DE430640C - Desinfektionsapparat - Google Patents

Desinfektionsapparat

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DE430640C
DE430640C DEK92322D DEK0092322D DE430640C DE 430640 C DE430640 C DE 430640C DE K92322 D DEK92322 D DE K92322D DE K0092322 D DEK0092322 D DE K0092322D DE 430640 C DE430640 C DE 430640C
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DE
Germany
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liquid
instruments
cylinder
chamber
disinfection apparatus
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Expired
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DEK92322D
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MAX KUNZE
Original Assignee
MAX KUNZE
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Publication of DE430640C publication Critical patent/DE430640C/de
Expired legal-status Critical Current

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Classifications

    • AHUMAN NECESSITIES
    • A61MEDICAL OR VETERINARY SCIENCE; HYGIENE
    • A61LMETHODS OR APPARATUS FOR STERILISING MATERIALS OR OBJECTS IN GENERAL; DISINFECTION, STERILISATION OR DEODORISATION OF AIR; CHEMICAL ASPECTS OF BANDAGES, DRESSINGS, ABSORBENT PADS OR SURGICAL ARTICLES; MATERIALS FOR BANDAGES, DRESSINGS, ABSORBENT PADS OR SURGICAL ARTICLES
    • A61L2/00Disinfection or sterilisation of materials or objects, in general; Accessories therefor
    • A61L2/26Accessories

Landscapes

  • Health & Medical Sciences (AREA)
  • Epidemiology (AREA)
  • Life Sciences & Earth Sciences (AREA)
  • Animal Behavior & Ethology (AREA)
  • General Health & Medical Sciences (AREA)
  • Public Health (AREA)
  • Veterinary Medicine (AREA)
  • Apparatus For Disinfection Or Sterilisation (AREA)

