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Kochsalzsterilisator Die Erfindung bezieht sich auf einen Kochsalzsterilisator.
Es sind schon derartige Sterilisatoren bekannt, bei denen das Salz oder eine konzentrierte
Lösung desselben, beispielsweise in destilliertem Wasser, in einem besonderen Metallkessel
durch Erhitzen sterilisiert und in diesem Zustande in ein zweites druckentlastetes
Gefäß aus keramischem Werkstoff überführt wird, das vorher durch den bei der Sterilisation
des Wassers gebildeten Dampf seinerseits sterilisiert ist. Außerdem ist es nicht
mehr neu, einen Heber zur Entleerung des Innengefäßes anzuordnen und hierbei, und
dies ist Gegenstand eines älteren Patents, gegebenenfalls einen Schenkel des Hebers
durch Anschließen an eine Pump- und Füllvorrichtung gleichzeitig als Wasserstandsanzeiger
und Fülleinrichtung zu benutzen.
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Die vorliegende Erfindung ist nun aus der Erkenntnis entstanden, daß
der äußere Heizkessel gleichzeitig zum Aufheizen und Sterilisieren des destillierten
Wassers ausgenutzt werden kann, wenn dafür gesorgt wird, daß das in diesem Heizkessel
sterilisierte destillierte Wasser nach Bedarf in den dabei vorgewärmten und sterilisierten'
inneren Porzellankessel durch von außen vorgenommene Schaltungen überführt werden
kann.
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Nach- der Erfindung wird dieses Ziel dadurch erreicht, daß bei einem
Kochsalzsterilisator der oben angegebenen Art im äußeren Heizkessel eine Tauchleitung
angeordnet ist, die mit der Tauchleitung des Sterilisierkessels verbunden ist, und
daß der Innenraum des letzteren unter der Wirkung einer entsprechenden Pumpvorrichtung
steht.
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Um beide Kessel mit den betreffenden Stoffen von einem Einfülltrichter
aus füllen zu können, ist der Einfülltrichter an die nach der Pumpvorrichtung führende
Leitung und außerdem vermittels eines Zwischenbehälters an die Tauchleitung des
Heizkessels angeschlossen. Es ist zwar auch bei Flüssigkeitssterilisatoren schon
bekannt, die mit einer Tauchleitung verbundene Pumpvorrichtüng mit einer Füllvorrichtung
zu vereinigen; aber dabei doch zu einem Zweck, der von dem vorliegend angestrebten
durchaus verschieden ist und daher auch zu einer andersartigen Gestaltungsweise
der fraglichen Vorrichtung geführt hat. Die weiter vorgesehenen Ventile sind so
angeordnet, daß sie zur wahlweisen Füllung von Destillat und Kochsalzlösung entsprechend
geschaltet werden können.
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Die Erfindung sichert eine erheblich günstigere Wärmewirtschaft, als
das bisher bei völlig getrennten Apparaturen für das Sterilisieren des Destillats
und der Kochsalzlösung -möglich war.
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Ein Ausführungsbeispiel ist in der Zeichnung in einem Querschnitt
schematisch erläutert.
Dem äußeren Kessel i, der zum Sterilisieren
destillierten Wassers dient, ist eine Heizvorrichtung, beispielsweise eine Heizschlange
2 zugeordnet. Ferner ist im oberen Teil eine Kühlschlange 3 angeordnet. In diesen
Sterilisierkessel für das Wasser ist ein innerer Kessel 4 aus keramischer Masse
hineingestellt, dessen obere Öffnung verschlossen ist, dessen Innenraum jedoch durch
eine Druckentlastungsleitung 5a, 5b mit Absperrventil 5, mit dem Dampfraum des Sterilisierkessels
i in Verbindung steht. Aus dem inneren Lösungskessel 4 führt eine Heberleitung 6,
6, in einen Wasserstandsmantel 7 mit Abzapfleitung 7a, Absperrventil 7, und Auslauf
7b. Die Auslauföffnung 7b kann in bekannter Weise von einem Topf 8
umgeben sein, der in noch zu beschreibender Weise mit sterilisiertem Wasser aus
der Abzapfleitung 7a gefüllt wird und dazu dient, die Auslauföffnung 7b in sterilem
Zustande zu halten.
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Im Wassersterilisierkessel i ist eihe Tauchleitung 9 angeordnet, die
mit der Heberleitung zwischen 6 und 6" über einen Dreiwegehahn io in Verbindung
steht. Mittels dieser Tauchleitung kann der Wasserstandsmantel7 auch zur Feststellung
des Wasserstandes im Sterilisierkessel i benutzt werden.
