DE1299992C2 - Verfahren zur Herstellung einer ueberwiegend oder ausschliesslich aus Sonnenblumenoel gewonnenen Margarine - Google Patents
Verfahren zur Herstellung einer ueberwiegend oder ausschliesslich aus Sonnenblumenoel gewonnenen MargarineInfo
- Publication number
- DE1299992C2 DE1299992C2 DE1964U0011080 DEU0011080A DE1299992C2 DE 1299992 C2 DE1299992 C2 DE 1299992C2 DE 1964U0011080 DE1964U0011080 DE 1964U0011080 DE U0011080 A DEU0011080 A DE U0011080A DE 1299992 C2 DE1299992 C2 DE 1299992C2
- Authority
- DE
- Germany
- Prior art keywords
- margarine
- sunflower oil
- oil
- fat
- hardened
- Prior art date
- Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
- Expired
Links
- 235000013310 margarine Nutrition 0.000 title claims description 56
- 239000003264 margarine Substances 0.000 title claims description 54
- 235000019486 Sunflower oil Nutrition 0.000 title claims description 40
- 239000002600 sunflower oil Substances 0.000 title claims description 40
- 238000000034 method Methods 0.000 title claims description 14
- 238000004519 manufacturing process Methods 0.000 title claims description 9
- 239000003925 fat Substances 0.000 claims description 42
- 235000019197 fats Nutrition 0.000 claims description 33
- 238000002844 melting Methods 0.000 claims description 27
- 230000008018 melting Effects 0.000 claims description 27
- 239000000203 mixture Substances 0.000 claims description 22
- 239000003921 oil Substances 0.000 claims description 13
- 235000019198 oils Nutrition 0.000 claims description 13
- OYHQOLUKZRVURQ-HZJYTTRNSA-N Linoleic acid Chemical compound CCCCC\C=C/C\C=C/CCCCCCCC(O)=O OYHQOLUKZRVURQ-HZJYTTRNSA-N 0.000 claims description 9
- 235000020778 linoleic acid Nutrition 0.000 claims description 9
- OYHQOLUKZRVURQ-IXWMQOLASA-N linoleic acid Natural products CCCCC\C=C/C\C=C\CCCCCCCC(O)=O OYHQOLUKZRVURQ-IXWMQOLASA-N 0.000 claims description 9
- 239000007858 starting material Substances 0.000 claims description 3
- 238000005984 hydrogenation reaction Methods 0.000 claims description 2
- 230000010339 dilation Effects 0.000 description 7
- 239000007787 solid Substances 0.000 description 7
- 239000000155 melt Substances 0.000 description 5
- 238000003860 storage Methods 0.000 description 4
- 238000005809 transesterification reaction Methods 0.000 description 4
- 239000013078 crystal Substances 0.000 description 3
- 241000208818 Helianthus Species 0.000 description 2
- 235000003222 Helianthus annuus Nutrition 0.000 description 2
- 239000003054 catalyst Substances 0.000 description 2
- 230000000052 comparative effect Effects 0.000 description 2
- 235000014113 dietary fatty acids Nutrition 0.000 description 2
- 238000002474 experimental method Methods 0.000 description 2
- 229930195729 fatty acid Natural products 0.000 description 2
- 239000000194 fatty acid Substances 0.000 description 2
- 229940116364 hard fat Drugs 0.000 description 2
- 238000002156 mixing Methods 0.000 description 2
- 230000008447 perception Effects 0.000 description 2
- QDRKDTQENPPHOJ-UHFFFAOYSA-N sodium ethoxide Chemical compound [Na+].CC[O-] QDRKDTQENPPHOJ-UHFFFAOYSA-N 0.000 description 2
- 235000002316 solid fats Nutrition 0.000 description 2
- 230000009286 beneficial effect Effects 0.000 description 1
- 238000001816 cooling Methods 0.000 description 1
- 238000002425 crystallisation Methods 0.000 description 1
