DE72276C - Verstellbare Lenkstange mit hindurchgeführtem, in der Länge verstellbarem Bremsgestänge für Fahrräder - Google Patents
Verstellbare Lenkstange mit hindurchgeführtem, in der Länge verstellbarem Bremsgestänge für FahrräderInfo
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- DE72276C DE72276C DENDAT72276D DE72276DA DE72276C DE 72276 C DE72276 C DE 72276C DE NDAT72276 D DENDAT72276 D DE NDAT72276D DE 72276D A DE72276D A DE 72276DA DE 72276 C DE72276 C DE 72276C
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Classifications
-
- B—PERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
- B62—LAND VEHICLES FOR TRAVELLING OTHERWISE THAN ON RAILS
- B62L—BRAKES SPECIALLY ADAPTED FOR CYCLES
- B62L3/00—Brake-actuating mechanisms; Arrangements thereof
- B62L3/02—Brake-actuating mechanisms; Arrangements thereof for control by a hand lever
Landscapes
- Engineering & Computer Science (AREA)
- Mechanical Engineering (AREA)
- Steering Devices For Bicycles And Motorcycles (AREA)
Description
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PATENTAM
PATENTSGHRIFT
KLASSE 63: Sattlerei und Wagenbau.
Fahrräder.
: Patentirt im Deutschen Reiche vom aι. März 1893 ab.
Vorliegende Erfindung bezieht sich auf eine Bremsvorrichtung für Fahrräder, welche so
angebracht ist, dafs sie von aufsen nicht sichtbar ist. Zu diesem Zweck ist die Bremsstange
in die hohl ausgeführte Vorderstange bezw. den Lenkspindelkopf des Fahrrades verlegt.
Auf beiliegender Zeichnung ist:
Fig. ι ein theilweiser Aufrifs bezw. Verticalschnitt
eines Fahrradvordertheiles, "soweit die Lenkstangen-, Gabelstangeneinrichtung und das
neue Bremsgestänge in Betracht kommen..
Fig. 2j veranschaulicht die Gabelverbindung
mit Gabelspindel in Vorderansicht.
Fig. 3 ist ein Querschnitt (von oben gesehen) nach der Linie v-x, Fig. 1,
Fig. 4 ein anderer Querschnitt nach der Linie
■J-h Fig- '·
In der Fig. 1 ist mit B die Lenkstange bezeichnet,
an welcher der mit ihr parallel gelegene zweiarmige Bremshebel A drehbar gelagert ist,
der auf die mit dem Bremsschuh C ausgerüstete verticale Bremsstange G (H) zu wirken bestimmt
ist. Diese über der Mitte der Lenkstange B bei G1 ah Hebel A angelenkte Bremsstange G
führt, wie aus Fig. 1 ersichtlich, in Achsenrichtüng
(durch die hohle Spjndel oder die zur
Radgabel· gehörige Drehstange F hindurch.
Die Anordnung des Lenkspindelkopfes und der Drehstange entspricht der gewöhnlichen
Fahrradeinrichtung »mit directef Lenkung«, indem letztere Drehstange nebst der fest daran
' anschliefsenden rohrförmigen Gabelspindel M von einer Hülse E mit Kugellagern umfafst
wird. Der innere Querschnitt des Hohlraumes der Drehstange F ist (nach Fig. 3 und 4) sechseckig; durch die Mitte dieses in der Dreh-'stange
F geschaffenen sechsseitigen Hohlraumes führt die ebenfalls rohrförmige Bremsstänge G,
die von dem Gelenkanschlufs beim Hebel A zunächst durch einen mittleren Ausschnitt der
Lenkstange ohne Berührung hindurchtritt. Bis zu einem gewissen Grade läfst sich die Bremsstange
G in ihrem unteren Theile in und an !einem die Bremsbewegung ferner übertragenden
Rphr H auf- und abwärts einstellen.
