DE13124C - Selbstthätige Steuerung an Lustrirmaschinen - Google Patents

Selbstthätige Steuerung an Lustrirmaschinen

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DE13124C
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DE
Germany
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pawl
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automatic control
lustrir
machines
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Active
Application number
DENDAT13124D
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English (en)
Original Assignee
W. SPINDLER in Berlin C, Wallstrafse 12
Publication of DE13124C publication Critical patent/DE13124C/de
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Classifications

    • DTEXTILES; PAPER
    • D06TREATMENT OF TEXTILES OR THE LIKE; LAUNDERING; FLEXIBLE MATERIALS NOT OTHERWISE PROVIDED FOR
    • D06CFINISHING, DRESSING, TENTERING OR STRETCHING TEXTILE FABRICS
    • D06C19/00Breaking or softening of fabrics

Landscapes

  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Textile Engineering (AREA)
  • Treatment Of Fiber Materials (AREA)

Description

KAISERLICHES
PATENTAMT.
PATENTSCHRIFT
KLASSE 8: Bleichen, Färben, Zeugdruck und Appretur.
Patentirt im Deutschen Reiche vom 25. April 1880 ab.
Der Zweck vorliegender Maschine besteht darin, Garne, nachdem sie gefärbt sind, unter Einwirkung von Dampf einem Streckungsprocesse zu unterwerfen, wodurch denselben ein eigenthümlicher Glanz und eine milde Glätte mitgetheilt wird.
Die Garne werden in Strähnen über die sogenannten Chevillien CC1 gehängt, Fig. 2, welche von einem eisernen Kasten mit dampfdichten Thüren umschlossen sind. Die obere Chevillie hängt in der Streckschraube. Das Garn rotirt, während man durch y Dampf in das Gehäuse einströmen läfst, gleichmäfsig um beide Chevillien, da die untere derselben von einer Riemenrolle umgedreht wird.
Bis jetzt besorgte das Anziehen der Schraube beim Dämpfen ein Arbeiter nach dem blofsen Gefühl. Da jedoch für je eine Garnsorte stets ein bestimmter Streckungscoefficient durch die Erfahrung bestimmt ist, so läfst sich leicht für diesen Zweck ein selbsttätiger Mechanismus einrichten.
An vorliegender Maschine besteht derselbe aus einem Doppelkonus-Wendegetriebe und einer eigenthümlichen Combination von Auslösungsgestängen.
Durch die AntriebsriemenroUe 5 wird zunächst die untere Chevillie vermittelst eines konischen Getriebes in. Rotation versetzt. Die Welle w ertheilt dem Vollkonus F seine Bewegung, welcher auf einer Feder verschiebbar ist. Auf derselben Welle mit dem Vollkonus F sind die beiden Triebe α und b lose drehbar aufgesetzt, welche in die Räder g und f eingreifen und mit je einem Hohlkonus verbunden sind. Die Nabe M der Räder■ f und g bildet die Mutter der Spindel q. Schiebt man nun den Konus F auf seiner Welle nach oben oder nach unten, so wird er ein mal den oberen, das andere mal den unteren Trieb durch Friction mitnehmen und die Mutter M entweder rechts oder links umdrehen.
Der Konus F ist in einen Ring gefafst und hängt in den Stangen v, welche ihrerseits am Winkelgestänge h ti ihren Drehpunkt haben. Q ist ein Gegengewicht, welches den Konus F mit seinen Stangen ν und das Wmkelgestänge h u ausbalancirt. So lange man an der Stange u nicht hebt oder zieht, wird der Konus F sich neutral verhalten. , Wird jedoch an der Stange u kräftig nach unten gezogen, so verkuppelt sich Trieb b mit Konus F, die Mutter M rotirt und die Streckspindel geht hoch. .
Es' handelt sich nun darum, das Strecken nach einem bestimmten Zeitraum einzustellen. Zu diesem Zweck ist auf die Spindel q das Faustrad R aufgeschraubt, welches man je nach Bedarf verstellen kann. Das Faustrad R stöfst, wenn es die bestimmte Höhe erreicht hat, gegen die Nase η des Hebels m, welcher seinen Drehpunkt 7 im Schwengel h hat. Das Hubende dieses Hebels ist durch die Zugstange 6, 3 mit der Winkelklinke K verbunden, welche letztere ihren Drehpunkt in χ hat. Es wird also diese Winkelklinke K mit ihrem unteren Ende nach links verzogen werden, sobald die Stange 6, 3 gehoben wird. Das untere Ende der Winkelklinke K liegt auf der Endfläche der Sperrung i auf, welche wie eine Bohrknarre eingerichtet ist. Zwischen zwei Sperrscheiben befindet sich ein Ring, welcher beide Sperrklinken trägt und einen Handgriff hat. Die Zugstange u des
