DE124409C - - Google Patents
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- DE124409C DE124409C DENDAT124409D DE124409DA DE124409C DE 124409 C DE124409 C DE 124409C DE NDAT124409 D DENDAT124409 D DE NDAT124409D DE 124409D A DE124409D A DE 124409DA DE 124409 C DE124409 C DE 124409C
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- B—PERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
- B27—WORKING OR PRESERVING WOOD OR SIMILAR MATERIAL; NAILING OR STAPLING MACHINES IN GENERAL
- B27K—PROCESSES, APPARATUS OR SELECTION OF SUBSTANCES FOR IMPREGNATING, STAINING, DYEING, BLEACHING OF WOOD OR SIMILAR MATERIALS, OR TREATING OF WOOD OR SIMILAR MATERIALS WITH PERMEANT LIQUIDS, NOT OTHERWISE PROVIDED FOR; CHEMICAL OR PHYSICAL TREATMENT OF CORK, CANE, REED, STRAW OR SIMILAR MATERIALS
- B27K3/00—Impregnating wood, e.g. impregnation pretreatment, for example puncturing; Wood impregnation aids not directly involved in the impregnation process
- B27K3/16—Inorganic impregnating agents
- B27K3/20—Compounds of alkali metals or ammonium
-
- B—PERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
- B27—WORKING OR PRESERVING WOOD OR SIMILAR MATERIAL; NAILING OR STAPLING MACHINES IN GENERAL
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- B27K3/00—Impregnating wood, e.g. impregnation pretreatment, for example puncturing; Wood impregnation aids not directly involved in the impregnation process
- B27K3/16—Inorganic impregnating agents
- B27K3/32—Mixtures of different inorganic impregnating agents
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- B—PERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
- B27—WORKING OR PRESERVING WOOD OR SIMILAR MATERIAL; NAILING OR STAPLING MACHINES IN GENERAL
- B27K—PROCESSES, APPARATUS OR SELECTION OF SUBSTANCES FOR IMPREGNATING, STAINING, DYEING, BLEACHING OF WOOD OR SIMILAR MATERIALS, OR TREATING OF WOOD OR SIMILAR MATERIALS WITH PERMEANT LIQUIDS, NOT OTHERWISE PROVIDED FOR; CHEMICAL OR PHYSICAL TREATMENT OF CORK, CANE, REED, STRAW OR SIMILAR MATERIALS
- B27K2240/00—Purpose of the treatment
- B27K2240/30—Fireproofing
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- Chemical & Material Sciences (AREA)
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- Forests & Forestry (AREA)
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Description
KAISERLICHES
PATENTAMT.
JVl: 124409 KLASSE 38 h.
Es ist bekannt, daß das schwefelsaure Ammonium ein vorzügliches Feuerschutzmittel
für Holz, Papier, Gewebe und andere Gegenstände darstellt. Es ist aber ebenso bekannt,
daß dieses Salz leicht löslich ist und schon durch die in der Atmosphäre enthaltene Feuchtigkeit
gelöst wird. Diese üble Eigenschaft schränkt aber die Verwendung dieses Salzes
derart ein, daß es aus der Reihe der praktisch brauchbaren Feuerschutzmittel· ausscheiden
muß; indem es nämlich aus der feuchten Atmosphäre Wasser anzieht und dabei in Lösung geht, beeinflußt es nicht allein das
imprägnirte Holz bezw. Gewebe, sondern wirkt alsdann auch in höchstem Grade zerstörend
auf alle mit solchem Holz in Berührung kommenden Gegenstände.
Um nun diese Eigenschaft des schwefelsauren Ammoniums, nämlich seine leichte Lösbarkeit,
zu beseitigen, soll dasselbe nach der vorliegenden Erfindung in chemischer Bindung mit
einem Metallsulfat, also als Metallammoniumsulfat vom Typus des schwefelsauren Ammoniak magnesiums
(N HJ2 S O4 . Mg S O4 · 6H2OJ
verwendet werden. Die einzelnen Componenten müssen hierbei genau in dem Verhältniß
gemischt werden, in welchem sich die betreffenden Doppelsulfate bilden. So dient
z. B. für die Bildung des Magnesiumammoniumsulfats folgende Gleichung als Basis:
132 246 ί 3^° )
(NHJ2SO4 + (MgSO4-JH2O) = \(NHJ2SO4-MgSOJ-6H2o) + H2O,
Ammonsulfat + Magnesiumsulfat =
in welcher die über den einzelnen Componenten stehenden Zahlen die Moleculargewichte bedeuten.
