DE135993C - - Google Patents
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- DE135993C DE135993C DENDAT135993D DE135993DA DE135993C DE 135993 C DE135993 C DE 135993C DE NDAT135993 D DENDAT135993 D DE NDAT135993D DE 135993D A DE135993D A DE 135993DA DE 135993 C DE135993 C DE 135993C
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Classifications
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- B—PERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
- B62—LAND VEHICLES FOR TRAVELLING OTHERWISE THAN ON RAILS
- B62J—CYCLE SADDLES OR SEATS; AUXILIARY DEVICES OR ACCESSORIES SPECIALLY ADAPTED TO CYCLES AND NOT OTHERWISE PROVIDED FOR, e.g. ARTICLE CARRIERS OR CYCLE PROTECTORS
- B62J17/00—Weather guards for riders; Fairings or stream-lining parts not otherwise provided for
Landscapes
- Engineering & Computer Science (AREA)
- Mechanical Engineering (AREA)
- Clamps And Clips (AREA)
Description
KAISERLICHES
PATENTAMT.
PATENTSCHRIFT
M 135993 -KLASSE 63g·.
WILHELM KELLNER in GARFELN, Westf.
für Fahrräder, Motorwagen u. dgl.
Patentirt im Deutschen Reiche vom 16. Mai 1901 ab.
Vorliegende Erfindung betrifft solche Schirmhalter, die durch ein Kugelgelenk am Fahrrad
oder einem anderen Fahrzeug angeordnet sind und durch Hebel bezw. Federn in beliebiger
Lage eingestellt werden können.
Die Erfindung besteht darin, dafs eine auf Drehung oder Zug beanspruchte Feder in
einem zwischen dem Fahrzeug und dem Schirmträger eingeschalteten Zwischengelenk angeordnet ist, wobei das eine Ende der Feder
dazu dient, die Verbindung des Zwischengelenkes mit dem Fahrzeug je nach Bedarf fest oder drehbar zu gestalten, während das
andere Ende der gleichen Feder dazu benutzt wird, den Schirmträger mit dem Zwischengelenk
je nach Bedarf drehbar oder fest zu verbinden.
In beiliegenden Zeichnungen stellt dar:
Fig. ι einen senkrechten Schnitt,
Fig. 2 eine Seitenansicht der Vorrichtung in theilweisem Schnitt, gegen Fig. Ί um 90°
nach links verdreht,
Fig. 3 einen Schnitt nach Linie a-b von Fig. 2,
Fig. 4 eine Seitenansicht von Fig. 1, um 90 ° nach rechts verdreht,
Fig. 5 ein Theil des Halters in theilweisem Schnitt,
Fig. 6 und 7 eine andere Ausführungsform des Halters und eines Theiles desselben in
theilweisem Schnitt.
Die Vorrichtung besteht aus einem Kugelgelenk i, einer in einander verschiebbaren
Doppelhülse 2 und dem eigentlichen Schirmträger 3 (Fig. 1). Rechtwinklig zur Längsachse
der Hülse 2 ist auf dieser ein Rohrstück 4 aufgelöthet. Dieses Rohrstück 4 nimmt
in seinen aufgewickelten Enden den konischen Ansatz 5 des Schirmträgers 3 auf.
Der Schirmträger 3 führt einen Hebel 6, der an seinem oberen Ende 7 ein längliches
Loch hat, durch welches die Zugstange 10 hindurchgeht. Dieser Hebel wirkt auf die
Druckstangen 8 und 9 (Fig. 1 und 6), welche auf der im Schirmträger befestigten Zugstange
10 gleiten. Letztere ist an ihrem rechtsseitigen Ende um ein Excenter 24 geführt.
Die Druckstange 8 ist mit der Kurbel 14 gelenkig verbunden.
Kurbel 14 steht durch Spindel 54 mit dem inneren Achsenrohre 55 in fester Verbindung
(siehe insbesondere Fig. 2). Das innere Achsenrohr 55 wird unten im äufseren Achsenrohr 56
drehbar geführt und ist durch den aufgelötheten Ring 17, an welchem der Dorn 19 sitzt, mit
dem unteren Ende der Spiralfeder 20 verbunden. Die Druckstange 9 ist mit dem Bügel
13 gelenkig verbunden (siehe insbesondere Fig. 5). Bügel 13 ist, wie aus Fig. 1 und 2
ersichtlich, auf dem äufseren Achsenrohr 56, ebenso auch das Excenter 24 fest angeordnet.
