DE1206554B - Einrichtung zur kontinuierlichen Herstellung von U-foermig profilierten Glasbaendern - Google Patents
Einrichtung zur kontinuierlichen Herstellung von U-foermig profilierten GlasbaendernInfo
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Description
- Einrichtung zur kontinuierlichen Herstellung von U-förmig profilierten Glasbändern Die Erfindung betrifft eine Einrichtung zur kontinuierlichen Herstellung von U-förmig profilierten Glasbändern, bestehend aus einer Walzeinrichtung mit zwei Einzugswalzen, deren Formgebungsspalt seitlich durch die Gegenwalze seitlich übergreifende Bunde begrenzt ist, zur Erzeugung eines planebenen Glasbandes gleichmäßiger Breite aus der Glasschmelze mit anschließender Einrichtung zur Bildung des U-Profils, welche aus mehreren hintereinandergeschalteten, mit Walzen versehenen Leitvorrichtungen besteht, deren Stellung schrittweise zunehmend der endgültigen Profilform entspricht, woran sich eine Endverformungseinrichtung anschließt, welche den gesamten Profilquerschnitt begrenzt.
- Bei U-förmig profilierten Glasbändern, die im allgemeinen mit den Enden der Profilschenkel aufliegend montiert werden, ist es zur Erzielung einer gleichmäßigen Belastung des Profils von ausschlaggebender Bedeutung, daß die Höhe der Schenkel über die ganze Profillänge gleichmäßig ist. Das hat zur Voraussetzung, daß das als Ausgangsprodukt verwendete Glasband eine genau gleichmäßige Breite hat, da eine Verformung des Glasbandes in der Breite in den anschließenden Verformungseinrichtungen nicht mehr möglich ist.
- Es sind Glaswalzmaschinen bekannt, deren Formgebungsspalt ein geschlossenes Kaliber bildet und die ein auf allen Seiten fertig bearbeitetes Erzeugnis liefern. Bei diesen Glaswalzmaschinen wird der Formgebungsspalt seitlich durch Abschlußmittel begrenzt. So sind Glaswalzmaschinen bekannt, bei denen jede der beiden Walzen auf ihrem Umfang einen Ring trägt, der gegen eine Stirnseite der Gegenwalze anliegt. Diese Ringe werden unter Federspannung an die Gegenwalze gedrückt, so daß eine metallische Reibung auftritt, die zu Störungen führen kann, da eine Schmierung praktisch nicht möglich ist. Darüber hinaus ist der Wärmeübergang von den hochthermisch belasteten Ringen auf die Walze sehr schlecht, so daß mit einer starken Erwärmung der Ringe gerechnet werden muß, die dazu führen kann, daß die Ringe an dem zu verformenden Glasband anhaften.
- Ziel der Erfindung ist eine Einrichtung der genannten Art, bei der die Nachteile der bekannten Einzugswalzenkonstruktionen nicht auftreten.
- Dieses Ziel wird gemäß der Erfindung dadurch erreicht, daß eine der Einzugswalzen an beiden Enden mit ihr fest verbundene hohl ausgebildete Begrenzungsscheiben trägt, deren Hohlräume mit dem Kühlwasserkanal der Walze in Verbindung stehen, und daß die Begrenzungsseheiben die Stirnflächen der Gegenwalze mit geringem Abstand übergreifen.
- Bei dieser Anordnung wird jede metallische Reibung zwischen den beiden Walzen vermieden. Darüber hinaus ist eine einwandfreie Kühlung der Begrenzungsscheiben möglich, die so eingestellt werden kann, daß optimale Temperaturbedingungen über den gesamten Querschnitt des Glasbandes auftreten. Darüber hinaus ist es möglich, direkt an den Umfang der Begrenzungsscheiben die üblichen Begrenzungssteine des Ofenauslaufes angrenzen zu lassen, ohne daß diese tief in den Walzenspalt eingreifen müßten.
- Die Erfindung ist in der Zeichnung beispielsweise veranschaulicht und im nachstehenden im einzelnen an Hand der Zeichnung erläutert.
