DE134440C - - Google Patents
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- DE134440C DE134440C DENDAT134440D DE134440DA DE134440C DE 134440 C DE134440 C DE 134440C DE NDAT134440 D DENDAT134440 D DE NDAT134440D DE 134440D A DE134440D A DE 134440DA DE 134440 C DE134440 C DE 134440C
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Description
■if iClK' SH tvltßil d-Ciwti ΐ'ΐν'Λ"· }j
KAISERLICHES
PATENTAMT.
Das Verfahren, welches den Gegenstand der vorliegenden Erfindung bildet, kennzeichnet
sich im Wesentlichen dadurch, dafs von den ausgebreiteten Fransenfäden die für Bildung
einer Franse bestimmten Fäden mit Hülfe eines oder mehrerer Vortheiler abgetheilt und in
zwei gesonderte Fadengruppen zerlegt werden, hierauf durch in Richtung der Fransenfäden
nach einander in die wirksame Lage gebrachte Spreizer die völlige Theilung der gewonnenen
Fadengruppen erfolgt, diese dann unter Verwendung umlaufender Bänder für sich zusammengedreht,
durch einen Zusammenzieher an einander geführt und durch weitere Drehbänder zur Franse vereinigt werden.
Die zur Ausübung des Verfahrens geeignete Maschine weist einen oder mehrere spitz auslaufende
Vortheiler auf, welche beim Hochsteigen mittelst in ihnen vorgesehener Kanäle die Abtheilung der Fäden und Zerlegung in
zwei Gruppen bewirken.
Die Vortheiler können mit verstellbaren Backen versehen werden, welche eine Aenderung
der Gröfse der Eintrittsöffnungen für die Kanäle zur Aufnahme der Fäden ermöglichen.
Zu der Verstellung der Backen können Keilstücke Verwendung finden. Die Spreizer sind
in zwei Reihen angeordnet. Die Vortheiler, Spreizer und Zusammenzieher werden von einer
Anzahl gemeinsam mit einander in Drehung versetzter Unrundscheiben unter Vermittlung
mit Nasen versehener Hebel in der gewünschten Reihenfolge bewegt. Die hintere Reihe von
Spreizern wird dabei von Hebeln beeinflufst, deren Nasen beim Drehen der Unrundscheiben
nach einer Richtung das Anheben der Spreizer bewirken, beim Drehen derselben nach der
entgegengesetzten Richtung aber umklappen und dadurch vor dem Zusammendrehen der
getrennten Fransentheile ein Niederfallen der hinteren Spreizerreihe gestatten. Die zur Verwendung
kommenden Drehbänder werden zweckmäfsig an einer Scheibe befestigt, welche mit
Hülfe verstellbarer Mitnehmer um ein einstellbares Stück bei der Arbeit der Maschine mitgenommen
werden und zur Wirkung gelangen.
In den Zeichnungen sind die verschiedenen Abschnitte des Verfahres und die Maschine zur
Ausübung desselben dargestellt, und zwar zeigt Fig. ι eine Tuchfolge, Fig. 2 bis 6 zeigen
schematisch die Art der Fransen, die durch das besondere Arbeitsverfahren maschinell gedreht
werden sollen, Fig. 7 bis 10 stellen die einzelnen Abschnitte des Arbeitsverfahrens dar,
Fig. 11 ist eine Aufsicht auf die Maschine, Fig. 12 eine Seitenansicht derselben, Fig. 13
eine Ansicht von der entgegengesetzten Seite unter theilweisem Schnitt, Fig. 14 eine Vorderansicht;
Fig. 15 bis 20 stellen Einzelheiten dar, Fig. 21 zeigt eine Ansicht des Vortheilers,
Fig. 22 eine solche eines Spreizers; Fig. 23 kennzeichnet schematisch die Fadentheilung
durch den Fadentheiler und die Spreizer, und Fig. 24 zeigt den Zusammenzieher mit zwei
vorgedrehten, in seinen Kanälen liegenden Fadengruppen.
Es soll zuerst die Maschine beschrieben und nachher die Wirkungsweise derselben erläutert
werden.
