DE1230833B - Querkupplung zwischen den einander zugekehrten Enden von zwei Fahrgestellen eines Schienenfahrzeuges - Google Patents
Querkupplung zwischen den einander zugekehrten Enden von zwei Fahrgestellen eines SchienenfahrzeugesInfo
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- B61—RAILWAYS
- B61F—RAIL VEHICLE SUSPENSIONS, e.g. UNDERFRAMES, BOGIES OR ARRANGEMENTS OF WHEEL AXLES; RAIL VEHICLES FOR USE ON TRACKS OF DIFFERENT WIDTH; PREVENTING DERAILING OF RAIL VEHICLES; WHEEL GUARDS, OBSTRUCTION REMOVERS OR THE LIKE FOR RAIL VEHICLES
- B61F5/00—Constructional details of bogies; Connections between bogies and vehicle underframes; Arrangements or devices for adjusting or allowing self-adjustment of wheel axles or bogies when rounding curves
- B61F5/38—Arrangements or devices for adjusting or allowing self- adjustment of wheel axles or bogies when rounding curves, e.g. sliding axles, swinging axles
- B61F5/42—Adjustment controlled by buffer or coupling gear
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Description
BUNDESREPUBLIK DEUTSCHLAND
DEUTSCHES
PATENTAMT
AUSLEGESCHRIFT
Int. Cl.:
B61f
Deutsche Kl.: 20 d - 6
Nummer: 1230 833
Aktenzeichen: Sch 28239 H/20 d
Anmsldetag: 29. Juli 1960
Auslegetag: 22. Dezember 1966
Die Erfindung betrifft eine Querkupplung zwischen den einander zugekehrten Enden von zwei Fahrgestellen
eines Schienenfahrzeuges, bei der die Querkupplungskräfte wenigstens teilweise durch einen
über eine Steuervorrichtung mit Druckmittel beaufschlagbaren Arbeitszylinder erzeugt werden.
Bekanntlich dienen Querkupplungen zwischen den einander zugekehrten Enden von Fahrgestellen eines
Schienenfahrzeuges dazu, die Spurkranzdrücke beim Befahren von Kurven zu vermindern und außerdem
auch die Anlaufwinkel, namentlich des vorlaufenden Radsatzes, herabzusetzen. Um diese Wirkung zu erzielen,
werden im allgemeinen die einander zugewandten Enden der beiden Fahrgestelle über eine elastisch
nachgiebige Querkupplung derart miteinander gekuppelt, daß eine Schwenkung des einen Fahrgestells
eine entgegengesetzte Schwenkung des anderen Fahrgestells nach sich zieht.
Bei bekannten Querkupplungen rein mechanischer Bauart werden zur elastisch nachgiebigen Zentrierung
beidseitig vorgespannte Federn benutzt, die bereits zu Beginn eines Querausschlages der beiden
Kupplungskörper eine hohe Rückstellkraft erzeugen, damit die Querkupplung ihre Einstellwirkung in genügendem
Maße ausübt. Die Querkupplungen selbst können dabei einfache nachgiebige Gelenkkupplungen
sein; sie können auch aus Hebeln und Stangen bestehen, die in geeigneter Weise — meist unter Zwischenschaltung
von vorgespannten Federn — zwischen den Fahrgestellen angeordnet sind. Es ist auch
möglich, an Stelle solcher rein mechanischer Gestängekupplungen »hydraulische Kupplungsgestänge«
vorzusehen.
Bei diesen Querkupplungen mit beidseitig vorgespannten Federn zeigt sich als Nachteil, daß bei
dynamischen Vorgängen, wie sie beispielsweise beim Einfahren in Kurven oder Weichen und schließlich
auch beim Lauf in der Geraden mit schlechtem Gleiszustand auftreten, die Rückstellkraft ohne wesentliche
Verzögerung voll zur Wirkung kommt, so daß die zur Einstellung des vorlaufenden Fahrgestells notwendige
Richtkraft in unerwünschter Weise zunimmt. Dieser Nachteil läßt sich wenigstens teilweise dadurch
beheben, daß man den Anfangswert der Rückstellkraft bei gleichzeitiger Erhöhung der Federsteifigkeit
herabgesetzt oder im Querkupplungsmechanismus nach beiden Seiten etwas Spiel gibt.
