DE130950C - - Google Patents

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DE130950C
DE130950C DENDAT130950D DE130950DA DE130950C DE 130950 C DE130950 C DE 130950C DE NDAT130950 D DENDAT130950 D DE NDAT130950D DE 130950D A DE130950D A DE 130950DA DE 130950 C DE130950 C DE 130950C
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folding
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    • DTEXTILES; PAPER
    • D06TREATMENT OF TEXTILES OR THE LIKE; LAUNDERING; FLEXIBLE MATERIALS NOT OTHERWISE PROVIDED FOR
    • D06JPLEATING, KILTING OR GOFFERING TEXTILE FABRICS OR WEARING APPAREL
    • D06J1/00Pleating, kilting or goffering textile fabrics or wearing apparel
    • D06J1/02Pleating, kilting or goffering textile fabrics or wearing apparel continuously and transversely to the direction of feed
    • D06J1/06Pleating, kilting or goffering textile fabrics or wearing apparel continuously and transversely to the direction of feed by reciprocating blades

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  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Textile Engineering (AREA)
  • Treatment Of Fiber Materials (AREA)
  • Folding Of Thin Sheet-Like Materials, Special Discharging Devices, And Others (AREA)

Description

KAISERLICHES
-JVr 130950
KLASSE Bf.
J. J. C. ALBERS in ALTONA.
des Stofffalzes. ;
Der Zweck der vorliegenden Erfindung ist, gewirkte, gewebte, geflochtene, gummirte u.s.w. Stoffe im Stück zu falten und gleichzeitig die Faltkanten bogenförmig zu gestalten, um hierdurch ein Vorproduct zu erhalten, das zur Herstellung der verschiedenartigsten Gebrauchsgegenstände verwendet werden kann.
Das dazu geeignete Ge\vebe, Geflecht oder Gewirke und dergl. mufs zu dem Zwecke einer Reihenfolge theils bekannter, theils neuer Arbeitsvorgänge unterzogen werden, ■ um die angestrebte Form zu erhalten, und es können dazu verschiedenartig gebaute und verschiedenartig wirkende Vorrichtungen benutzt werden.
Die Arbeitsvorgänge, die dabei ausgeführt werden müssen, sind aber immer: Faltenlegen, Ausbuchten der Faltkanten durch Strecken und Spannen, und Festlegen des ausgebuchteten Stoffes.
• Das Faltenlegen kann mit in der Textilappretur bekannten Mitteln geschehen, das Ausbuchten der Falzkanten kann durch entgegengesetzte Parallelbewegung geeignet gestalteter Formplatten ausgeführt werden, die den Stoff an verschiedenen Stellen angreifen.
Das Festlegen des gefalteten und ausgebuchteten Stoffes endlich geschieht mittelst in der Appretur zu gleichem oder ähnlichem Zwecke bekannter Mittel; wie Firnissen, VuI-kanisiren u. s. w.
Das Faltenlegen (Plissiren) von Stoffen, aber ohne Ausbuchten der Faltkanten, hat man auch schon früher auf mechanischem Wege ausgeführt und das Festlegen der Falten wurde dabei oft durch Nähen bewirkt.
Zur Herstellung von Waaren aber, die wellenförmige oder ausgebuchtete Formen erfordern, wie z. B. Behälter für Kneifer, Tabakstaschen und dergl., wurden die dazu nöthigen Stofftheile einzeln aus dem Stück ausgeschnitten und ausgebuchtet und ihnen so die gewünschte Form gegeben, eine Fabrikationsweise, welche nicht nur viel Aufwand an Zeit und Arbeitslohn, sondern auch grofsen Stoffabfall verursachte.
Im Gegensatz hierzu wird nach denn vorliegenden Verfahren der Stoff unzertheilt und zur gleichzeitigen Herstellung einer gröfseren Anzahl gleicher Stücke behandelt.
In der Folge soll als Beispiel eine Vorrichtung erläutert und in der Zeichnung dargestellt werden, die dem beschriebenen Verfahren zu Grunde gelegt ist und demselben entsprechend den Stoff bearbeitet. Fig. 1 zeigt den Ober- und Untertheil eines Faltenlegers im Querschnitt, Fig. 2 zeigt dieselben Theile rechtwinklig zu Fig. 1 gesehen, in beiden Fällen aus einander gerückt. Fig. 3 zeigt einen Querschnitt von Fig. 1, beide Theile aber in einander geschoben zur Bildung der Ausbuchtungen, während Fig. 4 ein Product darstellt, wie es aus der Vorrichtung kommt, und die Fig. 5 und 6 ein fertiges Fabrikat (Patronengürtel) veranschaulichen.
Von den mit den Faltplatten B bezw. B1 in geeigneten Abständen ausgerüsteten Druck-
platten Λ'bezw. Λ1 '(Fig. ι bis 3) kann die eine festliegend, die andere der ersteren gegenüber verschiebbar angeordnet sein, oder es können auch beide gegen einander bewegbar sein. Die Art der Bewegung ist nebensächlich. Die Faltplatten B und B1 können natürlich auch anstatt aus ganzen, beliebig langen Platten, welche fortlaufend alisgebuchtet sind, aus einzelnen, je einen Bogen bildenden Platten bestehen.· Je nach der Art des Festlegens der gebildeten Falten und Ausbuchtungen der Faltkanten bezw. des Fixirungsmittels können die Platten auf die in der Gewebeappretur bekannte Weise heizbar eingerichtet sein.
Der zu verarbeitende Stoff in Stücken von geeigneter Länge und Breite wird, wie in Fig. 1 angedeutet, mit zwei sich'gegenüber liegenden Kanten auf den äufsersten Faltplatten links und rechts, zum Beispiel durch Festklammern oder durch Aufstecken auf Nadeln b festgemacht und die überschüssige Breite wird gleichmäfsig über den mittleren Theil der Platten _B[ verbreitert, so dafs über jede Abtheilung zwischen je zwei Faltplatten ein gleicher Bruchtheil des Stoffes zu liegen kommt, wobei auf jedem Steg die Bruchtheile ebenfalls festgelegt werden können. Hierauf wird die obere Druckplatte A, deren zur Bildung der Ausbuchtungen den unteren entsprechend gestaltete Faltplatten zvvi-, sehen Fallplatten der unteren Druckplatte A1 hineinpassen, gegen die Unterplatte geführt, oder beide Druckplatten werden so gegen einander bewegt, dafs die Faltplatten B zwischen die Faltplatten B] treten und dadurch zunächst den überschüssigen Stoff in Falten legen. Nachdem dieses erreicht ist, wird bei weiterer Gegcneinanderbewegung der Druckplatten der Stoff durch das Zusammenwirken beider Plattensysteme gespannt und entsprechend.der Bogenform der Faltkanten der Faltplatten ausgereckt und geformt, so dafs die Faltkanten des Stoffes die Form der Bogen umrisse der oberen und unteren Kanten Faltplatten annehmen.
Nachdem der Stoff so gefaltet bezw. gespannt ist, werden die Falten auf eine beliebige Weise, zum Beispiel durch Dämpfen, Vulkanisiren, Firnissen 11. s. w., festgelegt, worauf die Faltplalten BB1 in die Lage der F"ig. ι zurückgebracht werden. Der Stoff hat dann z. B. die in Fig. 4 dargestellte Gestalt, wobei die Ecken und Ausbuchtungen der Form der Faltplatten entsprechend mehr oder weniger stark oder scharf ausgebildet sein können.
In der betreffenden Form kann der Stoff zu den verschiedenartigsten Zwecken Verwendung finden, und zwar entweder durch Auseinanderschneiden der einzelnen Taschen zu den' eingangs erwähnten Gegenständen, wie Cigarrentaschen, Kneiferschutztaschen, Tabaksbeuteln oder dergl., oder in zusammenhängenden Streifen, wie das dargestellte Beispiel· zeigt, zu Patronengürteln. In letzterem Falle wird der Stoff in der Mitte a-b (Fig. 5) durchgeschnitten und jeder Theil an den durch c-d bezw. e-f bezeichneten Stellen durchnäht, infolge dessen sich, wie Fig. 6 zeigt, fortlaufend zusammenhängende, zur Aufnahme der Patronen bestimmte Taschen bilden. . - '

