DE119613C - - Google Patents
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- DE119613C DE119613C DENDAT119613D DE119613DA DE119613C DE 119613 C DE119613 C DE 119613C DE NDAT119613 D DENDAT119613 D DE NDAT119613D DE 119613D A DE119613D A DE 119613DA DE 119613 C DE119613 C DE 119613C
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Classifications
-
- B—PERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
- B60—VEHICLES IN GENERAL
- B60M—POWER SUPPLY LINES, AND DEVICES ALONG RAILS, FOR ELECTRICALLY- PROPELLED VEHICLES
- B60M1/00—Power supply lines for contact with collector on vehicle
- B60M1/02—Details
- B60M1/10—Arrangements for energising and de-energising power line sections using magnetic actuation by the passing vehicle
- B60M1/106—Arrangements for energising and de-energising power line sections using magnetic actuation by the passing vehicle by track-mounted magnets
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- Mechanical Engineering (AREA)
- Electric Propulsion And Braking For Vehicles (AREA)
Description
KAISERLICHES
PATENTAMT.
Die vorliegende Erfindung hat eine Theilleiter- oder Contacteinrichtung für elektrische
Bahnen zum Gegenstande, und zwar eine solche mit elektromagnetischen Relais.
Bei derartigen Anordnungen, von denen bereits eine gröfsere Anzahl beschrieben und
bekannt sind, kommen elektromagnetisch gesteuerte Schalter oder Relais zur Verwendung,
welche die zeitweilige Verbindung von denjenigen Theilleitercontacten herstellen, welche
gerade von dem oder den Fahrzeugen befahren werden.
Zur Erregung dieser Magnetspulen in den Schaltern sind sowohl Haupt- als Nebenschlufs-
und auch Verbundspulen in verschiedenster Schaltungsweise bereits vorgeschlagen worden.
Bei allen diesen Einrichtungen mit Ausnahme derjenigen, die mit Nebenschlufswickelung und
Umschaltung verschiedener Stromkreise arbeiten, sind nicht nur Leitungen von der Hauptleitung
nach dem oder den Schaltern, sondern auch solche zwischen mehreren Schaltern unter einander
nothwendig, d. h. es werden aufser der Hauptleitung noch eine oder mehrere durchlaufende
stromdurchflossene Leitungen angeordnet.
Nachstehend beschriebene Einrichtung unterscheidet sich von den früheren grundsätzlich
insofern, als bei ihrer Verwendung mit Hülfe von nur einer Spule in jedem Relais und ohne.
Umschaltung in demselben aufser der Hauptleitung
keine Leitungen längs der Strecke verlegt zu werden brauchen, wie dies beispielsweise
auch bei den Anordnungen mit rein magnetisch beeinflufsten Theilleitern möglich ist.
Um nun zunächst die allgemeine Schaltung zu erläutern, dient die Fig. i.
In derselben bezeichnen ab, albl, a1 b2
u. s. w. die Contacte oder Theilleiter — im vorliegenden Falle zwischen den Fahrschienen
R R liegend dargestellt, während sie natürlich auch an anderer Stelle liegen können —, die
zu je zwei neben einander liegen und dauernd mit je einer Magnetspule c cl c2 u. s. w. verbunden
sind.
Sie sollen weiterhin als »Doppelcontacte« bezeichnet werden. Die Spulen heben einen
Anker d, sobald sie von Strom durchflossen werden. Dieser Anker stellt nun, wenn angehoben,
eine leitende Verbindung zwischen der Hauptleitung e und den Theilleitern her, während
er diese Verbindung wieder trennt, sobald er in seine Ruhelage zurückfällt.
Auf den Theilleitern schleifen zwei metallene, am Fahrzeug befestigte Schlitten f und g,
zwischen welchen eine auf dem Fahrzeug befindliche Stromquelle h, vorzugsweise eine kleine
Sammlerbatterie geschaltet ist, und welche sodann über den Fahrschalter i mit dem oder
den Motoren k in der gezeichneten Weise in Verbindung gebracht wird.
Der andere Pol der Motoren ist mit der Stromrückleitung, und zwar in der Zeichnung
der Einfachheit halber mit den als Rückleitung dienenden Fahrschienen R R durch das Wagenrad
/ verbunden.
In den durch die Stromquelle h und die Spule c bezw. c1 u. s. w. gebildeten Local-
Stromkreis, der fortan Hilfsstromkreis genannt werden soll, ist vortheilhafterweise noch ein
Hülfswiderstand m geschaltet (Fig. i), derart, dafs die nach dem Fahrschalter führende Leitung
zwischen m und h angeschlossen ist, jedoch ist dieser Widerstand, dessen Zweck
weiter unten erläutert werden wird, nicht durchaus nothwendig und bildet deshalb nicht
einen unerläfslichen Theil der Erfindung.
