DE1459005C - Oberlichtöffner - Google Patents
OberlichtöffnerInfo
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Description
Die Erfindung betrifft einen Oberlichtöffner mit am Rahmen drehbar gelagertem, mit dem Oberlichtflügel
in Verbindung stehendem und zwangläufig steuerbarem Schwenkarm und einer Kurbelarm und
Andrückorgan aufweisenden oberen Querwelle, die am Rahmen gelagert und über eine am Kurbelarm
angelenkte und am Rahmen schiebbar geführte, von einer Griffstange betätigbaren Kurbelstange drehbar
ist.
Oberlichtöffner dieser Art sind seit langem und in verschiedenen Ausführungsfonnen bekannt. So ist
aus der schweizerischen Patentschrift 317 809 eine Anordnung bekannt, bei welcher der an der Querwelle
angeordnete Kurbelarm von der Querwelle in das Rahmeninnere hinein vorspringt und Teil eines
Winkelarmes ist, dessen anderer Arm den Schwenkarm des Oberlichtflügels darstellt. Da in aller Regel
der Raum für den in das Rahmeninnere vorspringende Teil nicht vorhanden ist, ist diese Anordnung
in der Praxis wenig gebräuchlich. Dies gilt um so mehr, wenn die Querwelle verdeckt angeordnet sein
soll. Vielmehr springt in den meisten Fällen der Kurbelarm bei geöffnetem Oberlichtflügel von der Querwelle
in den Raum vor. Ein Beispiel hierfür zeigt die schweizerische Patentschrift 216 145. Bei diesem bekannten
Oberlichtöffner ist die Griffstange an ihrem oberen Ende abgewinkelt und greift mit dem abgewinkelten
Teil sowohl durch den Kurbelarm der Querwelle als auch durch den Schwenkarm des Oberlichtflügels.
Der Schwenkann ist zwischen zwei Backen eines Rahmeniagers geführt, während die
Querwelle in einem besonderen Lager angeordnet ist.
Bei einem anderen Oberlichtöffner greift die Griffstange über eine Kurbelstange an dem Kurbelarm
der Querwelle an, die ein Andrückorgan zum Andrücken des Flügels in der Schließstellung aufweist.
Ein Beispiel hierfür zeigen die deutsche Patentschrift 601596 und die schweizerische Patentschrift 141 825.
An der Griffstange ist weiterhin ein Ausstell- oder Schwenkarm angelenkt, der bei der Bewegung der
Griffstange mit Hilfe einer entsprechenden Zwangsführung in Ausschwenkstellung bzw. Schließstellung
bewegt wird.
Bei einem weiteren Ausführungsbeispiel für einen Oberlichtöffner nach der deutschen Patentschrift
675 114 greift die Griffstange über eine Kurbelstange an den Kurbelarm der Querwelle an, während der
Kurbelarm gleichzeitig über einen Lenker mit dem Ausstell- oder Schwenkarm des Flügels verbunden
ist, der mittels eines gesonderten Lagers am Rahmen gelagert und geführt ist. Abgesehen davon, daß bei
den bekannten Lagern in der Regel die Beschlagteile offen angeordnet sind, bereitet es oft erhebliche
Schwierigkeiten, die: einzelnen Teile des Oberlichtöffners
beim Anschlägen in die vorgeschriebene gegenseitige Stellung zu bringen. .
Demgegenüber ist es Aufgabe der Erfindung, einen Oberlichtöffner der eingangs näher, bezeichneten Art
so weiterzubilden, daß das Anschlagen der einzelnen Beschlagteile sowie die Lagerhaltung wesentlich vereinfacht
werden.
Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß dadurch gelöst, daß der Öffner verdeckt angeordnet ist und die
Querwelle, der Schwenkarm und das am Rahmen geführte und mit der Griffstange kuppelbare Ende der
Kurbelstange an einer gemeinsamen Lagerplatte gelagert sind. Durch diese Ausbildung vereinfacht sich
die Anbringung des Oberlichtöffners außerordentlich, da die gegenseitige Lage der miteinander zusammenwirkenden
Teile durch die gemeinsame Lagerplatte festgelegt ist. Hierdurch wird auch die Voraussetzung
dafür geschaffen, daß der ganze Beschlag verdeckt angeordnet werden kann, so daß er von außen nicht
sichtbar ist. Gleichzeitig wird durch diese Ausführung die Lagerhaltung wesentlich erleichtert. Die von
der Griffstange ausgeübten Schubkräfte werden gleichzeitig sicher durch die Lagerplatte aufgenommen.