- 230000008025 crystallization Effects 0.000 description 1
- 235000004626 essential fatty acids Nutrition 0.000 description 1
- 230000002349 favourable effect Effects 0.000 description 1
- 238000009472 formulation Methods 0.000 description 1
- 230000001771 impaired effect Effects 0.000 description 1
- 239000007788 liquid Substances 0.000 description 1
- 230000004048 modification Effects 0.000 description 1
- 238000012986 modification Methods 0.000 description 1
- 238000002360 preparation method Methods 0.000 description 1
- 239000002994 raw material Substances 0.000 description 1
- 238000001953 recrystallisation Methods 0.000 description 1
- 230000000284 resting effect Effects 0.000 description 1
- 210000002374 sebum Anatomy 0.000 description 1
Classifications
-
- A—HUMAN NECESSITIES
- A23—FOODS OR FOODSTUFFS; TREATMENT THEREOF, NOT COVERED BY OTHER CLASSES
- A23D—EDIBLE OILS OR FATS, e.g. MARGARINES, SHORTENINGS OR COOKING OILS
- A23D7/00—Edible oil or fat compositions containing an aqueous phase, e.g. margarines
- A23D7/001—Spread compositions
Landscapes
- Chemical & Material Sciences (AREA)
- Oil, Petroleum & Natural Gas (AREA)
- Life Sciences & Earth Sciences (AREA)
- Engineering & Computer Science (AREA)
- Food Science & Technology (AREA)
- Polymers & Plastics (AREA)
- Edible Oils And Fats (AREA)
- Fats And Perfumes (AREA)
Description
Die Erfindung bezieht sich auf ein Verfahren zur Herstellung einer überwiegend oder ausschließlich
aus Sonnenblumenöl und gehärtetem Sonnenblumenöl gewonnenen Margarine, die sich durch sehr gute
Strukturstabilität und einen hohen Gehalt an Linolsäure auszeichnet.
- Man hat bereits versucht, den Festanteil von in Margarine
zu verwendenden Fetten bzw. Fettgemischen durch Umesterung zu verändern. Es ist bisher jedoch
nicht gelungen, eine hauptsächlich aus Sonnenblumenöl bestehende Margarine herzustellen, welche ihre
Struktur bei längerer Lagerung unverändert behält.
Eine für den Haushalt bestimmte Margarine muß möglichst eine Fettbasis haben, die bei Verbrauchstemperatur (10 bis 2O0Q etwa 10 bis 20°Λ>
festen, kristallisierenden Fettes in der Margarine ergibt, denn dann ist die Margarine gut streichbar. Dieser Festanteil
ist z. B. mit Dilatationsmessung zu ermitteln. Bei 3O0C darf der Anteil festen Fettes möglichst
nicht wesentlich höher als etwa 5°/o sein, damit die ao
Margarine angenehm im Munde zergeht.
Die Anforderungen, die an die Konsistenz einer guten Margarine zu stellen sind, sind im wesentlichen
die folgenden:
Im unteren und mittleren Temperaturbereich, d. h. as
in dem Temperaturbereich, in dem Margarine normalerweise aufgestrichen wird, sollen nicht zuviel und
nicht zu wenig feste Fettanteile vorhanden sein, nämlich so viel, daß die Margarine noch gut streichfähig
ist, aber nicht «<o wenig, daß sie zu weich ist. Andererseits
soll aber die Margarine keine wesentlichen Mengen an höherschmelzenden Bestandteilen enthalten,
die im Munde nicht oder nur langsam schmelzen. Insgesamt erjibt sich daraus die Forderung nach einer
möglichst steilen Dilatationskurve. Darüber hinaus wird an eine gute Margarine noch die weitere Forderung
gestellt, dp.ß der Dilatationsverlauf, besonders im
Temperaturbeieich von Zimmertemperatur bis Mundtemperatur, d. h. etwa von 20 bis 35° C, ebenfalls
möglichst steil sein soll. Je enger der Schmelzbereich ist, desto angenehmer wird das Fett im Munde empfunden.
