DE119460C - - Google Patents
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- DE119460C DE119460C DENDAT119460D DE119460DA DE119460C DE 119460 C DE119460 C DE 119460C DE NDAT119460 D DENDAT119460 D DE NDAT119460D DE 119460D A DE119460D A DE 119460DA DE 119460 C DE119460 C DE 119460C
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- F—MECHANICAL ENGINEERING; LIGHTING; HEATING; WEAPONS; BLASTING
- F41—WEAPONS
- F41A—FUNCTIONAL FEATURES OR DETAILS COMMON TO BOTH SMALLARMS AND ORDNANCE, e.g. CANNONS; MOUNTINGS FOR SMALLARMS OR ORDNANCE
- F41A25/00—Gun mountings permitting recoil or return to battery, e.g. gun cradles; Barrel buffers or brakes
- F41A25/06—Friction-operated systems
-
- F—MECHANICAL ENGINEERING; LIGHTING; HEATING; WEAPONS; BLASTING
- F41—WEAPONS
- F41A—FUNCTIONAL FEATURES OR DETAILS COMMON TO BOTH SMALLARMS AND ORDNANCE, e.g. CANNONS; MOUNTINGS FOR SMALLARMS OR ORDNANCE
- F41A25/00—Gun mountings permitting recoil or return to battery, e.g. gun cradles; Barrel buffers or brakes
- F41A25/16—Hybrid systems
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- Engineering & Computer Science (AREA)
- General Engineering & Computer Science (AREA)
- Braking Arrangements (AREA)
Description
KAISERLICHES
PATENTAMT.
Durch die vorliegende Erfindung soll die bekannte Lamellen-Bremse, bei welcher sich
nur glatte, starre, unter constantem Federdruck stehende Scheiben gegenseitig verdrehen, als
Geschützbremse durch Einschaltung von mit sektorförmigen Klauen in einander eingreifenden
Scheiben derart umgestaltet werden, dafs letztere durch ihre gegenseitigen Bewegungen den für
eine gesetzmäfsige und stofslose Verzehrung der durch den Schufs erzeugten Geschützrückstofsenergie
nöthigen Reibungswiderstand, sowie den durch elastische Mittel hierauf bewirkten
Geschützvorlauf selbstthätig regeln.
Der Zweck der nachstehend beschriebenen Bremse besteht demnach in der zweckmäfsigen
Regelung des Rück- und Vorlaufes von Geschützen oder Geschütztheilen.
Die Zeichnung veranschaulicht mehrere Ausführungsformen
der Bremse, und zwar zeigen die Fig. 1 und 2 in senkrechtem und waagrechtem
Längsschnitt eine Bremsvorrichtung zum Regeln des Rück- und Vorlaufs eines von
der Laffete unabhängig bewegbaren Geschützrohres, und die Fig. 3 und 4 zeigen zugehörige
Theile in Ansichten; die Fig. 5 und 6 stellen eine Bremsvorrichtung für solche Geschütze
dar, bei welchen das Geschützrohr sammt der Laffete den Rücklauf ausführt, und die Fig. 7
und 8 stellen Ansichten von Theilen dieser Vorrichtung dar; die Fig. 9, 10 und 11 bringen
drei verschiedene Arbeitsstellungen eines Geschützrohrverschlusses zur Darstellung, an welchem
eine Bremsvorrichtung vorliegender· Art angebracht werden kann, während die Fig. 12
und 13 die Bremsvorrichtung am Verschlüsse selbst in Seiten- und Hinteransicht bezw. Querschnitt
darstellen.
Nach Fig. 1 und 2 ist das Geschützrohr, um eine von der Laffete unabhängige Bewegung
vollführen zu können, in den Armen α einer Trommel b gelagert, welche eine Anzahl starrer
Lamellen c und d enthält. Die Lamellen _c sind mit der Trommel b durch deren in Nuthen
der Scheiben c eingreifende Leisten b1 gekuppelt,
während die Lamellen d mittels ihrer Leisten dl in Nuthen der Bremsbüchse b'2
eingreifen, die lose auf der Trommelachse 6S
sitzt.
Auf die Bremsbüchse b'2 ist ein Sperrrad f
gekeilt, in welches sich die an der feststehen·, den Laffete drehbare Klinke /: einlegt und das
Sperrrad sammt der Bremsbüchse festhält, während die Trommel b sammt den mit ihr gekuppelten
Lamellen c durch das infolge des Schusses zurückschwingende Geschützrohr ihre
Drehung empfängt.
Damit nun dem beim. Schufs auftretenden Rückstofs nicht sofort ein constanter Bremswiderstand
entgegenwirkt, sind in der Trommel mit sektorförmigen Klauen versehene Scheiben h
und k angeordnet, von denen sich die ersteren, welche durch den die Sperrklinke f1 tragenden
Querbolzen h1 gehalten sind, nur axial verschieben
können, während die ebenfalls axial verschiebbaren Scheiben k mit den Leisten b]
der Trommel in Eingriff sind und sich daher mit der Trommel drehen. Bei dieser Drehung
kommen die an einander liegenden Klauen zur
Wirkung, und unter Vermittelung der elastischen Scheiben g aus Federstahl oder Kautschuk
werden die Lamellen c und d daher allmählich bis zum constanten Widerstand zusammengeprefst,
so dafs durch die zwischen den sich verdrehenden Lamellen c und den festgehaltenen
Lamellen d auftretende Reibung erst eine progressive und dann constante Bremswirkung erzeugt
wird.
