DE124462C - - Google Patents

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DE124462C
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DE
Germany
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sector
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    • GPHYSICS
    • G07CHECKING-DEVICES
    • G07BTICKET-ISSUING APPARATUS; FARE-REGISTERING APPARATUS; FRANKING APPARATUS
    • G07B13/00Taximeters
    • G07B13/005Taximeters operating mechanically

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  • Physics & Mathematics (AREA)
  • General Physics & Mathematics (AREA)
  • Devices For Checking Fares Or Tickets At Control Points (AREA)

Description

KAISERLICHES
PATENTAMT.
JVl 124462 KLASSE 43«.
Fahrpreisanzeiger.
Die bisher bekannten Fahrpreisanzeiger sind mit einer Fahne versehen, welche durch ihre Stellung anzeigt, ob der Fahrpreisanzeiger sich in oder außer Dienst befindet. Diese in der Regel mit der Aufschrift »freia versehene Fahne ist um einen Zapfen drehbar und giebt in ihrer oberen Stellung an, daß der Apparat sich außer Dienst befindet und der Wagen frei ist, während sie in ihrer unteren Stellung anzeigt, daß der Apparat in Dienst, d. h. der Wagen besetzt ist. Diese Fahne mußte bisher von dem Kutscher, unabhängig von der Taxschaltung, in die eine oder die andere Stellung gebracht werden, was zu Irrthümern und absichtlich oder unabsichtlich falscher Handhabung des Apparates Veranlassunggebenkann.
Bei dem vorliegenden Fahrpreisanzeiger wird dieser Uebelstand dadurch vermieden, daß die Fahne in der Weise zwangläufig mit der Vorrichtung zum Ein- und Ausschalten der verschiedenen Taxen verbunden wird, daß die Fahne selbstthätig gesenkt wird, wenn der Kutscher den Fahrpreisanzeiger in Dienst stellt, während sie selbstthätig wieder gehoben wird, sobald der Fahrpreisanzeiger außer Dienst gestellt wird. Zu diesem Zwecke ist auf der Welle der Anzeigefahne ein Zahnradsector befestigt, mit welchem ein lose drehbares Zahnrad beständig in Eingriff steht. Dieses kann mittelst einer Hubscheibe mit einem bei jeder Umdrehung der Schaltkurbel in Umdrehung versetzten Zahnrade derart in Eingriff gebracht werden, daß bei der Drehung der Schaltkurbel der Zahnradsector und mit diesem die Anzeigefahne in ihre untere Stellung gedreht werden, in welcher der Sector durch eine Sperrklinke festgehalten wird. Die Hubscheibe wird so eingestellt, daß die Abwärtsbewegung der Anzeigefahne stattfindet, wenn der Fahrpreisanzeiger in Dienst gestellt wird. Wenn der Fahrpreisanzeiger außer Dienst gestellt wird, wird die Sperrklinke, welche die Fahne in ihrer unteren Stellung festhält, ausgelöst, so daß die Fahne durch eine Feder wieder in ihre obere Stellung zurückgebracht wird. Auch in dieser Stellung wird die Fahne durch eine Sperrklinke festgehalten, welche erst dann ausgelöst wird, wenn der Zahnradsector der Fahne mit der Antriebsvorrichtung gekuppelt wird. Der Kutscher kann also ohne Hülfe der die Taxschaltung bewirkenden Schaltkurbel die Fahne weder aus ihrer oberen Stellung in die untere, noch umgekehrt aus ihrer unteren in die obere Stellung bringen.
Ferner ist eine besondere Sperrklinke vorgesehen, welche verhindert, daß der Apparat außer Dienst gestellt wird, während die Fahne sich in ihrer unteren Stellung befindet, indem diese Sperrklinke nur dann ausgelöst ist, wenn die Fahne sich in ihrer oberen Stellung befindet.
Ein derartiger Fahrpreisanzeiger ist auf den Zeichnungen in Fig. ι in Vorderansicht mit gesenkter Fahne dargestellt, in Fig. 2 dagegen in gleicher Ansicht mit gehobener Fahne. Fig. 3 zeigt den Apparat in Oberansicht. Fig 4 zeigt in größerem Maßstabe einen Schnitt nach Linie x-x von Fig. 1 von links gesehen. Fig. 5 ist eine Oberansicht von Fig. 4. Fig. 6 ist ein Schnitt nach Linie \-\ von Fig. 5, von links gesehen. Fig. 7 zeigt die hintere, die Fahne tragende Platte des Gehäuses abgenommen und
ia. Auflage, ausgegeben am η. April
von unten gesehen. Fig. 7 a und 7 b zeigen die beiden den Fahnensector in seinen Endstellungen festhaltenden Sperrklinken für sich. Fig. 8 zeigt, in welcher Reihenfolge die verschiedenen Anzeigen auf der Anzeigetrommel angebracht sind.