Es geht hieraus hervor, daß Ammonsulfat und Magnesiumsulfat nur in dem Verhältniß
132:246 = ι : i,86 das Magnesiumammoniumsulfat
bilden, und dieses Verhältniß muß angewendet werden, um ein praktisch verwerthbares Imprägnirmittel zu erhalten. Ein
Ueberschuß eines der beiden Bestandtheile wäre unbedingt nachtheilig, insofern als dann
die schädlichen Eigenschaften dieser Substanz zu Tage treten würden, die nur in Form von
Ammoniummetallsulfat vermieden werden. Ist Ammonsulfat in größerer Menge vorhanden
als die Gleichung verlangt, so wird sich dieses Magnesiumammonsulfat
+ Wasser
Plus unangenehm bemerkbar machen durch die üble Eigenschaft seiner leichten Lösbarkeit,
welche das Doppelsulfat nicht aufweist. Hat man einen Ueberschuß von Magnesiumsulfat,
so werden auch dessen Nachtheile um so mehr hervortreten, in je größerer Menge es vorhanden
ist. Die Gegenwart des Plus von Magnesiumsulfat ist auf ein Minimum einzuschränken,
. I. weil seine feuerschützende Kraft sozusagen Null ist,
2. weil das Salz wie alle Magnesiumsalze die Eigenschaft hat, bei hoher Temperatur stark
glühendes Oxyd zu bilden, welches als lange nachglimmende Asche bei Bränden von ver-
(2. Auflage, ausgegeben am 13. Mär\ iQog.j
-— 2 —
heerender Wirkung sein kann, indem es durch Herabfallen den Brandherd sehr leicht vergrößert.
Es kann zur Bildung des Doppelsalzes anstatt Magnesiumsulfat eines der Sulfate von
Zink, Eisen, Kobalt, Nickel oder Kupfer verwendet werden, und zwar nimmt man von
dem betreffenden Metallsulfat auf einen Theil Ammoniumsulfat:
Magnesiumsulfat .
Zink-Eisen- ,,
Kobalt- „ .
Nickel- ,,
Kupfer- ,,
Zink-Eisen- ,,
Kobalt- „ .
Nickel- ,,
Kupfer- ,,
i,S'i Theile,
2,18 „
2,18 „
2,io
2,13
2,16
Man kann das Doppelsalz vom Typus des schwefelsauren Ammoniakmagnesiums im Sinne
der vorliegenden Erfindung direct als solches verwenden, oder aber dasselbe sich beim Imprägniren
des Holzes erst herstellen.
Man hat zwar bereits früher zum Zwecke der Holzimprägnirung ein Verfahren vorgeschlagen,
nach welchem 100 Theile Borax in Wasser aufgelöst mit 74 Theilen in Wasser
gelöstem Zinksulfat gemischt werden, wodurch man einen Niederschlag von Zinkborat erhält.
Dieser Niederschlag von Zinkborat soll dann in einer Lösung von Ammoniumsulfat aufgelöst
werden im Verhältniß von 6 Theilen Ammoniumsulfat zu 1 Theil Borax.
Wenn man nun bedenkt, daß hierbei 74 Theile Zinksulfat verwendet wurden, so gestaltet
sich das Verhältniß zwischen Ammonsulfat und Zinksulfat wie 600: 74. Da es aber
nothwendig ist, daß das Verhältniß zwischen Ammonsulfat und Zinksulfat wie 1 : 2,18 besteht
, um ein reines Doppelsalz vom Typus des schwefelsauren Ammoniakmagnesiums zu erhalten, so ergiebt sich, daß bei Ausführung
des bekannten Verfahrens, falls Zinksulfat zur Bildung des Doppelsalzes verwendet wird, etwa
18 Theile Ammonsulfat auf 2,18 Theile Zinksulfat kommen würden. Weil aber für die
2,18 Theile Zinksulfat lediglich 1 Theil Ammonsulfat
nothwendig ist, so wird der durch die Bildung des Doppelsalzes nach dem bekannten
Verfahren erzielte Vortheil durch Ueberschuß von etwa 17 Theilen Ammonsulfat vollständig
aufgehoben; die Wirkung wird demnach fast dieselbe bleiben, als wenn man ausschließlich
Ammonsulfat verwendet hätte.
Hieraus geht hervor, daß mit dem bekannten Verfahren die hier angestrebte Wirkung nicht
erzielt werden kann.
Die mit den erwähnten Doppelsalzen imprägnirten Körper erlangen, falls zur Imprägnirung
eine entsprechende Concentration der Lösung gewählt wurde, vollständige Feuersicherheit
und können, einmal getrocknet, wie gewöhnliches Holz, Papier u. s. w. behandelt werden, ohne daß die Feuchtigkeit der Atmosphäre
auf die Salze irgend welchen Einfluß auszuüben vermag.
