DE102405C - - Google Patents

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DE102405C
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piston
pressure
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Classifications

    • BPERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
    • B25HAND TOOLS; PORTABLE POWER-DRIVEN TOOLS; MANIPULATORS
    • B25DPERCUSSIVE TOOLS
    • B25D9/00Portable percussive tools with fluid-pressure drive, i.e. driven directly by fluids, e.g. having several percussive tool bits operated simultaneously
    • B25D9/14Control devices for the reciprocating piston
    • B25D9/26Control devices for adjusting the stroke of the piston or the force or frequency of impact thereof

Landscapes

  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Automation & Control Theory (AREA)
  • Physics & Mathematics (AREA)
  • Fluid Mechanics (AREA)
  • Mechanical Engineering (AREA)
  • Percussive Tools And Related Accessories (AREA)

Description

KAISERLICHES
PATENTAMT.
Während bei den bisher bekannten pneumatischen Schlag- und Stofswerkzeugen, wie Hämmer, Meifsel oder dergl., beide Hände des Arbeiters zur Bedienung des Werkzeuges beansprucht werden, ist durch vorliegende Erfindung erreicht, das Werkzeug nur mit einer Hand benutzen zu können, indem die Regelung des Druckluftzutrittes und damit der Arbeitswirkung, was vordem' durch die andere Hand geschah, gemäfs vorliegender Erfindung durch den Druck bewirkt wird, mit welchem das Werkzeug an das Arbeitsstück angedrückt wird. Je stärker dieser Druck ausgeübt wird, desto stärker ist der Schlag des Werkzeuges auf das Arbeitsstück, hört dagegen der Druck vollständig auf, also nach Abheben des Werkzeuges vom Arbeitsstück, so schliefst sich auch das Lufteintrittsventil und das Werkzeug kommt zur Ruhe.
Auf den beiliegenden Zeichnungen ist das Werkzeug mit der neuen Einrichtung in Verbindung mit einem Meifsel zur Darstellung gebracht.
Das Werkzeug besteht im wesentlichen aus den bekannten Theilen: dem Handgriff a mit Einlafsventil b, dem Kopfstück c mit Regulirventil und dem Cylinder d, auf welchen vorn das Mundstück f aufgeschraubt ist zur Aufnahme des eigentlichen Werkzeuges, im vorliegenden Falle des Meifsels g. Letzterer wird in dem Mundstück und der sich concentrisch daran anschliefsenden Cylinderbohrung geführt und an einer Drehbewegung innerhalb seiner Führung durch einen Keil h verhindert, der, quer durch den Hals des Meifsels gesteckt, mit seinen Enden in gegenüberliegende Schlitze im Mundstück hineinragt. Die Schlitze sind geeignet bemessen, um eine hinreichend freie Längsbewegung des Meifsels zuzulassen und ein zu weites Heraustreten desselben aus dem Mundstück zu verhindern. Auf dem hinteren schmäleren Schaft i des Meifsels ist eine Hülse k gleitbar angeordnet, die unter dem Einflufs einer Feder / beständig gegen den stärkeren Hals gedrückt wird und so die Bewegungen des Meifsels federnd mitmacht. Die Hülse trägt einen Arm k1, der durch einen Schlitz im Mundstück nach aufsen hervorragt und hier in verstellbarer Weise mit einer Stange m in Verbindung steht, die in einem Schutzrohr η auf dem Cylinder des Werkzeuges entlang nach dem Kopf desselben geführt ist. Hier vermag sie auf einen um o1 drehbaren Hebel 0 einzuwirken, der wiederum mittelst einer Rolle o2 auf einen um Bolzen p1 drehbaren Hebel ρ einwirkt. Dieser Hebel dient in ersichtlicher Weise zur Bethätigung des Einlafs- und Absperrventils b für die Druckluft. Bei Betrachtung der Fig. 2 ist leicht einzusehen, dafs ein Druck des Werkzeuges auf das Arbeitsstück ein Zurückgehen des Meifsels und damit der Federhülse und der Stange m zur Folge hat, wodurch dann unter weiterer Bethätigung der Hebel ο und ρ der Niedergang des Ventilkolbens und so die Oeffnung des Ventils b erfolgt. Es ist ersichtlich, dafs das Mafs der jeweiligen Ventilöffnung von der Länge der Schubbewegung der Stange m bezw. der Federhülse abhängt. Da aber diese Schubbewegung nur von dem Mafs des jeweiligen
Rückschubes des Meifsels in den Werkzeughalter hinein bezw. von der Entfernung des letzteren vom Arbeitsstück abhängt, so hat erklärlicher Weise der im letzteren Sinne verändernd wirkende Händedruck auf den Werkzeughalter entsprechend seiner Stärke auch eine Veränderung der Ventilöffnung zur Folge.
