DE129651C - - Google Patents

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DE129651C
DE129651C DENDAT129651D DE129651DA DE129651C DE 129651 C DE129651 C DE 129651C DE NDAT129651 D DENDAT129651 D DE NDAT129651D DE 129651D A DE129651D A DE 129651DA DE 129651 C DE129651 C DE 129651C
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brake
switched
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motor
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Classifications

    • FMECHANICAL ENGINEERING; LIGHTING; HEATING; WEAPONS; BLASTING
    • F16ENGINEERING ELEMENTS AND UNITS; GENERAL MEASURES FOR PRODUCING AND MAINTAINING EFFECTIVE FUNCTIONING OF MACHINES OR INSTALLATIONS; THERMAL INSULATION IN GENERAL
    • F16DCOUPLINGS FOR TRANSMITTING ROTATION; CLUTCHES; BRAKES
    • F16D49/00Brakes with a braking member co-operating with the periphery of a drum, wheel-rim, or the like
    • F16D49/18Brakes with three or more brake-blocks

Landscapes

  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • General Engineering & Computer Science (AREA)
  • Mechanical Engineering (AREA)
  • Braking Arrangements (AREA)

Description

PATENTAMT
PATENTSCHRIFT
~ M 129651 -t \η ;_ KLASSE-47c. '^©-C
Patcntirt im Deutschen Reiche vom 5. September 1901 ab.
An eine Bremse, die im Stande ist, grofse Kriiftc bei gleichzeitig, grofsen Geschwindigkeiten aufzunehmen, müssen folgende Forderungen gestellt werden:
ι. GiofseReibfläche mit gleichmäfsigerDruckvertheilung.
2. Verhütung ungenauer Steuerung infolge von Todtgang und Federung des Gestänges.
. 3. Regelung des AnpressungsdruckeS.
4. Einschaltung von Vorspann für die Handhabung.
5. Seibstschlufs der Bremse bei Versagen des Vorspanps.
Zu i. Diese Forderung wird bei vorliegender Bauart durch mehrere gleichmäfsig über- den Umfang· der Bremsscheibe a vertheilte Bremsklötze b b erfüllt, deren gleichmäfsige Anpressung einfach dadurch erzielt wird, dafs jeder Klotz für sich durch eine besondere Feder c oder ein besonderes Gewicht angeprefst wird.
Zu 2. Da bei dieser Anordnung jede Feder c unmittelbar auf ihren Bremsklotz b drückt, so entsteht nur ein einziges Gelenk mit schädlichem Todtgang, nämlich das Gelenk d. Der Todtgang aller übrigen Gelenke des Gestänges ist unschädlich, da diese Gelenke nicht in dem Kraftschlufs zwischen Feder c und Bremsklotz b liegen.
Zu 3. Hierzu ist zu bemerken, dafs einfaches Abheben eines Bremsklotzes nicht als Regelung gelten kann, da in diesem Fall zwischen vollem Druck und völligem Abheben ein Sprung liegt. Bei der vorliegenden Anordnung wird eine vollkommene Regelung der Pressung zwischen diesen Grenzen erreicht durch Anbringung von Gegenfedern e e, die beim Anziehen der Bremse bezw. zur Erzielung vollen Druckes der Hauplfedern c c spannungslos gemacht, behufs allmählicher Verminderung des Bremsdruckes aber mehr und mehr gespannt werden und endlich zwecks völliger Lösung der Bremse so weit gespannt werden, dafs ihre Kraft diejenige der Hauptfedern überwindet. Lösen -der Bremse erfolgt ■ also durch Spannen der Gegenfedern, Schlieisen der Bremse durch Loslassen der Gegenfedern. Der Bremsdruck nimmt genau proportional mit der Bewegung des Bremsgestänges ab.
Zu 4. Die Einschaltung eines stufenweise wirkenden Vorspanns gestaltet sich einfach, wenn Dampf, Druckluft oder Druckwasser zur Verfugung stehen. Hingegen sind besondere Mafsnahmen erforderlich, wenn elektrischer Strom als Vorspannkraft verwendet werden soll. Bremsmagnete sind in vorliegendem Fall nicht anwendbar, da sie für grofse Kräfte unzulässig grofse Abmessungen erhalten müfsten. Dagegen eignen sich als Vorspann kleine Elektromotoren/ und g, die mittelst eingeschalteter Zahnstangen h und i oder sonstiger rückläufiger Getriebe^ auf das Bremsgestänge wirken. Behufs Lösung der Bremse werden die Motoren eingeschaltet, dieselben laufen an und bewegen die Zahnstangen aufwärts, und zwar so lange, bis die Zahnstangen an feste Anschläge stofsen. Die Motore bleiben dann so lange unter Strom stehen, wie die Bremse gelöst bleiben soll. Bei Ausschal-