Excenter 24 besitzt eine Bohrung, durch welche Spindel 54 hindurchgeht (Fig. 2). Das
äufsere Achsenrohr 56 steht durch den aufgelötheten Ring 16, welcher den Dorn 18 trägt,
mit dem oberen Ende der Spiralfeder 20 in Verbindung. Die Führung der verbundenen
Theile 13 und 56 erfolgt in der Durchbrechung 57
des Rohrstückes 4 und auf dem Röhrchen 58, welches in 4 eingelöthet ist. 15 ist eine
kleine Füllschraube, welche in die Röhre 58 eingeschraubt wird, um das Eindringen von
Nässe zu verhüten. Die Federn 11 und 59 halten die Theile 6, 8 und 9 in leichter Spannung,
damit sie beim Fahren kein Geräusch verursachen. 21 ist ein in 55 verschiebbarer
Bolzen von unrundem Querschnitt und an der Seite so abgeflacht, dafs er in die Oeffnung 60
des inneren Achsenrohres 55 hineinpafst und daher bei Drehung des letzteren mitgedreht
wird. Der untere Theil des Bolzens 21 tritt mit Gewinde in die mit gleichem Gewinde
ausgestattete Bohrung der Scheibe 22, so dafs bei Drehung von 21 sich dieser Bolzen nach
oben bezw. nach unten verschiebt.
Die Wirkungsweise des Halters ist folgende:
Ist die Vorrichtung in Ruhe, so steht sowohl die Hülse 2 als auch der Schirmträger 3
durch Klemmung fest. Die Art dieser Klemmung wird weiter unten noch näher erläutert.
Drückt man auf den Hebel 6, so dreht sich derselbe um seinen Drehpunkt 23 und wirkt
durch seinen Theil 7 zunächst auf Druckstange 9. Die Druckstange 9 wirkt auf Bügel
13 und dreht hierdurch das mit 13 verbundene
Excenter-24. Das Excenter 24 ist nun derart gestellt, dafs es die Zugstange 10
bei seiner Rechtsdrehung ein wenig nach links verschiebt. Durch den Gegendruck des Hebels
6 am Drehpunkt 23 wird der konische Ansatz 5 aus dem Rohrstück 4 um so viel herausgedrückt, als sich die Zugstange 10 durch
die Excenterdrehung nach links verschoben hat. Hierdurch ist die Klemmung aufgehoben
und Schirmträger 3 in Rohrstück 4 beliebig drehbar.
Wird nun der Druck auf den Hebel 6 gesteigert, so geräth auch Druckstange 8 in Bewegung
und dreht durch Kurbel 14 das innere Rohr 55 um seine Längsachse.
Diese Drehung des Rohres 55 theilt sich, wie vorher schon erwähnt, dem Bolzen 21 mit
und hebt den Gewindetheil desselben, da dieser Rechtsgewinde besitzt, von der Kugel 1,
so dafs alsdann auch Theil 2 aus seiner klemmenden Verbindung mit der Kugel 1 gelöst
wird und nach jeder Richtung verstellt werden kann. Läfst man nun den Hebel 6 frei,
so drehen sich unter Einwirkung der durch die vorher beschriebene Bewegung der einzelnen
Theile gespannten Feder die Rohre 55 und 56, und dadurch gehen auch die mit ihnen verbundenen übrigen Theile in ihre
Anfangsstellung zurück, so dafs die Theile 2 und 3 sich wieder festklemmen.
Um ein Verlängern bezw. Verkürzen der Hülse 2 zu ermöglichen, besteht dieselbe aus
den über einander verschiebbaren Rohren 37, 38, deren äufseres 37 einen Schlitz 39
(Fig. 4) und zwei Ansätze 40, 41 erhält. Durch diese Ansätze, von welchen der mit 41 bezeichnete
mit Gewindebohrung und der andere mit einer gewöhnlichen glatten Bohrung ausgestattet
ist, geht eine Schraube 42. Bei Anziehen derselben prefst sie die beiden Ansätze
zusammen und übt dadurch eine klemmende Wirkung auf die Hülse 38 aus, so dafs diese
unverrückbar feststeht. Hülse 38 hat eine Fläche 12, an welcher Schraube 42 anliegt,
damit beim Lösen der letzteren die Hülsen sich nicht in einander drehen können (Fig. 3).
Fig. 6 zeigt die Bauart eines nicht verlängerungsfähigen Halters. An Stelle der auf
Drehung beanspruchten Spiralfeder wird hier eine auf Zug beanspruchte verwendet, welche
an beiden Enden auf Excenter wirkt. Hebel 6 ist mit seinem Drehpunkt 23 beibehalten. Zugstange
10 ist ebenso um das Excenter 24 geführt. Letzteres hat zwei etwa rechtwinklig
zu einander stehende Kurbeln 14 und 45. Kurbel 14 ist mit der auf 10 gleitenden Druckstange
8 gelenkig verbunden. Kurbel 45 hat einen Schlitz 46, in welchem das Ende der
Spiralfeder 43 und Stange 44 angeordnet sind. Excenter 49 ist oberhalb der Kugel 1 gelagert
und hat zwei sich ungefähr gegenüberstehende Arme 47 und 48, in welche die Theile 43
und 44 gelenkig eingreifen. Die Federn 11 und 59 halten 6 und 8 in leichter Spannung,
damit sie beim Fahren kein Geräusch verursachen.
