DE1196325B - Vorrichtung zur deformationslosen Sterilisation von luftdicht verschlossenen Kunststoffbehaeltern - Google Patents

Vorrichtung zur deformationslosen Sterilisation von luftdicht verschlossenen Kunststoffbehaeltern

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DE1196325B
DE1196325B DED37834A DED0037834A DE1196325B DE 1196325 B DE1196325 B DE 1196325B DE D37834 A DED37834 A DE D37834A DE D0037834 A DED0037834 A DE D0037834A DE 1196325 B DE1196325 B DE 1196325B
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DE
Germany
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sterilization
autoclave
liquid
pressure
deformation
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DED37834A
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Rer Nat Dr Med Karl Zobl Dr
Fritz Kern
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Duschek Alois GmbH
Original Assignee
Duschek Alois GmbH
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Pending legal-status Critical Current

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    • AHUMAN NECESSITIES
    • A23FOODS OR FOODSTUFFS; TREATMENT THEREOF, NOT COVERED BY OTHER CLASSES
    • A23BPRESERVATION OF FOODS, FOODSTUFFS OR NON-ALCOHOLIC BEVERAGES; CHEMICAL RIPENING OF FRUIT OR VEGETABLES
    • A23B2/00Preservation of foods or foodstuffs, in general
    • AHUMAN NECESSITIES
    • A61MEDICAL OR VETERINARY SCIENCE; HYGIENE
    • A61LMETHODS OR APPARATUS FOR STERILISING MATERIALS OR OBJECTS IN GENERAL; DISINFECTION, STERILISATION OR DEODORISATION OF AIR; CHEMICAL ASPECTS OF BANDAGES, DRESSINGS, ABSORBENT PADS OR SURGICAL ARTICLES; MATERIALS FOR BANDAGES, DRESSINGS, ABSORBENT PADS OR SURGICAL ARTICLES
    • A61L2/00Disinfection or sterilisation of materials or objects, in general; Accessories therefor
    • A61L2/02Disinfection or sterilisation of materials or objects, in general; Accessories therefor using physical processes
    • A61L2/04Heat
    • A61L2/06Hot gas
    • A61L2/07Steam

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  • Life Sciences & Earth Sciences (AREA)
  • Engineering & Computer Science (AREA)
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  • Polymers & Plastics (AREA)
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  • Apparatus For Disinfection Or Sterilisation (AREA)