Letzteres bildet eine untere Verlängerung der Bremsstänge und ist in folgender Art an diese
festzuspannen, wobei die vorhergehende Einstellung einer Regelung des Bremshubes entspricht.
·'
An das obere Ende des Rohres H ist eine Kappe ΗΎ angelöthet, die nach oben hin sich
in eine konische Hülse J mit Gewinde fortsetzt; durch vier diametral gegenüberliegende
Einschnitte /' ist für eine Federung zur Ermöglichung des Zusammenspannens dieser Gewindehülse
gesorgt. Wenn man nun auf das konische Gewinde eine Mutter J schraubt,
kann man mit Hülfe derselben und vermöge der Durchmesserverringerung der Hülse beim
Festschrauben den oberen Endtheil des Rohres//
.'■· fest mit dem inneren Bremsgestängerohr G
vereinigen, während nach Loseschrauben der Mutter J eine leichte Verschiebbarkeit der
beiden Rohre G H gegen. einander behufs Einstellung ermöglicht ist.
Die Schlüsselweite der Mutter J ist nur etwas geringer angenommen, als die lichte
Weite des Hohlrohres F beträgt, derart, dafs letzteres gewissermafsen als Schlüssel für die
Mutter J zum Auf- und Abschrauben an dem Gewinde bei /' dienen kann.
Mit einer Verbindung derselben Art vereinigt man auch die Drehstange oder das Lenkspindelrohr
F mit der den Gestellkopf des Fahrrades bildenden Hülse. Zu diesem Zweck wird der
obere Theil der Kopflagermutter zu einem konischen Hülsenstück K ausgebildet, welches
Schraubengewinde hat und mit vier Verticaleinschnitten K1, von denen je zwei sich diametral
gegenüberliegen, federnd oder nachgiebig gemacht ist.
Durch Aufschrauben der Mutter L auf das Gewinde der Hülse K ist man im Stande, da
, die konische Form derselben ein Zusammenspannen derselben bedingt, jenen Muffentheil
fest an das innere Rohr M, als den Spindeltheil der eigentlichen Radgabel, anzuziehen.
Weil nun der so einer Zusammenspannung unterliegende obere Theil des Rohres M ebenfalls
an vier Stellen, in Abwechselung mit den vier Einschnitten K1 an der Hülse K, bei M1
geschlitzt ist (Fig. 3), so wird der Zusammenschlufs genannter Rohrtheile an dem inneren
Rohr oder der Drehstange F stattfinden, so dafs auf diese Weise eine unwandelbare Ver-.
bindung dieser hohlen Drehstange mit dem Lenkspindelkopf der Maschine geschaffen wird.
Das Rohr H reicht unten durch das offene, mit dem Joch der Radgabel N verbundene
Ende des Spindelrohres M bezw. des Lenkspindelkopfes der Maschine hindurch. Zwischen
den Gabelschenkeln N erhält das untere Ende : des Rohres H eine zur Festigkeit der Construction
beitragende Durchgangsführung an einem Quersteg 2V1, der die beiden Gabelschenkel
verbindet. Unterhalb des Quersteges iV1 schliefst an das freie, mit Gewinde und Stiftloch
versehene Rohrende der Bremsschuh C an, dessen Befestigung durch Aufschrauben
seines Schafttheiles O, sowie mittelst Durchsteckstiftes
bewirkt und durch Verlöthung der Anschlufsränder vervollständigt wird.
In passender Höhe ist an der Rohrstange H ein Flantschj oder Ring P angebracht, der als
Anschlag für eine die gewöhnliche Hubstellung herbeiführende Feder Q dient; deren unteres
Ende findet ein Widerlager an einem Hülsenfortsatz R, welcher an der Qberseite des Quersteges N1 vorspringt, während die Unterseite
dieses Quersteges selbst eine Hubbegrenzung für den Bremsschuh C schafft.
