DE130325C - - Google Patents

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DE130325C
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    • EFIXED CONSTRUCTIONS
    • E05LOCKS; KEYS; WINDOW OR DOOR FITTINGS; SAFES
    • E05GSAFES OR STRONG-ROOMS FOR VALUABLES; BANK PROTECTION DEVICES; SAFETY TRANSACTION PARTITIONS
    • E05G1/00Safes or strong-rooms for valuables
    • E05G1/02Details
    • E05G1/024Wall or panel structure

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  • Connection Of Plates (AREA)

Description

KAISERLICHES
PATENTAMT.
Vorliegende Erfindung betrifft einen Tresor oder Geldschrank, welcher aus mehreren Theilen zusammengesetzt ist. Jeder Theil besteht aus einem derartig widerstandsfähigen Material, wie beispielsweise Manganstahl, dafs er einer Einwirkung in einbrecherischer Absicht nicht nachzugeben vermag. Da ein derartiges Material aber auch bei der Herstellung nicht bearbeitet werden kann, so ist es nothwendig, dafs die einzelnen Theile fest zusammengeschlossen werden können, ohne dafs an irgend einer Stelle Material weggenommen zu werden braucht. Aus diesem Grunde sind die einzelnen Theile an den Stofsstellen mit nach innen vorstehenden Ansätzen versehen, welche durch geeignete Vorrichtungen so fest zusammengezogen werden, dafs sie einer gewaltsamen Trennung einen grofsen Widerstand leisten.
Auf den beiliegenden Zeichnungen ist Fig. 1 eine schaubildliche Ansicht eines Tresors, Fig. 2 ein Schnitt nach A-A der Fig. 1, Fig. 3 eine schaubildliche Innenansicht des Vordertheiles des Tresors und Fig. 4 eine schaubildliche Innenansicht des einen Ecktheiles des Tresors. Fig. 5 veranschaulicht die Verbindung der Theile an derjenigen Stelle, wo die beiden Ecktheile mit dem Vordertheil des Tresors zusammenstofsen, Fig. 6 eine Seitenansicht der Verbindungsstelle, Fig. 7 die Verbindungsstelle zwischen zwei Theilen, Fig. 8 'eine Seitenansicht der Fig. 7, Fig. 9 ein zum Zusammenziehen der inneren Ansätze dienendes Glied, "Fig. n · ' ■"Jungsstelle an der Kante
des Tr . '" '„:/■;.-eine schaubildliche
Ansicht ....Ji- ,^i Vereinigung der Theile dienenden Keiles.
Man kann den Tresor oder Geldschrank aus einer beliebigen Anzahl Theile zusammensetzen, von denen jeder eine beliebige, sich nach der Gesammtconstruction des Tresors richtende Gestalt haben kann. In der dargestellten Ausführungsform des Tresors besteht derselbe beispielsweise aus drei Theilen, und zwar einem Vordertheil α und zwei Ecktheilen b und c. Der vordere Theil α besteht aus einer Platte d und den vier Seitentheilen f g h i, wobei in der Platte α eine Oeffnung e gelassen ist, welche in beliebiger Weise durch eine Thür zu verschliefsen ist. Jeder Ecktheil b und c besteht aus den oberen und unteren Platten j und k und ferner aus den Seitentheilen Im. Jeder der Theile ist aus einem Stück gefertigt und kann sich derart an die übrigen Theile anschliefsen, dafs die Theile zusammen, ohne an den Kanten Fugen zu haben, einen rechtwinkligen Behälter bilden; die Stofsfugen liegen in den Mitten der Wände. Die Theile sind an den Stofskanten mit nach innen vorstehenden Ansätzen η ausgestattet, die so angeordnet sind, dafs die Ansätze der an einander stofsenden Flächen der Theile genau zusammenfallen.
Damit die Theile in ihrer Stellung zu einander gehalten werden, ist jeder Ansatz η an der Innenfläche mit einer Nuth 0 versehen, welche zusammen mit derjenigen Nuth des mit dem Ansatz des einen Theiles zusammenfallenden Ansatzes des anderen Theiles eine geschlossene Nuth ρ zur Aufnahme eines Keiles q oder dergl. bildet. Bei der dargestellten Ausführungsform fallen die Ansätze an den inneren Ecken der Ecktheile b c mit dem mittelsten Ansatz des Vordertheiles α zusammen. Dieser

Claims (1)