Die übrige Einrichtung des Werkzeughalters, insbesondere des Steuerventils im Kopfe des Halters, ist bereits bekannt.
Die. in gröfserer oder geringerer Menge durch das Ventil b eingelassene Druckluft tritt durch den Kanal q und, da ihr der W"eg durch das Steuerventil abgesperrt ist, durch den Zweigkanal ql unter den Kolben r, der in seiner hinteren Fortsetzung den Hammer rl trägt. Kolben mit Hammer werden unter der Wirkung der Prefsluft angehoben, was selbst nach Abschlufs des Einströmungskanales ql durch den Hammer rl zufolge Expansion der Luft fortdauert, bis der Hammerkolben die punktirt eingezeichnete Lage (Fig. 2) einnimmt. Gleichzeitig tritt die Prefsluft durch den Zweigkanal q^ in das Ventilgehäuse ein, um auf den Ringschieber s (Fig. 3) einzuwirken. Dieser Ringschieber gleitet in dem Cylinder t und beherrscht hier den Einlafs i1. die Auslässe t'2 ts und die in den Cylinderraum führende Oeffnung i*. Der mittlere, auf dem Cylinderkörper u gleitende Theil des Ringschiebers s ist durch eine dünne Wand sl geschlossen. Dieser gegenüber ist ein Tellerventil ν vorgesehen, das unter der Wirkung einer zwischen diesen und die Ringschieberwand s1 eingesetzten Feder v1 eine Kammer w1 verschlossen hält. Ein Abheben dieses Ventils ν hat zur Folge, dafs die in der Kammer ul enthaltene Druckluft durch mehrere radiale Bohrungen u2 in den äufseren ringförmigen Bewegungsraum des Ringschiebers s eintritt und somit auf diesen zur Wirkung kommt..
Mit dem Anheben des Hammerkolbens trat die Prefsluft durch Kanal q2 auch gleichzeitig in das Ventilgehäuse ein und bewirkt nun hier, indem sie auf die Wand s1 drückt, eine Seitwärtsbewegung des Ringschiebers s aus der Stellung Fig. 2 in die Stellung Fig. 3. Dadurch wird der Einlafs tl freigegeben und die Prefsluft strömt nun durch das Steuergehäuse und die Oeffnung ti direct in den Cylinder, um hier den Hammerkolben mit entsprechender Gewalt nieder zu treiben.
Bei seinem Niedergang giebt der Kolben r (Fig. 2) die Cylinderöffnung wx frei, so dafs der Druckarm hinter dem Kolben durch den Kanal ipl n> mit der Kammer u1 in Verbindung tritt und somit ein Druckausgleich in den Räumen, auf beiden Seiten des Ringschiebers s eintritt. Da sich nun aber dem Luftdruck auf der Seite der Kammer«1 eine gröfsere Wirkungsfläche darbietet als auf der anderen Seite, indem der Luftdruck einerseits nur auf die Wand sl (Fig. 3), andererseits aber aufser auf der jener Wand entsprechenden Ventilfläche ν zufolge Oeffnung dieses Ventils auch auf die diesseitige äufsere Ringfläche des Schiebers einwirkt, so wird der Schieber in die Lage Fig. 2 (s. Fig. 3 punktirt) zurückbewegt und somit der Lufteinlafs t1 abgeschlossen. Der Auslafs i2 ist nunmehr geöffnet, so dafs beim nächsten Anheben des Kolbens die Luft aus dem Cylinder durch Oeffnung f4, Schiebergehäuse, Oeffnung t'2 und daran angeschlossenen Kanal ^ entweichen kann. Ist der Kolben bei diesem nächsten Betriebe eine kurze Strecke unter dem Einflufs der durch ql hinter dem Kolben strömenden Druckluft gehoben worden, so giebt der Hammer r1 die Kanalöffnung n>2 (Fig. 2) frei, wodurch der Druck in der Kammer M1 mit der äufseren Atmosphäre ausgeglichen wird und der Schieber s unter der Wirkung der durch Kanal q2 zuströmenden Druckluft wieder in die andere Wirkungslage bewegt werden kann. Der Kolben wird nun von neuem durch die in den Cylinder einströmende Druckluft auf den1 Meißelschaft niedergeschleudert, und diese Schleuderbewegung wiederholt sich aufserordentlich schnell, so dafs nur eine ganz unbedeutende, gleichinäfsige Erschütterung auf die Hand des Arbeiters übertragen wird.

Claims (1)

  1. Patent-Anspruch:
    Vorrichtung an durch Druckluft betriebenen Werkzeugen zur Regelung der Schlagstärke, dadurch gekennzeichnet, dafs je nach dem Druck, mit welchem das Werkzeug von Hand gegen das Werkstück geprefst wird, das Einlafsventil (b) für die Druckluft mehr oder weniger geöffnet wird, indem eine mit dem Schaft des Werkzeuges verbundene Stofsstange (m) durch Hebelübertragung (op) auf das Einlafsventil einwirkt.
    Hierzu ι Blatt Zeichnungen.
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