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Der Wasserstandsmantel 7 steht durch eine Leitung i i mit einem Fülltrichter
r2 in Verbindung, in den ebenfalls eine Verbindungsleitung 5d der Druckentlastungsleitung
5" mündet, so daß vom Fülltrichter 12 aus durch die Leitungen 5d und 5a eine hochkonzentrierte
und vorher in geeigneter Weise sterilisierte Salzlösung in den Innenkessel4 aus
keramischer Masse eingefüllt werden kann, wenn zu diesem Zweck die Absperrventile
12, und i2b geöffnet und das Dampfumleitungsventil5" das Wassereinfüllventil iia
und das Pumpenanschlußventil 13a geschlossen sind. An die Leitungen ii und 5d ist
eine Saugleitung 13 angeschlossen, die in eine Wasserleitung 14 mit Strahlpumpe
i5 mündet. Vermittels dieser Strahlpumpe 15 kann durch die. Leitung 5d und
5, im Innenkessel 4 ein Unterdruck erzeugt werden, wenn das sterilisierte
Wasser aus dem Kessel i vermittels der Leitungen 9 und 6 nach entsprechender Öffnung
des Dreiwegehahnes io überführt werden soll. Der dazu erforderliche Unterdruck kann
aber auch unter Umständen durch eine genügend starke Abkühlung des sterilisierten
Wassers vermittels der Kühlschlange 3 erzeugt werden.
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Mit dem Kochsalzsterilisator nach der Erfindung wird wie folgt gearbeitet.
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Durch den Fülltrichter 12 und die geöffneten Ventile 12, und i2b wird
bei geschlossenen Ventilen i 3a, iia und 5, zunächst eine hochkonzentrierte Salzlösung
in den Innenkessel 4 durch die Leitungen 5d und 5" eingeführt. Das Ventil i2b wird
darauf geschlossen, das Ventil i i" geöffnet und der Dreiwegehahn io nach dem Wasserkessel
i umgestellt, worauf durch den Fülltrichter 1:2 destilliertes Wasser in den äußeren
Kessel i bis zu einer im Wasserstandsmantel7 angezeigten Höhe eingefüllt wird. Das
Ventil i i" wird dann geschlossen und die Dampfumleitung 5, geöffnet, worauf das
eingeführte Destillat durch Erhitzen auf i2o° C sterilisiert wird. Durch die Dampfumleitung-
5b und. 5a gelangt der beim Sterilisieren gebildete Dampf in den Innenkessel
4 und sterilisiert dessen Innenraum.
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Ist das Destillat sterilisiert, so kann durch Öffnen des Ventils 7,
in der Abzapfleitung 7a zunächst die Auslauföffnung 7b durch Auffüllen des
Topfes 8 sterilisiert werden und es wird dann die Überführung des sterilisierten
Destillates aus dem Kessel i in den Innenkessel 4 nach entsprechender Umstellung
des Dreiwegehahnes io und Erzeugung eines Unterdruckes vermittels der Pumpe 15
nach Schließen der Ventile 12a und 5, überführt werden. Unter Umständen genügt auch
zum Überführen des sterilisierten Destillates. die durch die .Kühlschlange 3 herbeigeführte
Abkühlung des Destillates, wobei der im Innenraum des Innenkessels vorhandene sterile
Dampf darin niedergeschlagen wird und dabei einen Unterdruck erzeugt. Das Umfüllen
des Destillates aus dem Kessel i in den Kessel 4 wird am Wasserstandsmantel7 überwacht.
Die Mengenregelung kann dabei auch selbsttätig durch entsprechende Bemessung der
Tauchlänge des Tauchrohrs 9 herbeigeführt werden. Nach dem Überführen des Destillates
in den Lösungskessel 4 kann der Flüssigkeitsstand in letzterem jederzeit vermittels
des Wasserstandsmantels 7 nach entsprechender Umstellung des Dreiwegehahnes io und
vorheriger Entleerung des Flüssigkeitsmantels 7 durch -Öffnen des Auslaufventils
7,. sichtbar gemacht werden, wobei zum Ansaugen die Strahlpumpe 15 nach Öffnen des
Ventils iia und bei Schließstellung der Ventile 12" und i2b benutzt wird.
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Der Sterilisierkessel i kann auch mit einem Abzapfventil 16 ausgestattet
sein, so daß aus dem Innenkessel i auch sterilisiertes Destillat entnommen werden
kann.