Solche Lösungen gehen aber auf Kosten der gewünschten Wirkung der Querkupplung bei Kurvenfahrt,
da bei der Fahrt durch Krümmungen mit größerem Kurvenradius die Querkupplung entweder zu wenig — entsprechend der Größe
Querkupplung zwischen den einander
zugekehrten Enden von zwei Fahrgestellen
eines Schienenfahrzeuges
zugekehrten Enden von zwei Fahrgestellen
eines Schienenfahrzeuges
Anmelder:
Schweizerische Lokomotiv- und Maschinenfabrik, Winterthur (Schweiz)
Vertreter:
Dipl.-Ing. R. Beetz, Patentanwalt,
München 22, Steinsdorfstr. 10
Als Erfinder benannt:
Dr.-Ing. Gaston Borgeaud, Winterthur (Schweiz)
Beanspruchte Priorität:
Schweiz vom 13. Juli 1960
Schweiz vom 13. Juli 1960
ihres Spiels — gar nicht mehr zur Wirkung kommt.
Es ist auch schon eine Querkupplung bekannt, bei der die Querkupplungskräfte wenigstens teilweise
durch einen über eine Steuervorrichtung mit Druckmittel beaufschlagbaren Arbeitszylinder erzeugt werden,
wie dies beispielsweise für die Zentrierung einer vorlaufenden Bisselachse mit einem nachlaufenden
Drehgestell bekannt ist. Bei dieser bekannten Lösung ist zwischen der Bisselachse und dem Drehgestell
keine reine Querkupplung, sondern eine Steuervorrichtung mit einem Zwischenglied vorhanden; bei
einer Auslenkung der Bisselachse wird das nachfolgende Drehgestell durch den Kolben des Arbeitszylinders, der durch einen von dem Zwischenglied
bewegten Steuerschieber gesteuert wird, zwar in dem gleichen Sinn, aber um einen kleineren Schwenkwinkel
geschwenkt.
Durch die Erfindung sollen die obenerwähnten Nachteile der bekannten Querkupplungen mit vorgespannten
Federn beseitigt werden; insbesondere soll es die erfindungsgemäße Querkupplung möglich
machen, daß sich das vorlaufende Fahrgestell ohne wesentliche Beeinträchtigung durch die Querkupplung
beim Einfahren in eine Krümmung, eine Weiche od. dgl. leicht einstellen kann und die Wirkung der
Querkupplung auf die Schwenkung des folgenden Fahrgestells zwecks günstigen Durchlauf es durch eine
Gleiskrümmung erst mit einer zeitlichen Verzögerung einsetzt.
609 74&/88
Die Erfindung geht aus von einer Querkupplung zwischen den einander zugekehrten Enden von zwei
Fahrgestellen eines Schienenfahrzeuges, bei der die Querkupplungskräfte wenigstens teilweise durch
einen über eine Steuervorrichtung mit Druckmittel 5 beaufschlagbaren Arbeitszylinder erzeugt werden.
Bei einer derartigen; Querkupplung wird die gestellte Aufgabe erfindungsgemäß dadurch gelöst, daß, wie
an sich bekannt, Mittel zur zeitlichen Verzögerung der Druckwirkung des. auf den Druckkolben wirkenden
Druckmittels vorgesehen sind und die Steuervorrichtung eine Vorsteuereinrichtung aufweist, die den
Zufluß des Druckmittels zum Arbeitszylinder abschließt und den Abfluß aus dem Arbeitszylinder freigibt,
wenn die beiden Fahrgestelle parallel zueinander stehen, die umgekehrt aber den Zufluß freigibt
und den Abfluß sperrt, wenn die beiden Fahrgestell-Längsachsen einen Winkel zueinander bilden.