Claims (2)

Patent-Ansprüche:
1. Verfahren, dehnbare Stoffe am Stück und in mehr oder weniger Lagen in fortlaufende Bogenlinien zu spannen und in der dadurch erzielten ausgebuchteten Form zu erhalten, dadurch gekennzeichnet, dafs der Stoff zunächst in gleich breite Falten gelegt, darauf durch eine beliebige Spannoder Prefsvorrichtung in den Falzkanten
■;· wellenförmig ausgereckt und schliefslich in . der so gewonnenen Gestaltung festgelegt wird.
2. Eine Vorrichtung zur Ausführung des Verfahrens nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, dafs Druckplatten A bezw. A1, von denen die eine festliegt, die andere gegen die erstere verschiebbar ist, oder die auch beide gegen einander verschiebbar sein können, mit festen, an der Faltkante wellenförmig gestalteten Faltplatten B bezw. B1 ausgerüstet sind, und dafs nach erfolgtem, gleichmäfsig vertheiltem Auflegen des Stoffes über die Faltkanten des einen Plattensystems die Faltplatten des anderen in die Zwischenräume zwischen den Faltplatten des ersteren eingeschoben werden,- so dafs der Stoif den wellen-
. förmigen Faltkanten der Platten 'entsprechend ausgereckt und gespannt wird.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen.
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* Cited by examiner, † Cited by third party
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