Sonnenblu.nenöl weist bekanntlich einen hohen Gehalt an Linolsäure auf und ist damit ein besonders
geeignetes öl zur Herstellung einer in physiologischer Hinsicht wünschenswerten Margarine. Sobald man
jedoch versucht, eine Margarine mit den vorgenannten günstigen Eigenschaften aus Sonnenblumenöl herzustellen,
indem man z. B. 50 bis 80% Sonnenblumenhartfett (mit Smp. 30 bis 38° C) mit 20 bis
5O°/o ungehärtetem Sonnenblumenöl mischt oder
auch kleinere Prozentsätze auf entsprechend höhere Schmelzpunkte gehärteten Sonnenblumenöls mit entsprechend
größeren Prozentsätzen ungehärteten Öls mischt, stellt sich folgendes heraus;
Schon nach wenigen Tagen, spätestens aber nach 1 bis 2 Wochen, tritt in der auf übliche Weise hergestellten
Margarine eine Rekristallisation des festen Fettes ein, die einmal dazu führen kann, daß solche
Margarine spröde und hart wird, zum anderen bilden sich besonders große Fettkristalle aus, die zu der
sogenannten »Sandigkeit« oder »Mehligkeit« als unangenehme Wahrnehmung beim Zergehen der Margarine
im Munde führen. Im allgemeinen treten beide Vorgänge etwa gleichzeitig ein; sie sind durch Mes-
s\xn% der Konsistenz mit mikroskopischen und röntgen
^graphischen Untersuchungen zu verfolgen.
Dieses »Mehligwerden« liegt darin begründet, daß kristallisierte Fettsäureglyceride des Sonnenblumenhartfettes
im Zuge der bei der Margarineherstellung üblichen Kühlung zunächst in unstabiler Form kristallisieren,
diese Kristalle wandern sich dann später im Laufe der Lagerung in die stabile Modifikation
um. „„ „__ . . ,,
Aus der USA.-Patentschrift 2 921 855 ist em Verfahren
zur Herstellung von Margarine mit einem hohen Gehalt an essentiellen Fettsäuren durch ungelenkte
Umesterung eines Gemisches aus überwiegenden Mengen an linolsäurereichen, gegebenenfalls nur
leicht angehärteten flüssigen ölen, darunter auch Sonnenblumenöl, und untergeordneten Mengen an
hochgehärteten oder vollständig gehärteten P.-.tten mit Schmelzpunkten im Bereich von 51,5 bis 74° C
bekannt, bei dem die umgeesterte Fettmischung gegebenenfalls mit hydrierten oder nichthydrierter.
Ölen gemischt werden kann. Derartige Margarinen sind jedoch in ihrer Konsistenz und in ihrem Schmelzverhalten
noch unbefriedigend.
Die Margarinefettansätze nach der genannten USA.-Patentschrift besitzen sämtlich einen hohen
Schmelzpunkt (34,5 bis 400C). Außerdem sind sie
bei normaler Temperatur entweder zu weich, oder sie weisen bei 33° C noch einen zu hohen Feststoffgehalt
auf, d. h., sie besitzen kein angenehmes Schmelzverhalten auf der Zunge, wodurch der Geschmack der
Margarine beeinträchtigt wird.
Aufgabe der Erfindung ist die Schaffung eines Verfahrens zur Herstellung einer überwiegend oder ausschließlich
aus Sonnenblumenöl und gehärtetem Sonnenblumenöl gewonnenen Margarine, das nicht die
Nachteile der bekannten Verfahren aufweist und zu einer Margarine führt, die ein angenehmes Schmelzverhalten
auf der Zunge und eine gute Strukturstabilität, insbesondere keine »Sandigkeit« oder »Mehligkeit«
nach Lagerung hat und einen hohen Gehalt an Linolsäure besitzt.
Das Verfahren gemäß der Erfindung zur Herstellung einer überwiegend oder ausschließlich aus Sonnenblumenöl
und gehärtetem Sonnenblumenöl gewonnenen Margarine mit guter Strukturstabilität und
hohem Gehalt an Linolsäure unter Anwendung eines üblichen Margarineherstellungsverfahrens ist dadurch
gekennzeichnet, daß man von einem Fettansatz aus
a) etwa 10 bis 4O°/o nicht umgeesterten ölen oder
Fetten, vorzugsweise Sonnenblumenöl — gegebenenfalls zusammen mit gehärtetem Sonnenblumenöl,
und
b) 60 bis 90°/o einer umgeesterten Öl-Fett-Mischung, welche einen überwiegenden Teil
eines Gemisches von gehärteten Sonnenblumenölen verschieden hohen Hydrierungsgrades mit
Schmelzpunkten im Bereich von etwa 30 bis 42° C enthält,
ausgeht.