Durch die erfindungsgemäße Ausbildung der Querkupplung
wird erreicht, daß sich die über die Querkupplung verbundenen Fahrgestellenden bei zueinander
paralleler Einstellung der Gestelle in Querrichtung, frei gegeneinander bewegen können, ohne
daß Rückstellkräfte auftreten, was den Lauf des Fahrzeuges, z. B. beim Einfahren, in Krümmungen
oder Weichen begünstigt und die Richtkräfte herabsetzt. Bei Kurvenfahrt, wenn die Gestelle unter einem
Winkel zueinander liegen, ist jedoch die Querkupplung voll im Sinne einer einwandfreien Kurvenführung
wirksam.
In den Zeichnungen ist ein Ausführungsbeispiel des Erfmdungsgegeristandes dargestellt. Es zeigt
F i g. 1 die erfindungsgemäße Querkupplung bei Normalstellung, d. h. bei Stellung der beiden Fahrgestelle
im geraden Gleis,
F i g. 2 dieselbe Kupplung bei gegenseitiger Abdrehung der beiden Fahrgestelle bzw. beim Befahren
einer Kurve.
Die einander zugekehrten Enden der Fahrgestelle 1 und 2 sind durch die Querkupplung miteinander
verbunden. Zu diesem Zweck ist am Fahrgestell 1 das Gabelende 3 angebracht, während am Fahrgestell
2 der Arbeitszylinder 4 mit Kolben 5 und an den beiden Zylinderenden vorstehenden Kolbenstangen 6
vorgesehen ist. Der zum Arbeitskolben 5 gehörende Steuerzylinder 7 ist ebenfalls am Fahrgestell 2 befestigt.
Der Steuerkolben 8 ist über den am Fahrgestell 2 angelenkten Hebel 9 mit der Kolbenstange 6
verbunden.
Die Vorsteuereinrichtung 12 setzt sich aus dem
Vorsteuerzylinder 13 ■ und dem Vorsteuerkolben 14 zusammen. Der Zylinder 13 ist mit seinem verlängerten
Ende 15 an der Stelle B des Fahrgestelles 2, der
Vorsteuerkolben 14 mit seiner Kolbenstange 16 an der Stelle A des Fahrgestelles 1 angelenkt.
Das Druckmittel, vorzugsweise Druckluft, wird der Vorsteuerung durch eine Leitung 17 zugeführt, von
der aus zwei Kanäle 17 a und 176 an die entsprechenden Kolbenteile heranführen. Die flexible Leitung
18 ist mit der Mittelpartie des Steuerzylinders 7 verbunden, und von den Kolbenüberdeckungen aus
führt eine Leitung 19 nach dem einen und eine Leitung 20 nach dem anderen Kolbenraum des Arbeitszylinders 4. Die zu beiden Enden des Steuerzylinders
7 liegenden Zylinderräume sind durch Leitungen 21, 22 mit dem Freien verbunden. Sodann führt eine
Abzweigung der ieitung 19 über den Schlauch 23 sowie eine Abzweigung der Leitung 20 über den
Schlauch 24 nach dem Vorsteuerzylinder 13. Sie münden hier bei Mittellage der Vorrichtung in Nuten
25 bzw. 26 des Vorsteuerkolbens 14 und sind in dieser Lage über Öffnungen 27 bzw. 28 mit dem Freien ververbunden.
Die Wirkungsweise der Einrichtung ist für die Stellung des Fahrzeugs in der Geraden aus F i g. 1
ersichtlich. Die Druckluftzufuhr durch die Leitung 17 ist dabei vollständig gesperrt, indem die Kanäle
17 a und 17 b durch die beiden Zylinderteile des Vorsteuerkolbens 14 unterbrochen werden. Es kann somit
auch kein Druckmittel durch den Schlauch 18 nach dem Steuerzylinder 7 weiterströmen. Da ferner, wie
bereits bemerkt, die Ausströmleitungen 19,23 und 20, 24 mit dem Freien verbunden sind, kann sich das
eine Drehgestellende gegenüber dem andern in Querrichtung frei bewegen, ohne daß irgendwelche Rückstellkräfte
auftreten.
