DE136149C - - Google Patents
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Classifications
-
- F—MECHANICAL ENGINEERING; LIGHTING; HEATING; WEAPONS; BLASTING
- F42—AMMUNITION; BLASTING
- F42B—EXPLOSIVE CHARGES, e.g. FOR BLASTING, FIREWORKS, AMMUNITION
- F42B3/00—Blasting cartridges, i.e. case and explosive
- F42B3/10—Initiators therefor
- F42B3/195—Manufacture
- F42B3/198—Manufacture of electric initiator heads e.g., testing, machines
Landscapes
- Engineering & Computer Science (AREA)
- Manufacturing & Machinery (AREA)
- General Engineering & Computer Science (AREA)
- Wire Processing (AREA)
Description
KAISERLICHES
PATENTAMT.
Bei elektrischen Zündern ist es bekanntlich
nothwendig, dafs die Leitungsdrähte vollkommen central und gleichmäfsig in die Hülsen eingesetzt
werden, um ein Berühren der Drähte' mit der Hülsenwandung und dadurch ein Versagen
des Zünders auszuschliefsen.
Bisher wurde nun das Adjustiren der Zünder, d. i. das Herrichten, Gleichschneiden, eventuell
Verlöthen, Einsetzen und Vergiefsen der Drähte von Hand aus einzeln vorgenommen, wodurch
sich die Herstellungskosten der Zünder bedeutend vertheuerten.
Gegenstand vorliegender Erfindung ist nun eine Maschine, mittelst welcher eine beliebig
grofse Anzahl Zünder auf einmal vollkommen gleichmäfsig adjustirt, d. h. die zugehörigen
Leitungsdrähte vollkommen gleichmäfsig eingekerbt, abgeschnitten, eventuell verlöthet, sodann
in die Hülsen central eingesetzt und vergossen werden können.
Beiliegende Zeichnung stellt den Erfindungsgegenstand in den Fig. 1, 2 und 3 in Seitenansicht
in der Abschneide-, Löth- bezw. Giefsstellung, in Fig. 4 in Vorderansicht und in
Fig. 5 in Draufsicht bezw. Vorderansicht dar. Fig. 6 zeigt die die Hülsen aufnehmende Vergiefsform.
Die Maschine besteht im Wesentlichen aus einem in einem Ständer drehbar gelagerten,
aus zwei parallelen, vorn durch einen Winkel 4 (Fig. 5) und rückwärts durch eine Auflagestange
5 mit einander verbundenen Tragarmen 1 bestehenden Rahmen, in welchen die Leitungsdrähte
parallel,zu einander und zu den Tragarmen gespannt werden, und welcher nach vorn
zu um eine Achse 2 (Fig. 1) und nach rückwärts zu um eine Achse 3 vertical um 90 °
gedreht werden kann, um in die zum Löthen (Fig. 2) und zum Vergiefsen (Fig. 3) erforderliche
Stellung gebracht werden zu können.
Um hierbei die in die Hülsen ragenden Enden der Leitungsdrähte entsprechend herzurichten
und blofszulegen, sind an der vorderen Fläche des Winkels 4 zwei heb- und senkbare
Gleitplatten 7, 8 (Fig. 5) angeordnet, und um die, die Hülsen enthaltende Form (Fig. 6) beim
Vergiefsen festzuhalten, ist eine Auflage 11 (Fig. .3) vorgesehen, deren Tragarme 28 mit
den Rahmentragarmen 1 durch die Achse 2 und mit dem Ständer durch die Achse 3 drehbar
verbunden sind, so dafs der Rahmen und die Auflage die in Fig. 3 gezeigte Giefsstellung
einnehmen können.
Um die Drähte in die mit etwas Schwarzpulver oder dergl. gefüllten Hülsen einsetzen
zu können, müssen die isolirten Drähte 24 (Fig. 5), die bekanntlich zu einem Draht verbunden
und nur an ihren Einsetzenden gesondert und blofsgelegt sind, erst in die Maschine
eingespannt oder eingelegt, dann, um in dem Vergiefsmaterial besser festzuhalten, eingekerbt
und schliefslich gleichgeschnitten werden. Hierzu nimmt der Rahmen die in Fig. 1 und 5
gezeigte horizontale Lage ein.