Die Länge der Schlitten oder Stromabnehmer f und g mufs gröfser sein, als der
Längsabstand zweier Doppelcontacte beträgt.
So lange sich nun das Fahrzeug in Ruhe befindet und der Hülfsstromkreis geschlossen
ist, giebt die Stromquelle h Strom in der nach unten zeigenden Pfeilrichtung durch die Spule c
und bewirkt dadurch das Anheben des Ankers d und die Verbindung von α und b mit
der Hauptleitung.
Sobald jetzt zum Anfahren der Mötorstromkreis geschlossen wird, fliefst der Hauptstrom
von e nach Punkt /, verzweigt sich dort in einen Theil, der durch die Stromquelle h in
umgekehrtem Sinne als vorher, und einen anderen, der die Magnetspule und den Hülfswiderstand
im gleichen Sinne wie vorher durchfliefst. Die beiden Zweigströme vereinigen sich wieder in Punkt 2 und durchfliefsen
den Fahrschalter und die Motoren, um schliefslich durch die Rückleitung den Kreislauf zu vollenden. Es ist ersichtlich, dafs
man durch richtige Wahl des Hülfswiderstandes m die erwähnten beiden Zweige des
Hauptstromes derart bemessen kann, dafs bei Verwendung einer Secundärbatterie h diese
Stromquelle durch einen Theil des Hauptstromes wieder aufgeladen wird, während die
Magnetspule nur von dem zur Magnetisirung nothwendigen Theil durchflossen wird. Kommen
die Stromabnehmerspitzen mit einem zweiten Doppelcontact in Berührung, so wird in demselben Zeitpunkt auch dessen Anker
angehoben, und beide Schalter nehmen parallel geschaltet an der Stromlieferung für die
Motoren Theil. Verlassen dann die Stromabnehmer den hinteren Doppelcontact, so verliert
dessen Spule ihren Magnetismus und läfst den Anker abfallen.
Eine Stromunterbrechung im Schalter selbst findet dabei nicht statt, da vorher schon die
Stromabnehmer den Stromkreis unterbrochen hatten.
Sollte während der Fahrt der eine Stromabnehmer g seinen Contact durch Schmutz,
Sand oder dergl. zeitweilig verlieren, während der andere f Contact behält, so würde bei
der Schaltung (Fig. 1) der Hauptstrom nur durch b und h m'efsen und die Spule stromlos
werden.
Der betreffende Anker würde dann unter Strom öffnen. Dieser Fall wird nur sehr vereinzelt
auftreten, und kann man durch geeignete Vorkehrungen dafür sorgen, dafs die auftretenden
Oeffnungsfunken im Relais unschädlich bleiben und ausgelöscht werden; jedoch
kann in folgender Weise dieser Uebelstand vollständig behoben werden.
Wenn man nämlich in Leitung hf einen Ausschalter η einfügt und diesen jedesmalnach
dem ersten Anfahren öffnet, so kann der Hauptstrom ausschliefslich durch die Magnetspule
nach den Wagenmotoren gelangen, so dafs beim etwaigen Ausbleiben der leitenden Berührung des Schlittens g mit seinen
Contacten α α1 der Hauptstrom nicht in den Relais, sondern zwischen Schlitten und Theilleiter
unterbrochen wird.
Man kann diesen Ausschalter η auch ohne Weiteres mit dem Fahrschalter selbst derartig
vereinigen, dafs Leitung hf nur in der ersten oder den ersten Stellungen des Fahrschalters
geschlossen, nachher aber geöffnet ist.
Ebenso bietet es keine Schwierigkeiten, durch den Fahrschalter den Hülfswiderstand m kurzzuschliefsen,
nachdem Leitung hf unterbrochen ist, da m dann überflüssig ist und nur einen,
wenn auch kleinen, Spannungsverlust verursachen würde. Fährt jetzt der Wagen mit
geöffnetem Schalter η und kurzgeschlossenem Widerstand m weiter, so findet die Erregung
der vorausliegenden Relaisspulen in derselben Weise wie beim Anfahren mit der Hülfsbatterie
statt, indem zwischen den Contacten / und den Theilleitern α α1 u.. s. w. jedesmal ein Spannungsabfall
proportional der Stromstärke und dem Widerstand der Spule auftritt, d. h. zwischen
Schlitten f und g herrscht ein Spannungsunterschied, der zum Erregen der vorausliegenden
Spule dient.
