DE1237782B - Verfahren zur Herstellung von Perfluorkohlenstoffgruppen enthaltenden Polymeren - Google Patents

Verfahren zur Herstellung von Perfluorkohlenstoffgruppen enthaltenden Polymeren

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DE1237782B
DE1237782B DE1962C0026114 DEC0026114A DE1237782B DE 1237782 B DE1237782 B DE 1237782B DE 1962C0026114 DE1962C0026114 DE 1962C0026114 DE C0026114 A DEC0026114 A DE C0026114A DE 1237782 B DE1237782 B DE 1237782B
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Richard F Heine
White Bear Lake
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Chemische Fabrik Pfersee GmbH
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Chemische Fabrik Pfersee GmbH
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    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C08ORGANIC MACROMOLECULAR COMPOUNDS; THEIR PREPARATION OR CHEMICAL WORKING-UP; COMPOSITIONS BASED THEREON
    • C08FMACROMOLECULAR COMPOUNDS OBTAINED BY REACTIONS ONLY INVOLVING CARBON-TO-CARBON UNSATURATED BONDS
    • C08F28/00Homopolymers and copolymers of compounds having one or more unsaturated aliphatic radicals, each having only one carbon-to-carbon double bond, and at least one being terminated by a bond to sulfur or by a heterocyclic ring containing sulfur

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Description

BUNDESREPUBLIK DEUTSCHLAND
Int. CL:
C08f
DEUTSCHES
PATENTAMT
AUSLEGESCHRIFT
Deutsche Kl.: 39 c-25/01
Nummer: 1237782
Aktenzeichen: C 26114IV d/39 c
Anmeldetag: 30. Januar 1962
Auslegetag: 30. März 1967
Es wurde gefunden, daß man neue wertvolle Perfluoralkyl- und/oder Perfluorcycloalkylgruppen enthaltende Polymere erhält, wenn man Verbindungen der Formel
RfSO2N(R)ROCH = CH2
worin Rf einen aliphatischen Rest C71F2K+1 oder einen cycloaliphatischen Rest CnF2 ^1, wobei η eine ganze Zahl zwischen 1 und 18, vorzugsweise zwischen 3 und 12 ist, R = Wasserstoff oder eine Alkylgruppe mit 1 bis 12, vorzugsweise 1 bis 4 Kohlenstoffatomen und R' eine gegebenenfalls verzweigte Alkylengruppe mit
1 bis 12, insbesondere 1 bis 8 Kohlenstoffatomen bedeutet, gegebenenfalls gemeinsam mit anderen polymerisationsfähigen, halogenierten oder nicht halogenierten, ungesättigten Verbindungen in an sich bekannter Weise polymerisiert.
Die erfindungsgemäß zu verwendenden Vinyläther können durch Umsetzung des Natriumsalzes eines Perfluoralkyl- bzw. Perfluorcycloalkylsulfonamides, das gegebenenfalls mit einer Alkylgruppe am Stickstoff substituiert ist, mit einem Chloralkylvinyläther nach folgendem Reaktionsschema hergestellt werden:
RfSO2NHR + CIR'OCH = CH2 + NaOCH3 -> RfSO2N(R)ROCH = CH2 + NaCl + CH3OH
Rf, R und R' haben dabei die oben angegebene Bedeutung. Die Umsetzung wird in einem geeigneten Lösungsmittel, wie z. B. Äthylenglykol, Aceton oder Dimethylformamid, durchgeführt.
Als Beispiel für dieses Verfahren sei die Herstellung von N-Propyl-perfluoroctansulfonamidoäthylvinyläther gezeigt:
Das Natriumsalz des N-Propyl-perfluoroctansulfonamids wird durch Mischen von äquimolekularen Mengen von N-Propyl-perfluoroctansulfonamid und Natriummethylat in Methanol hergestellt, wobei man die Mischung im Vakuum etwa 1 Stunde auf 10O0C erhitzt und das überschüssige Methanol verdampft. Zu einem Gemisch von 10 Gewichtsteilen Äthylenglykol, 2,4 Gewichtsteilen frisch destilliertem 2-Chloräthylvinyläther werden 10,8 Gewichtsteile des obigen Natriumsalzes zugegeben. Das Gemisch wird unter Rühren 6 Stunden auf 120° C erhitzt. Gegebenenfalls kann eine kleine Menge von Natriumkarbonat (z. B.