Description

  • Desinfektionsapparat. Es ist bekannt, zur Abtötung etwaiger Bakterien an zabnärztlichen und chirurgischen Instrumenten diese Instrumente gewisse Zeit in eine Desinfektionsflüssigkeit zu tauchen. Die bisher dazu verwendeten Behälter verlangen eine geübte Hantierungsweise und tragen auch weiter große Nachteile in sich. Durch Eintauchen in die Desinfektionsflüssigkeit sind z# die Instrumente beim Wiederherausnehmen naß, so d#aß jedesmal ein Abtrocknen nötig ist. Dadurch leidet die Sterilität, und es geht naturgemäß durch dies Verfahren auch viel von der Flüssigkeit verloren, was bei den teuren, konzentrierten Desinfektionsmitteln bedeutend ins Gewicht fällt. Auch ist durch offene Desinfektionsbehälter die Flüssigkeit sehr der Verdunstung und V, erunreinigung durch Statib usw. ausgesetzt.
  • Alle diese Übelstände werden durch die 'Neuerung beseitigt. Durch die Erfindung ist ein Apparat geschaffen, der eine unbedingt Schere Sterilisation der Instrumente gewährleistet und bei dein ein Abtropfen der Instruii.ente im geschlossenen Apparat geschieht. Die Flüssigkeit kommt mit der Außenluft fast gar nicht in Berührung, leidet also weder in ihrer Wirksamkeit noch durch Verdunstung, ..#o daß diese Art der Desinfektion bedeutend Mfacher, sicherer und auch viel sparsamer ist. Das Wesen der Erfindung besteht darin, daß der Apparat aus zwei zylindrischen oder sonst geeignet geformten Kammern zur Aufnahnie der zu desinfizierenden Instrumente besteht. Diese beiden Kammern stehen ein-and#er gegenüber oder sind im rechten Winkel zueinander angeordnet. In dieser Lage sind die beiden Behälter durch eine beliebige Vorrichtung, z. B. durch ein rechtwinklig gebogenes breites Flacheisen o. dgl., gehalten ' so daß also bei Aufstellung des Apparates die eine Kammer stets horizontal liegt und die andere vertikal hochsteht, oder eine Kammer auf dem Kopf und die andere aufrecht, während durch Umlegen des Apparates die Kamniern ihre Lage wechseln. Beide Kammern sind durch einen mit grobem Gewinde, Bajonettverschluß o. dgl. versehenen Deckel verschließbar. Die Böden der Kammern sind durch ein mit Hahn versperrbares Rohr verbunden, so daß die in die eine Kammer eingefüllte Desinfektionsflüssigkeit beim Aufrechtstellen dieser Kammer in die andere abfließen kann. Es kann infolgedessen die eine Kirnmer stets gefüllt sein, während die andere leer bleibt.
  • Die Anwendung des Apparates ist derart, daß man von der aufrecht stehenden Kammer den Deckel abschraubt und nach vorherigern Schließen des Sperrhahnes der Verbindungsleitung die Flüssigkeit einfüllt. Der -Deckel wird wieder aufgeschraubt und der Apparat so umgelegt, daß die andere, also leere Kammer aufrecht steht und die gefüllte Kammer horizontal liecrt oder auf dem Kopfe steht. \"on der jetzt aufrecht stehenden leeren Kammer wird der Deckel abgeschraubt und die zu desinfizierenden Instrumente hineingetan. Darauf wird nach Zuschrauben des Deckels -wieder ein Umstellen des Apparates vorgenommen, so daß jetzt die mit Flüssigkeit gefüllte Kammer aufrecht steht, während die mit den Instrumenten beschickte wagerecht liegt oder auf dem Kopf steht. Jetzt Öffnet man den Hahn des Verbindungsrohres, und die Desinfektionsflüssigkeit fließt aus der stehenden in die liegende Kammer, die darin liegenden Instrumente überspülend. Die stehende Kammer wird durch sinn-,emäße Form-ebundes Deckels und des Bodens bis, auf den letzten Tropfen geleert und kann jetzt ebenfalls mit zu desinfizierenden Instrumenten beschickt werden. Bei einem erneuten Umlegen der Kammern wird jeweils die aufrecht stehende Kammer eritleert, so daß die Instrumente völlig trocken herausgenommen werden können. Den Luftausgleich beim Umwechseln der Flüssigkeit schafft ein Steigerohr, das die Kammern oberhalb des Flüssigkeitsspieggels in Höhe des Deckels verbindet.
  • Der Apparat kann auch als Dampf- oder Ülsterilisator Verwendung finden. In einem :;olchen Falle würde das Luftausgleichsrohr durch Einschaltung eines Hahnes absperrbar gemacht werden. Ferner würden die Deckel rier beiden Kammern mit je einem Thermonieter zu versehen sein und im Winkel bzw. -zwischen den Kann-nerböden eine Heizquelle, Gas, Spiritus oder elektrischer Heizkörper, untergebracht werden, welche jeweils die im stehenden Zylinder befindliche Flüssigkeit zum ErhiLzen bringt. Das Absperrorgan im Steigerohr verhindert das Eindringen der Flüssigkeit in den liegenden Zylinder.
  • Die Vorteile des Apparates sind klar ersichtlich, wenn man die ständige Bereitschaft in Betracht zieht. In der einen Kammer werden die Instrumente sterilisiert, währenddessen die zweite Kammer zur Aufnahme anderer Instrumente benutzbar ist. Durch das Umschüttverfahren der Flüssigkeit innerhalb der beiden Kammern geht kein Tropfen von dieser verloren, und die Instrumente kommen völlig trocken aus dem Apparat heraus.
  • Die beiliegende Zeichnung erläutert einen Desinfektionsapparat ohne Beheizung in einer beispielsweisen Ausführungsart, die Kammern im rechten Winkel zueinander liegend, und zwar zeigt: Abb. i einen Längsschnitt durch den Ap- parat, Abb. 2 eine Ansicht gegen den Apparat. Zwei in einem rechten Winkel stehende Zvlinder a und b werden durch einen Metallwinkel c so verbunden, daß der eine Zylinder a wagerecht liegt und der Zylinder b senkrecht steht. Beide Zylinder haben je einen Deckel e, der mit grobgängigem Gewinde d, wie es bei elektrischen Glühlampen üblich ist, versehen ist, und greifen damit über den Rand des Zylinders, welcher außen mit gleichem Gewinde versehen ist. Dieser Deckelverschluß kann auch aus einem Bajonettvers#hluß oder sonst einem geeigneten Verschluß bestehen. Zum besseren Abtropfen der Flüssigkeit ist die Innenfläche der Deckel, gewölbt und haben dieselben einen freien, nach innen herabgehenden Rand f, von dem die Flüssigkeit gut abtropfen kann. Der Luft- und Flüssigkeitsabschluß zwischen Deckel und Zviiiider erfolgt durch eine Gummidichtung g, die Böden it der Zylinder stehen durch ein Rohr i in Verbindung und ist der Auslauf k nach dein tiefsten Punkte der Wölbung verlegt, damit die Flüssigkeitsmenge bis zum letzten Tropfen abfließen, also durch die Röhre i in die andere Kammer gelangen kann. Die Eingänge in das Rohr i sind durch Siebe 1 geschützt. In die Zylinder ist im Boden je ein Einsatzboden ni, eingefügt, der sich in einen rings in den Zylinder verlaufenden Haltering n aufsetzt. barnit keine Flüssigkeit beim Auswechseln dieser in dem anderen Zylinder 7urückbleihen kann, ist der Einsatzboden in gewölbt und mit einer in der Mitte gelegenen Austrittsöffnung o versehen. Um zu verhindern, daß kleine und spitze zu desinfizierende Instrumente durch die Öff- nung o gleiten können, ist auf die Öffnung o ein durchlöcherter Rohrstutzenp aufgesetzt, der durch eine dachförmige Klappe q abgedeckt wird. Die Verbindungsröhre i zivischen den beiden Böden n ist durch einen Hahn r absperrbar. Zum Luftausgleich zwischen beiden 7-vlinderna und b ist in Höhe der Verschlußdeckel, also über dem Flüssigkeitsspiegel, ein _Verbindungsrohr S eingeschaltet, welches die entstehende Druck-oder Satigluft reguliert. Dieses Verbindungsrohr kann aber auch gleichzeitig zum Erfassen des Apparates dienen.
  • Der breite Metallwinkel c, welcher beide Zvlindera und b verbindet, hat die Stärke der Durchmesserunterschiede zwischen Deckel und Außenseite der Zylinder, damit der eine Zvlinder stets senkrecht steht.
  • Die Anwendungsart ist folgende: Der Deckel e des stehenden Zvlinders b wird abgeschraubt, der Sperrh#lm r des Verbindungsrohres i, zugedreht und nun der Zylinderb zu zwei Dritteln mit Flüssigkeit gefüllt. Nach Zuschrauben des Deckelse wird der Apparat jetzt umgekippt, und zwar so, daß der Zvlindera senk-recht steht. Es wird die Haubee des ZvIindersa abgeschraubt, dieser mit zu desin#zierenden Instrumenten heschickt und wieder verschlossen. Darauf wird der Sperrhahn r geöffnet und der Ap- parat wieder umgekippt, so daß jetzt wieder der mit Flüssigkeit gefüllte Zylinder b senkrecht steht. Die Flüssigkeit entweicht durch den offenen Hahn r jetzt über die Röhrei in den wagerecht liegenden, mit Instruinenten beschickten Zylinder a. Während der Dauer der Desinfektion kann nun der Zylinder b geöffnet werden und wird mit Instrumenten gefüllt, worauf man ihn wieder verschließt. jetzt wird der Sperrhahn r geschlossen, der Apparat wieder gekippt, so (laß Zylinder b wagerecht liegt. Die Flüssigkeit im aufrecht stehenden Zylinder a umspült die Instrumente, und zwar so lange, bis die Abtötung der Bakterien geschehen ist. Nach erfolgter Desinfektion wird der Hahn r wieder geöffnet, so daß die Desinfektionsflüssigkeit in den wagerecht liegenden Zylinder b läuft und hier eine Desinfektion der Instrumente vornimmt. Nach einigen Minuten ist die Flüssigkeit von den Instrumenten so weit abgetropft, daß man nach öffnen des Zylinders die Instrumente fast trocken herausnehmen kann und *den Zylinder neu besdhickt.
  • Die Anwendungsart bei der gegeneinanderstehenden Anordnung der Kammern ist die gleiche.