Im Gestelle 6 (Fig. 11, 12, 13 und 14) ist
die Antriebswelle 7 geeignet gelagert. Sie erhält ihre Bewegung durch zwei um den BoI-
zen ίο drehbare Tritthebel g, von welchen Riemen 8 derart zu den auf der Welle 7 befestigten
Scheiben 11 (Fig. 13) führen, dafs beim Niedertreten des einen Hebels eine
Schwingung der Welle in der einen Richtung, beim Niedertreten des zweiten Hebels eine
Schwingung derselben in der anderen Richtung erfolgt. Tritthebel und Riemen sind verstellbar,
damit Kinder oder Erwachsene an der Maschine arbeiten können. Von der mit der Welle 7 verbundenen Scheibe 13 ist eine
Kette 16 zu der auf einer zweiten Welle 15
lose aufgesetzten Scheibe 20 geführt, die mithin ständig die schwingende Bewegung der
Welle 7 mitmacht. Diese Scheibe 20 besitzt einen Anschlag 21 (Fig. 13), welcher bei seiner
Bewegung auf zwei an einer weiteren, neben Scheibe 20 befindlichen und auf der Welle 15
festgekeilten Scheibe 14 (Fig. 18, 19 und 20)
angebrachte Stifte ig trifft und diese und daher auch die Scheibe 14 und Welle 15 nach einem
gewissen Leergang in beiden Drehrichtungen mitnimmt. Die Stifte sind in Bohrungen der
Scheibe 14 eingesteckt und somit in.ihrer Lage stellbar, der Ausschlag der Welle 15 kann
hierdurch nach Bedarf geregelt werden; stehen die zwei Stifte nahe bei einander, so ist der
Ausschlag am gröfsten und umgekehrt.
Ueber Rillen der Scheibe 14 und über
Führungsröllchen sind zwei. Systeme von Gummibändern (Drehbänder) 22 und 23 so geführt, dafs sie an der Stelle Z (Fig. 13), sich
entgegengesetzt zu einander bewegen, welches auch die Drehrichtung der Scheibe 14 sei.
An der erwähnten Stelle Z spielt sich der Arbeitsvorgang ab und dort sind auch für die
oberen und unteren Drehbänder je zwei besondere Führungsröllchen vorgesehen. Diese
Führungsröllchen sind in den sogen., aus zwei Stirnwänden und Verbindungsleisten bestehenden
Drehbandhaltern u und 25 gelagert. Der untere Drehbandhalter U1 dessen Stirnwände
in Fig. 13 auf der linken Seite mit einem hakenförmigen Vorsprung Z versehen sind, ist
fest mit dem Gestell verbunden, während der obere Drehbandhalter 25, in geeigneter W7eise
geführt, auf- und abwärts bewegt werden kann. '•r Die Bewegung geschieht in folgender Weise.
In den Schlitz der Verbindungsleiste der beiden Stirnwände greift der eine Arm eines doppelarmigen,
um 27 schwingbaren Hebels 26 und wird durch eine auf den anderen Arm wirkende Feder 63 mit dem Drehbandhalter stets
nach unten zu drücken gesucht. Das Ende des zweiten Armes des Hebels 26 steht durch
die Zugstange 28 mit dem horizontalen, um den Zapfen 30 drehbaren Hebel 2g in Verbindung,
der die Rolle 31 trägt. Diese wird von einer über ihr angeordneten unrunden
Scheibe 32 bewegt, welche auf einer von der Antriebswelle 7 durch Transmission 33, 34
in Schwingung versetzten Daumenwelle aufgekeilt ist.
Kommt der der Achse näher liegende Theil . des Umfanges der Scheibe 32 der Rolle 31
gegenüber, so tritt die Feder 63 in Wirksamkeit und senkt den Drehbandhalter 25; die
Rolle 3 1 · steigt dabei. Im entgegengesetzten Falle wird die Rolle 31 der Federwirkung entgegen
durch Scheibe 32 nach abwärts gedrückt und damit der Drehbandhalter 25 wieder gehoben.
. Zur Einstellung von Hand dient die Scheibe 39, deren oberer Rand schraubenförmig
aufsteigt und gegen welchen sich ein Absatz des Gleitstabes 40 legt. Dreht man die
Scheibe 39, so steigt oder fällt der Gleitstab 40 und verstellt dadurch den mit demselben verbundenen,
dem Hebel 26 als Anschlag dienenden Hebel 41. Eine weitere mechanische Verstellung
des Hebels 26 findet von einem der Hebel 43 aus statt, wie später beschrieben werden wird.
Aufser der unrunden Scheibe 32 sitzen auf derselben Welle, mit derselben fest verbunden,
weitere unrunde Scheiben, die verschiedenartig gestaltet und derartig gegen einander versetzt
sind, dafs sich die im Nachfolgenden geschilderte Wirkungsweise ergiebt. Diese unrunden
Scheiben bewegen, d. h. heben und senken die um Zapfen 44 drehbaren Hebel 43 vermittelst an den letzten angebrachter Nasen.
