DE1272115B - Einrichtung zur Verschlusssteuerung fotografischer Kameras - Google Patents

Einrichtung zur Verschlusssteuerung fotografischer Kameras

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Publication number
DE1272115B
DE1272115B DEP1272A DE1272115A DE1272115B DE 1272115 B DE1272115 B DE 1272115B DE P1272 A DEP1272 A DE P1272A DE 1272115 A DE1272115 A DE 1272115A DE 1272115 B DE1272115 B DE 1272115B
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
anchor
magnet
armature
pole faces
beveled
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Pending
Application number
DEP1272A
Other languages
English (en)
Inventor
Heinz Ehrentraut
Erich Hilbig
Dipl-Ing Dr Hubertus Reimann
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
Elbe Kamera GmbH
Original Assignee
Elbe Kamera GmbH
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by Elbe Kamera GmbH filed Critical Elbe Kamera GmbH
Priority to DEP1272A priority Critical patent/DE1272115B/de
Publication of DE1272115B publication Critical patent/DE1272115B/de
Pending legal-status Critical Current

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Classifications

    • GPHYSICS
    • G03PHOTOGRAPHY; CINEMATOGRAPHY; ANALOGOUS TECHNIQUES USING WAVES OTHER THAN OPTICAL WAVES; ELECTROGRAPHY; HOLOGRAPHY
    • G03BAPPARATUS OR ARRANGEMENTS FOR TAKING PHOTOGRAPHS OR FOR PROJECTING OR VIEWING THEM; APPARATUS OR ARRANGEMENTS EMPLOYING ANALOGOUS TECHNIQUES USING WAVES OTHER THAN OPTICAL WAVES; ACCESSORIES THEREFOR
    • G03B9/00Exposure-making shutters; Diaphragms
    • G03B9/64Mechanism for delaying opening of shutter

Landscapes

  • Physics & Mathematics (AREA)
  • General Physics & Mathematics (AREA)
  • Electromagnets (AREA)