Die nach dem Verfahren gemäß der Erfindung hergestellte Margarine weist eine steilere Dilatationskurve
und dementsprechend eine steilere SCI-Kurve auf, d. h., sie besitzt ein kleineres Schmelzintervall als die
aus der USA.-Patentschrift 2 921855 bekannten Margarinen, so daß sie einerseits bei normaler Temperatur
nicht zu w -ich ist, andererseits auf der Zunge schneller schmib' und daher nicht talgig oder »dick«
im Munde ist.
Die in der umgeesterten Öl-Fett-Mischung gebildeten andersartigen Fettsäureglyceridkristalle haben
praktisch keine Neigung zu einer unerwünschten Re-
kristallisation. Es gelingt deshalb auf diese Weise,
eine Margarine mit Sonnenblumenöl als Rohstoff herzustellen, die während einer Lagerzeit von bis zu 4 bis
6 Wochen die obenerwähnten unangenehmen Eigenschaften nicht entwickelt.
Eine solche Margarine zeichnet sich dadurch aus, daß sie bei Verbrauchstemperatur (10 bis 20° C) gut
streichfähig ist und bei Temperaturen über 25° C im Mund angenehm und vollständig schmilzt
In dem umgeesterten Anteil des Fettansatzes soll der Gehalt an ungehärtetem und gehärtetem öl so
aufeinander abgestimmt werden, daß das umgeesterte Produkt, nach Vermischung mit dem nicht umgeesterten
Anteil, die für eine Margarine-Fettkomposition, welche in dem interessierenden Temperaturbereich
von 10 bis 30° C weder zu weich noch zu hart ist, erforderliche Dilatationskurve aufweist.
Eine Margarine mit einem besonders günstigen Anteil an festen Fetten in dem für eine Haushaltsmargarine
interessierenden Temperaturbereich ergibt sich ao bei Verwendung einer amgeesterten Öl-Fett-Mischung
aus einem Ausgangsmaterial, das zu etwa 20 bis 40% aus ungehärtetem Sonnenblumenöl und 60
bis 80% gehärtetem Sonnenblumenöl, vorzugsweise zu 20 bis 30% aus gehärtetem Sonnenblumenöl mit as
einem Schmelzpunkt von etwa 40° C und zu 40 bis 60% aus gehärtetem Sonnenblumenöl mit einem
Schmelzpunkt von etwa 30 bis 38l C, besteht.
Das Verfahren gemäß dd- Erfindung ermöglicht,
einen besonders hohen Anteil an ungehärteten ölen in den für die Margarine verwendeten Fettansatz einzuarbeiten,
ohne daß die Margarine bei Verbrauchstemperaturen zu weich wird. Das kann dadurch erreicht
werden, daß man in die umgeesterte Öl-Fett-Mischung einen Teil ungehärtetes öl mit einbezieht.
Es wird hierdurch der Vorteil erzielt, daß eine Margarine mit einem hohen Gehalt an Linolsäure hergestellt
werden kann, die noch hart genug ist, um den Anforderungen, die an eine gute Haushaltsmargarine
hinsichtlich Verpackungsfähigkeit, Streichfähigkeit oder Lagerfähigkeit zu stellen sind, zu genügen.
Eine gemäß der Erfindung erhältliche Margarine mit ausgezeichneten Konsistenzeigenschaften hat beispielsweise
folgende Kennzahlen:
Schmelzpunkt 29° C *5
Festfettgehalt bei
100C 17,3
210C 8,9
26,50C 4 s°
33° C 0
Würde man versuchen, das gesamte für die Margarine zu verwendende öl in die Umesterung mit einzubeziehen,
dann ergäbe sich ein Produkt mit einer zu flachen Dilatationskurve, d. h. ein Fettansatz, der zu
einer Margarine führt, die entweder bei Verbrauchstemperaturen zu weich ist oder aber wegen eines zu
hohen Anteils an festen Fetten nicht mehr angenehm im Munde schmilzt.
Das Verfahren gemäß der Erfindung wird nachstehend an Hand von Beispielen näher erläutert.
Zur Herstellung einer Margarine wird zunächst ein;'- Fettmischung, bestehend aus 25% ungehärteten!
50% auf einen Schmelzpunkt von 33° C und 25% auf einen Schmelzpunkt von 42° C gehärtetem Sonnenblumenöl,
hergestellt. Hierbei geht man von einem auf übliche Weise raffinierten Sonnenblumenöl aus
und führt die Härtung in an sich bekannter Weise durch. Die sich ergebende Fettmischung wird in bekannter
Weise unter Verwendung von Natriumäthylat als Katalysator umgeestert.