Diese Nasen sind jedoch nicht alle gleichartig durchgebildet, sondern in zwei Arten vorhanden,
und zwar als an den Hebeln 43 feste Nasen 42 und als nach einer Richtung umlegbare
Nasen 54 (Fig. 17); die letzteren sitzen auf Zapfen 56 und werden durch Bolzen 57
am Ausweichen nach einer Seite verhindert.
Von dem Hebel 43 führen diejenigen mit den beweglichen Nasen 54 zu dem Vortheiler,
den Hülfstheilern, hinteren Spreizern und dem Zusammenzieher mit den festen Nasen 42
zu den vorderen Spreizern. Der Vortheiler c (Fig. 15) hat in seinem oberen Theile drei
Zähne und so das Aussehen einer dreizinkigen Gabel. Der eine äufsere Zahn 0 ragt etwas
über die zwei anderen hervor, der andere äufsere Zahn ρ ist an seinem oberen Rande,
wie aus der Figur ersichtlich ist, abgeschrägt. Zwischen den Zähnen befinden sich die Kanäle.
Der Theiler c kann dabei aus einem einzigen Stück bestehen, es können jedoch, wie bereits
erwähnt, auch die zwei äufseren Zähne gegen den mittleren verstellbar sein, so z. B. dafs die
ersten zwei um die Punkte i drehbare Backen bilden, die durch Verschieben der Keile k eine
Lagenänderung gegenüber dem Mittelstücke h erleiden und dadurch auch ein Verengen oder
Verbreitern der Kanäle herbeiführen. Die Spreizer η der hinteren und diejenigen r der
vorderen Gruppe (Fig. 11 und 12) sind in ihrem
oberen Theile einander gleich; sie sind, wie
Fig. 22 es zeigt, an ihrem oberen Rande abgeschrägt. Der Zusammenzieher / hat die aus
Fig. 16 ersichtliche Gestalt. Er ist in seinem oberen Theile keilförmig ausgeschnitten und
es setzt sich der Ausschnitt in einem Kanal m fort. Der zum Zusammenzieher führende Hebel
43 (Fig. 12) hat, wie schon oben erwähnt, ebenfalls eine bewegliche Nase, jedoch ist diese
gegenüber den übrigen so angebracht, dafs ein Anheben des Hebels 43 erst zur richtigen Zeit,
d. h. in der zweiten Arbeitsperiode erfolgt. Der genannte Hebel 43 hat aufser der Bewegung
des Zusammenziehers Im noch einen zweiten Zweck zu erfüllen, nämlich, wie schon
früher angedeutet, auf den Hebel 26 einzuwirken. Durch das Anheben des fraglichen
Hebels 43 erfolgt nämlich auch ein Anheben des um 46 drehbaren Hebels 45 (Fig. 12 und 13),
der dadurch auch das Aufsteigen einer Zugstange 47 bewirkt, während eine zweite Stange47
in entgegengesetzter Richtung bewegt wird (Fig. 11 und 12). Die Zugstangen 47 bewegen
ihrerseits Doppelhebel 48, die durch Rollen 49 und Schnüre 50 mit den Armen 51
der Scheibe 36 in Verbindung stehen. Letztere ist ebenso wie die Scheibe 39 mit einem
schraubenförmigen Rande versehen, gegen welchen sich der Absatz des Gleitstabes 37 legt,
der seinerseits mit dem Stellhebel 38 zusammenhängt, welcher dem Hebel 26 ebenso wie 41
als Anschlag dient. Senkt sich Hebel 43 des Zusammenziehers, so gestattet der Hebel 38
eine tiefere Bewegung des Drehbandhalters 25. Die Zahl der Arbeit verrichtenden Spreizer η r
kann abgeändert werden, es sind die entsprechenden Hebel 43 deshalb mit einer Ausschaltevorrichtung
versehen. Diese besteht aus Gleitstäben 61, welche die Hebel 43 von unten
her fassen und, hochgehoben, diese von den Daumenscheiben abheben. Dabei sind die
Gleitstäbe 61 durch drehbar angeordnete Nasen 62, die in Nuthen der Stäbe 61 gedreht
werden können, in ihrer obersten Stellung feststellbar.