Description

  • Vorrichtung zur deformationsiosen Sterilisation von luftdicht verschlossenen Kunststoffbehältern Für die Aufbewahrung von biologischen Flüssigkeiten, Seren, Infusionslösungen usw. sind in letzter Zeit verschiedene, bei Sterilisationstemperaturen von etwa 100 bis 1300 C beständige Kunststoffe empfohlen worden. Besonders hohe Sterilisationstemperaturen bis 1300 C und darüber können von Kunststoffen auf Basis handelsüblicher Polypropylensorten ertragen werden. Da aber bei den von den Pharmakopöen verschiedener Länder geforderten Sterilisationstemperaturen und Sterilisationszeiten der Erweichungspunkt der Plastikmaterialien während der Sterilisation erreicht bzw. überschritten wird, besteht die Gefahr, daß sich in der Regel dünnwandigen Kunststoffbehälter leicht verformen bzw. in bereits gefülltem Zustand platien und somit unbrauchbar werden. Die Sterilisation von Kunststoffbehältern, die bei der Sterilisationstemperatur erweichen, erfordern somit, gleichgültig ob die Behälter schon gefüllt oder noch leer sind, besondere Schritte, um eine bleibende Deformation des Behältermaterials zu verhindern.
  • Zur Lösung dieses Problems einer deformationslosen Sterilisation von Kunststoffbehältern wurden bereits die verschiedenartigsten Maßnahmen empfohlen. Einer dieser Vorschläge beruht darauf, daß der Kunststoffbehälter in gefülltem und geschlossenem Zustand mit gespanntem Wasserdampf auf 110 bis 1120 C in einem Autoklav erhitzt wird, der zum Teil mit Wasser gefüllt ist, wobei einer Deformation der Plastikbehälter bei den verschiedenen Sterilisations- und Abkühlungstemperaturen durch dosierten Zusatz von Preßluft mit Drücken bis zu 2 at und mehr entgegengewirkt werden muß Weiters ist es auch bekannt, vollständig mit Flüssigkeit gefüllte Beutel aus thermoplastischem Folienmaterial in eine Sterilisationsflüssigkeit von gleichem spezifischem Gewicht wie die gefüllten Beutel vollständig einzutauchen und darin durch Erhitzen zu sterilisieren und anschließend wieder abzukühlen. Dieses Verfahren eignet sich aber nicht zur Sterilisation von Kunststoffbehältern, die nur teilweise mit Sterilisationsgut gefüllt sind, weil infolge der unterschiedlichen Ausdehnungskoeffizienten von Sterilisationsgut und Luft- bzw. Gasraum die Gefahr von Deformationen oder Zerstörungen des Kunststoffbehälters besonders groß ist. Außerdem ist bei dieser Methode trotz des vollständigen Eintauchens der Beutel in die Sterilisationsflüssigkeit im Druckraum stets ein Luft- oder Gaspolster vorhanden, das zu unkontrollierbaren oder zumindest schwer beherrschbaren Druckänderungen führt und damit erneut die Gefahr von Deformationen bzw. Zerstörungen heraufbeschwört.
  • Die Erfindung betrifft eine Vorrichtung, mittels der man Kunststoffbehälter in teilweise gefülltem Zustand in wesentlich einfacherer und sicherer Weise und mit geringerem apparativem Aufwand defounationslos, und zwar bei den von den Pharmakopöen geforderten Sterilisationstemperaturen und -zeiten sterilisieren kann. Die Erfindung sieht nun eine Vorrichtung zur deformationslosen Sterilisation von luftdicht verschlossenen Kunststoffbehältern, insbesondere für biologische Flüssigkeiten, Seren, Infusionslösungen, injizierbare Heilmittel, chirurgisches Nahtmaterial od. dgl., vor, die im wesentlichen einen die Kunststofibehälter aufnehmenden, mit einer wärmeübertragenden Flüssigkeit gefüllten, heizbaren Autoklav und ein mit diesem in Verbindung stehendes Umlaufsystem samt Kühlvorrichtung für das wärmeübertragende Medium umfaßt, in welcher Vorrichtung die Behandlung der nur teilweise mit flüssigem, pastenförmigem und/oder festem Sterilisationsgut erfüllten Kunststoffbehälter durch Erhitzen in dem vollständig mit der Sterilisationsflüssigkeit erfüllten Autoklav und Abkühlen sowie Druckentlasten des Druckrauminhaltes nach beendeter Sterilisation vorgenommen wird. Die erfindungsgemäße Vorrichtung ist dadurch gekennzeichnet, daß der Autoklav am höchsten Punkt mit einem geschlossenen Druckausgleichsgefäß verbunden ist, dessen Fassungsraum so bemessen ist, daß das durch das Niveau der wärmeübertragenden Flüs- sigkeit im Druckausgleichsgefäß einstellbare Luftvolumen bei der Sterilisation den Druckausgleich bewirkt.