Claims (2)

  1. PATENT-AN-' SPRÜCHE: i. Desinfektionsapparat, dadurch gekennzeichnet, daß zwei mit ihrer Längsachse entgegengesetzt oder im rechten Winkel zueinander stehende Behälter (a und b) an einer geeigneten Haltung, z. B. einem Winkelstück (c), gehalten werden und durch Umlegen wechselweise in aufrechte oder kopfstehende oder in wagerechte und senkrechte Lage zu bringen sind, und daß eine absperrbare Verbindungsleitung (i) vorgesehen ist, die den Flüssigkeitsaustausch ermöglicht, während eine zweite Verbindungsleitung (s) zum Luftausgleich dient.
  2. 2. Des.infektionsapparat nach dem Voranspruch, dadurch gekennzeichnet, daß der Boden (h) der Behälter (a und b) schräg abfällt und an der tiefsten Stelle (k) das Verbindungsrohr (i) angeordnet ist. 3. Desinfektionsapparat nach den Voransprüchen, dadurch gekennzeichnet, daß der gewölbte Deckel (e) mit einem inneren Abtropfrande (f) versehen ist. 4. Des#infektionsapparat nach den Voransprüchen, dadurch gekennzeichnet, (laß über dem Boden (h) der Behälter ein auf einem Absatz (n) ruhender Boden (m) vorgesehen ist, der nach unten gewölbt ist und an seiner tiefsten Stelle einen durchlöcherten und mit einer dachartigen Kappe (q) verschenen Rohrstutzen (p) oder Siebboden hat.
DEK92322D 1925-01-06 1925-01-06 Desinfektionsapparat Expired DE430640C (de)

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DE (1) DE430640C (de)

Cited By (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE919504C (de) * 1949-06-29 1954-10-25 Hans Herbert Verfahren zum Sterilisieren aerztlicher und zahnaerztlicher Instrumente

Cited By (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
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DE919504C (de) * 1949-06-29 1954-10-25 Hans Herbert Verfahren zum Sterilisieren aerztlicher und zahnaerztlicher Instrumente

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