Soll mit der Maschine gearbeitet werden, so werden die Fufstritte in eine solche Lage gebracht,
dafs sie für die vor der Maschine sitzende Person passen. Sodann wird durch die mit schraubenförmig aufsteigendem Rande
versehene Scheibe 39 (Fig. 13) der Hebel 41 so gedreht, dafs Träger 25 für das obere
Drehband 22 seine tiefste Lage, d. h. von dem unteren 23 einen der Fadenstärke entsprechenden
Abstand erhält, die Drehbänder 22 und 23 sich also nicht berühren. Dann wird der
Länge der zu drehenden Fransen entsprechend eine gewisse Anzahl von Spreizern η r einbezw.
ausgeschaltet und es werden die Stifte 19 der Scheibe 14 so eingestellt, dafs die um dieselbe
laufenden Drehbänder 22 und 23 nur eine -bestimmte, ebenfalls von der Fransenlänge
abhängige Zeitdauer in Thätigkeit sind und nicht unnütz laufen. Zum Schlüsse wird
noch, wenn ein nur aus einem Stück bestehender Vortheiler c vorliegt, ein mit Rücksicht
auf die Fadenstärke passender eingesetzt, oder es werden, wenn ein einstellbarer Vortheiler
vorhanden ist, die Zähne desselben in die richtige Lage zu einander gebracht. Ist
die Maschine so für die Arbeit vorgerichtet, dann führt der Arbeiter die Fäden zwischen
die Drehbänder ein und spannt das Tuch mit den Händen. Dann tritt er den einen Fufstritt
9 nieder. Die Drehbänder bleiben voider Hand noch in Ruhe, weil der eine Stift 19
der Scheibe 14 von dem Anschlag 21 der Scheibe 20 einstweilen noch nicht mitgenommen
wird. Dagegen wird durch die Wirkung der entsprechenden Daumenscheiben 32 sofort der Vortheiler c durch den zugehörigen
Hebel 43 gehoben; die bereits gedrehten Fransen z. B. rutschen auf der Backe f des Vortheilers
(Fig. 23), die erst später zu drehenden Fäden auf der äufseren Backe g hinunter, und
in die Kanäle d e legen sich, getrennt von einander, zwei Fadengruppen 1 und 2 (Fig. 23).
Die Theilung der Fäden hat somit begonnen und es haben sich jetzt zAvischen den einzelnen
Fadengruppen Lücken gebildet. In die Lücke zwischen 1 und 2 (Fig. 9 und 23) steigt nun
sofort ein Spreizer ti der hinteren Gruppe, gleich darauf in die Lücke zwischen 2 und 3
ein Spreizer r der vorderen Gruppe und so weiter abwechselnd ein Spreizer der vorderen
und einer der hinteren Gruppe, bis auf die ganze Fadenlänge eine gleichmäfsige Theilung
stattgefunden hat (Fig. 7 bis 10 und 23). Jetzt kommt der der Achse zunächst liegende Theil
der Daumenscheibe 32 für die Bewegung des oberen Drehbandhalters mit der Druckrolle 31
in Berührung; infolge dessen bewegt sich der obere Drehbandhalter gegen den unteren. Nun
trifft auch der Anschlag 21 der Scheibe 20 gegen den Stift 19 der Scheibe 14, die Drehbänder
22, 23 beginnen ihre Bewegung und die beiden Fadengruppen 1 und 2 rollen
getrennt von einander in einer Richtung. Damit ist die eine Arbeitsperiode zu Ende.
Beim Ende dieser ersten Periode haben die unrunden Scheiben 32 noch keine volle Umdrehung
ausgeführt, so dafs bei Beginn der zweiten Periode, also beim Niederbewegen des zweiten Trittes, die Nasen der Hebel 43 auf
dem Umfang der zugehörigen Scheiben 32 aufruhen. Die Nasen der Hebel 43 für den
Theiler und hinteren Spreizer zeigen ihre Rundung nicht in der aus Fig. 13 ersichtlichen
Weise nach links, sondern nach rechts. In Fig. 12 und 13 ist nur die Nase für den Zusammenzieher
dargestellt, welcher beim Niedertreten des rechten Trittes nicht in Thätigkeit gelangen soll, aus welchem Grunde die zu-
gehörige Nase bereits beim Niederbewegen des Trittes einknickt. Beim Niederbewegen des
rechten Trittes haben sich die Scheiben 13 im Sinne des Uhrzeigers gedreht und die zugehörigen
Hebel 43 emporgehoben. Bei der entgegengesetzten Bewegung, also beim Niedertreten
des linken Tritthebels knicken nun die zu dem Theiler und hinteren Spreizern η gehörigen
Nasen ein, so dais sowohl der Theiler als auch die hinteren Spreizer sich plötzlich
senken. Gleichzeitig beginnt sich jedoch der Zusammenzieher zu heben indem die in Fig. 12
und 13 ersichtliche Nase dann nicht einknickt, sondern hochgehoben wird und den zugehörigen
zum Zusammenzieher führenden Hebel43 anhebt.