Description

  • Einrichtung zur Verschlußsteuerung fotografischer. Kameras Die Erfindung betrifft eine Einrichtung zur Verschlußsteuerung fotografischer Kameras mit einem Haltemagnetsystem.
  • Es ist bekannt, in fotografischen Kameras mit elektronischer $elichtungszeitsteuerung einen Haltemagneten einzusetzen, welcher für die Dauer der Belichtungszeit das nachlaufende Verschlußglied sperrt und erst nach Ablauf dieser Verzögerungszeitspanne dasselbe freigibt und somit die Belichtung be-,endet. Um mit derartigen Haltemagnetsystemen auch extrem kurze Belichtungszeiten erreichen zu können, hat man die Polflächen des Magneten oder die Auflageflächen des Ankers mit , einer dünnen Schicht nichtmagnetischen Materials versehen. Diese Maßnahme dient der Scherung der Magnetisierungskurve des Magnetsystems im Sinn des Wirksamwerdens einer geringen Remanenz und damit der Erreichung einer möglichst geringen Abfallzeit des Magnetankers. Dem gleichen Zweck dient eine andere bekannte Ausführung, bei welcher der abgerundete Teil eines Ankers einen nichtmagnetischen Überzug aufweist und mit diesem an den ebenen Polflächen des Magneten anliegt. .
  • Diese bekannten Magnetsysteme weisen verschiedene Nachteile auf. In dem ersten Fall berühren sich Polschuhe und Anker relativ großflächig, so daß geringste Abfallzeiten trotz vorhandener nichtmagnetischer Zwischenschicht ohne hohe Abzugskräfte nicht erreicht werden, da das Festsaugen. des Ankers an den Polflächen ein verzögerungsfreies Abfallen verhindert. Im Fall der Abrundung des . Ankers tritt zwischen Anker und Polflächen eine linienhafte Auflage ein. Die dabei entlang der Berührungslinie auftretende Druckspannung ist bei notwendigen hohen Anlagekräften so groß, daß es durch überschreitungen der zulässigen Druckspannung des verwendeten verhältnismäßig weichen Magnetmaterials zu allmählichen Verformungen desselben kommt. Bei extrem kurzen Belichtungszeiten verursachen aber bereits geringfügige Veränderungen der Anlageverhältnisse nicht mehr vertretbare Streuungen der Abfall- und damit auch der Belichtungszeit.
  • Beiden Magnetsystemen ist der weitere Nachteil gemeinsam, daß die Schichtstärken der aufgebrachten nichtmagnetischen Überzüge nicht im erforderlichen Maß von System zu System konstant gehalten werden können. Das hat zur Folge, daß sich bei allen Kameras individuelle Justagen hinsichtlich der erstrebten Abfallzeit notwendig machen.
  • Des weiteren ist es bekannt, zwischen Anker und Pol einen oder mehrere Luftspalte anzubringen, indem man die Polflächen mit eng aneinanderliegenden Vertiefungen versieht oder in die Polflächen überstehende Stifte aus elastischem Material einläßt.
  • Es wurden auch Systeme bekannt, bei denen sich der lamellierte Magnet aus verschieden langen Magnetflächen zusammensetzt, die in unterschiedlicher Form zusammengefügt sind.
  • Die letztgenannten Prinzipien der Magnetsysteme lassen sich bei zur Verwendurng in fotografischen Kameras vorgesehenen Magneten auf Grund der geringen Ausmaße der Kameras nicht verwirklichen; und außerdem sind sie in ihrer Herstellung zu teuer.
  • Aufgabe der Erfindung ist es, ein Haltemagnet-System zu schaffen, welches einfach in seiner Herstellung ist und bei gegenüber der Abzugskraft großer Haltekraft geringste Abfallzeiten gewährleistet, die unabhängig von der Zahl der durchgeführten Schaltungen und bei .einer Vielzahl von herzustellenden Magnetsystemen konstant sind. Außerdem sollen die Abfallzeiten in weiten Grenzen unabhängig von der . Stärke des jeweils zur Verfügung stehenden Haltestromes sein.
  • Erfindungsgemäß wird diese Aufgabe bei einem Haltemagnetsystem der erwähnten Art dadurch gelöst, daß die Polflächen eines U-förmigen Magneten bis auf einen Steg, in welchem bei anliegendem Anker die zulässige Druckspannung des verwendeten Magnetmaterials herrscht, gegen die anliegende Ankerfläche in Richtung deren Längsachse abgeschrägt und die Neigungswinkel der abgeschrägten Polflächen gegen die anliegende Ankerfläche unterschiedlich groß sind. Diese Polflächengestaltung, die durch einen einfachen Schleifvorgang erreicht wird, gewährleistet zum einen das verzögerungsfreie Abfallen des Ankers mit einem geringen Streubereich bei Unterbrechung der Magnetspeisung und zum anderen eine große:-Haltekraft. Ferner wird- der Streubereich der Abfallzeiten gering gehalten, weil dadurch die Abfallreihenfolge des Ankers vorgegeben ist. Dem gleichen Zweck ordnet sich die Maßnahme unter, daß die an- dem Anker angreifende Abzugskraft außerhalb der Ankermitte angreift. Um Streuungen` der Abfallzeit, die sich durch Verklemmungen in der Ankerlagerung ergeben können, zu vermeiden; ist der Anker kardanisch aufgehängt. Zur Erreichung konstanter überdeckungsflächen trotz der Beweglichkeit des Ankers ist eine der gegenüberliegenden Flächen von Anker und Magnet größer als die andere. -Die Erfindung wird an Hand von Ausführungsbeispielen nachstehend erläutert. Es zeigt F ig. 1 eine Prinzipdarstellung des durch Haltemagnetsystem gesperrten Verschlußgliedes, F i g. 2 einen Haltemagneten mit abgeschrägten Polflächen, F i g. 3 einen Haltemagneten mit in unterschiedlichen Neigungswinkeln abgeschrägten Polflächen, F i g. 4 einen Haltemagneten mit abgeschrägten Anker- und Polflächen.
