DE1277233B - Verfahren zur Herstellung von Alkoholen oder Aminoalkoholen - Google Patents
Verfahren zur Herstellung von Alkoholen oder AminoalkoholenInfo
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- C07—ORGANIC CHEMISTRY
- C07C—ACYCLIC OR CARBOCYCLIC COMPOUNDS
- C07C29/00—Preparation of compounds having hydroxy or O-metal groups bound to a carbon atom not belonging to a six-membered aromatic ring
- C07C29/132—Preparation of compounds having hydroxy or O-metal groups bound to a carbon atom not belonging to a six-membered aromatic ring by reduction of an oxygen containing functional group
- C07C29/136—Preparation of compounds having hydroxy or O-metal groups bound to a carbon atom not belonging to a six-membered aromatic ring by reduction of an oxygen containing functional group of >C=O containing groups, e.g. —COOH
- C07C29/147—Preparation of compounds having hydroxy or O-metal groups bound to a carbon atom not belonging to a six-membered aromatic ring by reduction of an oxygen containing functional group of >C=O containing groups, e.g. —COOH of carboxylic acids or derivatives thereof
- C07C29/149—Preparation of compounds having hydroxy or O-metal groups bound to a carbon atom not belonging to a six-membered aromatic ring by reduction of an oxygen containing functional group of >C=O containing groups, e.g. —COOH of carboxylic acids or derivatives thereof with hydrogen or hydrogen-containing gases
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Description
DEUTSCHES
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Int. CL:
Deutsche Kl.:
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Anmeldetag:
Auslegetag:
C07c
BOIj
12 ο-5/03
12q-32/01
12 g -11(K
P 12 77 233.7-42 (C 31415)
14. November 1963
12. September 1968
Die Erfindung bezieht sich auf ein Verfahren, nach dem Lactone oder Lactame durch Umsetzung mit
Wasserstoff bei erhöhter Temperatur und bei Normaldruck zu den entsprechenden Alkoholen oder
Aminoalkoholen hydriert werden.
Die Herstellung von mehrwertigen Alkoholen durch Hydrierung von entsprechenden Sauerstoff-Ringverbindungen
oder auch von Estern von Carbonsäuren oder Dicarbonsäuren ist aus zahlreichen Druckschriften bekannt. Es sind hierfür bereits die
verschiedenartigsten Katalysatorsysteme vorgeschlagen worden. Ein Beispiel hierfür sind übliche Kupferchromitkatalysatoren.
Der vorliegenden Erfindung liegt die Feststellung zugrunde, daß mit einem ganz bestimmten Katalysator
auf Kupferchromitbasis verbesserte Ergebnisse bei der Hydrierreaktion erhalten werden können.
Gegenstand der Erfindung ist dementsprechend ein Verfahren zur Gewinnung von Alkoholen oder
Aminoalkoholen durch Hydrierung von Estern, Lactonen oder Lactamen mit Wasserstoff bei erhöhten
Temperaturen und Drücken in Gegenwart von Hydrierkatalysatoren, das dadurch gekennzeichnet ist,
daß ein Katalysator eingesetzt wird, der mit Barium versetztes Kupferchromit auf einem inaktiven Aluminiumoxydträger
enthält.
Die speziellen Katalysatoren der Erfindung sind sehr wirksam. So können z. B. mit Kupferchromit,
das mit Bariumoxyd stabilisiert ist, Umsätze von 80% oder mehr erzielt werden. Die Katalysatoren
sind nicht nur vorteilhaft für die Hydrierung der genannten cyclischen Verbindungen, sondern auch für
die Hydrierung von acyclischen Estern zur Herstellung der Alkohole, die der Säurekomponente des
Esters entsprechen. Die gleichzeitig gebildeten Aikohole entsprechen der Alkoholkomponente des Esters.
Die erfindungsgemäßen Katalysatoren wurden bisher niemals für diese Reaktion vorgeschlagen.
Der Acylanteil der zu hydrierenden Verbindungen kann von einer ein- oder mehrwertigen aliphatischen
gesättigten Säure mit 12 oder weniger Kohlenstoffatomen abgeleitet sein. In den acyclischen Estern
kann die Alkoholkomponente von einem ein- oder mehrwertigen aliphatischen Alkohol abgeleitet sein,
der die gleiche oder eine andere Zahl von Kohlen-Stoffatomen enthält als der Acylanteil des Moleküls,
z. B. 1,6-Hexandiol, n-Hexanol, Cyclohexanol,
1,4-Butandiol, n-Octanol od. dgl. Geeignet sind Lactone
oder Lactame mit bis zu 8 Kohlenstoffatomen, vorzugsweise mit wenigstens 4 Kohlenstoffatomen,
ζ. B. Butyrolacton, y-Valerolacton, ε-Caprolacton
und ε-Caprolactam. Der Lactonring kann gegebenen-Verfahren
zur Herstellung von Alkoholen oder
Aminoalkoholen
Aminoalkoholen
Anmelder:
Celanese Corporation of America,
New York, N. Y. (V. St. A.)