Die Drähte 24 werden nach Lüften oder Heben der Federhebel 22, welches mittelst
einer excentrisch gelagerten, mit Handgriff 30 versehenen Stange 29 oder auf sonst beliebige
Weise erfolgt, von dem Winkel 4 gegen die Auflagestange 5 zu in die Rillen 6 des Winkels 4
und über die Stange 5 derart gelegt, dafs ihre blofsgelegten Enden in die Rillen 20 der Gleitplatten
7, 8 zu liegen kommen und etwas über die Platte 7 vorstehen; sodann werden die Federhebel 22 durch Rückdrehen der excentrischen
Stange 29 freigegeben, sodafs dieselben die Drähte im Rahmen festhalten. Hierauf
werden die Drähte eingekerbt, um in dem Hülsenisolirmaterial besser festzuhalten, zu
welchem Zwecke die Platte 8 mit einer Längsnuth 31 versehen und an der Maschine dreh-
und abnehmbar ein an der unteren Seite mit einer vorspringenden Kante 14 versehenes
Lineal 15 angeordnet ist, welches nach abwärts gedreht und fest in die Nuth 31 gedrückt
sowie festgeschraubt wird, so dafs die Drähte eingekerbt und bei dem darauffolgenden Gleichschneiden
unverrückbar festgehalten werden; letzteres geschieht in der Weise, dafs der Arbeiter
mittelst eines Handmessers, das er knapp an der Platte 7 entlang führt, die über dieselbe
vorstehenden Drahtenden abschneidet.
Nach dem Abschneiden werden die Drähte in die Hülsen eingesetzt und vergossen, wenn
die Zünder jedoch Glühzünder sind, vorher mit dem Glühdraht verlöthet. Zum Verlöthen
ist es erforderlich, die Drahtenden wieder etwas vorstehen zu lassen, weshalb, bevor der Rahmen
in die zum Löthen bequemste Stellung (Fig. 2) gedreht wird, die Gleitplatte 7 (Fig. 5) gesenkt
wird, so dafs die Drähte um die Dicke der Platte 7 von der zweiten Platte 8 vorstehen;
um die Platte 7 zu senken, werden die sie mit der Platte 8 verbindenden Schrauben 9 (Fig. 4)
gelöst, so dafs sie in den seitlichen Führungen 25 nach abwärts fällt, worauf sie dann durch Anziehen
der Schrauben 9 wieder festgestellt wird. Die Abwärtsbewegung wird hierbei durch die
die Platten 7 und 8 mit dem Tragwinkel 4 verbindenden Kegelschlüssel 10, welche in
Schitze 16 der Platte 7 greifen, begrenzt. Nun wird der Rahmen in die Löthstellung (Fig. 2),
d. i. um die Achse 3 gedreht und das Verlöthen des Glühdrahtes 32 (Fig. 2 und 5) vorgenommen;
letzterer mufs erst genau über die vorstehenden Drahtenden gelegt werden, zu welchem Zwecke er von der Spule weg mit
dem einen Ende in die federnde Klammer 13 der einen Führung 25 eingeklemmt, sodann
über die Drahtenden gespannt und mit dem anderen Ende in die federnde Klammer 13 der
zweiten Führung 25 eingeklemmt wird. Nach dem Auftragen der Beize erfolgt sodann das
Löthen in der Weise, dafs der Arbeiter den Glühdraht zuerst an die äufsersten blanken
Drähte und sodann auch an alle Zwischendrähte festlöthet; hierbei giebt die Platte 8 dem
Arbeiter eine sichere Auflage, die im Vereine mit der geringen Höhe und sicheren Festhaltung
der zu verlöthenden Drahtenden eine leichte, schnelle und dabei vollkommen exacle
Arbeit verbürgt. An den Stellen zwischen je zwei nicht zusammengehörigen blanken Drähten
wird der Glühdraht schliefslich durchschnitten.
Nun wird der Rahmen in die Zurichtstellung (Fig. 1) zurückgedreht, in welcher das Lineal 15
abgehoben und nebst der Platte 7 auch die Platte 8 gesenkt wird, um die Drahtenden so
weit freizugeben, als zum Vergiefsen erforderlich ist; um die Platten 7 und 8 zu senken
und festzustellen, werden die Kegelschlüssel 10 gelöst und nach dem dadurch erfolgten Abfallen
der Platten wieder festgedreht; das Abfallen der Platten wird hierbei durch eine Tragleiste
17 begrenzt, welche mittelst eines Handgriffes 19 um die Achse 18 nach aufwärts
gedreht werden kann, um die Platten 7 und 8 später wieder leicht heben bezw. in die in Fig. 1
gezeigte Stellung zurückbringen zu können.
Nachdem die Platten 7 und 8 gesenkt und festgestellt sind, wird der Rahmen um die
Achse 2 gedreht und dadurch in die Giefsstellung (Fig. 3) gebracht, in welcher die
Drähte vollkommen central und gleichmäfsig in die Hülsen eingesetzt und in denselben
durch ein beliebiges Isolirmaterial festgegossen werden.