2 Gewichtsteile) zugegeben werden, um die Reaktion zu beschleunigen. Nach Abkühlen des Reaktionsgemisches bilden sich zwei Phasen. Die untere wird einmal mit Wasser gewaschen und dann im Vakuum destilliert. Dabei gehen bei 110 bis 115° C bei 0,15 mm 4 Gewichtsteile einer Flüssigkeit mit einem Brechungs-Verfahren zur Herstellung von
Perfluorkohlenstoffgruppen enthaltenden
Polymeren
Anmelder:
Chemische Fabrik Pfersee G. m. b. H.,
Augsburg, Färberstr. 4
Als Erfinder benannt:
Richard F. Heine,
White Bear Lake, Minn. (V. St. A.)
index von nf = 1,3680 über. Die Analyse dieser Flüssigkeit zeigt 29,5% C (29,3% C theoretisch) und 2,29% N (2,29 % N theoretisch). Die Werte stimmen genau mit den für 2-N-Propyl-perfluoroctansulfonamidoäthylvinyläther berechneten Werten überein.
Andere Perfluoralkansulfonamide, deren Natriumsalz in diesem Verfahren verwendet werden kann, sind z. B. N-Methyl-perfmoroctansulfonamid, N-Isopropylperfluoroctansulf onamid, N - Äthyl - perfluordodecansulfonamid und Perfluordecansulfonamid.
Eine weitere Möglichkeit zur Herstellung dieser Vinyläther besteht in der Umsetzung eines Perfluoralkyl- bzw. Perfluorcycloalkylsulfonylfluorids mit einem entsprechenden Aminoalkylvinyläther.
Diese Reaktion geht nach folgender Gleichung vor sich:
RfSO2F + 2H2NROCH=CH2
-» RfSO2NHROCH=CH2 + HF-H2NROCH=CH2
Wie aus dieser Gleichung, in der Rf und R' die obige Bedeutung haben, hervorgeht, muß hierbei mit einem molaren Überschuß an Aminoalkylvinyläther zur Bindung des frei werdenden Fluorwasserstoffes gearbeitet werden. Vorzugsweise werden bei dieser Umsetzung solche Aminoalkylvinyläther eingesetzt, deren Aminogruppe in ß- bis ω-Stellung zum Äthersauerstoff ist. Die Durchführung dieses Verfahrens ist im nachfolgenden Beispiel zur Herstellung von Perfluoroctansulfonamidoäthylvinyläther gezeigt :
Zu einer Lösung von 13 Gewichtsteilen 2-Aminoäthylvinyläther in 100 Gewichtsteilen Diisopropyläther werden unter Rühren langsam 25 Gewichtsteile Perfluoroctansulfonylfluorid zugegeben. Dabei hält man die Temperatur unter 40 bis 45° C. Nach etwa 6- bis 8stündigem Rühren bei dieser Temperatur wird
709 547/419
3 4
das gebildete Aminhydrofluorid durch Waschen mit Die erfindungsgemäß hergestellten Polymeren kön-
Wasser entfernt und der Äther im Vakuum abdestil- nen durch Variation des Perfluoralkylrestes wie auch
liert. Der Rückstand wird aus einer Mischung von des Alkyl- bzw. Alkylenoxyrestes in ihren Eigen-
3 Gewichtsteilen Methylchloroform und 1 Gewichts- schäften in weitem Umfang modifiziert werden. Eine
teil Aceton umkristallisiert, wobei man 8,6 Gewichts- 5 weitere Möglichkeit zur Modifizierung der Polymeren
teile des Perfluoroctansulfonamidoäthylvinyläthers mit besteht in der Copolymerisation mit anderen ungesät-
dem Schmelzpunkt 125° C erhält. tigten polymerisationsfähigen Verbindungen. Das
Beispiele für solche erfindungsgemäß zu verwen- Durchschnittsmolekulargewicht der Polymerisate kann
denden Vinyläther sind: Perfluoräthansulfonamido- durch geeignete Verwendung von bekannten Ketten-
äthylvinyläther, Perfluoroctansulfonamidoäthylvinyl- io abbruchsmitteln bei der Polymerisation gesteuert
äther, Perfluordodecansulfonamidoäthylvinyläther, werden.