Die Schaltung des Fahrpreisanzeigers erfolgt durch eine Handkurbel 1 (Fig 4), auf deren Welle 2 ein Arm 5 angebracht ist, der bei jeder Umdrehung der Kurbel in einen Einschnitt eines Maltheserkreuzes 6 eingreift und dasselbe um eine Theilung weiterdreht. Eine auf der Welle 2 befestigte Scheibe 3 legt sich nach jeder Weiterschaltung des Maltheserkreuzes in die runden Ausschnitte desselben und verhindert so in bekannter Weise eine Drehung des Kreuzes.
Das Malteserkreuz 6 ist durch einen Stift 7 mit der Anzeigetrommel 8 gekuppelt, welche bei dem dargestellten Beispiel in fünf Abtheilungen getheilt ist, die mit den Bezeichnungen »Taxel«, »Taxe II«, »Taxe III«, »Kasse« und »außer Dienst« versehen sind (Fig. 8).
Die Anzeigefahne 23 ist vermittelst der Stange 22 auf der in der Hinterwand 42 des Apparates drehbaren Welle 21 befestigt, die auf der Innenseite der Wand den Sector 20 (Fig. 7) trägt. Dieser Sector ist mit einer Verzahnung 19 versehen, in welche ein Kegelrad 18 eingreift, welches auf dem am Gehäuse 44 befestigten Zapfen 43 frei drehbar ist. Mit diesem Kegelrad kann mittelst einer Zahnkuppelung 16, 17 (Fig. 5 und 6) ein Zahnrad 9 gekuppelt werden, welches beständig mit dem auf der Welle 2 der Handkurbel 1 befestigten Zahnrad 4 in Eingriff steht. Diese Kuppelung erfolgt, wenn das Zahnrad 9 nach außen geschoben wird. Die Nabe 10 dieses Zahnrades ist mit einer Nuth versehen, in welche eine Feder 41 (Fig. 4 und 5) eingreift, die bestrebt ist, das Zahnrad 9 außer Kuppelung mit dem Kegelrad 18 zu halten.
Die Verschiebung des Zahnrades 9 behufs Kuppelung mit dem Kegelrade 18 wird durch einen um den Bolzen 13** drehbaren Hebel 12 bewirkt, der an seinem oberen Ende mit einer nach unten keilförmig abgeschrägten, den Drehzapfen des Rades 9 umfassenden Gabel 11 versehen ist, die sich, wie aus Fig. 6 zu ersehen, in der Weise gegen die Nabe 10 des Rades 9 legt, daß das Rad gegen das Kegelrad 18 hin geschoben wird, wenn die Gabel 11 des Hebels 12 niedergepreßt wird. Dieses geschieht, wenn das untere Ende des Hebels 12 durch die mit dem Maltheserkreuz 6 fest verbundene Hubscheibe 13 (Fig. 4) angehoben wird.
An dem Sector 20 der Anzeigefahne 23 greift eine Feder 24 (Fig. 7) an, welche bestrebt ist, den Sector gegen den Anschlag 25 zu ziehen und dadurch die Fahne in ihrer in Fig. 2 dargestellten oberen Stellung zu erhalten. Wenn das Maltheserkreuz 6 mittelst der Kurbel ι so gedreht wird, daß der Bogenausschnitt I sich gegen die Scheibe 3 legt, wird der Hebel 12 durch die Hubscheibe 13 so gedreht, daß das Zahnrad 9 mit dem Kegelrade 18 gekuppelt wird. Dies geschieht bei Beginn der Schaltbewegung des Maltheserkreuzes, so daß der Sector 20 bei der Drehung des Maltheserkreuzes 6 durch das Kegelrad 18 im Sinne des in Fig. 7 eingezeichneten Pfeiles gedreht und die Anzeigefahne 23 in die in Fig. ι dargestellte untere Stellung gebracht wird, welche anzeigt, daß der Apparat in Dienst gestellt ist. Gleichzeitig mit der Kuppelung der Räder 9 und 18 wird durch den Hebel 12 die Sperrklinke 26 (Fig. 7 und 7 a) ausgelöst, welche sich in der Ruhestellung des Sectors 20 gegen die Kante 29 desselben legt, indem der an dem Hebel 12 angebrachte Stift 15 (Fig. 4) gegen den nach innen gerichteten Arm der Sperklinke 26 trifft. Um den Sector 20 nach seiner Verdrehung in der der gesenkten Fahne entsprechenden Stellung festzustellen, ist die Sperrklinke 27 (Fig. 7 und 7a) vorgesehen, welche bei der dargestellten Anordnung mit der Klinke 26 auf demselben Bolzen 28 drehbar gelagert ist. Diese Sperrklinke 27 greift in eine Verzahnung 30 des Sectors 20 ein, deren Zähne so gerichtet sind, daß sie bei der Drehung des Sectors im Sinne des in Fig. 7 eingezeichneten Pfeiles unter der Sperrklinke 27 hinweggleiten. Diese Sperrklinke verhindert aber eine Rückwärtsdrehung des Sectors und stellt denselben fest, sobald bei Beendigung der betreffenden Schaltung des Maltheserkreuzes das innere Ende des Hebels 12 sich wieder senkt und infolge dessen die Verbindung zwischen dem Keg'elrad 18 und dem treibenden Zahnrad 9 unterbrochen wird. Die Anzeigefahne 23 kann also erst dann in ihre obere Stellung (Fig.