O und M, die vordere Kammer U und die Kanäle V. Wenn der Druck in dem Raum hinter der Breitseite des Kolbens B genügend gesunken ist, so treibt das Triebmittel infolge seiner Wirkung auf die Ringfläche des Kolbens letzteren \vieder in die Stellung der Fig. i, und bei dieser Bewegung kommen die Löcher M am engen Theil des Kolbens B in solche Stellung, dafs der Raum hinter dem Kolben von der Aufsenluft abgeschlossen wird.
Die in diesem Raum befindliche Luft wird sodann während des letzten Theils der Bewegung zLisammengeprefst, bis der Kolben in der in Fig. ι gezeigten Stellung in seiner Bewegung gehemmt wird.
Kurz vor Erreichung dieser Stellung kommen die Löcher M in den Raum C, so dafs das Triebmittel durch M und O zur Wirkung auf den Kolben gelangt, worauf dieser augenblicklich zum Stillstand kommt. Hierauf Wiederholt sich das Spiel von Neuem.
Wenn der Kolben B plötzlich zum Stillstand kommt, so wird der Schieber L durch seine Trägheit in die Stellung der Fig. ι getrieben und schneidet so die Verbindung durch die Löcher M ab, während die Verbindung durch die Löcher N wiederhergestellt wird.
In diese Stellung gelangt der Schieber nicht plötzlich, da dann in dem Räume R eine Luftverdünnung gegenüber dem im Innern des Schiebers herrschenden Druck entstehen würde, sondern nur allmählich, da durch das kleine Loch P nur ein allmählicher Ausgleich des Druckes eintreten kann. Hierdurch wird ein kräftiges Aufschlagen des Schiebers auf den Flantsch Q. und das dadurch entstehende Zurückspringen des Ventils verhindert.
Der Hammer arbeitet so lange, als der Hebel / durch den Daumen des Arbeiters niedergedrückt wird.

Claims (2)

Patent-Ansprüche:
1. Drucklufthammer mit durch Beharrungsvermögen zur Wirkung gebrachtem, in einem Differentialkolben spielendem hohlen Kolbenschieber, dadurch gekennzeichnet, dafs die Austrittsöffnung (M) für die Luft beim Rückgange des Kolbens vor vollständiger Beendigung des Kolbenrückganges mit der Druckluftzuleitung in Verbindung kommt, und der Kolbenschieber (L) darauf bei dem Bewegungswechsel des Kolbens durch seine Eigenbewegung die genannte Ausgangsöffnung (M) verschliefst und die Einströmungsöffnung (N) in der Kolbenwand öffnet.
2. Eine Ausführungsform des Drucklufthammers nach Anspruch ι, dadurch gekennzeichnet, dafs der Kolbenschieber (L) an seinem einen Ende nur mit einer kleinen Ausströmungsöffnung (P) für das Triebmittel versehen ist, zum Zweck, ein starkes Aufstofsen und übermäfsiges Zurückspringen des Schiebers an seinen beiden Hubenden zu verhüten.
Hierzu ι Blatt Zeichnungen.
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