  • Gemäß F i g. 1 ist ein mit dem nachlaufenden Verschlußglied in Verbindung und unter Federwirkung stehendes Rad 1 mit einem Stift 2 versehen, der mit einem Sperrhebel 3 in Verbindung zu bringen ist. Letzterer ist -auf einer Welle 4 gelagert und entgegen der Wirkung einer Feder 5 verschwenkbar. Auf dem Sperrhebel 3 ist ein Anker 6 kardanisch aufgehängt. Diesem gegenüber ist ein Elektromagnet 7 angeordnet, dessen Polflächen 8 bis auf einen Steg 9 gegen die wirksame Ankerfläche abgeschrägt sind, so daß zwischen jeder Polfläche und dem Anker ein keilförmiger Luftspalt 10 vorhanden ist. Die Abschrägungen der Polflächen werden durch einen einfachen Schleifvorgang hergestellt.
  • In F i g. 2 ist der Haltemagnet mit seinen unter einem Winkel a abgeschrägten Polflächen gesondert dargestellt.
  • F i g. 3 zeigt einen Haltemagneten, bei welchem die Polflächen unterschiedliche Winkel ß und y mit der wirksamen Ankerfläche einschließen und somit verschieden große Keilluftspalte bilden. Der Anker 6 ist außerhalb der Ankermitte auf dem Sperrhebel 3 gelagert.
  • Gemäß F i g. 4 sind die Polflächen mit einer durchgehenden Abschrägung versehen und der Anker ebenfalls abgeschrägt, so daß beide Flächen wiederum im Bereich eines Steges 11 aneinanderliegen. Der Elektromagnet wird über einen die Belichtung bestimmenden elektronischen Zeitschalter 12 gespeist.
  • Die Wirkungsweise ist folgende: Beim Spannen des Verschlusses wird das mit dem nachlaufenden Verschlußglied in Verbindung stehende Rad 1 entgegen einer Federkraft und der angegebenen Pfeilrichtung bewegt, bis die mit diesem verbundene Sperrnase 2 in die gemäß F i g. 2 gestrichelt dargestellte Lage kommt und in dieser gesondert fixiert wird. Gleichzeitig wird mittels des Verschlußaufzugsgetriebes der Sperrhebel 3 entgegen der Wirkung der Feder 5 um die Welle 4 verschwenkt, bis der Sperrhebel mit seinem einen Ende in den Bewegungs- E bereich der Sperrnase 2 und mit dem an dem Sperrhebel kardanisch gelagerten Anker 6 zur Anlage an dem Elektromagneten 7 kommt. In dieser Lage wird der- Sperrhebel 3 in nicht dargestellter - Weise zunächst mechanisch arretiert.. Bei Auslöserbetätigung wird diese mechanische Sperre gelöst, nachdem der Elektromagnet 7 gespeist ist. Nunmehr wird der > Sperrhebel 3 entgegen der Wirkung der Feder 5 magnetisch in der Sperrlage gehalten,. und die Sperrnase 2 kann in Pfeilrichtung an den Sperrhebel 3 anlaufen. Dabei liegt der Anker 6 lediglich auf den Stegen- 9 .des Elektromagneten 7 auf, während sich 3 zwischen der übrigen wirksamen Ankerfläche und den abgeschliffenen Polflächen 8 keilförmige Luftspalte 10 befinden. Da sich die magnetischen Kraftlinien im Bereich der Stege 9 konzentrieren, wird bei vorgegebenem Haltestrom die Haltekraft so groß, daß der Anker auch bei Erschütterungen der Kamera mit Sicherheit in der Sperrlage verbleibt. Diesem Zweck dient auch die Maßnahme, daß die wirksame Ankerfläche etwas kleiner als die gegenüberliegende Magnetfläche gehalten ist. Auf diese Weise werden für den kardanisch aufgehängten Anker 6 bei jeder möglichen Stellung desselben gleiche Anlage-und damit gleiche Zugverhältnisse geschaffen. Zu Deformationen der Stege 9 kommt es auch nach einer Vielzahl von Schaltungen nicht, da dieselben gerade so groß gewählt sind, daß in ihnen bei anliegendem Anker die zulässige Druckspannung herrscht. Die wirksamen Luftspalte bleiben somit konstant: Durch die keilförmigen Luftspalte 10 wird die Magnetisierungskurve derart geschert, daß bei erhöhter Haltekraft die Remanenzkraft des Systems stark herabgesetzt wird. Deshalb kann die Feder 5 den Anker 6 verzögerungsfrei abziehen, sobald über den -elektronischen Zeitschalter 12 der Haltestrom des Elektromagneten 7 unterbrochen wird. Ebenso schlagartig wird das Rad 1 des nachlaufenden Verschlußgliedes infolge des ausgelenkten Sperrhebels 3 freigegeben, so daß das nachlaufende Verschlußglied ablaufen kann und die Belichtung beendet wird.
  • Zur weiteren Verringerung der Abfallzeitstreuungen ist es zweckmäßig, die Abfallreihenfolge der Ankerenden vorzugeben. Aus diesem Grund sind die 'Polflächen gemäß F i g. 3 in unterschiedlichem Maß abgeschliffen, so daß dieselben mit dem Anker die Winkel ß und y einschließen. Dadurch ergibt sich an beiden Magnetschenkeln eine unterschiedliche Verringerung der Remanenzkraft, so daß immer das gleiche Ankerende zuerst abreißt. Dieser Effekt ist noch dadurch zu unterstützen, daß man den Anker 6 außerhalb dessen Symmetrieachse lagert. Die Zugfeder 5 greift also außer Ankermitte an, wie es in F i g. 3 dargestellt ist. Eine Modifikation der Form von Anker- und Polflächen, um keilförmige Luftspalte zu erhalten, ist in F i g. 4 dargestellt.
  • Die Wirkungsweise dieses Magnetsystems ist die gleiche wie die der bereits beschriebenen.