N - Propyl - perfluoroctansulfonamidoäthylvinyläther, So kann man niedermolekulare öl-, fett- oder
N - Äthyl - perfluoroctansulfonamidoäthylvinyläther, wachsartige Produkte ebenso wie hochmolekulare
N - Hexadecyl - perfluoroctansulfonamidoäthylvinyl- Elastomere oder Thermoplaste erhalten. Durch geeig-
äther, N-Propyl-perfluoroctansulfonamidooctylvinyl- 15 nete Auswahl der Monomeren kann man auch zu
äther, N-Äthyl-perfluorcyclohexyläthansulfonamido- vulkanisierbaren Polymerisaten gelangen. Entspre-
äthylvinyläther, N - Cyclohexyl - perfiuorbutylcyclo- chend den Variationsmöglichkeiten ihrer Eigenschaften
hexylsulfonamidoäthylvinyläther, N-Benzyl-perfluor- können die erfindungsgemäßen Polymerisate auch für
octansulfonamidoäthylvinyläther und N-Phenäthyl- verschiedenste Zwecke zur Anwendung gelangen, wie
perfluorcyclohexylsulfonamidomethylvinyläther. 20 z.B. für Klebstoffe, Harze, Kautschuk, thermo-
Diese Monomeren und auch Mischungen solcher plastische Produkte, Schmiermittel, flammfeste Überkönnen sowohl für sich allein zu den entsprechenden züge, Dichtungsmassen oder Poliermittel.
Homopolymeren wie auch unter Mitverwendung von Ein wesentlicher Vorteil dieser Polymerisate liegt anderen ungesättigten, polymerisationsfähigen Verbin- noch darin, daß sie gegen Hydrolyse oder thermische düngen zu den entsprechenden Copolymeren poly- 25 Abspaltung der Perfluoralkyl- bzw. Perfluorcyclomerisiert werden. Homopolymere haben als Ketten- alkylgruppe sehr beständig sind, sogar wenn sie in einheiten die Gruppe Gegenwart von fetten Ölen auf höhere Temperatur
erhitzt werden. Aus diesem Grund sind diese PoIy-
ρττ rHOR'fRYNSO R merisate auch sehr geeignet zur Herstellung von
2 () 2 ϊ 30 Verpackungsmaterial, insbesondere Verpackungsmaterial für Lebensmittel.
worin Rj, R und R' die eingangs angegebene Bedeutung Wenn der Perfluoralkyl- bzw. Perfluorcycloalkylrest
besitzen. Solche Polymere haben eine molekulare der Polymeren mehr als 3, insbesondere aber mehr als
Struktur entsprechend einer Kohlenwasserstoff kette, 5 Kohlenstoffatome enthält, so sind diese Polymerisate
an die eine Mehrzahl von Perfluoralkansulfonamido- 35 öl- und wasserabweisend. Diese Eigenschaften machen
ketten angelagert ist. diese Polymerisate, insbesondere in Form von Lösun-
Beispiele für Monomere zur Herstellung von Copoly- gen oder wäßrigen Emulsionen, besonders geeignet zur
merensind: Isobutylen, Acrylnitril, Vinylacetat, Vinyl- Behandlung von Oberflächen aller Art, insbesondere
äther, Methylacrylat, Vinylidenchlorid, Vinylchlorid, von faserförmigen Stoffen, wie z. B. Textilien, Papier
Vinylfluorid, Vinylidenfluorid, Trifluorchloräthylen, 40 oder Leder, um diese Oberflächen öl- und wasser-
Maleinsäureanhydrid, Perfluorpropen und Tetrafluor- abstoßend zu machen. Die erwähnte Beständigkeit
äthylen einschließlich der halogenierten oder nicht gegen Hydrolyse erhöht die Dauerhaftigkeit solcher
halogenierten Abkömmlinge. Effekte.