-2) zurückkehren, wenn die Sperrklinke 27 ausgelöst wird. Dies wird durch einen um den Bolzen 33 drehbaren Arm 32 (Fig. 4) bewirkt, der von einer mit dem Maltheserkreuz 6 fest verbundenen Hubscheibe 34 beeinflußt wird und mit einem nach der Seite vorspringenden Stift 3*1 versehen ist. Dieser Stift trifft beim Anheben des Armes 32 gegen den nach innen vorspringenden Arm der Sperrklinke 27 und ertheilt derselben eine solche Drehbewegung, daß der Sector 20 freigegeben und durch die Feder 24 in die in Fig. 7 dargestellte Anfangsstellung zurückgezogen wird. Dieses Auslösen der Sperrklinke 27 findet statt, wenn der Apparat von der »Taxe III« auf »Kasse« geschaltet wird, d. h. wenn das Maltheserkreuz 6 so gedreht wird, daß der Bogenausschnitt IV desselben sich gegen die Scheibe 3 legt. In dieser Stellung hat die Anzeigetrommel 8 eine solche
Lage, daß die Bezeichnung »Kasse« vor der betreffenden Schauöffnung des Gehäuses 44 liegt.
Wenn der Kurbel 1 eine weitere Drehung ertheilt wird, legt sich der BogenausschnittV des Maltheserkreuzes gegen die Scheibe 3, und es wird die Trommel 8 so gedreht, daß die Bezeichnung »außer Dienst« vor der Schauöffnung liegt.
Um zu verhindern, daß der Apparat von »Kasse« auf »Taxelll« Zurückgeschaltetwerden kann, oder von »außer Dienst« auf »Kasse«, ist die Hubscheibe 34 an den entsprechenden Stellen mit Sperrzähnen versehen, in welche der Arm 32 eingreift, welcher gleichzeitig dazu dient, die Sperrklinke 27 des Sectors 20 auszulösen.
Durch diese Einrichtung ist der Kutscher also gezwungen, wenn er den Apparat außer Dienst stellen will, erst auf »Kasse« zu schalten, wodurch der Fahrgast zur Zahlung aufgefordert wird; dann erst kann auf »außer Dienst« geschaltet werden. Der Kutscher kann aber weder von »Taxe!« zurück auf »außer Dienst« oder von »Kasse« zurück auf »Taxe III« oder von »außer Dienst« zurück auf »Kasse« schalten, da in allen diesen Fällen der in die Sperrzähne der Hubscheibe 34 einfallende Arm 32 eine derartige Rückwärtsdrehung der Hubscheibe bezw. des Maltheserkreuzes verhindert. Andererseits sind die Sperrzähne der Hubscheibe 34 so angebracht, daß ein Rückwärtsschalten von »Taxe III« auf »Taxe II« oder »Taxe I« nicht verhindert wird. Der Kutscher kann also nach Bedarf während der Fahrt von der einen Taxe auf die andere übergehen.
Um zu verhindern, daß der Kutscher in betrügerischer Absicht die Fahne 23 in ihrer unteren, in Fig. 1 dargestellten Stellung festhält, während er den Apparat auf »Kasse« oder »außer Dienst« schaltet, ist die um den Bolzen 36 drehbare Sperrklinke 37 vorgesehen, welche mit ihrem oberen Ende 35 in dem Einschnitt 38 des Sectors 20 liegt und in eine Sperrscheibe eingreift. Der Einfachheit halber sind die Sperrzähne auf der Hubscheibe 13 angebracht, könnten natürlich aber auch auf einer besonderen Sperrscheibe angebracht sein. Ebenso könnte auch neben der Hubscheibe 34 ein besonderes Sperrrad angeordnet sein, in welches eine an dem Arme 32 angebrachte Sperrklinke eingreift, anstatt dem Arm 32 die zweifache Thätigkeit zu überlassen und die Sperrzähne auf der Hubscheibe 34 anzubringen.