Schwengels h ist mit Gewinde in das Gehäuse dieser Sperrung eingeschraubt und der Arbeiter hat es in der Gewalt, je nach Abnutzung der Konusflächen die Stirnflächen des Gehäuses der Sperrung durch Hin- und Herbewegung am Griffe beliebig fest gegen die Gleitfläche der Winkelklinke K zu pressen.
Nehmen wir nunmehr an, die Winkelklinke K sei, wie eben besprochen, durch Anheben ihrer Zugstange 6, 3 von der Gleitfläche des Sperrgehäuses i abgeschnappt, so wird jetzt die Zugstange u des Schwengels h frei und wird (zwischen der gabelförmig gelagerten Nabe χ der Winkelklinke K) nach oben spielen können. Die zwangsläufige Verbindung zwischen Trieb b und Konus F ist jetzt gelöst. Fast gleichzeitig mit dem Anheben der Nase η durch das Faustrad R stöfst auch die obere Fläche der Nabe desselben gegen den Bauch des Schwengels h und es wird nunmehr der letztere angehoben. Natürlich löst sich jetzt sofort die Verbindung zwischen Trieb b und Konus F und die Streckung wird unterbrochen. In Fig. 1 und 2 ist die Maschine in der Periode dargestellt, wo die Spindel nach oben geht, also noch die Winkelklinke K mit ihrer unteren Gleitfläche fest auf der Sperrung i aufliegt.
Um nun das Abwärtsgehen der Spindel zu bewirken, fafst man das Sperrgehäuse i am' Handgriff und hebt es an; es wird dadurch auch der Schwengel h angehoben und die Nase η des Hebels m m sich von dem Ring des Faustrades abheben. Die Winkelklinke K wird nun durch ihr Eigengewicht, unterstützt von dem Gewicht ihrer Zugstange 6, 3 und des Hebels »z, das Bestreben äufsern, mit ihrem unteren Ende nach rechts zu spielen, und es wird daher, wenn man das Sperrgehäuse hoch genug anhebt, die Winkelklinke K von selbst unter die untere Stirnfläche des Sperrgehäuses i einfallen, in Fig. 3 ist dieser Fall in punktirten Linien gezeichnet. Nunmehr ist Trieb a mit Konus F gekuppelt und die Mutter M wird rückwärts gedreht, folglich die Spindel q so lange niedergehen, bis sie den zweiten Auslösungsmechanismus in Thätigkeit setzt. Dieser besteht aus dem Gestänge 1, 2, 3. An der Stange 1, die oben in einem Schlitz der Schwinge h spielt, ist die zweite Winkelklinke 4, 4 angebracht. Die Zugstange 6, 3 ist beiden Klinkmechanismen gemeinschaftlich und hat selbstredend in 2 ein Gelenk.
Geht nun die Spindel q und mit ihr das Faustrad R abwärts, so stöfst das letztere alsbald gegen die Nase des unteren Armes der Winkelklinke 4, 4 und wird dieselbe sammt ihrer Zugstange abwärts drücken. DerBalancier 2,2 zieht daher die Zugstange 6, 3 nach oben und wird die Winkelklinke K, wie erst beschrieben, von der diesmal unteren Fläche des Sperrgehäuses abziehen. Gleichzeitig stöfst auch der Ring am oberen Ende der Stange 1 gegen den Schwengel h und zieht diesen abwärts. Es wird nunmehr die Verbindung zwischen- Trieb a, und Konus F gelöst und die Spindel kommt in Ruhe. Damit die Klinke K von selbst wieder beim Herunterziehen der Sperrung i einfallen kann, ist eine kleine Nebeneinrichtung getroffen. Winkelklinke 4, 4 stöfst nämlich, wenn sie durch das Faustrad der heruntergehenden Spindel nach abwärts gedrückt wird, mit dem Ende ihres oberen horizontalen Armes gegen die Nase des gleichzeitig hochgehenden Stellstückes 5 an der Zugstange 6, 3. Dadurch wird der untere Arm der Klinke K nach rechts gedrückt und die Nase desselben vom Ring des Faustrades freigemacht, es wird also nunmehr die Klinke K wieder frei spielen können; in Fig.. 4 ist dieser Moment dargestellt.
Wie man sieht, wird das Spiel der Maschine dadurch eingeleitet, dafs man die Sperrung i an ihrem Handgriff entweder über oder unter die jedesmal selbstthätig einfallende Klinke K befördert.

Claims (1)

  1. Patent-Anspruch:
    Auf eine selbstthätige Steuerung, bestehend aus einer eigenthümlichen Combination von Auslösungsgestängen in Verbindung mit einem Doppelkonus-Wendegetriebe für eine liegende oder' stehende Lustrirmaschine, wie oben beschrieben.
    Hierzu I Blatt Zeichnungen.
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