Bevorzugte Monomere zur Mischpolymerisation mit Die Eigenschaften der Polymerisate können auch den erfindungsgemäß zu verwendenden Vinyläthern 45 noch durch Verwendung von Plastifizierungsmitteln sind Vinylester, Acrylsäure- oder Methacrylsäureester, wie auch durch Einarbeiten von anderen Materialien, die einen Perfluoralkyl- oder Perfluorcycloalkylrest wie Ruß, Kieselsäure, Asbest, Glasfasern, Färbungsenthalten, wie auch fluorierte Monoolefine mit 2 bis mitteln, Farbstoffen und anderen feinverteilten Fest-3 Kohlenstoffatomen. stoffen, z. B. gepulverten Metallen oder Metalloxyden,
Die Polymerisation sowohl der erfindungsgemäß zu 50 wie Aluminiumpulver oder Zinkoxyd, variiert werden,
verwendenden Vinylverbindungen wie auch die Misch- Die Elastizität oder Härte des Polymerisates kann durch
polymerisation mit anderen ungesättigten Verbindun- Mitverwendung einer kleinen Menge einer polyfunk-
gen kann nach den üblichen Verfahren, wie Block-, tionellen Verbindung bei der Polymerisation herbei-
Lösungsmittel-, Suspensions- oder Emulsionspoly- geführt werden, wodurch eine Vernetzung zwischen
merisation durchgeführt werden. Als Katalysatoren 55 den einzelnen Ketten und damit ein dreidimensionales
können die üblichen Polymerisationskatalysatoren, Netzwerk entsteht,
insbesondere Lewis-Säuren und freie Radikale erzeu- R . -I1
gende Stoffe, verwendet werden. Beispiel 1
Für die Herstellung von wäßrigen Latizes wird bei In einer Glasampulle werden 2 g 2-N-Propyl-Verwendung von sehr schwer oder praktisch wasser- 60 perfluoroctansulfonamidoäthylvinyläther und 4 g deunlöslichen Monomeren die Polymerisation Vorzugs- stilliertes Bis-(trifluormethyl)-benzol gemischt und in weise durch Emulgierung der Monomeren in einer flüssiger Luft eingefroren. Dann werden 2 Tropfen homogenen wäßrig-organischen Phase durchgeführt. einer 47%igen Lösung von Borfluoridätherat zuge-Die besten Ergebnisse erhält man dabei, wenn das geben. Die Ampulle wird unter weiterem Kühlen in Verhältnis von Wasser zu dem mit Wasser mischbaren 65 flüssiger Luft evakuiert, dann verschlossen und in ein Lösungsmittel 10:0,5 bis 10:5 beträgt. Bei dieser Bad von—78° C gegeben. Man läßt dann die Ampulle Verfahrensweise wird bevorzugt mit wasserlöslichen, langsam auf Zimmertemperatur aufwärmen und hält freie Radikale bildenden Katalysatoren gearbeitet. sie 3 Stunden bei Zimmertemperatur. Sobald die
Lösung in der Ampulle auftaut, wird sie zunehmend und 0,2 Gewichtsteile Kaliumpersulfat polymerisiert, viskos und anfangs stark grün gefärbt, wobei sich diese Der gebildete stabile, milchige Latex wird koaguliert Färbung im weiteren Reaktionsverlauf in Braun (59,8 Gewichtsteile) und bildet einen nicht klebrigen umwandelt. Die Ampulle wird dann geöffnet und der Gummi.
Inhalt in Methanol, das eine geringe Menge Ammoniak 5 Beisüielo
enthält, hineinlaufen gelassen. Dabei scheidet sich ein
braunes, viskoses, niedrigmolekulares Polymerisat ab, Ein Polymerisationsgefäß wird mit 8,4 Gewichtsweiches abgetrennt wird. Dieses braune Homopoly- teilen 2 - N - Propyl - perfluoroctansulfonamidoäthylmerisat ist unlöslich in Aceton. vinyläther, 5 Gewiehtsteilen einer 5°/oigen wäßrigen
ίο Lösung eines Dodecylalkoholpolyglykoläthers, 6,3 Ge-
Beispiel 2 wichtsteilen Dioxan, 1 Gewichtsteil einer 5%igen
wäßrigen Lösung von saurem Kaliumphosphat, 1 Ge-
Ein Polymerisationsgefäß wird mit 50 Gewichts- wichtsteü einer 5%igen wäßrigen Lösung von Ammoteilen von 2-N-Äthyl-perfluoroctansulfonamideäthyl- niumpersulfat, 1,6 Gewichtsteilen Perfluorpropan und vinyläther, 50 Gewiehtsteilen von 2-N-Propyl-per- 15 5 Gewiehtsteilen destilliertem Wasser beschickt. Die fluoroctansulfonamidoäthylacrylat, 126 Gewiehtsteilen Ampulle wird in fester Kohlensäure eingefroren, Wasser, 54 Gewiehtsteilen Aceton, 5 Gewiehtsteilen evakuiert und verschlossen. Dann wird 20 Stunden der Verbindung bei 500C belassen, wobei sich ein klarer, stabiler
trn Latex bildet, der 9,4 Teile Koagulat enthält. Die
MCI ' ,, ~, „ ,
ao Umsetzung der Monomeren zu dem Copolymeren
als Emulgator und 0,2 Gewiehtsteilen Kaliumpersulfat (in Form des Latex und des Koagulates) erfolgte als Katalysator beschickt. Das Polymerisationsgefäß zu 89%. Der Latex wurde koaguliert. Das erhaltene wird dann verschlossen und bei 500C in einem Wasser- Copolymerisat läßt sich zu einem klaren, weichen bad geschüttelt. Nach etwa 18 Stunden ist die Reaktion Film verarbeiten,
beendet und ein stabiler, klarer Latex entstanden. 25 .