  • Bei der praktischen Arbeit mit der erfindungsgemäßen Vorrichtung ist es wichtig, daß der Autoklav nach dem Einlegen oder Einhängen des Sterilisationsgutes vollständig und restlos luftfrei mit Wasser oder einem anderen wärmeübertragenden Medium gefüllt wird, so daß die Kunststoffbehälter allseitig von der wärmeübertragenden Flüssigkeit umgeben sind, und daß im Autoklav auch kein Luft-oder Gaspolster zurückbleibt. Beim Erhitzen auf Sterilisationstemperatur steigt dann der Druck im Innern des nur teilweise mit Flüssigkeit oder anderem Sterilisationsgut gefüllten Kunststoffbehälters und in der ihn außen umgebenden wärmeübertragenden Flüssigkeit im wesentlichen von selbst gleich hoch an, so daß es zu keiner Deformation kommen kann. Dieser Druck liegt z. B. im Falle von wäßrigem Sterilisationsgut etwa 25 25e/o über dem Druck der Sattdampftabelle, so daß die über die normale Siedetemperatur erhitzte Flüsigkeit im Kunststoffbehälter stets ausreichend unter Siedeverzug gehalten wird. Im Ausgleichsgefäß, das während der ganzen Operation auf Raumtemperatur oder nur wenig darüber verbleibt, wird das dort vorhandene Luftpolster durch das Ausdehnungsvolumen des flüssigen Druckmediums zusammengepreßt und eine für den Abkühlungsvorgang wichtige Druckreserve geschaffen.
  • Ist die Sterilisation beendet, so geht bei der nun einsetzenden Kühlung die Temperatur der wärmeübertragenden Flüssigkeit im Druckraum verhältnismäßig rasch zurück, während sie im Kunststoffbehälter nur merklich verzögert abnimmt, z. B. mit einer Differenz von 100 C oder mehr. Im Normalfall, d. h. beim üblichen Arbeiten in einem Druckkessel ohne Ausgleichsgefäß, würde infolge der durch den Temperaturunterschied bedingten Druckdifferenz zwischen Druckraum und Kunststoffbehälter eine Deformation bzw. ein Platzen der Kunststoffbthälter ausgelöst werden. Mit der eriindungsgemäßen Vorrichtung ist es jedoch möglich, durch den relativ kalten, unter Druck stehenden Luftpolster im AubgleiEsgefäß diese befährliche--Druckdifferenz zwischeft Kunststctbehälter und Druckraum auszugleichen, d.- h., die Flüssigkeit im Kunststoffbeutel wOrd Zeitirliunter-Siedeverzug gehalten, bis die Abkühlung des Beütelinhaltes auf eine Temperatur unterhalb der Siedëtemperatur bei Atrnosphärendruck erfolgt ist. Damit wird jede vorzeitige, z. B. explosionsartige Verdampfting im Beutel verhindert, die zum Ausbauchen oder Platzen führen könnte.
  • Mit der': eifin' sgemäße'fi'Vorrichtung wird auch die Ausbildung eines Unterdruckes im Kunststoffbehälter gegenüber dem umgebenden Medium und damit'ein'' Zusammenqüetschen' der Behälter vermieden.
  • Bei der Sterilisatiorr mit der erfindungsgemäßen Vorrichtung wird also im wesentlichen die Wirkung erzieit, daß dem während der Sterilisationstemperatür auftreteftdea Inbendruek der Lösung in den Plastikbehältern, der andernfalls zur Deformation führen würde; durch: den Gegendruck des mit Wasser oder einem anderen wärmeübertragenden Medium vollgeffillten Aütoklavs während der ganzen Behandlungstidier £'entgegengewirkt wird. Es ist vorteilhaft, den Behandlungsgang durch eine genaue Kontrolle zu verfolgen, z. B. dadurch, daß der Autoklav mit einem Schauglas versehen wird, welches eine genaue Beobachtung der Vorgänge im Innern des Autoklavs, z. B. das Erreichen des Erweichungspunktes beim Erhitzen und die Verfestigung während der Abkühlung ermöglicht.
  • Als wärmeübertragendes Medium kann man entweder Wasser von normaler Temperatur oder bis zu 600 C vorgewärmtes Wasser zum Füllen des Autoklaven verwenden. Es sind aber auch andere flüssige wärmeübertragende Medien, z.B. organische Flüssigkeiten, wie Toluol, Xylol, Cumol usw., insbesondere bei der Sterilisation von Kunststoffbehältern, die chirurgisches Nahtmaterial enthalten, geeignet.
  • Beim Arbeiten mit der erfindungsgemäßen Vorrichtung kann man mit Vorteil Behälter aus Hochdruckpolyäthylen oder solche aus Polypropylen verwenden. Im letztgenannten Falle sind ohne weiteres Sterilisationstemperaturen von 120 bis 1300 C und darüber möglich, ohne daß die Behälter während der ganzen Sterilisations- und Abkühlzeit Deformationen erleiden. Dabei können die Sterilisationstemperaturen der Wärmeverträglichkeit der verschiedenen Kunststoffarten leicht angepaßt werden und ebenso können die Sterilisationszeiten erforderlichenfalls gefahrlos auf 1 bis 2 Stunden erstreckt werden. Damit werden die von den verschiedenen Pharmakopöen geforderten Sterilisationstemperaturen und -zeiten nicht nur erreicht, sondern weit überschritten. So wurde festgestellt, daß bei der Sterilisation von Behältern aus Polypropylen in der erfindungsgemäßen Vorrichtung das Erhitzen auf eine Sterilisationstemperatur von 1350 C während mindestens 20 Minuten bzw. auf 1200 C während mindestens 30 Minuten zu einem den bestehenden Vorschriften vollauf entsprechenden Ergebnis führt. Durch Thermoelement-Fühlmessung läßt sich einwandfrei feststellen, daß die Lösungen in den Plastikbehältern tatsächlich die gewünschten Sterilisationstemperaturen erreichen.
  • Da beim Arbeiten mit der erfindungsgemäßen Vorrichtung ohne jeden Luft- oder Gaspolster im Druckraum gearbeitet wird, ist man bei der Beschickung des Autoklavs mit dem Sterilisationsgut hinsichtlich Anzahl, Art und Inhalt der Kunststoffbehälter völlig frei und benötigt auch keine zusätzliche Druckaufbringung od. dgl., wie dies bisher notwendig war.