Insofern der Hülsenfortsatz R mit Gewinde versehen ist und eine Mutter S trägt, kann
der vordere gabelförmige Theil T des Schutzbügels U mittelst dieser Mutter an dem Quersteg
N1 festgelegt werden, wodurch eine leichte Abnahme und Wiederbefestigung des am
hinteren Radumfang sich erstreckenden Schutzbügels ermöglicht ist.
Der Schafttheil C1 des Bremsschuhes C. ist kantig wie eine Mutter ausgeführt, so dafs
man mittelst eines geeigneten Werkzeuges oder Schraubenschlüssels die Rohrstange H und
die mit derselben verbundenen Vorrichtungen drehen kann, indem man zugleich den Bremsschuh
C dreht.
Die vorbeschriebene Einrichtung ermöglicht nun, wie leicht ersichtlich, sowohl eine leichte
Einstellung der Höhenlage der Lenkstange B als auch diejenige des Bremsgestänges, welche
naturgemäfs durch jede Aenderung der Lenkstangenlage bedingt ist.
Behufs Aenderung der Einstellungslage liat
man zunächst die obere Mutter L zu lösen und so das Rohr F frei verschiebbar zu machen,
alsdann dreht man den nach Art eines Schraubehkopfes gestalteten Schaft C1' am Bremsschuh
C von rechts nach links derart, dafs die dieser Bewegung folgende Kappe H1 und Gewindehülse
/ sich von der Mutter /, die vermöge des sechseckigen Rohrquerschnittes'keine
andere als Längsbewegungen in dem umschliefsQnden Rohr ausführen, sich also nicht
drehen kann, abschrauben.
Unter diesen Umständen wird das Rohr G an dem unteren Rohr H frei beweglich und
es kann demgemäfs eine unbehinderte Einstellung des Rohres F nach Mafsgabe einer
bestimmten Hub- oder Tief lage der Lenkstange B mit Bremshebel A erfolgen, wobei
sich gleichzeitig die zusammengesetzte Bremsstange G ti auf die richtige Länge auszieht
oder zusammenschiebt.
Nachdem man so die Einstellung vollzogen hat, bewirkt man die Feststellung in der neuen
Lage einfach dadurch, dafs man die obere Schraube L anzieht und ferner den Bremsschuh
C von links nach rechts dreht, infolge dessen an der Schraubverbindung bei J der Zusammenspanndruck
erzielt wird, welcher die beiden Theile G H der Bremsstange wie zu einem Stück vereinigt.
Die neue Bremsvorrichtung kann in wenig veränderter Anordnung aufser bei Fahrrädern
der vorbeschriebenen Art, bei denen der Gestellkopf mit Kugeln gelagert wird, auch bei Fahrrädern
anderen Systems und solchen angebracht werden, an denen der Lenkspindelkopf in
Zapfen läuft. ■ .
Claims (1)
- Pat ent-Ans PRU c η.:Eine verstellbare Lenkstange mit hindurchgeführtem, in der Lunge einstellbarem Bremsgestänge für 'Fahrräder, dadurch gekennzeichnet, dafs das den Bremsschuh C tragende Rohr mittelst der Mutter J und der konischen geschlitzten, mit Rohr H fest verbundenen Hülse / auf das Bremshebelrohr G gcprefst wird, wobei das Lenkstangenrohr F, welches in gleicher Weise auf die Gabelstange M mittelst geschlitzter Hülse K und Mutter L geprefst wird, gleichzeitig den Schlüssel für die Mutter J bildet, so dafs beide Gestänge vereinigt und in beliebiger Höhe festgestellt werden können.Hierzu ι Blatt Zeichnungen.
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE72276C true DE72276C (de) |
Family
ID=345507
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DENDAT72276D Expired - Lifetime DE72276C (de) | Verstellbare Lenkstange mit hindurchgeführtem, in der Länge verstellbarem Bremsgestänge für Fahrräder |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE72276C (de) |
-
0
- DE DENDAT72276D patent/DE72276C/de not_active Expired - Lifetime
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