Vertreter:
Dr.-Ing. A. v. Kreisler, Dr.-Ing. K. Schönwald
und Dr.-Ing. Th. Meyer, Patentanwälte,
5000 Köln 1, Deichmannhaus
und Dr.-Ing. Th. Meyer, Patentanwälte,
5000 Köln 1, Deichmannhaus
Als Erfinder benannt:
Coy Huborn Hood,
Hopkins Wade Tatum,
Clarkwood, Tex. (V. St. A.)
Coy Huborn Hood,
Hopkins Wade Tatum,
Clarkwood, Tex. (V. St. A.)
Beanspruchte Priorität:
V. St. v. Amerika vom 16. November 1962
(238 277)
V. St. v. Amerika vom 16. November 1962
(238 277)
falls Substituenten enthalten, die keinen Wasserstoff aufnehmen. Die Erfindung umfaßt die Hydrierung
von Estern mit Hydroxylgruppen am Acylanteil des Moleküls, z. B. 1,6-Hexandiol, Mono- oder di-(oxycaproat),
und Aminoester, z. B. Hexyl-(6-amino)-caproat.
Das Verfahren wird durchgeführt, indem die zu hydrierenden Verbindungen und Wasserstoff in einen
Reaktor eingeführt werden, der bei erhöhter Temperatur, z. B. 200 bis 350° C, vorzugsweise 250 bis
290° C, und bei Überdruck, z. B. 70 bis 840 atü, vorzugsweise 260 bis 350 atü, gehalten wird. Die
Katalysatoren auf Basis von Kupferchromit werden auf inaktivem Aluminiumoxyd als Träger aufgebracht,
wobei als Aluminiumoxyd vorzugsweise ein zwischen etwa 1000° C und dem Schmelzpunkt des
Aluminiumoxyds calciniertes Aluminiumoxydhydrat verwendet wird. Die Hydrierung kann mit oder ohne
Lösungsmittel kann mit der zu hydrierenden Verbinsungsmittel sind Dioxan, Butanol und Äthanol. Das
Lösungsmittel kann mit der zu hydrierenden Verbindung gemischt werden, z. B. bei 100 bis 150° C, worauf
das Gemisch in einem geschlossenen Gefäß beispielsweise auf 190° C erhitzt und dann in den
Hydrierreaktor eingeführt wird. Das Verhältnis von Lösungsmittel zu Ester kann beispielsweise 1:4 bis
809 600/577
2:1 betragen und liegt vorzugsweise bei etwa 1:1.
Bei diesen Vorwärmtemperaturen wird ohne Rücksicht darauf, ob ein Lösungsmittel verwendet wird
oder nicht, die Reaktionsmasse durch die Reaktionswärme gewöhnlich auf eine Temperatur bis zu etwa
245 bis 250° C gebracht, während der für die Hydrierung erforderliche Druck durch den zugeführten
Wasserstoff erzeugt wird.
Die Hydrierreaktion kann in einem fest angeordneten, überfluteten Katalysatorbett, einem suspendierten
Katalysatorbett oder einem Rieselbett durchgeführt werden. Bei einem fest angeordneten, überfluteten
Katalysatorbett liegen die Katalysatorteilchen in granulierter Form oder anderer, verhältnismäßig
großer Form vor, während die zu hydrierende Verbindung und ein etwa verwendetes Lösungsmittel eine
kontinuierliche Flüssigphase bilden, die den Katalysator vollständig überflutet. Bei einem fest angeordneten
Rieselbett sind die Katalysatorteilchen im allgemeinen granuliert und verhältnismäßig fest angeordnet,
während die zu hydrierende Verbindung und ein etwa verwendetes Lösungsmittel von oben dem
Bett zugeführt werden und eine verhältnismäßig disperse Phase bilden. Ein suspendiertes Katalysatorbett
besteht aus pulverförmigem Katalysator einer Teilchengröße von beispielsweise etwa 60 μ oder
weniger, der in der Flüssigphase suspendiert ist. Die Zuführung der Flüssigkeit erfolgt gewöhnlich beim
Suspensionsbett von unten, beim Rieselbett von oben und beim überfluteten Katalysatorbett von oben oder
unten, wobei das letztere bevorzugt wird. In jedem Fall wird die Gasphase von unten in das Katalysatorbett
eingeführt.