Vorteilhafterweise sind der Schwenkarm an der inneren und die Kurbelstange an der äußeren Seite
der Lagerplatte gelagert. Dadurch ergibt sich ein sehr einfacher, gedrängter Aufbau. Eine wesentliche Erleichterung
für den Einbau ergibt sich, wenn die Kupplung zwischen der Griffstange und der Kurbelstange
wenigstens in Querrichtung verstellbar ausgebildet ist. Zu diesem Zweck kann die Griffstange mit
der Kurbelstange durch eine in Querrichtung — vor-
zo zugsweise auch in Längsrichtung — verstellbare Backe gekuppelt sein. Dadurch wird erreicht, daß
trotz der fabrikseitigen Montage der wichtigsten Funktionselemente auf einer gemeinsamen Tragplatte
dem Handwerker die Möglichkeit gegeben wird, geringe Ungenauigkeiten in der Montage zwischen der
Griffstange und der Kurbelstange in einfachster Weise auszugleichen.
Die Erfindung wird nachfolgend an Hand schematischer Zeichnungen an einem Ausführungsbeispiel
näher erläutert. Es zeigt
Fig. 1 den Oberlichtöffner in seiner Stellung am
Fenster bei geschlossenem Flügel in Vorderansicht, F i g. 2 den geschlossenen Oberlichtöffner in Seitenansicht,
F i g. 3 den Oberlichtöffner in Andrückstellung,
F i g. 4 den Oberlichtöffner in Offenstellung,
F i g. 5 den verdeckt liegenden Oberlichtöffner in Vorderansicht,
F i g. 4 den Oberlichtöffner in Offenstellung,
F i g. 5 den verdeckt liegenden Oberlichtöffner in Vorderansicht,
F i g. 6 einen verstellbaren Griff zur Verwendung bei dem Oberlichtöffner in Seitenansicht, und
F i g. 7 einen Oberlichtöffner zur Verwendung bei einem Stahlfenster.
Gemäß den F i g. 1 bis 4 ist auf beiden Enden einer Querwelle 1 ein Kurbelarm 2 angeordnet, der
mit einem an- und abdrückbaren Haken 2 a mit Ausnehmung 2 & versehen ist. Ein Kurbelarmzapfen 2 c
steht mit einer Kurbelstange 3 in gelenkiger Verbindung, die ihrerseits über einen Dorn 3<z mit einer
Griffstange 6 verbunden ist.
Der Griffstange 6 ist eine verstellbare Backe 6 b mit einer tiefen Ausnehmung 6 c als Kupplungsteil
zugeordnet, welche gegenüber der Griffstange 6 in Längsrichtung und auch gegenüber dem Dorn 3 α in
Querrichtung verstellbar ist.
Ein Schwenkarm 4 ist mittels eines Domes 5 a an einer gemeinsamen am Rahmen A befestigten Lagerplatte
5 schwenkbar gelagert. Der Schwenkarm 4 ist an seinem unteren Ende gabelförmig gestaltet. In
den gabelförmigen Abschnitt Aa greift ein an der Kurbelstange 3 befestigter und in einem Schlitz 5 b
der gemeinsamen Lagerplatte 5 geführter Antriebsbolzen 3 b ein, der zum Schließen und öffnen des
Flügels B nach vorherigem Totschub dient. Der Totschub hat den Zweck, zuerst beim öffnen und zuletzt
beim Schließen nur mit dem Haken 2 a den Flügel an- und abdrücken zu können. Der offene Gabelabschnitt
4 a des Schwenkarmes 4 erlaubt diese für den Betrieb vorteilhafte Arbeitsweise.
Der Schwenkarm 4 faßt am oberen Ende mit einem Kopfdorn 4δ in einen Schlitz Ta eines Flügelbockes
7 ein. Der Schlitz Ta weist eine Erweiterung 76 für das Auskuppeln des Kopfdornes 45 vom
Flügelbock auf.
Am Flügelbock 7 ist mittels einer Schraube 8 eine Exzenterscheibe 9 befestigt, die beim Schließen des
Flügels vom Haken la erfaßt wird und als Andrückanschlag für den letzten Schließvorgang dient. Die
Exzenterscheibe 9 ist deshalb exzentrisch ausgebildet, um an der der Griffseite abgewandten Seite etwaige
Torsionsverluste in der Querwelle 1 ausgleichen bzw. um die Andrückkraft einregulieren zu können.
Während des Schubes erfolgt eine Führung durch den Schlitz 56, der auch den Vorgang des festen
An- und Abdrückens unterstützt. Während des anfänglichen Abdrückens legt sich der Haken 2 a mit
der Außenseite gegen den Flügelbock 7, wodurch sich eine große Abdrückweite ergibt.