- F i g. 1 zeigt einen Querschnitt durch eine Glaserzeugungsanlage der Länge nach von der Glaswarme bis zur Kühlbahn, wobei in der Pfeilrichtung CD der Produktionsgang abläuft; F i g. 2 zeigt eine Draufsicht der Anlage nach F ig. 1; F i g. 3 zeigt eine teilweise geschnittene Ansicht der Walzanlage von der Glaswanne in der Richtung des Pfeiles in F i g. 2.
- F i g. 1 und 2 zeigen den Auslaufstein 1 der Wanne, den Maschinenstein 2 und den Regulierstein 2 a, die Einzugswalzen 3 und 4, die scheibenartige Begrenzung 5 an den Stirnseiten der Walze 4, die Transportwalzen 7, 8, 9 in der Richtung der nachfolgenden Verformung, die Walzenbrücken 6, 10, 11, die Teile einer Verformungseinrichtung 12 bis 18, die Förderwalzen 19, 20, die Transportwalzen 21 bis 22, innerhalb der Kühlbahn 23.
- Wie im einzelnen aus F i g. 3 hervorgeht, sind die Einzugswalzen 3, 4 mit ihren Achsen 31 in Lagern gelagert, die in den Lagerböcken 26 mittels Schraubentrieben 27 höhenverstellbar gelagert sind. Der Antrieb der beiden Walzen 3, 4 erfolgt über die Antriebsräder 30. Der Gleichlauf der Walzen wird durch ein miteinander kämmendes Zahnradpaar 28, 29 sichergestellt. Die beiden Zahnräder 28, 29 sind auf einem Ende der Achsen 31 befestigt.
- Die Einzugswalzen 4 besitzen an ihren Enden seitliche Begrenzungsscheiben 5, 5'. deren Durchmesser größer ist als der Durchmesser der Einzugswalzen 4 und deren axialer Abstand so bemessen ist, daß die Einzugswalze 3 zwischen die Begrenzungsseheiben 5,5' derart eingreift, daß ein im wesentlichen allseitig geschlossenes Walzprofil entsteht, durch das ein Glasband definierter Breite und Dicke ausgewalzt wird.
- Die thermische Beeinflussung der Walzen erfolgt durch ein Kühl- bzw. Heizmittelführungssystem, das aus den beiden Zu- und Ableitungen 32, 33 besteht, von denen das Kühl- bzw. Heizmedium durch die Bohrungen 34 in die hohl ausgebildeten Wellenzapfen 31 gelangt bzw. aus diesen austritt.
- Die Begrenzungsscheiben 5, 5' sind ihrerseits hohl ausgebildet, so daß das die Walze 4 durchströmende Kühl- bzw. Heizmedium auch die Begrenzungsflansche thermisch beeinflußt, so daß die entsprechenden thermischen Bedingungen für den gesamten Querschnitt des herzustellenden Glasbandes gleich sind.
Claims (1)
- Patentanspruch: Einrichtung zur kontinuierlichen Herstellung von U-förinig profilierten Glasbändern, bestehend aus einer Walzeinrichtung mit zwei Einzugswalzen, deren Formgebungsspalt seitlich durch die Gegenwalze seitlich über,-reitende Bunde begrenzt ist, zur Erzeugung eines planebenen Glasbandes gleichmäßiger Breite aus der Glasschmelze mit anschließender Einrichtung zur Bildung des U-Profiles, welche aus mehreren hintereinandergeschalteten, mit Walzen versehenen Leitvorrichtungen besteht, deren Stellung schrittweise zunehmend der endgültigen Profilform entspricht, woran sich eine Endverformungseinrichtung anschließt, welche den gesamten Profilquerschnitt begrenzt, dadurch gekennzeichnet, daß eine der Einzugswalzen an beiden Enden mit ihr fest verbundene hohl ausgebildete Begrenzungsscheiben (5, 5') trägt, deren Hohlräume mit dem Kühlwasserkanal der Walze (4) in Verbindung stehen, und daß die Begrenzungsseheiben die Stirnflächen der Gegenwalze (3) mit geringem Abstand übergreifen. In Betracht gezogene Druckschriften: Deutsche Patentschriften Nr. 563 853, 1079 798.
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Patent Citations (2)
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