80% der auf diese Weise erhaltenen umgeesterten Fettmischung werden nun mit 20% ungehärtetem
Sonnenblumenöl gemischt. Die erhaltene Sonnenbiumenöl-Fett-Mischung
wurde mitteis des bekannten Margarineherstellungsverfahrens unter Verwendung von Kratzkühlern und Ruherohren, im sogenannten
Votatorverfahren, zu Margarine verarbeitet.
Die Fettphase der erhaltenen Margarine wies folgende Kennzahlen auf:
Schmelzpunkt 30° C
DiI ration bei
50C 763
100C 705
150C 598
2O0C 445
25° C 290
30° C 140
360C 19
Die Margarine wies ausgezeichnetes Schmelzverhalten, gute Streichfähigkeit auf und ergab bei der
organoleptischen Prüfung keine wahrnehmbare »Sandigkeit« oder »Mehligkeit«. Eine nach 6wöchiger
Lagerung bei Zimmertemperatur durchgeführte organoleptische Prüfung erbrachte das gleiche Ergebnis.
Vergleichsversuch
Zur Herstellung einer Margarine wurde der gleiche Fettansatz wie im Beispiel 1 verwendet, wobei jedoch
nicht umgeestert wurde. Die Fettphase der hieraus hergestellten Margarine wies folgende Kennzahl auf:
Schmelzpunkt 34,5° C
Dilatation bei
20° C 554
25° C 488
3O0C 381
Die organoleptische Prüfung der auf diese Weise erhaltenen Fettkomposition ergab schon nach 14tägiger
Lagerung bei Zimmertemperatur die bekannte Wahrnehmung einer »mehlig/sandigen« Beschaffenheit.
Auf die gleiche Weise wie im Beispiel 1 wurde eine Fettmischung B, bestehend aus 25 Teilen ungehärtetem,
50 Teilen auf einen Schmelzpunkt von 33° C gehärtetem und 25 Teilen auf einen Schmelzpunkt
von 42° C gehärtetem Sonnenblumenöl auf an sich bekannte Weise umgeestert und mit einem Fettgemisch
A, bestehend aus 20 Teilen ungehärtetem Sonnenblumenöl und 10 Teilen auf einen Schmelzpunkt
von 33°C gehärtetem Sonnenblumenöl, das nicht umgeestert wurde, vermischt, wobei jeweils von raffiniertem
Sonnenblumenöl ausgegangen und die Härtung in bekannter Weise durchgeführt wurde.
Aus dem auf diese Weise gewönnet en Fettansatz wurde im Votatorverfahren Margarine hergestellt.
1
Die Fettphase der erhaltenen Margarine wies folgende
Merkmale auf:
Schmelzpunkt 30,5° C
Linolsäuregehalt 20,5%
Die Margarine besaß ein angenehmes Schmelzverhalten im Munde und war auch nach mehreren
Wochen nicht rekristallisiert, so daß keine »Sandigkeit« oder »Mehligkeit« festgestellt werden konnte.
Vergleichsversuch
Eine Fettmischung, bestehend aus 40% ungehärtetem
raffiniertem Sonnenblumenöl und 60% auf einen Schmelzpunkt von 33° C gehärtetem raffiniertem
Sonnenblumenöl wurde umgeestert, und aus dem auf diese Weise erhaltenen Fettansatz wurde in bekannter
Weise eine Margarine hergestellt
Die Fettphase der auf diese Weise erhalteuen Margarine
wies folgende Kennzahlen auf:
Schmelzpunkt 26,5°C "°
Dilatation bei
20° C 193
30° C 21
Linolsäuregehalt 23,3 % *5
Die Margarine war bei Zimmertemperatur zu weich und genügte dadurch nicht den Ansprüchen, die an
eiue gute Haushaltsmargarine zu stellen sind.
In allen Beispielen wurden solche Umesterangsprodukte verwendet, die durch Umesterung bei 1300C
während 15 bis 20 Minuten in Gegenwart von 0,1% Natriumäthylat als Katalysator erhalten waren. Die
Dilatation wurde nach den A.O.C.S.-Methoden bestimmt.