Die Querwelle 1 ist halbrund gestaltet und braucht nur für die jeweilige Fensterbreite passend von entsprechendem
Stangenmaterial abgesägt bzw. abgeschnitten zu werden, wodurch sich die Lagerhaltung
erheblich vereinfacht. Die flache Seite der Querwelle weist irKgeschlossener Lage nach unten, so daß nur
die Halbrundform der Welle in den Rahmen A eingelassen zu werden braucht. Die Ausnehmung 26
des Kurbelarmes 2 gestattet es, daß auch im Bereich des Kurbelarmes die Rahmenvorderkante erhalten
bleibt.
Zum Öffnen des Flügels B wird der Griff 10 nach unten geschwenkt; dadurch werden die Griffstange 6
und die Kurbelstange 3 und damit der an der Kurbelstange 3 sitzende Antriebsbolzen 3 6 nach oben geschoben.
Infolge des Leerhubes des Bolzens 3 b schwenkt zunächst der Kurbelarm 2 nach vorn und
drückt dabei mittels des Hakens 2 a den Flügel B vom Rahmen A ab. Dann greift der bislang im
Schlitz 56 leerlaufende Antriebsbolzen 36 in den
offenen Gabelabschnitt 4 a des Schwenkarmes 4 ein und bewirkt nunmehr das eigentliche Öffnen des Flügels
B. Wie aus den Figuren ersichtlich, steht der untere Gabelzinken des Gabelabschnitts 4 a beim anfänglichen
Öffnen durch den Schwenkarm 4 derart, daß er eine Art Keilfläche bildet. Dadurch wirkt die
Schubkraft anfänglich erst allmählich und wird nach und nach stärker, wodurch sich günstigere Verhältnisse
ergeben.
Beim Schließen wird der Flügel B zuerst durch den Schwenkarm 4 bewegt und zuletzt beim Leerlauf des
Antriebsbolzens 36 durch den Haken 2 a in den Falz
gedrückt bzw. geschlossen. Da der Haken 2a dabei die Exzenterscheibe 9 umgreift und der Kurbelarm 2
in senkrechter Richtung zum Rahmen/4 schwingt,
wird ein sehr fester Schluß erzielt.
Der Kurbelarm 2 ist mittels einer Klemmschraube 2d an der Querwelle 1 befestigt und kann damit verstellt
werden.
Auf Grund der Tatsache, daß die Querwelle 1, der Schwenkarm 4 und der Antriebsbolzen 3 6 zusammen
an der gemeinsamen Lagerplatte 5 gelagert bzw. geführt sind, kann der Oberlichtöffner leicht ohne Anschlagfehler
angebracht werden. Dadurch erleichtern sich die damit verbundenen Arbeiten ganz wesentlich.
Der Oberlichtöffner kann mit seinen Teilen 2, 3, 4, 5 auch oberhalb des Flügels liegend angeordnet
werden, wobei dann eine Eckumlenkung in Form einer Kette, eines Drahtseils od. dgl. zwischen der
Kurbelstange und der Griffstange eingeschaltet werden muß.
Die exzentrische Scheibe 9 kann als Ausgleich auch für andere Oberlichtöffner verwendet werden.
Im Hinblick auf F i g. 5 sei noch erwähnt, daß die tief reichende Ausnehmung 6 c in der Backe 66 den
Zweck hat, den Dorn 3 a auf möglichst großer Länge und dicht zu umfassen, so daß dieser gegen Verbiegung
wirksam geschützt ist.
Claims (5)
1. Oberlichtöffner mit am Rahmen drehbar gelagertem, mit dem Oberlichtflügel in Verbindung
stehendem und zwangläufig steuerbarem Schwenkarm und einer Kurbelarm und Andrückorgan
aufweisenden oberen Querwelle, die am Rahmen gelagert und über eine am Kurbelarm angelenkte
und am Rahmen schiebbar geführte, von einer Griffstange betätigbaren Kurbelstange drehbar ist,
dadurch gekennzeichnet, daß der Öffner verdeckt angeordnet ist und die Querwelle
(1), der Schwenkarm (4) und das am Rahmen geführte und mit der Griffstange (6) kuppelbare
Ende der Kurbelstange (3) an einer gemeinsamen Lagerplatte (5) gelagert sind.
2. Oberlichtöffner nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der Schwenkarm (4) an der
inneren und die Kurbelstange (3) an der äußeren Seite der Lagerplatte (5) gelagert sind.
3. Oberlichtöffner nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Kupplung zwischen
der Griffstange (6) und der Kurbelstange (3) wenigstens in Querrichtung verstellbar ausgebildet
ist.
4. Oberlichtöffner nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, daß die Griffstange (6) mit der
Kurbelstange (3) durch eine in Querrichtung — vorzugsweise auch in Längsrichtung — verstellbare
Backe (66) gekuppelt ist.
5. Oberlichtöffner nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß die Lagerplatte
(5) mit dem Schwenkarm (4) in einem durch den Flügel in der Schließstellung abgedeckten
Schlitz des Rahmenteils angeordnet ist.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen
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