Das koagulierte Copolymerisat ist ein klarer, flexibler Beispiel 7
Kunststoff. Eine Ampulle wurde mit 84 Gewiehtsteilen 2-N-Pro-
Beisoiel 3 pyl-perfiuoroctansulfonamidoäthylvinyläther, 45 Ge
wiehtsteilen Aceton, 0,5 Gewiehtsteilen Ammonium-
Ein Polymerisationsgefäß wird mit 50 Gewichts- 30 persulfat, 1 Gewichtsteil Lithiumhydroxyd, 4,7 Geteilen eines 2-N-Äthyl-perfluoroctansulfonamidoäthyl- wichtsteilen der Verbindung
vinyläthers, 50 Gewiehtsteilen Octadecylacrylat, 126Ge- ηπητ; rxtnn r-tr γτλγπτ
wichtsteilen Wasser, 54 Gewiehtsteilen Aceton, 5 Gewiehtsteilen einer Verbindung der Formel 16 Gewiehtsteilen Chlortrifluoräthylen und 135 Ge-
35 wichtsteilen Wasser beschickt. Die Ampulle wurde dann 15V2 Stunden bei 50 C gehalten, wobei sich als Emulgator und 0,2 Gewiehtsteilen Kaliumper- ein stabiler, milchiger Latex zusammen mit etwas sulfat als Polymerisationskatalysator beschickt. Das Koagulat bildet. Die Umwandlung in das Copolymere verschlossene Polymerisationsgefäß wird 18 Stunden erfolgte zu 88 0J0. Koaguliert man den Latex, so erhält im Wasserbad bei 5O0C geschüttelt, wobei sich ein 40 man das Copolymere, welches klare Filme ergibt, die trüber Latex bildet. Das koagulierte Copolymerisat ist bei Zimmertemperatur brüchig sind, jedoch bereits ein etwas spröder Kunststoff. bei etwa 35° C erweichen.
Der stabile Latex des Beispiels 4 wird mit Wasser
B e i s ρ i e 1 4 auf 0,5 % Feststoff verdünnt und dann zur Behandlung
45 von Geweben verwendet. Die Gewebe werden mit
Eine Ampulle wird mit 50 Gewiehtsteilen 2-N-Pro- dieser verdünnten Emulsion getränkt, abgequetscht,
pyl-perfiuoroctansulf onamidoäthylvinyläther, 50 Ge- getrocknet und bei 120 bis 150° C nacherhitzt und dann
wichtsteilen Decylacrylat, 126 Gewiehtsteilen Wasser, auf Wasser- und Ölabweisung geprüft.
54 Gewiehtsteilen Aceton, 5 Gewiehtsteilen der Ver- Zur Bestimmung der Wasserabweisung wurde der
bindung 50 AATCC Spray Test 22-1952 (»Technical Manual of
r τ (ir, χτττγ1 ττ mn s wr-i the American Association of Textile Chemists and
C8r17i>U2NrlC3rle(Crl3)2 xiCl Colorants of Lowell, Massachusetts«) verwendet. Da
und 0,2 Gewiehtsteilen Kaliumpersulfat beschickt. es zur Bestimmung der Ölabweisung von Geweben Dann wird sie evakuiert, verschlossen und im Wasser- noch keine Standard-Testmethode gibt, wurde folgende bad bei 5O0C geschüttelt. Nach 15 Stunden wird die 55 empirische Methode verwendet, welche kennzeich-Ampulle geöffnet und der stabile, etwas trübe Latex nende und reproduzierbare Resultate ergibt,
koaguliert. Das Koagulat (67 Gewichtsteile) ist ein Sie basiert auf den verschiedenen Benetzungseigen-
etwas klebriger Gummi. schäften von Textilien durch zwei flüssige Kohlen
wasserstoffe, nämlich Paraffinöl DAB 6 und n-Heptan.