Die beiden Fadengruppen, die jetzt nicht mehr yon den Spreizern aus einander gehalten werden,
suchen sich nun vermöge der durch die Drehung hervorgerufenen Spannung einander zu nähern, rutschen längs der Keilflächen des
Zusammenziehers hinunter und werden von demselben im Kanäle zusammengezogen, in
welchem sie jetzt über einander liegen (Fig. 24); Während dieses Vorganges hat der Hebel 43
des Zusammenziehers unter Vermittlung der Theile 45, 47, 48, 49, 50, 51 und 36 den Abstand
zwischen den beiden Drehbändern 22 und 23 bei der tiefsten Lage des ersteren so
geregelt, dais dieser Abstand der jetzt gewachsenen Stärke der beiden Fadengruppen
entsprechend angepafst ist. Dies ist deswegen erforderlich, weil nach dem Vereinigen der
beiden Fadengruppen die Fadenstärke eine fast doppelte ist. Wenn der linke Tritt ein Stück
niedergegangen ist, wird die Scheibe 24 in entgegengesetzter Richtung wie vorher mit- i
genommen, so dafs dann auch die Drehbänder 22 und 23 eine Verschiebung in entgegengesetzter
Richtung als beim Niedertreten des rechten Trittes ausführen und die beiden Fadengruppen gemeinsam, aber in entgegengesetzter
Richtung als früher zusammendrehen. Gegen Schlufs der zweiten Arbeitsperiode senken sich dann auch der Zusammenzieher
und die vorderen Spreizer. Der Hebel 38 wird wieder verdreht und gestattet das Senken
des oberen Drehbandhalters wieder so weit, dafs, wie am Anfang, zwischen den beiden Drehbändern
die einer Fadenstärke entsprechende Entfernung vorhanden ist. Jetzt kann der Arbeiter das Tuch weiter schieben und die
Arbeit beginnt von Neuem.
Es erübrigt noch, des hakenförmigen Vorsprunges Z des unteren Drehbandhalters u zu
erwähnen, der nur ein Zurückspringen der erst später zu drehenden Fäden verhindern soll,
wenn man genöthigt ist, das Tuch ζ. Β. während der Arbeit zu verschieben.
Kurz wiederholt gestaltet sich also der Arbeitsgang folgendermafsen:
Zunächst legt man von Hand die Fäden, welche zu einer Franse gedreht werden sollen,
derart auf das untere Drehband 23 (Fig. 13) auf, dafs sich die Fäden direct oberhalb sämmtlicher
Theilorgane befinden. Bewirkt man jetzt durch Niederbewegen des rechten Trittes 9
eine Drehung der Welle 7 im Sinne des Uhrzeigers, so werden durch die Unrundscheiben 32^
die sich nach der gleichen Richtung drehen^ die zugehörigen Hebel 43 in bestimmter Reihenfolge
durch Vermittlung ihrer Nasen, welche für die vorderen Spreizer fest, für die hinteren
Spreizer und den Theiler aber gelenkig angeordnet sind, angehoben und treten in der
Weise zwischen die Fäden ein, dafs der Theilerc, welcher entweder am Anfang oder Ende der
Fransenlänge oder auch in der Mitte angeordnet sein kann, zunächst aufsteigt und die Fäden
in zwei Gruppen zerlegt, sowie gleichzeitig von den übrigen flottirenden Fäden trennt;
gleich danach folgt das allmähliche Anheben der Spreizer η und r, so dafs die in Fig. 10
ersichtliche Abtheilung der Fäden erzielt wird. Bevor der rechte Tritt 9 ganz niedergegangen
ist, wird auch durch Mitnahme der Scheibe 24 (Fig. 13) ein Verschieben der Drehbänder,
nachdem dieselben bis zu einem bestimmten, der Fadenstärke entsprechenden Abstande sich
genähert haben, bewirkt, demzufolge die zwei abgetrennten Fadenbündel gesondert in einer
Richtung gedreht werden. Sobald dies geschehen, wird der linke Tritt 9 niederbewegt,
worauf sich der Theiler c und die hinteren Spreizer η nach abwärts bewegen, während
der Zusammenzieher die beiden Fadenbündel mit einander verbindet. Hierauf werden die
Bänder 22 und 23 jedoch in entgegengesetzter Richtung als vorher in Bewegung gesetzt und
bewirken ein Zusammendrehen der beiden Fadenbündel, jedoch jetzt in entgegengesetzter
Richtung als vorher.