Endlich, kann man speciell bei der Imprägnirung von Hölzern dieselben entweder
gleichzeitig mit dem D^ppelsalz, oder aber nach der Behandlung mit dem Doppelsalz noch
mit Borsäure behandeln. Das Imprägniren der Hölzer mittelst Borsäure an sich ist bekannt.
Die Borsäure besitzt aber für sich allein keineswegs die Eigenschaft eines Flammenschutzmittels.
Die Verwendung der Borsäure mit einfachen Ammonverbindungen hat aber gleichfalls
keinen praktischen Werth, weil die einfache Ammonverbindung, wie bereits erwähnt,
die Eigenschaft der Hygroscopicität besitzt. Erst in der Verbindung der Borsäure mit den
Doppelsalzen gewinnt das Behandeln der Hölzer mittelst der Borsäure praktischen Werth.
Der mechanische Theil des Imprägnirens erfolgt nach einem der bekannten Verfahren und
mit einem der bekannten Apparate.
So kann man z. B. das Holz, falls solches imprägnirt werden soll, auf einen Wagen laden
und in einen Druckkessel einführen, Dieser Druckkessel wird sodann geschlossen, evacuirt
und demzufolge nicht allein die Luft aus dem Kessel, sondern auch aus dem Holz ausgepumpt.
Die Imprägnirflüssigkeit kann in einem Reservoir bereit stehen, und nach Evacuirung
des Druckkessels wird der letztere mit dem Reservoir verbunden, so daß die Imprägnirflüssigkeit
in den 'Kessel und in die Poren des Holzes eindringt.
Bei der Herstellung der Imprägnirflüssigkeit kann man für gewöhnlich etwa 25 pCt. von
einem der angeführten Metalldoppelsalze, etwa 5 pCt. Borsäure und den Rest, also etwa 70 pCt.
Wasser verwenden.
Die Imprägnirflüssigkeit wird, ehe sie in den Druckkessel eingelassen wird, aufetwa 60 bis 700
erwärmt. Im Kessel wird dann die Flüssigkeit auf etwa 98 ° weiter erhitzt, diese Temperatur
etwa 3 bis 4 Stunden aufrecht erhalten und in dem Druckkessel nachher mittelst einer Compressionspumpe
ein steigender Druck ausgeübt, und zwar etwa 6 bis 12 Stunden lang. Während
der Compressionsperiode muß aber die Flüssigkeit immer auf ca. 98° erwärmt bleiben.
Nach diesem Pröceß läßt man die Flüssigkeit in dem Druckkessel erkalten und pumpt sie
sodann in das Reservoir wieder zurück. Diese gebrauchte Imprägnirflüssigkeit kann man durch
Zusätze von frischen Salzen in einem späteren Imprägnirproceß wieder gebrauchen.
Die procentuelle Zusammensetzung der Lösung, die Dauer des Imprägnirprocesses, sowie
auch die Temperatur und die Spannung im Kessel richten sich selbstverständlich nach der
Art und Beschaffenheit der zu behandelnden
Claims (1)
- Körper; so werden z. B. harte und dicke Hölzer längere Zeit zum Imprägniren gebrauchen. Das imprägnirte Holz wird sodann aus dem Kessel herausgenommen und an der Luft oder im Vacuum getrocknet.Patent-A ν Sprüche:' ι ., Verfahren, beim
Papier, GewebeImprägniren von Holz und ähnlichen Stoffen mittelst Ammoniumsulfat die Hygroscopicität des letzteren aufzuheben, dadurch gekennzeichnet, daß man das Ammoniumsulfat in Form eines der schwefelsauren Ammoniakmagnesia entsprechenden Metalldoppelsulfates anwendet.
Eine besondere Ausführungsform des im Anspruch ι genannten Verfahrens, gekennzeichnet dadurch, daß das Doppelsalz in Verbindung mit Borsäure verwendet wird.
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE124409C true DE124409C (de) |
Family
ID=393205
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DENDAT124409D Active DE124409C (de) |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE124409C (de) |
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| US6242381B1 (en) | 1995-06-22 | 2001-06-05 | Instituut Voor Agrobiologisch En Bodemvruchtbaarheidsonderzoek | Influencing the activity of plant growth regulators |
-
0
- DE DENDAT124409D patent/DE124409C/de active Active
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| US6242381B1 (en) | 1995-06-22 | 2001-06-05 | Instituut Voor Agrobiologisch En Bodemvruchtbaarheidsonderzoek | Influencing the activity of plant growth regulators |
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