In F i g. 2 ist sodann die Stellung der beiden Fahrgestelle 1 und 2 dargestellt für den Fall, daß sich das
Fahrzeug in einer Gleiskrümmung befindet. Die Fahrgestelle 1 und 2 sind dabei von der Mittelstellung um
den Winkel α abgedreht oder um den Winkel 2« gegeneinander verdreht. Dementsprechend rücken die
beiden Anlenkpunkte A und B einander näher, und es tritt eine teleskopartige Ineinanderschiebung von
Vorsteuerzylinder 13 und -kolben 14 ein. Mit diesem Vorgang wird die Druckluftzuführung durch den
Zweigkanal 17 a freigegeben, und die Druckluft gelangt durch den Schlauch 18 zu dem zwischen den
beiden Kolbenstücken befindlichen Ringraum des Steuerkolbens 8. Gleichzeitig schließen sich zufolge
der Verschiebung der Durchgangsnuten 25 und 26 die nach außen führenden Zweige der Leitungen 19
und 20.
Vergleicht man diesen Zustand der pneumatisch betätigten Querkupplung mit einer rein mechanisch
arbeitenden, eingangs besprochenen Querkupplung, so läßt sich sagen, daß die vorliegende Kupplung nun
ebenfalls »vorgespannt« ist. Denn schon bei kleinen Querausschlägen des einen Drehgestellendes gegenüber
dem andern verschiebt sich der Steuerkolben 8 über den Hebel 9 ebenfalls, und zwar um einen entsprechend
verminderten Betrag, und gibt dann über die eine oder andere der inneren Kanten des Steuerzylinders
7 die Leitung 19 oder 20 frei, so daß Druckluft auf die entsprechende Seite des Arbeitszylinders 4
strömen kann. Bei diesem Steuervorgang kann die im entgegengesetzten Ende des Arbeitszylinders 4 befindliche
Luft durch die entsprechende Leitung nach dem Steuerzylinder 7 zurückströmen und durch die
Leitung 21 oder 22 ins Freie austreten. Damit verschieben sich der Arbeitskolben 5 und der Steuerkolben
8 in die Mittellage zurück, und es werden kleine Pendelbewegungen eintreten, bis Arbeits- und
Steuerkolben wieder zur Ruhe gekommen sind. In diesem Zustand hat die Querkupplungskraft den bei
Kurvenfahrt für den Zusammenhalt beider Kupplungsteile notwendigen Wert erhalten.
Um dabei auftretende Schwingungen während des Steuervorganges zu dämpfen, sind in den Leitungen
19 und 20 Drosselventile 31 bzw. 32 vorgesehen. Diese Drosselventile bewirken außerdem, daß die
Querkupplungskräfte sich mit einer gewissen Zeitverzögerung aufbauen, so daß bei dynamischen Vorgängen,
wie z. B. bei Einfahrten in Kurven und Weichen sowie beim Lauf in der Geraden bei schlechtem
Gleiszustand die Rückstellkraft nicht sofort zur Wir-
kung kommt. Kehren umgekehrt die Drehgestelle 1 und 2 in ihre dem Lauf in der Geraden entsprechende
Normallage zurück, so schließt die Steuervorrichtung den Zufluß des Arbeitsmittels zum Druck'kolben erst
ab, wenn die beiden Fahrgestelle 1 und 2 einerseits mit ihren Stirnseiten parallel zueinander stehen und
anderseits in ihrem Kupplungspunkt die gleiche Querlage aufweisen.
Es wäre auf einfachste Weise möglich, andere Abhängigkeiten von der gegenseitigen Winkelstellung
der Fahrgestelle 1 und 2 in der Kupplungsanlage vorzusehen. So könnte z. B. eine stärkere Progressivität
des Rückstellvorganges erreicht werden, wenn an Stelle eines einfachen Arbeitskolbens 5 ein Differentialkolben
verwendet würde mit getrennter Zuströmung zum erweiterten Teil des Kolbens. Ferner
könnten zu beiden Seiten des Arbeitskolbens 5 Rückstellfedern vorgesehen werden, die die Rückstellkräfte
der Druckmittelbeaufschlagung verstärken. Damit käme eine Kombination der druckmittelbetätigten
Vorrichtung mit der bisherigen Ausführungsweise zustande, ohne daß die eingangs genannten
Nachteile der letzteren in Kauf genommen werden müssen.