Claims (2)

tung der Motoren fallen die Zahnstangen herunter und schliefsen unter Mitwirkung1 der Federn die Bremse. Die bekannte Anordnung von Bremsmotoren erlaubt aber noch Reine stufenweise Entlastung und Lösung der Bremse, wie es die Forderung 3 verlangt. Letzteres läfst sich erzielen durch Anordnung von zwei oder mehrerer] Bremsmotoren, die nach einander eingeschaltet werden. Behufs Entlastung der Bremse wird zuerst Bremsmotor/eingeschaltet; derselbe läuft an und hebt die Zahnstange h bis zum Anschlag k; der Motor/ bleibt dann unter Strom stehen und die Federn c und e aller Klötze werden bis zu einem gewissen Grade zusammen-; geprefst, vermindern daher den Druck der Bremsklötze auf die Bremsscheibe. Motor g und Zahnstange i wafen hierbei stromlos und leer mitgelaufen. Behufs völliger Lösung der Bremse wird auch Motor g eingeschaltet, derselbe hebt die Zahnstange ζ noch weiter, und zwar bis zum Anschlag /, worauf er ebenfalls unter Strom stehen bleibt; Motor/ und Zahnstange Λ waren hierbei in Ruhe geblieben, da letztere nicht starr, sondern durch Schleife mit dem Bremsgestänge verbunden ist. Soll die Bremse wieder belastet werden, so wird zunächst Motor g ausgeschaltet; die Zahnstange/ sinkt infolge dessen durch ihr Eigengewicht herab und giebt die zusammengeprefsten Federn c und e aller Klötze bis zu einem ge- I wissen Grade frei, so dafs die Bremsklötze, wieder etwas Pressung erhalten. Behufs völligen '. Schlusses der Bremse wird auch Motor/ausgeschaltet; die Zahnstange Λ sinkt nun ebenfalls und nimmt Zahnstange /· völlig mit nach unten, so dafs die Gegenfedern ee nun völlig span- . nungslos werden; die Hauptfedern c c lasten daher wieder mit vollem Druck auf den Bremsklötzen und halten die Bremse mit voller Kraft geschlossen. Die stufenweise Entlastung läfst sich weiter vervollkommnen durch Anwendung von drei oder mehreren Bremsmotoren, die in" der ge- ' schilderten Weise nach einander eingeschaltet und in umgekehrter Reihenfolge wieder ausgeschaltet werden. Zu 5. Versagt ein Bremsmotor, so sinkt die zugehörige Zahnstange herab und wirkt ini Verein mit den Federn c und e auf Schlufs der Bremse. Die Sicherheit der beschriebenen Anordnung ist also unabhängig von der elektrischen Wirkung. Abänderungen ergeben sich ohne Weiteres durch die beliebige Anordnung des Bremsgestünges, welches in irgend einer Weise zwischen, den Bremsmotoren fg und den Gegenfedern e e einzuschalten ist. Die Anordnung der Hebel- und Zahnradübersetzungen hat keinen Einflufs auf das Grundsätzliche der Bremse, wenn nur für Rückläufigkeit des Gestänges gesorgt wird. An Stelle der Klotzhebel können natürlich auch Theile von Bremsbändern treten, wenn für passende Anbringung der Hauptfedern c c und der Gegenfedern e e gesorgt wird. • Patent-Ansprüche:
1. Bremse für grofse Kräfte und Geschwindigkeiten, dadurch gekennzeichnet, dafs mehrere Bremsklötze angeordnet sind, von denen jeder für sich durch eine besondere Feder oder ein besonderes Gewicht angedrückt und durch Gegenfedern entlastet wird, welch letztere zur Lösung der Bremse vom Bremsgestänge zusammengedrückt werden. ■
2. AusfUhrungsform der Bremse nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, dafs zwei
, oder mehr Bremsmaschinen fg . . . nach einander eingeschaltet, mittels rückläufiger,· gegen Anschläge in verschiedener Höhe stofsender Getriebe die Entlastung und schliefslich völlige Lösung der Bremse .herbeiführen, wogegen die in umgekehrter Reihenfolge ausgeführte Ausschaltung der Bremsmaschinen bei Rücklauf der Getriebe die stufenweise Andrückung und schliefslich den völligen Schlufs der Bremse veranlafst.
Hierzu ι Blatt Zeichnungen.
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DE (1) DE129651C (de)

Cited By (2)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE1475307B1 (de) * 1964-03-25 1971-04-01 Demont Maurice Vorrichtung zum spielausgleich in den gelenken einer aussenbackenbremse
US4248445A (en) * 1979-06-18 1981-02-03 Vassar Hervey P Caster brake and swivel lock

Cited By (2)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE1475307B1 (de) * 1964-03-25 1971-04-01 Demont Maurice Vorrichtung zum spielausgleich in den gelenken einer aussenbackenbremse
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