DE13673C - Neuerungen an dem, der Gasmotoren fabrik Deutz unter Nr. 532 patentirten Gasmotor - Google Patents
Neuerungen an dem, der Gasmotoren fabrik Deutz unter Nr. 532 patentirten GasmotorInfo
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- F—MECHANICAL ENGINEERING; LIGHTING; HEATING; WEAPONS; BLASTING
- F02—COMBUSTION ENGINES; HOT-GAS OR COMBUSTION-PRODUCT ENGINE PLANTS
- F02B—INTERNAL-COMBUSTION PISTON ENGINES; COMBUSTION ENGINES IN GENERAL
- F02B43/00—Engines characterised by operating on gaseous fuels; Plants including such engines
-
- F—MECHANICAL ENGINEERING; LIGHTING; HEATING; WEAPONS; BLASTING
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- F02B—INTERNAL-COMBUSTION PISTON ENGINES; COMBUSTION ENGINES IN GENERAL
- F02B2710/00—Gas engines
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Description
KAISERLICHES
PATENTAMT.
PATENTSCHRIFT
KLASSE 46: Luft- und Gaskraftmaschinen.
Patentirt im Deutschen Reiche vom 25. April 1879 ab.
Dieser Gasmotor ist so construirt, dafs man die überschüssige Luft, welche für die vorhergehende
Verpuffung ihren Dienst geleistet und durch die Ausdehnung die aufgenommene Wärme
' wieder abgegeben hat, zum gröfsten Theil wieder benutzt und für die nächstfolgende Verpuffung
als Luftkissen und Arbeitsammler verdichtet, so dafs blos ein theilweiser Luftwechsel
stattfindet, demnach nur die zur Verbrennung des Gases nöthige atmosphärische Luft für jede
Ladung gewechselt zu werden braucht.
Die Maschine besitzt drei einfach wirkende Cylinder A1 B1 und C1, deren Kurbeln in derselben
Richtung stehen.
Die Luftpumpe A1 besitzt keine Vorrichtung
zur periodischen Abnahme der Belastung ihres Druckventils, sondern ihr Druckventil ist ebenso
wie das der Gaspumpe durch eine starke Schraubenfeder belastet.
An dem Arbeitscylinder C1 ist ein schmaler
Kanal r und ein breiter rx im Cylinder angebracht,
welcher mit dem Ausblaserohr ί und durch
dieses mit der Atmosphäre in Verbindung steht.
Kurz bevor der Kolben des Cylinders C1 am
Ende seines Ausschubes angelangt ist,' läuft der Kolben über den schmalen Schlitz r hinweg,
und dadurch wird beim Hubwechsel gegen Ende des Ausschubes und Anfang des Einschubes
während gewisser Zeit eine freie Verbindung zwischen dem Innern des Cylinders C1 und
der Atmosphäre durch den Kanal r hergestellt, infolge dessen die Spannung im Innern des
Cylinders auf die Spannung der Atmosphäre gebracht wird und die Verbrennungsgase aus
dem Cylinder herausgelangen können.
Durch diese freie Verbindung mit der Atmosphäre beim Hub wechsel wird erreicht, dafs für
den nun erfolgenden Einschub des Kolbens und die Verdichtung der im Arbeitscylinder C1
zurückgebliebenen Luftmenge, welche mit Verbrennungsgasen gemischt ist, diese im Cylinder
zurückgebliebene Luft bei Beginn jedes neuen Doppelhubes von annähernd gleicher Spannung
und Temperatur ist, wodurch also auch eine annähernd gleiche Spannung und Temperatur
nach geschehener Verdichtung gesichert ist.
Wenn der Kolben des Cylinders C1 seinen
Einschub beginnt, so verschliefst er nach kurzem Lauf den Kanal r, und die im Cylinder C1 zurückgebliebene
Luft ist nun eingeschlossen und wird durch den einwärts gehenden Kolben im Arbeitscylinder
selbst verdichtet.
Da die Kurbeln für alle drei Kolben nach gleicher Richtung stehen, so hat zu gleicher
Zeit die Verdichtung der frischen Luft und des brennbaren Gases in den Pumpen A1 und B1
begonnen.