  • Eswerden auch die Nachteile vermieden, die sich bei ungleichzeitiger Abkühlung und Druckentlastung des Autoklavinhaltes dadurch ergeben, daß sich der Plastikbeutel viel langsamer abkühlt als die ihn außen umgebende Flüssigkeit und damit wie ein kleiner Dampfkessel im Innern eines flüssigen, bei Vorhandensein eines darüber lagernden Luftpolsters nachgebenden Mediums wirkt. Durch die gleichrääßige bzw. regelbare Abkühlung des Gesamtinhaltes des Autoklavs wird ja eine besonders rasche und gleichmäßige Abkühlung, die sich auf den gesamten Querschnitt des Autoklavs erstreckt und damit auch die Kunststoffbehälter und deren Füllgut erfaßt, herbeigeführt.
  • - Die- Vorrichtung gemäß der Erfindung ist in der Zeichnung an Hand einer beispielsweisen Ausführungsform näher erläutert. Ein Autoklav 1 von etwa 350 1 Fassungsraum und einem zulässigen Betriebsdruck von 3 atü sowie einem vorgeschriebenen Prüfdruck von 8 bis 9 atü ist in üblicher Weise mit einem Sicherheitsventil 2, einem Manometer 13 sowie einem mit Dampf oder elektrisch beheizbaren Heizmantel 3 versehen. Im oberen Teil des Autoklavs ist eine Leiste oder Stange 4 zum Aufhängen des Sterilisationsgutes, z. B. von Infusionsbehältern 5 und Catgutampullen 6 angeordnet. Zur Ableitung der Ausdehnungsflüssigkeit dient ein am obersten Punkt des Autoklavs 1 angesetztes, verhältnismäßig enges Rohr 7, das die Verbindung mit einem geschlossenen Druckausgleichsgefäß 8 herstellt. Dieses Gefäß, das zweckmäßig etwa das doppelte Volumen der beim Erhitzen auf Sterilisationstemperatur verdrängten Autoklavflüssigkeit aufnehmen soll, ist mit einem im Schwankungsbereich seines Flüssigkeitsspiegels anzeigenden geeichten Wasserstandsmesser 9 sowie einem Sicherheitsventil 14 und einem Manometer 15 versehen. Das Druckausgleichsgefäß enthält vor Beginn der Sterilisation eine genügende Menge Wasser od. dgl., so daß der Autoklav vollständig mit der wärmeübertragenden Flüssigkeit gefüllt ist und der Flüssigkeitsstand im Wasserstandsmesser abgelesen werden kann. Die dadurch festgelegte Luftmenge im Ausgleichsgefäß wird durch das während der Sterilisation aus dem Autoklav austretende Wasser bzw. die austretende Flüssigkeit entsprechend zusammengedrückt. Die in das Ausdehnungsgefäß eintretende Flüssigkeitsmenge ist proportional der Flüssigkeitsmenge des Autoklavs und richtet sich auch nach dem Ausmaß der Füllung des Autoklavs mit dem Sterilisationsgut. Der Flüssigkeitsstandanzeiger ermöglicht es, den Luftraum im Ausgleichsgefäß als Regulierpolster passend einzustellen und so den Druckausgleich bei der Sterilisation zu ermöglichen.
  • Nach beendeter Sterilisation kann man das Sterilisationsgut durch langsame Abkühlung wieder auf Raumtemperatur bringen, was z. B. durch Abkühlen über Nacht nach Abschaltung der Heizung automatisch erfolgen kann. Beim Abkühlen entspannt sich mit absinkender Temperatur der unter Sterilisationsdruck stehende Luftraum proportional der Abkühlung des Flüssigkeitsvolumens im Autoklav, wobei dann aus dem Ausgleichsgefäß die während der Sterilisation eingetretene Flüssigkeitsmenge wieder in den Autoklav zurückgedrückt wird. Dadurch halten sich der Innendruck der Lösung im Plastikbehälter und der Druck im Autoklav während der Abkühlung automatisch das Gleichgewicht, wodurch eine Deformation der Kunststoffbehälter vermieden wird.
  • Die Vorrichtung enthält auch eine Anordnung zur Schnellkühlung, die in der Praxis mehrere Sterilisationen während einer Betriebszeit ermöglicht. Gemäß dieser Anordnung ist der Autoklav mit einer zur Schnellkühlung des wärmeübertragenden Mediums dienenden Anlage ausgestattet, die im wesentlichen aus einem vom Autoklav 1 über eine Kühlvorrichtung 10 und eine Umwälzpumpe 11 zum Autoklav 1 zurückführenden Umlaufsystem 12 besteht. Mit dieser Anlage läßt sich die Abkühlung des gesamten Autoklavinhaltes in sehr kurzer Zeit, z. B. während nur 20 bis 40 Minuten bewirken.
  • Selbstverständlich ist es auch möglich, durch direkte Zufuhr von Kaltwasser od. dgl. in den Autoklav nach beendeter Sterilisation, z. B. mittels eines entsprechend durchlochten, oberhalb der eingehängten Kunststoffbehälter angeordneten Zuleitungsrohres eine sehr schnell wirkende Kühlung herbeizuführen, wobei natürlich der Druck des einströmenden Kühlwassers auf der Höhe des zu kompensierenden Innendruckes der Lösung im Plastikbehälter gehalten und die überschüssige Wassermenge abgeführt werden muß. Durch Anwendung eines Temperatur- und Zeitreglers kann der Druckablauf während der Kühlung auch automatisch geregelt werden.