Die in Fig. 7, 8, 9 und 10 in der Mitte der Fadengruppe nach zur Darstellung gebrachten
Theiler s haben dieselbe Gestalt wie der Theiler c. nur dafs ihre Spitzen in einer Ebene
liegen (Fig. 21). Diese Theiler sollen die Wirkung der Theiler c unter Umständen ergänzen,
d. h. die Theilung der Fäden in zwei Gruppen und deren Trennung von den übrigen flottirenden
Fäden unterstützen. Die Bewegung der Hülfstheiler ist die gleiche, wie die des Haupttheilers.
Claims (3)
- Patent-Ansprüche:i. Verfahren zum Drehen von Fransen, dadurch gekennzeichnet, dafs von den ausgebreiteten Fäden mit Hülfe eines oder mehrerer Theiler (c s) zunächst zwei gesonderte Fadengruppen abgetrennt, die beiden Fadengruppen hierauf durch zwei in Richtung der Fransenfäden nach einander in die wirksame Lage gebrachteReihen von Spreizern (n r) vollständig von einander und den folgenden Fäden getrennt werden, die gewonnenen beiden Fadengruppen alsdann unter Verwendung von Drehbändern (22,23) ^Γ s^ gedreht, nach Rückgang der Theiler und der einen Reihe Spreizer mittelst eines Zusammenziehers (I m) zusammengeführt und durch abermalige Einwirkung der Drehbänder in einer der ersten Drehrichtung entgegengesetzten Richtung unter Rückgang der zweiten Spreizerreihe und des Zusammenziehers zur Franse zusammengedreht werden.
- 2. Eine Maschine zur Ausübung des unter i. gekennzeichneten Verfahrens, dadurch gekennzeichnet, dafs die Theiler (c) als dreizinkige Gabeln ausgebildet sind, während die Spreizer lanzettförmige Gestalt haben und der Zusammenzieher die Form einer zweizinkigen Gabel mit V-förmigem. Kanal aufweist.
- 3. Eine Maschine nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dafs die Theiler verstellbare Aufsenzinken (f g) haben, zum Zweck, die Fadenkanäle zur Aufnahme einer verschiedenen Fadenzahl geeignet zu machen, und die Verstellung der Zinken durch Keilstücke (k) erfolgt, welche, in das eine Ende der Fadenkanäle (d und e) eindringend, die Zinken (f und g) um Drehzapfen (i) zum Ausschwingen bringen und dadurch die Eintrittsöffnungen für die Kanäle verändern. Eine Maschine nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dafs die Bewegung der Theiler, Spreizer und des Zusammenziehers in der erforderlichen Weise durch gemeinsam mit einander hin- und hergedrehte unrunde Scheiben (32) unter Vermittlung von Hebeln (43) erfolgt, die auf den unrunden Scheiben mit Nasen aufruhen, welche theils fest (42), theils in der einen oder anderen Richtung umlegbar (54) sind und im letzteren Falle so den Hebeln mit ihren Arbeitsorganen gestatten, bei geeigneter Drehung der unrunden Scheiben plötzlich zu sinken. Eine Maschine nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dafs die in ihrem Abstand änderbaren bezw. sich selbst ändernden Drehbänder (22 und 23) ihre Bewegung in entgegengesetzter Richtung durch eine Scheibe (24) erhalten, welche von einem Schwingarm mit Hülfe verstellbarer Mitnehmer (19 und 21) um das erforderliche Stück bei der Arbeit der Maschine mitgenommen wird.Hierzu 3 Blatt Zeichnungen.
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE134440C true DE134440C (de) |
Family
ID=402564
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DENDAT134440D Active DE134440C (de) |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE134440C (de) |
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| US8927175B2 (en) | 2007-09-26 | 2015-01-06 | Daimler Ag | Pump and fuel cell system having a pump |
-
0
- DE DENDAT134440D patent/DE134440C/de active Active
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| US8927175B2 (en) | 2007-09-26 | 2015-01-06 | Daimler Ag | Pump and fuel cell system having a pump |
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