  1. durch drei Theile gebildete Ansatz r (Fig. 5) ist kreisförmig gestaltet, wobei der Ansatz s des Vordertheiles α halbkreisförmig und die Ansätze t der Ecktheile b c quadrantförmig ausgebildet sind. Jeder dieser Ansätze t ist in zwei Richtungen mit einer Nuth versehen, die mit der entsprechenden Nuth des anstofsenden Ansatzes zusammenfällt, so dafs also die Nuthen in ihrer Gesammtheit eine T-förmige Nuth bilden, in welche das T-förmige Verschlufsstück u (Fig. 11) eingelegt werden kann. Man könnte auch in diese T-förmige Nuth von einander unabhängige Keile einschieben. Der Abstand der Ansätze von einander kann beliebig gemacht werden; jedoch wird man sie zweckmäfsig in möglichst grofser Anzahl längs einer Stofskante anordnen und mufs dafür sorgen, dafs jedesmal in den Ecken ein Ansatz vorhanden ist.
    Zur Verbindung der Ansätze eines Theiles mit denjenigen eines anderen Theiles dienen Kupplungsglieder, weiche um die Ansätze herumgelegt werden und zweckmäfsig aus Gliedern y bestehen, weiche, nachdem die Keile in die Nuthen gebracht sind, auf die Ansätze heifs aufgezogen werden. Zweckmäfsig wird man die Glieder y ungefähr in der halben Höhe der Ansätze anbringen, wobei die Höhe der Ansätze von der Aufsenfläche der Theile abc an gerechnet wird. Hierdurch überdecken die Glieder j-- die Keile nur theilweise, so dafs man letztere, wenn dieses nöthig sein sollte, übersehen kann.
    Aus Obigem ist ersichtlich, dafs, wenn die aus Stahl gefertigten Glieder y auf die Ansätze, die aus einem Stück mit den Theilen abc bestehen, aufgezogen worden sind, die Ansätze Hebel bilden, deren vorstehende Enden Drehpunkte bilden und hierdurch einer von aufsen an den Stofsfugen angewendeten Kraft, zum Zweck, die Theile aus einander zu treiben, einen grofsen Widerstand leisten, da die Glieder y ein Auseinanderbewegen der Ansätze verhindern. Die Ansätze an den Kanten des Tresors werden zweckmäfsig durch konisch verlaufende Glieder \ (Fig. 9) zusammengehalten. Je nach Bedarf kann man den Tresor mit einer inneren Bekleidung oder mit einem Gestell im Innern versehen.
    Durch zahlreiche Versuche ist festgestellt worden, dafs bei Herstellung der Theile aus Manganstahl diese jedweder Bearbeitung widerstehen. Es ist demnach für Einbrecher unmöglich, durch Zerstörung der Wandungen des Tresors an dessen Inhalt zu gelangen. Wenn demnach ein aus Manganstahl bestehender Tresor aus mehreren Theilen zusammengesetztist, so ist es nur nothwendig, die Fugen derart zu verschliefsen, dafs zwischen die einzelnen Theile kein Explosivstoff, Nitroglycerin, eingeführt werden kann. Die vorstehend beschriebene Verbindung der Theile verhindert dies vollkommen, da es ausgeschlossen ist, Nitroglycerin in solchen Mengen in die Fugen einzuführen, dafs eine zum Auseinandersprengen der Theile genügende Explosion entstände. Durch das heifse Aufziehen der Glieder auf die Ansätze werden die Kanten der einzelnen Theile so eng an einander geprefst, dafs die Wandungen ebenso widerstandsfähig sind, wie wenn sie aus einem Stück beständen. Da die Theile eng an einander liegen und da es unmöglich ist, die Fuge durch Werkzeuge zu · erweitern, so kann auch kein Explosivstoff in die Fuge eingeführt werden. Das Eintreiben einer Wandung an der Fuge wird nicht nur durch die Kupplungsglieder, sondern auch durch die Keile verhütet.
    Patent-A ν Spruch:
    Aus mehreren Theilen zusammengesetzter Tresor oder Geldschrank von nicht bearbeitbarem Material (Manganstahl), dadurch gekennzeichnet, dafs jeder Theil an den Stofskänten mit nach innen vorstehenden Ansätzen versehen ist, von denen je einer eines jeden Theiles mit je einem Ansatz der anstofsenden Theile zusammenfällt und durch heifs aufgezogene Kupplungsglieder mit den zusammenfallenden Ansätzen fest zusammengeprefst wird, so dafs die durch in Nuthen der an einander stofsenden Ansätze gelegte Keile in ihrer gegenseitigen Lage festgehaltenen Theile des Tresors mit ihren Stofskänten fest zusammengehalten werden und somit ein auch an den Fugen weder durch Werkzeuge noch durch Sprengstoffe angreifbarer Tresor entsteht.
    Hierzu 1 Blatt Zeichnungen.
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