Drückt man auf den Hebel 6, so theilt sich der Druck in der vorbeschriebenen Weise der
Druckstange 8 mit, so dafs unter Vermittelung der Theile 14, 24, 10 die Klemmung bei 5
aufgehoben und der Schirmträger drehbar wird.
Die zugleich eingetretene geringe Drehung der Kurbel 45 bleibt zunächst noch ohne Bedeutung.
Wird indefs der Druck auf den Hebel 6 gesteigert, so bewegt sich die Kurbel
45 in der Pfeilrichtung weiter und dreht durch Vermittelung von 44 und 48 das Excenter
49, wodurch die klemmende Wirkung aufgehoben, die Spiralfeder 43 gleichzeitig gespannt
wird und Theil 2 auf der Kugel 1 nach jeder Richtung verstellt werden kann.
Läfst man den Hebel 6 frei, so zieht sich die gespannte Spiralfeder 43 wieder zusammen
und bewegt alle mit ihr verbundenen Theile in die Anfangsstellung zurück, so dafs sich
dieselben wieder festklemmen.
Die Verbindung zwischen dem Bolzen 21 und dem Kugelgelenk nach Fig. 1 kann auch
folgendermafsen ausgeführt sein:
In Fig. 7 ist die Kugel 1 mit Bohrungen und bezw. Vertiefungen 50 versehen. In diese
pafst ein Ansatz 51 des Gewindetheils' 52. Dieser Gewindetheil ist in der Scheibe 22 excentrisch
gelagert und mit dem centrisch an-
geordneten Bolzen 21 durch ein biegsames Verbindungsstück oder auch ein Universalgelenk
53 verbunden.
Ferner sind sowohl der untere Rand des Theiles 2 als auch der Fufs der Kugel 1 ringförmig,
und zwar derart verzahnt, dafs die Zähne des Theiles 1 in die des Theiles 2 passen.
Wird nun Bolzen 2.1 (Fig. 1) um seine Achse
gedreht, so können — je nachdem die Drehung nach der einen oder anderen Seite hin erfolgt
.— hierdurch unter Vermittelung des Ansatzes 51 die Theile 1 und 2 gekuppelt oder entkuppelt
werden. Da ferner die Kuppelung nicht in der Richtung des Bolzens 21, sondern excentrisch
erfolgt, kann nach bewirkter Kuppelung Theil 2 sich auch nicht um seine eigene Achse
drehen. Aber auch durch einfaches Umlegen des Theiles 2 kann dieser mit dem Theil 1
gekuppelt werden, wenn 2 so weit umgelegt wird, dafs die Verzahnung seines unteren
Randes in die Verzahnung von 1 greift.
Mit Hülfe der Schelle 61 wird der Schirmhalter an einer geeigneten Stelle des Fahrzeuges
(bei Fahrrädern zweckmäfsig an der Lenkstange) befestigt; beim Nichtgebrauch steht
der Schirm neben der Vordergabel. Zum Befestigen des Schirmes dienen die Klauenhalter
32, 33, sowie die Klemmschraube 25.
Claims (1)
- Patent-An Spruch:Nach beliebiger Richtung vermittels Hebel und Feder ver- und feststellbarer Schirmhalter für Fahrräder, Motorwagen und dergl., dadurch gekennzeichnet, dafs die etwa rechtwinklig zu einander angeordneten Theile (2, 4 und 5) und das am freien Ende der Hülse (2) zur Befestigung des Halters am Fahrzeuge dienende Kugelgelenk unter Einwirkung einer auf Drehung oder Zug beanspruchten Feder (20 bezw. 43) und Vermittelung von Zugstangen (io, 8, 9) und Excenter (24) festgestellt werden, dafs aber nach Spannung der Feder durch Andrücken eines Hebels die Feststellung der Gelenke (1 und 4, 5) gleichzeitig aufgehoben und ein am Schirmtra'ger (3) befestigter Schirm nach jeder Richtung im Räume frei drehbar wird, nach Freigabe des Hebels aber die Gelenke sich selbstthätig wieder festklemmen.Hierzu 1 Blatt Zeichnungen.
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE135993C true DE135993C (de) |
Family
ID=403978
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DENDAT135993D Active DE135993C (de) |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE135993C (de) |
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE743641C (de) * | 1941-12-21 | 1943-12-30 | Kupfer Asbest Co | Feststellvorrichtung fuer Kugelgelenke an Rueckblickspiegeln, Scheinwerfern u. dgl. von Kraftfahrzeugen |
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- DE DENDAT135993D patent/DE135993C/de active Active
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE743641C (de) * | 1941-12-21 | 1943-12-30 | Kupfer Asbest Co | Feststellvorrichtung fuer Kugelgelenke an Rueckblickspiegeln, Scheinwerfern u. dgl. von Kraftfahrzeugen |
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