Es ist möglich, im Rahmen des erfindungsgemäßen 992
Sonne
Verfahrens außer Sonnenblumenöl auch untergeordnete Mengen anderer öle bzw. Fette mitzuverwenden.
Claims (3)
1. Verfahren zur Herstellung einer überwiegend oder ausschließlich aus Sonnenblumenöl und gehärtetem
Sonnenblumenöl gewonnenen Margarine mit guter Strukturstabilität und hohem Gehalt an
Linolsäure unter Anwendung eines üblichen Margarineherstellungsverfahrens, dadurch gekennzeichnet,
daß man von einem Fettansatz aus
a) etwa 10 bis 40% nicht umgeesterten ölen
oder Fetten, vorzugsweise Sonnenblumenöl — gegebenenfalls zusammen mit gehärtetem
Sonnenblumenöl, und
b) 60 bis 90% einer umgecsterten Öl-Fett-Mischung,
welche einen überwiegenden Teil eines Gemisches von gehärteten Sonnenblumenölen verschieden hohen Hydrierungsgrades
mit Schmelzpunkten im Bereich von etwa 30 bis 42° C enthält, ausgeht.
2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß das Ausgangsmaterial der umgeesterten
Öl-Fett-Mischung etwa zu 20 bis 40% aus ungehärtetem und etwa zu 60 bis 80% aus gehärtetem Sonnenblumenöl besteht.
3. Verfahren nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß das Ausgangsmaterial der
umgeesterten Öl-Fett-Mischung etwa zu 20 bis 40% aus ungehärtetem Sonnenblumenöl, etwa zu
20 bis 30% gehärtetem Sonnenblumenöl mit einem Schmelzpunkt von etwa 40° C oder darüber
und zu etwa 40 bis 60% aus gehärtetem Sonnenblumenöl mit einem Schmelzpunkt von etwa 30
bis 38° C besteht.
Priority Applications (6)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE1964U0011080 DE1299992C2 (de) | 1964-10-02 | 1964-10-02 | Verfahren zur Herstellung einer ueberwiegend oder ausschliesslich aus Sonnenblumenoel gewonnenen Margarine |
| AT888165A AT259348B (de) | 1964-10-02 | 1965-09-30 | Verfahren zur Herstellung einer überwiegend oder ausschließlich aus Sonnenblumenöl und gehärtetem Sonnenblumenöl bestehenden Margarine |
| SE1266765A SE337522B (de) | 1964-10-02 | 1965-09-30 | |
| NL6512649A NL149686B (nl) | 1964-10-02 | 1965-09-30 | Werkwijze ter bereiding van margarine. |
| BE670371A BE670371A (de) | 1964-10-02 | 1965-09-30 | |
| GB4169865A GB1121662A (en) | 1964-10-02 | 1965-10-01 | Margarine etc |
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE1964U0011080 DE1299992C2 (de) | 1964-10-02 | 1964-10-02 | Verfahren zur Herstellung einer ueberwiegend oder ausschliesslich aus Sonnenblumenoel gewonnenen Margarine |
Publications (2)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE1299992B DE1299992B (de) | 1969-07-24 |
| DE1299992C2 true DE1299992C2 (de) | 1973-02-22 |
Family
ID=7567506
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DE1964U0011080 Expired DE1299992C2 (de) | 1964-10-02 | 1964-10-02 | Verfahren zur Herstellung einer ueberwiegend oder ausschliesslich aus Sonnenblumenoel gewonnenen Margarine |
Country Status (6)
| Country | Link |
|---|---|
| AT (1) | AT259348B (de) |
| BE (1) | BE670371A (de) |
| DE (1) | DE1299992C2 (de) |
| GB (1) | GB1121662A (de) |
| NL (1) | NL149686B (de) |
| SE (1) | SE337522B (de) |
Families Citing this family (6)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| GB1190553A (en) * | 1966-06-28 | 1970-05-06 | Unilever Nv | Improvements in Fats |
| CA1113779A (en) | 1977-11-10 | 1981-12-08 | Henning Heider | Margarine fat |
| US4316919A (en) * | 1980-09-19 | 1982-02-23 | Nabisco Brands, Inc. | Sunflower-oil-based edible fat product |
| EP0070050B1 (de) | 1981-06-15 | 1984-09-19 | Unilever N.V. | Margarinefettzusammensetzungen |