Beispiel5 6o Beide sind in jedem Mengenverhältnis mischbar und
benetzen dann das Gewebe in einer Weise, die dem
Wie im vorigen Beispiel beschrieben, werden n-Heptan-Gehalt der Mischungen proportional ist. 50 Gewichtsteile 2-N-Propyl-perfluoroctansulfonami- Die Bestimmung der Ölabweisungszahl erfolgt im doäthylvinyläther, 50 Gewichtsteile Äthylacrylat, einzelnen wie folgt: Abschnitte (20 · 20 cm) der 126 Gewichtsteile Wasser, 54 Gewichtsteile Aceton, 65 behandelten Gewebe werden auf eine ebene Fläche 5 Gewichtsteile einer Verbindung der Formel aufgelegt. Die Testmischungen der verschiedenen
Konzentrationen von n-Heptan und Paraffinöl sind C8F17SO2NHC3HeN(CH3)2 · HCl in kleinen Tropfenflaschen. Es wird jeweils 1 Tropfen
jeder Mischung vorsichtig auf das Gewebe aufgebracht, nicht auf getropft, vorzugsweise an zwei verschiedenen Stellen des Abschnittes. Nach 3 Minuten wird durch den Tropfen hindurch das Gewebebild beobachtet. Benetzung oder Eindringen zeigt sich durch einen dunklen Fleck. Die Zahl des Gemisches, das den höchsten Gehalt von n-Heptan besitzt, welches nach 3 Minuten das Gewebe noch nicht benetzt oder noch nicht in das Gewebe eindringt, wird die Ölabweisungszahl dieses Musters genannt. Die Grenze zwischen dem Benetzen und dem Nichtbenetzen eines Gewebes ist im allgemeinen sehr scharf, und es bereitet wenig Schwierigkeiten, diesen Punkt zu bestimmen. Die folgenden Testmischungen werden verwendet, wobei die höhere Zahl die bessere Ölabweisung bedeutet.
20
Ölabweisungs Volumprozent Volumprozent
zahl Heptan Paraffinöl DAR 6
100 60 40
100 50 50
90 40 60
80 30 70
70 20 80
50 0 100
0 Benetzung
durch Paraffinöl
Die Zeit bis zum ersten erkennbaren Durchdringen des Öls durch das Papier ist ein Maßstab für die Ölabweisung. Wie in der folgenden Tabelle gezeigt, ist die Ölabweisung des behandelten Papiers ausgezeichnet.
Feststoffgehalt Nicht gefaltet Gefaltet
0,3 »/0
0,2%
0,1 «/ο
mehr als 40 Tage
mehr als 40 Tage
15 Tage
5 bis 20 Tage
3 bis 5 Tage
2 Tage
Der auf dem oben behandelten Gewebe durchgeführte Test zeigt eine hervorragende Öl- und Wasserabweisung auf Wollgabardin, Kammgarnstoff aus Terephthalsäureesterfasern, sehr leichten, kammgarnartigen Wollstoffen, sogenannten »Tropicals« und Wollfianellkammgarn.
Der stabile Latex von Beispiel 6 wird mit Wasser auf 1% Feststoff verdünnt. Kraft-Papier wird mit verschiedenen Konzentrationen dieses copolymeren Latex behandelt. Die Flottenaufnahme liegt bei etwa 100%, und die Abschnitte werden bei HO0C getrocknet. Um die Ölabweisung sowohl von gefalteten als auch von ungefalteten Mustern zu bestimmen, wird ein Mineralöl (SAE 10) bei 25° C auf die Oberfläche der Muster aufgetropft.

Claims (3)

Patentansprüche:
1. Verfahren zur Herstellung von Perfluorkohlenstoffgruppen enthaltenden Polymeren, dadurch gekennzeichnet, daß man Verbindungen der Formel
RfSO2N(R)R'OCH = CH2
worin Rf einen aliphatischen Rest C?iF2M+1 oder einen cycloaliphatischen Rest QiF2B-!, wobei η eine ganze Zahl zwischen 1 und 18, insbesondere zwischen 3 und 12 ist, R Wasserstoff oder eine Alkylgruppe mit 1 bis 12, insbesondere 1 bis 4 Kohlenstoffatomen und R' eine gegebenenfalls verzweigte Alkylengruppe mit 1 bis 12, insbesondere 1 bis 8 Kohlenstoffatomen bedeutet, in an sich bekannter Weise polymerisiert.
2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß man andere polymerisationsfähige ungesättigte Verbindungen mitpolymerisiert.
3. Verfahren nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß man die Polymerisation in wäßriger Emulsion in Gegenwart von wasserlöslichen, freie Radikale bildenden Katalysatoren durchführt.
In Betracht gezogene Druckschriften:
Deutsche Auslegeschriften Nr. 1 078 330, 1 056 828.
709 547/419 3.67 © Bundesdruckerei Berlin
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