Wenn der Sector 20 sich in seiner in Fig. 7 dargestellten Ruhestellung befindet, hat die Kante 40 des Schlitzes 38 das obere Ende 35 der Sperrklinke 37 so gedreht, daß es mit den Sperrzähnen der Hubscheibe 13 außer Eingriff steht. Diese Sperrzähne sind an den Stellen der Hubscheibe 13 angebracht, welche in dem Bereich der Sperrklinke 37 liegen, wenn der Apparat auf »Kasse« oder »außer Dienst« geschaltet ist. In dieser Stellung muß die Fahne 23 sich in ihrer oberen Stellung befinden, da die Auslösung der in der unteren Stellung befindlichen Fahne mittelst des auf die Sperrklinke 27 einwirkenden Armes 32 erfolgt, wenn der Apparat auf »Kasse« geschaltet wird. Wenn nun der Kutscher diese Schaltung vornehmen wollte, während er mit der Hand die Fahne 23 in ihrer unteren Stellung festhält, so wird eine Drehung des Maltheserkreuzes dadurch verhindert, daß die Klinke 37 in die Sperrzähne der Hubscheibe 13 eingreift. Die Drehung kann vielmehr erst dann erfolgen, wenn die Fahne 23 in ihre obere Stellung zurückgekehrt ist, wobei die Kante 40 des Schlitzes 38 dem Arm 35 eine solche Drehung ertheilt hat, daß die Klinke 37 mit den Sperrzähnen der Hubscheibe 13 außer Eingriff steht. Eine betrügerische Beeinflussung des Apparates durch Festhalten der Fahne ist also vollkommen ausgeschlossen.

Claims (3)

Patent-Ansprüche:
1. Fahrpreisanzeiger, dadurch gekennzeichnet, daß die Fahne, welche anzeigt, ob der Apparat sich in oder außer Dienst befindet, in der Weise mit der Vorrichtung zum Einschalten bezw. Ausschalten der. verschiedenen Taxen verbunden ist, daß die Fahne zwangläufig gesenkt und durch eine Sperrvorrichtung" in der unteren Stellung festgehalten wird, wenn der Apparat durch Einschalten einer der Taxen in Dienst gestellt wird, während sie freigegeben und durch eine Feder in die Anfangsstellung zurückgeführt wird, sobald der Fahrpreisanzeiger außer Dienst gestellt wird.
2. Fahrpreisanzeiger der unter 1. gekennzeichneten Art, bei welchem das Senken der Fahne mittelst eines Zahnrades (18) bewirkt wird, welches beständig mit einer entsprechenden Verzahnung (19) eines mit der Welle der Fahne (23) verbundenen Sectors (20) in Eingriff steht und mit der Antriebsvorrichtung durch eine von einer Hubscheibe (13) beeinflußte Kuppelung (16, 17) verbunden wird, wenn der Fahrpreisanzeiger aus der Außerdienststellung auf eine der Taxen eingeschaltet wird.
3. Fahrpreisanzeiger der unter 1. gekennzeichneten Art, bei welcher der mit der Fahne verbundene Sector (20) bei unterer Stellung der Fahne durch eine Sperrklinke (27) festgehalten wird, die mittelst einer Hubscheibe (34) ausgelöst wird, wenn der Apparat auf »Kasse« oder auf »außer Dienst« geschaltet wird.
4· Fahrpreisanzeiger der unter i. gekennzeichneten Art, bei welcher ein Ausschalten des Apparates bei Festhalten der Fahne in ihrer unteren Stellung dadurch verhindert wird, daß eine Sperrklinke (37) in der Weise von dem Sector (20) der Fahne beeinflußt wird, daß sie in der oberen Stellung der Fahne außer Eingriff einer mit der Schaltvorrichtung verbundenen Sperrscheibe (13) steht, während sie in der unteren Stellung der Fahne die Schaltvorrichtung an der für das Ausschalten des Apparates erforderlichen Drehung verhindert.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen.
Ergänzungs-Blatt zur Patentschrift 124462, Klasse 42/?.
(Vorher Klasse 43 a).
Durch Entscheidung des Reichsgerichts vom 12. Dezember 1904 ist Patent-Anspruch ι für nichtig erklärt worden.
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