Bei Verwendung von Hydrierkatalysatoren auf Kupferbasis kann eine Lebensdauer des Katalysators
ereicht werden, die mehr als 100 kg, z. B. 200 kg Hydrierprodukt pro kh Katalysator entspricht.
In dem folgenden Beispiel beziehen sich die Mengenangaben auf das Gewicht, falls nicht anders angegeben.
Ein Gemisch von Estern, das bei der Veresterung von Säuren aus der partiellen Oxydation von Cyclohexan
mit 1,6-Hexandiol erhalten worden war, wird bei 300° C und etwa 280 atü über einen Kupfer-Barium-Chromit-Katalysator
auf Vs" oder 1A" Aluminiumoxyd
geleitet. Der Katalysator liegt dabei in einem. Rieselbettreaktor vor, in den das Estergemisch
mit einer Geschwindigkeit von 6,0 lbs/Std/ft3 geleitet wird. Der Katalysator ist dabei in an sich bekannter
Weise hergestellt worden^ wobei der Träger mit einer 30gewichtsprozentigen wäßrigen Lösung der Nitrate
oder Acetate der Metalle in den erforderlichen Ver-
ao hältnissen imprägniert und dann die Metalle in der Form ihrer Hydroxyde durch Eintauchen des imprägnierten
Trägers in wäßrige Natriumhydroxydlösung ausgefällt werden. Nachdem der Träger praktisch
von Natriumsalzen und seinem Alkaligehalt freigewaschen ist, wird er getrocknet. Die Hydroxyde
werden dann zu den Oxyden calciniert, indem der behandelte Katalysator für 4 bis 6 Stunden bei
5000C gehalten wird. Wenn eine höhere Beladung
des Trägers mit den Metallen gewünscht wird, kann diese Imprägnierbehandlung wiederholt. werden.
Maximale Mengen von 5 Gewichtsprozent sind jedoch bevorzugt, da höhere Mengen zur Erosion des eingesetzten
Metalls führen. Der Katalysator wird dann zum Einsatz langsam mit Wasserstoff im Reaktor
erhitzt. -
| Versuch | CuO | Ka | alysator-Gemisch Cr2O3 I |
BaO | Aluminiumoxydträger | umgewandel ter Ester |
Endprodukt leichter Anteil |
Wasser |
| Gewichtsprozent | ||||||||
| 1 | 1,5 | 0,8 | inaktiv | 98 | Gewichtsprozent | 1,7 | ||
| 2 | 1,5 | 0,8 | inaktiv | 97 | 17 | 2,0 | ||
| 3 | 5 | 2 | aktiv | 90 | 15 | 4,0 | ||
| 4 | 2 | 2 | aktiv | 44 | 48 | 2,8 | ||
| 5 | 9 | 1 | keines - | 90 | 46 | 3,0 | ||
| 2,0 | 41 | |||||||
| 2,0 | ||||||||
| 5 | ||||||||
| ■ 5 | ||||||||
| 9 | ||||||||
In einem weiteren Reihenversuch wird ein entsprechender Katalysator auf inertem Aluminiumoxyd
eingesetzt. Bei gleichem Ausgangsmaterial werden 86 % Umwandlung mit nur 2,2 % leichteri Anteilen
und einem zu vernachlässigenden Wasserbetrag erhalten, während die Verwendung von aktivem Aluminiumoxyd
nur zu einer Umwandlung von 18% mit nicht weniger als 39 % leichten Anteilen führt.
Claims (2)
1. Verfahren zur Herstellung von Alkoholen oder Aminoalkoholen durch Hydrierung von
Estern, Lactonen oder Lactamen mit Wasserstoff bei erhöhten Temperaturen und Drücken in
Gegenwart von Hydrierkatalysatoren, dadurch
gekennzeichnet, daß ein Katalysator verwendet wird, der mit Barium versetztes Kupferchromit
auf einem inaktiven Aluminiumoxydträger enthält.
2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß als Ester Acylester von Alkoholen
oder Aminoalkoholen verwendet werden.
In Betracht gezogene Druckschriften:
Deutsche Auslegeschriften Nr. 1034165,
1023 750, 1008273;
Deutsche Auslegeschriften Nr. 1034165,
1023 750, 1008273;
USA.-Patentschriften Nr. 2 686 817, 2 750 429;
Angewandte Chemie, 67 (1955), S. 321;
Kunststoff Rundschau, 1958, S. 340, 341.
Angewandte Chemie, 67 (1955), S. 321;
Kunststoff Rundschau, 1958, S. 340, 341.
S09 600/577 9.68 © Bundesdruckerei Berlin
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| US23827762A | 1962-11-16 | 1962-11-16 |
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