Claims (4)

  1. Patentansprüche: 1. Einrichtung zur Verschlußsteuerung fotografischer Kameras mit einem Haltemagnetsystem, welches nach Ablauf einer für die Belichtung notwendigen Verzögerungszeitspanne ein gespanntes Verschlußglied freigibt und bei welchem sich zur Verringerung der Abfallzeit zwischen dem entgegen einer Federkraft angezogenen Anker und den Polflächen des Magneten ein Luftspalt befindet, dadurch gekennzeichn e t, daß die Polflächen eines U-förmigen Magneten bis auf einen Steg, in welchem bei anliegendem Anker die zulässige Druckspannung des verwendeten Magnetmaterials herrscht, gegen die anliegende Ankerfläche in Richtung deren Längsachse abgeschrägt sind und die Neigungswinkel der abgeschrägten Polflächen gegen die anliegende Ankerfläche unterschiedlich groß sind.
  2. 2. Einrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die an dem Anker angreifende Abzugskraft außerhalb der Ankermitte angreift.
  3. 3. Einrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß eine der gegenüberliegenden Flächen von Anker und Magnet größer als die andere ist.
  4. 4. Einrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der Anker kardanisch aufgehängt ist. In Betracht gezogene Druckschriften: Deutsche Patentschrift Nr. 385 285.
DEP1272A 1966-02-18 1966-02-18 Einrichtung zur Verschlusssteuerung fotografischer Kameras Pending DE1272115B (de)

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Cited By (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE2421331A1 (de) * 1973-05-02 1974-11-14 Seiko Koki Kk Elektronischer kameraverschluss mit einer belichtungssteuereinrichtung

Citations (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE385285C (de) * 1920-05-22 1923-11-22 Aeg Haltemagnet

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