Die Hülsen 12 werden hierzu, um in stets
vollkommen gleichem Abstand von einander und von den Drähten zu sein, in eine zweitheilige
Form 33 (Fig. 5 und 6) eingesetzt, die mit ihrem winklig abgebogenen Fufs 34 auf
die Auflage 11 aufgesetzt wird; letztere ist
auf- und abbeweglich in ihren Tragarmen 28 geführt und wird nach dem Aufsetzen der
Form durch Drehen der Excenter 23 gehoben, so dafs die Drähte 24 in die Hülsen 12 zu
liegen kommen; nun wird an die beiden seitlichen, abgeschrägten Ansätze 34 des Winkels 4
ein Schutzblech 35 (Fig. 6) und auf die Form 33 ein Eingufsstück 36 gelegt und das
geschmolzene Isolirmaterial mittelst eines Löffels, der zwischen dem Blech 35 und dem Stück 36
entlang geführt wird, in die Hülsen gegossen; hierbei verhindert das Schutzblech 35 ein Uebergiefsen
der geschmolzenen Isolirmasse.
Nach dem fast momentanen Erstarren der letzteren und Lüften der Federhebel 22 wird
die Auflage 11 mit der Form 33 durch Rückdrehen der Excenter 23 gesenkt und die Form 33
mit den nun fertigen Zündern unter Wegziehen der Drähte 24 unter den Federhebeln
abgehoben und zerlegt, worauf der Rahmen in seine horizontale Lage zurückgedreht wird,
so dafs nach Heben und Feststellen der Platten 7 und 8 die Arbeit von Neuem beginnen kann.
Claims (3)
- Patent-Ansprüche:ι . Maschine zur Herstellung elektrischer Zünder, gekennzeichnet durch einen in einem Ständerhorizontal angeordneten, nach oben und unten in verticaler Richtung verstellbaren Rahmen, vermittelst dessen ermöglicht wird, in einem einzigen Arbeitsgange die Zünddrähte senkrecht zur Drehungsaxe des Rahmens zu spannen, auf gleiche Länge einzukerben und abzuschneiden, die abgeschnittenen Enden, eventuell nach Verlöthung mit einem Glühdraht, auf gleiche Länge freizulegen, in die Zünderhülsen einzuführen und dort mit Isolirmasse zu vergiefsen, zum Zweck, eine beliebig grofse Anzahl völlig fertiger elektrischer Zünder mit vollkommen gleichmäfsig zugerichteten und eingesetzten Leitungsdrähten herstellen zu können.
- 2. Eine Ausführungsform der durch Anspruch ι geschützten Maschine, dadurch gekennzeichnet, dafs der Rahmen aus zwei seitlichen Tragarmen ι besteht, die mit einander rückwärts durch eine Auflagestange 5 und vorn durch einen Winkel 4 verbunden sind, der mit parallelen Querrillen 6 versehen ist, in welche die Leitungsdrähte 24 eingezogen und durch Federhebel 22 des Rahmens festgehalten werden.
- 3. Eine Ausführungsform der durch Anspruch 2 geschützten Maschine, dadurch gekennzeichnet, dafs vor dem Winkel 4 zwei heb- und senkbare Gleitplatten 7, 8 angeordnet sind, die mit, die Rillen 6 des Winkels 4 fortsetzenden Rillen 20 versehen sind, und von denen die vordere 7 zum Freigeben der Drahtenden zwecks Löthens und die zweite Platte 8 nebst jener 7 zum Freigeben der Drahtenden zwecks Einsetzens in die Hülsen bezw. Eingiefsens gesenkt wird.Eine Ausführungsform der durch Anspruch 3 geschätzten Maschine, dadurch gekennzeichnet, dafs die Gleitplatte 8 mit einer Längsrute 31 versehen und über derselben bleibend oder abnehmbar am Rahmen ein heb- und senk- oder schwingbares Lineal 15 mit vorspringender Druckkante 14 angeordnet ist, zum Zweck, die Drähte gleichmäfsig einkerben zu können.
Eine Ausführungsform der durch Anspruch ι geschützten Maschine dadurch gekennzeichnet, dafs der Rahmen vorn durch eine Welle 2 gelenkig mit zwei Trägern 28 verbunden ist, die rückwärts durch eine Welle 3 am Ständer befestigt sind und unter dem vorderen Theile des Rahmens eine heb - und senkbare Auflage 11 tragen, die zum Festhalten einer die Zünderhülsen aufnehmenden Form dient, zum Zweck, den Rahmen und die Hülsenform durch Drehen um die Welle 2 bezw. Heben der Auflage 11 in die Giefsstellung und ersteren aufserdem durch Drehen um die Welle 3 in die Löthstellung bringen zu können.Hierzu 2 Blatt Zeichnungen.
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE136149C true DE136149C (de) |
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ID=404123
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
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Country Status (1)
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Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE942317C (de) * | 1952-03-21 | 1956-05-03 | Ici Ltd | Verfahren und Vorrichtung zur Herstellung von elektrischen Zuendern |
-
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- DE DENDAT136149D patent/DE136149C/de active Active
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE942317C (de) * | 1952-03-21 | 1956-05-03 | Ici Ltd | Verfahren und Vorrichtung zur Herstellung von elektrischen Zuendern |
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