DE1200482B - Verfahren und Schmelzofen zum Erschmelzen von Glas fuer die Herstellung von Glasmosaik - Google Patents
Verfahren und Schmelzofen zum Erschmelzen von Glas fuer die Herstellung von GlasmosaikInfo
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- C—CHEMISTRY; METALLURGY
- C03—GLASS; MINERAL OR SLAG WOOL
- C03B—MANUFACTURE, SHAPING, OR SUPPLEMENTARY PROCESSES
- C03B5/00—Melting in furnaces; Furnaces so far as specially adapted for glass manufacture
Landscapes
- Chemical & Material Sciences (AREA)
- Engineering & Computer Science (AREA)
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- Glass Melting And Manufacturing (AREA)
Description
- Verfahren und Schmelzofen zum Erschmelzen von Glas für die Herstellung von Glasmosaik Bei der Herstellung von Glasmosaik hat es sich als zweckmäßig erwiesen, das Ausgangsglas so zu erschmelzen, daß in ihm ein körniger Bestandteil vorhanden ist, der das Glas in vorteilhafter Weise trübt.
- Zur Erzielung dieser Trübung wurde bereits das Einrühren von Sand in die Schmelze vorgeschlagen. Es hat sich jedoch gezeigt, daß dieses Einrühren von Sand in die Schmelze vergleichsweise schwierig ist. Insbesondere bläst der Ofenzug den Sand teilweise wieder ab, so daß der Anteil des eingerührten Sandes nicht auf genaue Werte festgelegt werden kann und derart ein ungleichförrniges Produkt entsteht. Es wurde deshalb im Zusammenhang damit auch bereits der Vorschlag gemacht, das Erschmelzen des Glases bei der sogenannten Rauhschmelze abzubrechen und mit etwas höherem Sandeinsatz zu arbeiten. Das Erschmelzen von für Glasmosaik bestimmten Glasmassen erfolgte bisher in Hafenöfen, was zur Folge hat, daß absatzweise gearbeitet werden muß. Ein solcher Betrieb ist jedoch außerordentlich teuer. Das kontinuierliche Gewinnen des Glases erfordert das Erschmelzen in der Wanne. In einer normalen Glaswanne ist das Unterbrechen des Schmelzvorganges beim Erreichen der Rauhschmelze jedoch nicht möglich, weil der Glasstand bedingt, daß im unteren Teil des Glasbades in der Wanne flüssiges Glas vorhanden ist.
- Durch die Erfindung wird ein Verfahren geschaffen, mit dem das kontinuierliche Gewinnen des Glases möglich ist. Das erfindungsgemäße Verfahren kennzeichnet sich dadurch, daß das Glasgemenge auf eine sich schräol nach unten erstreckende beheizte Herdfläche aufgebracht und an einer solchen Stelle von dieser Herdfläche abgezogen wird, an der sieh das Glas im Zustand der Rauhschmelze befindet.
- Auf diese Weise ist es möglich, für Glasmosaik bestimmtes Glas derart zu erschmelzen, daß der Schmelzvorgang denjenigen der Rauhschmelze nicht überschreitet. Es ist also eine gewünschte Verteilung ungeschmolzener Sandteilchen im fertigen Glas gewährleistet, was zu der erstrebten Trübung des Glasmosaiks führt.
- Ein Ofen zur Durchführung des erfindungsgemäßen Verfahrens kennzeichnet sich dadurch, daß er eine in Arbeitsrichtung schräg nach unten verlaufende Herdfläche aufweist, an die sich ein flaches Sammel- und Abziehbecken anschließt. Auf diese Weise wird erreicht, daß die Rauhschmelze mit beginnender Verflüssigung des Glases über die schräge Herdfläche nach unten fließt, sich beim Herunterfließen homogenisiert und schließlich am Ende dieser schrägen Herdfläche in dem vergleichsweise sehr flachen Becken gesammelt wird, aus dem das Glas z. B. einer Walzmaschine zugeführt werden kann. Wesentlich beim erfindungsgemäßen Wannenofen ist die vergleichsweise kurze Ausbildung und die Schrägstellung der Herdfläche oder des Herdbodens. Vorzu-sweise ist das an den schräg abfallenden Herdboden anschließende flache Becken mit einem Boden ausgerüstet, der sich nach rückwärts, d. h. in Richtung des auf das Becken schräg abfallenden Herdbodens absenkt. Dort wird in weiterer Ausbildung der Erfindung ein Abzugsloch vorgesehen, welch ' es das Abziehen des in diesem Becken befindlichen Restglases bei Farbwechsel ermöglicht.