Claims (2)

  1. Patentansprüche: 1. Vorrichtung zur deformationslosen Sterilisation von luftdicht verschlossenen Kunststoffbehältern, insbesondere für biologische Flüssigkeiten, Seren, Infusionslösungen, injizierbare Heilmittel, chirurgisches Nahtmaterial od. dgl., durch Erhitzen in einem mit der Sterilisationsflüssigkeit beschickten Autoklav und Abkühlen sowie Druckentlasten des Druckrauminhaltes nach beendeter Sterilisation, bestehend aus einem die Kunststoffbehälter aufnehmenden, mit einer wärmeübertragenden Flüssigkeit gefüllten heizbaren Autoklav und einem mit diesem in Verbindung stehenden Umlaufsystem samt Kühlvorrichtung für das wärmeübertragende Medium, d a d u r c h g e -kennzeichnet, daß der Autoklav am höchsten Punkt mit einem geschlossenen Druckausgleichsgefäß verbunden ist, dessen Fassungsraum so bemessen ist, daß das durch das Niveau der wärmeübertragenden Flüssigkeit im Druckausgleichsgefäß einstellbare Luftvolumen bei der Sterilisation den Druckausgleich bewirkt.
  2. 2. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der Ausdehnungskessel einen im Schwankungsbereich des Flüssigkeitsspiegels anzeigenden Flüssigkeitsstandmesser aufweist.
DED37834A 1961-01-05 1962-01-02 Vorrichtung zur deformationslosen Sterilisation von luftdicht verschlossenen Kunststoffbehaeltern Pending DE1196325B (de)

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Cited By (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
AT386549B (de) * 1981-10-22 1988-09-12 Knapp Guenter Verfahren und vorrichtung zur durchfuehrung chemischer reaktionen unter erhoehter temperatur und erhoehtem druck

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* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
AT386549B (de) * 1981-10-22 1988-09-12 Knapp Guenter Verfahren und vorrichtung zur durchfuehrung chemischer reaktionen unter erhoehter temperatur und erhoehtem druck

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