Da die Pumpen A1 und B1 fast gar keinen
verlorenen Raum haben und der Cylinder C1 den Raum H als verlorenen Raum hat, welcher
nach vollendetem Einschub aller drei Kolben die gesammten verdichteten Gase aufzunehmen
hat, so bleibt während der Verdichtungsperiode die Spannung in den Pumpen A1 und B1 stets
höher als im Cylinder C1. Die Differenz ist am Anfang klein, gegen Ende des Hubes aber
sehr grofs, falls die Pumpen ihren Inhalt nicht ausdrücken könnten. Nun sind die Druckventile
beider Pumpen durch starke Federn belastet, welche für den gröfsten Theil des Hubes
ein Ueberdrücken des Inhalts der Pumpen in
den Arbeitscylinder verhindern. Erst gegen Schlufs des Hubes ist die Differenz der Spannungen
in den Pumpen und im Cylinder so grofs geworden, dafs die Druckventile gehoben werden und der Inhalt der Pumpen überströmen
kann, und zwar sind die Federbelastungen so regulirt, dafs zuerst die Luftpumpe und dann
die Gaspumpe nach H überzudrücken beginnt. In dieser sehr kurzen Zeit der Ueberströmung
und infolge der Form des Verbrennungsraums H wird sich, nach Ansicht der Erfinder, die eingeprefste.
frische Luft nicht mit der Luft, welche im Cylinder C1 zurückgeblieben ist und welche
als Luftkissen und Arbeitssammler dient, vermischen. Die frische Luft wird die schon benutzte
Luft aus dem engen Hals des Raumes H verdrängen und selbst denselben ausfüllen, so
dafs das bei η eingeprefste brennbare Gas nur frische Luft vorfinden, sich mit derselben theilweise
vermischen und durch den elektrischen Funken, welcher durch ο in den Raum H gelangt,
zur Verbrennung gebracht werden kann und in Gestalt einer Wolke in der frischen Luft
verbrennt.
Wegen der Verbindung des Cylinders C1 mit
dem Ausblaserohr s durch den Kanal r mufs, damit nicht übelriechende Gase aus dem Ausblaserohr
in die Maschinenstube gelangen, die vordere Oeffnung des Cylinders C1 mit einem
Deckel verschlossen sein. Durch den Kanal rx
steht die vordere Seite des Cylinders C1 stets ungehindert mit der Atmosphäre in Verbindung.
Das Spiel der Maschine geht in der Weise vor sich, dafs beim Einschub alle drei Kolben
durch die lebendige Kraft des Schwungrades vorwärts getrieben werden. Alle Kolben verdichten
und drücken die Gase in den Raum H. Gleich nach dem Hubwechsel erfolgt die Zündung.
Die Wirkung der Verpuffung drückt den Arbeitskolben hinaus, der Kolben überträgt
diese Arbeit auf die Welle, und durch Drehung derselben bewegen sich die Pumpenkolben heraus
und füllen die Pumpen A1 und B1 mit
Luft und Gas. Eben vor dem Hubwechsel angelangt, steht der Arbeitscylinder C1 durch r
mit der Atmosphäre in Verbindung; es findet in C1 Druckausgleichung mit der Atmosphäre
statt, und durch die lebendige Kraft des Schwungrades beginnt wieder die Verdichtung
in allen, drei Cylindern.
Claims (2)
1. die Trennung der Ladung des Cylinders in einen gasleeren und einen gasreichen Theil
in solcher Weise, dafs nach Entzündung der letzteren der Eintritt der Verbrennung,
die Erreichung der gröfsten Spannung und der Abschlufs der Verbrennung auf dem schnellstmöglichen Wege vor sich geht, die
erzeugte Wärme und Spannung sich frei auf den mit eingeschlossenen gasleeren Theil
überträgt und so durch Ausdehnung der gesammten Ladung Betriebskraft abgegeben wird;
2. die Wiederbenutzung derjenigen Verbrennungsgase, welche den vom Kolben durchlaufenen
Raum nach der Druckausgleichung mit der Atmosphäre füllen, zur Ladung des nächsten Hubes.
Hierzu ι Blatt Zeichnungen.
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE13673C true DE13673C (de) |
Family
ID=290815
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DENDAT13673D Active DE13673C (de) | Neuerungen an dem, der Gasmotoren fabrik Deutz unter Nr. 532 patentirten Gasmotor |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE13673C (de) |
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0
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