Wird an Stelle von Luft ein flüssiges Druckmittel verwendet, so ist es zwecks Verzögerung des Druckaufbaues
vorteilhaft, mit den Zylinderräumen des Arbeitszylinders 4 kommunizierende Kammern 33
und 34 vorzusehen, die mittels federbelasteter Kolben 35 bzw. 36 ausdehnbar sind, wie in F i g. 1 strichpunktiert
dargestellt ist.
Unter Beibehaltung der beschriebenen Steuerprinzipien könnte es unter Umständen zweckmäßig sein,
andere, z. B. elektrisch, elektromagnetisch oder elektronisch arbeitende Steuerungen anstatt nur hydraulischer
zu verwenden; auch könnten sie miteinander kombiniert werden.
Für die Gegenstände der Unteransprüche 2 bis 5, die an sich nicht mehr neue, aber in Verbindung mit
der Querkupplung nach dem Hauptanspruch zweckmäßige Ausführungsmerkmale betreffen, wird nur
Schutz im Rahmen echter Unteransprüche begehrt.
Claims (5)
1. Querkupplung zwischen den einander zügekehrten Enden von zwei Fahrgestellen eines
Schienenfahrzeuges, bei der die Querkupplungskräfte wenigstens teilweise durch einen über eine
Steuervorrichtung mit Druckmittel beaufschlagbaren Arbeitszylinder erzeugt werden, dadurch
gekennzeichnet, daß, wie an sich bekannt, Mittel zur zeitlichen Verzögerung der Druckwirkung
des auf den Druckkolben (5) wirkenden Druckmittels vorgesehen sind und die Steuervorrichtung
(7 bis 9) eine Vorsteuereinrichtung (12) aufweist, die den Zufluß (18) des Druckmittels
zum Arbeitszylinder (4) abschließt und den Abfluß (23 und 24) aus dem Arbeitszylinder freigibt,
wenn die beiden Fahrgestelle (1 und 2) parallel zueinander stehen, die umgekehrt aber den Zufluß
sperrt, wenn die beiden Fahrgestell-Längsachsen einen Winkel zueinander bilden.
2. Querkupplung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Vorsteuereinrichtung
(12) in üblicher Weise aus einem Steuerzylinder mit Kolben besteht, wobei der Vorsteuerzylinder
(13) mit der einen Stelle (B) des einen Fahrgestells (2) und der Vorsteuerkolben (14) mit der
anderen Stelle (A) des anderen Fahrgestells (1) verbunden sind, die sich bei Kurvenfahrt des
Fahrzeuges in Längsrichtung gegeneinander verschieben.
3. Querkupplung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß zur zeitlichen Verzögerung
des Druckmitteldurchflusses in üblicher Weise Drosselventile (31 und 32) in den zu den Arbeitszylinderräumen
führenden Druckmittelleitungen (19 und 20) vorgesehen sind.
4. Querkupplung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß insbesondere bei Verwendung
von flüssigem Druckmittel zwecks Verzögerung des Druckaufbaues mit den Zylinderräumen
des Arbeitszylinders (4) kommunizierende Kammern (33 und 34) vorgesehen sind.
5. Querkupplung nach den Ansprüchen 1 und 4, dadurch gekennzeichnet, daß die Kammern (33
und 34) entgegen dem Druck federbelasteter Kolben (35 und 36) ausdehnbar sind.
In Betracht gezogene Druckschriften:
Deutsche Patentschriften Nr. 457064, 590 867, 623, 855 246, 937 355, 960 899;
deutsche Auslegeschrift Nr. 1012 321;
deutsche Gebrauchsmuster Nr. 1775 255,
550;
550;
französische Patentschrift Nr. 758 150.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen
609 748/88 12.66 © Bundesdruckerei Berlin
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| CH798360 | 1960-07-13 |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
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| DE1230833B true DE1230833B (de) | 1966-12-22 |
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