- Der Glasinhalt des gesamten Ofens beschränkt sich praktisch auf den Inhalt des sehr flachen Bekkens am Ende des Ofens. Während normale Wannenöfen einen Inhalt von 2/3 eines Tagesverbrauchs aufweisen, weist der erfindungsgemäße Ofen nur einen Inhalt von einer Stunde Verbrauch auf.
- Die Decke des Ofens wird zweckmäßig als Doppelgewölbe ausgebildet. Auf diese Weise werden die am Ende des Ofens zur Verfügung stehenden, noch vergleichsweise heißen Abgase nut7bar gemacht, so daß ihr Wärmeinhalt wenigstens teilweise genutzt wird und nicht vollständig verlorengeht.
- Die Zeichnung zeigt ein Ausführungsbeispiel des Erfindungsgegenstandes und zwar in F i g. 1 einen Längsschnitt durch einen erfindungsgemäßen Wannenofen; und in F i g. 2 einen Schnitt im wesentlichen längs der Linie 11-11 der F i g. 1.
- Man erkennt aus F i g. 1 die Ofenkonstruktion, wobei eng gestrichelt bei 1 die feuerfeste Auskleidung unter anderem auch für den schräg abfallenden Boden wiedergegeben ist. Der schräg abfallende Boden 1 mündet in ein flaches Becken 2, das einen nach rückwärts abfallenden Boden 3 aufweist. An der Austrittsöffnung 4 schließt beispielsweise eine Walzmaschine an. Bei 5 sind die Einsatzöffnungen für die zur Beheizung des Ofens erforderlichen Brenner wiedergegeben. 6 bedeutet die Ofendecke, die im vorliegenden Fall als Doppelgewölbe ausgebildet ist, so daß ein Abzug 7 ensteht, der die heißen Abgase über dem Becken 2 zur Rekuperatoranschlußöffnung 8 zurückführt und dadurch zur Wärmeökonomie des Ofens beiträgt.
- Bei 9 ist eine Abzugsöffnung angedeutet, welche das Abziehen des Inhalts des flachen Beckens 2 ermöglicht, falls das dort befindliche Glas gegen ein anders gefärbtes Glas ausgewechselt werden soll.
Claims (2)
- Patentansprüche: 1. Verfahren zum Erschmelzen von Glas für die Herstellung von Glasmosaik durch Abbrechen des Schmelzvorganges bei der Rauhschmelze und Arbeiten mit erhöhtem Sandeinsatz, d a d u r c h gekennzeichnet, daß das Glasgemenge auf eine sich schräg nach unten erstreckende beheizte Herdfläche aufgebracht und an einer solchen Stelle von dieser Herdfläche abgezogen wird, an der sich das Glas im Zustand der Rauhschmelze befindet.
- 2. Schmelzofen zur Durchführung des Verfahrens nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der Schmelzofen eine in Arbeitsrichtung schräg nach unten verlaufende Herdfläche (1) aufweist, an die sich ein flaches Sammel- und Abziehbecken (2) anschließt. 3. Schmelzofen nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß das an den schräg abfallenden Herdboden (1) anschließende flache Becken (2) einen nach rückwärts, d. h. in Richtung des auf das Becken schräg abfallenden Herdbodens geneigten Boden (3) aufweist. 4. Schmelzofen nach Anspruch 2 oder 3, dadurch gekennzeichnet, daß an der tiefsten Stelle des flachen Beckens (2) ein Abzugsloch (9) vorgesehen ist.
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DEG35366A DE1200482B (de) | 1962-07-03 | 1962-07-03 | Verfahren und Schmelzofen zum Erschmelzen von Glas fuer die Herstellung von Glasmosaik |
Applications Claiming Priority (1)
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|---|---|---|---|
| DEG35366A DE1200482B (de) | 1962-07-03 | 1962-07-03 | Verfahren und Schmelzofen zum Erschmelzen von Glas fuer die Herstellung von Glasmosaik |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE1200482B true DE1200482B (de) | 1965-09-09 |
Family
ID=7125150
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DEG35366A Pending DE1200482B (de) | 1962-07-03 | 1962-07-03 | Verfahren und Schmelzofen zum Erschmelzen von Glas fuer die Herstellung von Glasmosaik |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE1200482B (de) |
-
1962
- 1962-07-03 DE DEG35366A patent/DE1200482B/de active Pending
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