| FR2520003B1 (fr) * | 1982-01-20 | 1985-12-27 | Unilever Nv | Melange gras pour margarine a tendance reduite a la pulverulence et procede pour reduire le developpement de la pulverulence dans les melanges gras |
| EP0109721B1 (de) * | 1982-11-22 | 1987-08-12 | Unilever N.V. | Fettzusammensetzung für Margarine |
Citations (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| US2921855A (en) * | 1957-06-19 | 1960-01-19 | Corn Products Co | A highly nutritional margarine |
-
1964
- 1964-10-02 DE DE1964U0011080 patent/DE1299992C2/de not_active Expired
-
1965
- 1965-09-30 NL NL6512649A patent/NL149686B/xx not_active IP Right Cessation
- 1965-09-30 BE BE670371A patent/BE670371A/xx unknown
- 1965-09-30 AT AT888165A patent/AT259348B/de active
- 1965-09-30 SE SE1266765A patent/SE337522B/xx unknown
- 1965-10-01 GB GB4169865A patent/GB1121662A/en not_active Expired
Patent Citations (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| US2921855A (en) * | 1957-06-19 | 1960-01-19 | Corn Products Co | A highly nutritional margarine |
Also Published As
| Publication number | Publication date |
|---|---|
| AT259348B (de) | 1968-01-10 |
| DE1299992B (de) | 1969-07-24 |
| SE337522B (de) | 1971-08-09 |
| NL149686B (nl) | 1976-06-15 |
| GB1121662A (en) | 1968-07-31 |
| NL6512649A (de) | 1966-04-04 |
| BE670371A (de) | 1966-03-30 |
Similar Documents
| Publication | Publication Date | Title |
|---|---|---|
| DE69206512T2 (de) | Herstellungsverfahren von Hartfetten. | |
| DE69505235T2 (de) | Diglyceride enthaltende fettmischungen | |
| DE60112179T2 (de) | Hartes Strukturfett ohne Transgehalt für Margarinemischungen und Brotaufstriche | |
| DE3688208T2 (de) | Verwendung gemischter saeure-triglyceride als hemmstoff fuer das fettbleichen. | |
| DE1692534C3 (de) | Verfahren zur Herstellung eines Margarinefettes | |
| DE69419422T2 (de) | Gesunde fette für brotaufstrich | |
| DE2345789C3 (de) | Verfahren zur Herstellung kalorienarmer streichfähiger Wasser-in-Öl-Emulsionen | |
| DE2448233C3 (de) | Fettzusammensetzung | |
| DE2608991C2 (de) | Fettprodukt | |
| DE1910062B2 (de) | Pflanzliches Margarinefett | |
| DE19632088C2 (de) | Schnellkristallisierendes Fett mit niedrigem Trans-Fettsäuregehalt | |
| DE69103845T2 (de) | Verbesserung essbarer Fette. | |
| DE1692536B2 (de) | Margarinefett für Margarine mit kühlen Geschmackseigenschaften | |
| DE1299992C2 (de) | Verfahren zur Herstellung einer ueberwiegend oder ausschliesslich aus Sonnenblumenoel gewonnenen Margarine | |
| DE2921851C2 (de) | ||
| DE2848718C2 (de) | ||
| DE2832636A1 (de) | Fettkompositionen aus mittelkettigen triglyceriden und hochschmelzenden fetten und ihre verwendung | |
| DE2401944C2 (de) | Fettmischungen insbesondere zur Herstellung von Emulsionen wie Margarine | |
| DE2401945C2 (de) | Fettmischungen insbesondere zur Herstellung von Emulsionen, wie Margarine | |
| DE1692538B2 (de) | Margarineöl | |
| DE2441137C2 (de) | Fettzusammensetzung | |
| CH526922A (de) | Verfahren zur Herstellung von Margarine, die bei der Lagerung nicht körnig wird | |
| DE2323451C2 (de) | Margarineöl und dessen Verwendung zur Herstellung von Margarinen und Aufstrichmassen mit niedrigem Fettgehalt | |
| DE69812211T2 (de) | Blätterteigfette mit niedrigem Gehalt an gesättigten Fettsäuren | |
| DE1204508B (de) | Verfahren zur Herstellung einer nicht koernigen Margarine |
Legal Events
| Date | Code | Title | Description |
|---|---|---|---|
| C2 | Grant after previous publication (2nd publication) |