Der Hauptstrom theilt sich dann in der Zeit, wo die Schlitten zwei Doppelcontacte decken,
in zwei gleiche Theile in den beiden Relaisspulen. Man erreicht mit dieser Schaltung
neben den geschilderten Vortheilen noch den weiteren, dafs während der Fahrt Verunreinigungen
der Strafsencontacte mit der vollen Betriebsspannung und nicht nur mit der geringen
Spannung der Hülfsbatterie durchbrochen werden, und dies geht aus folgender
Ueberlegung hervor.
Angenommen, die Stromabnehmer befinden sich in der Bewegungsrichtung, welche der
Pfeil (Fig. 1) andeutet. Relais I sei geschlossen, II dagegen noch geöffnet, weil einer der Theilleitera1^1
mit einer dünnen Isolirschicht bedeckt ist. Leitung hf sei unterbrochen. Sobald
jetzt Schlitten g, der etwas kürzer als f gewählt wird, den Theüleiter zu verlassen anfängt,
bildet sich ein immer länger werdender Abreifsfunken zwischen g und a, mithin wächst
auch die Spannung zwischen g und b bis zur Betriebsspannung, weil im ersten Moment der
Anker d . noch angezogen bleibt. Da nun b über die Spule c mit verhä'ltnifsmäfsig geringem
Widerstand dauernd mit α verbunden und α in leitender Verbindung mit g ist, entsteht
plötzlich zwischen f und g die volle Betriebsspannung, die erfahrungsgemäfs sicherer
den Contact herstellt als die niedrige Spannung der Hülfsstromquelle.
Um denselben Vortheil der Contactherstellung durch die Betriebsspannung zu erreichen,
kann man sich auch anderer Mittel bedienen, die aber nicht zum Wesen der vorliegenden
Erfindung gehören, und von denen deshalb nur noch eine Methode kurz angedeutet werden
soll.
Fig. 2 zeigt nämlich insofern eine Abänderung der Schaltung, als die Spitze g1 und das
Ende g1 des Stromabnehmers g vom Mittelstück
isolirt und durch einen Umschalter ρ einzeln entweder über einen Widerstand ο nach
Erde oder mit dem Mittelstück verbunden werden können. Fährt man in der Richtung
des Pfeiles, dann 'stellt man den Umschalter auf die voll gezeichnete Stellung und verbindet
dadurch g1 über ο mit Erde und g2· mit g.
Die Folge davon ist, dafs in der gezeichneten Stellung ein Strom von I über b b1 durch
c1, a1 und g1 über den Widerstand ο nach
Erde fliefst und den Anker d1 anhebt. Uebergangswiderstände
zwischen f und b1 bezw. g1
und a1 werden in diesem Falle während der Fahrt auch mit der Betriebsspannung durchschlagen.
Claims (1)
- Patent-Ansprüche:
Eine Stromzuführung für elektrische Bahnen mit Theilleiterbetrieb, dadurch gekennzeichnet, dafs zum Ein- und Ausschalten der Theilleiter selbsttätige Schalter mit Hauptstromspulen ohne Umschaltung verschiedener Stromkreise verwendet werden, zu dem Zweck, die Verbindungsleitungen zwischen den Theilleitern zu vermeiden.
Bei der unter i. gekennzeichneten Stromzuführung die Verbindung von in zwei Reihen angeordneten Theilleitercontacten (a b, a1 bx) zu je zweien durch eine Magnetspüle (c), so dafs beim Einschalten dieser Spule (c) an eine Hülfsstromquelle (h) ein Anker (d) angehoben und hierdurch die Verbindung beider Theilleiter (a b) mit der Hauptleitung (e) ohne Verwendung von Umschaltern bewirkt wird.
Bei der unter ι. gekennzeichneten Stromzuführung die Schaltung der auf den Theilleitern (a b, Ci1 b1) schleifenden Stromabnehmer (f g) eines Fahrzeuges mit einander, mit den Steuerungen (i) und den Motoren (k) in der Weise, dafs eine Hülfsstromquelle (h) beim Anfahren des Fahrzeuges den Strom zur Erregung der Magnetspule (c) liefert und nach dem Anfahren der für die Fahrzeugmotoren (k) aus der Hauptleitung (e) entnommene Strom ganz oder theilweise die Spule (c) und in umgekehrter Richtung zu der beim Anfahren die Hülfsstromquelle (h) durchfiiefst.Hierzu ι Blatt Zeichnungen.
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE119613C true DE119613C (de) |
Family
ID=388736
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DENDAT119613D Active DE119613C (de) |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE119613C (de) |
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