Bei der infolge des Rücklaufes hervorgerufenen Drehung der Trommel wird gleichzeitig
die in bekannter Weise angeordnete Vorholfeder i gespannt, welche, wenn sie den Vorlauf
bewirkt, die Trommel in entgegengesetzter Richtung dreht, wobei die Sperrradzähne unter
der Klinke fl weggleiten,, die mit Klauen versehenen
Scheiben k in ihre Anfangsstellung zurückgedreht werden und die bis zum Ende
des Vorlaufs durch Federdruck an einander geprefsten Lamellen c d ihre Rückdrehung ohne
gegenseitige Verdrehung vollführen.
Wenn das Geschützrohr sammt der Laffete den Rücklauf ausführen soll, so wird, wie die
Fig. 5 und 6 zeigen, die Trommel b sammt den Lamellen c d, den elastischen Scheiben g
und den mit Klauen versehenen Scheiben h k von dem am Laffetenschwanz angebrachten
Sporn m beeinflufst, wobei in diesem Falle die axial verschiebbaren Scheiben h, wie in Fig. 2,
durch den Bolzen h1 an der Drehung verhindert
werden, während die Scheiben k auf der Bremsbüchse b2 undrehbar, jedoch axial verschiebbar
angeordnet sind. Der Sporn dreht dann die Bremsbüchse b'2 und beim Vorgang
der Laffete durch Vermittelung der Lamellen c d auch die Trommel, welche an ihrem äufseren
Umfang mit Sperrzähnen h versehen ist und während des Rücklaufes durch in letztere eingreifende,
an der Laffete befestigte Klinken «* festgehalten wird.
Bei dem hierdurch wie früher erreichten stofslosen Rücklauf werden gleichzeitig Kautschukbuffer
oder Federn i1, welche auf der in diesem Falle gegen Drehung gesicherten Trommeiachse
bs sitzen, durch' mit Schraubenflächen
versehene Muffen pq zusammengedrückt, von welchen die einen (p) blos axial verschiebbar
sind, die anderen dagegen mit der Nabe des Spornes ein Stück bilden und mit diesem sich
drehen. Die Sicherung der Trommelachse gegen Drehung erfolgt durch in der Höhlung
der Scheiben h angebrachte Ansätze, die durch hierfür vorgesehene Schlitze in der Bremsbüchse
&2 reichen.
Für den Vorlauf geben die Buffer i1 ihre
Spannung ab, indem sie eine Drehung der Muffen q und des mit diesen verbundenen
Spornes herbeiführen. Gleichzeitig wird die stofslose Vorführung des Geschützes in die
Feuerstellung durch das zwischen den elastischen Scheiben g auf der Bremsbüchse b'2 lose
sitzende Sperrrad ο (oder mehrere solche) bewerkstelligt, welches hier als Lamelle wirkt
und in welches eine fest an der Laffete angebrachte Klinke o1 eingreift und dasselbe festhält,
wodurch diese Lamelle ο bremsend auf die fest auf der Bremsbüchse 2>2 sitzenden, also
sich drehenden Scheiben g wirkt, da sämmtliche
Lamellen und Scheiben bis zum Ende des Vorlaufes vermöge der Klauenscheiben h
und k an einander geprefst werden. Die Lamellen c und d machen auch in diesem Falle
die Vorwärtsbewegung ohne gegenseitige Verdrehung mit.
Soll die Rückstofsenergie im Moment des Entstehens aufgenommen werden, so wird die
beschriebene Bremsvorrichtung am Verschlüsse des Geschützrohres angebracht. In diesem
Falle läfst sich der constante Widerstand so bemessen, dafs der Verschlufs erst einen Theil
seines Weges (beim Oeffnen) zurückgelegt hat, wenn das Geschofs die Mündung verläfst.
Der Verschlufs besteht in diesem Falle, wie die Fig. 9 bis 11 zeigen, aus einem einfachen
Kolben s, welcher die Abfeuerungsvorrichtung aufnimmt, und dessen Bewegung beim Freimachen
des Laderaumes aus einer geradlinigen und einer schwingenden sich zusammensetzt.
Die geradlinige Kolbenbewegung wird durch die beiderseits des Rohrbodenstückes an einer
Welle r befestigten Kurbeln r1 und Schubstangen r2 hervorgebracht. Hat der Kolben
das Rohr verlassen, so werden die Kurbeln r1 gegenüber dem Rohr festgestellt, und es beginnt
die schwingende Bewegung um die Zapfen der Kurbeln r1 mit Hülfe der Kurbeln t, welche
um die am Rohrbodenstück befindlichen Zapfen t1 drehbar sind.
Die Verschlufsbremse selbst und die Vorholvorrichtung des Verschlusses sind in den Fig. 12
und 13 zur Darstellung gebracht.
Der auf den Verschlufs wirkende Rückstofs wird während der geradlinigen Kolbenbewegung
von der auf der Kurbelwelle r sitzenden Bremse mit ebenfalls erst progressivem und dann constantem
Widerstand aufgenommen. Die Bremse besteht aus der Trommelwandung b, welche
mit dem Sperrrad η ein Stück bildet, den Lamellen c und d, den elastischen Scheiben g,
sowie den mit Klauen versehenen Scheiben k und inneren Stirnflächen h der Rohransätze
und wird von den beiderseits des Rohres befindlichen Kurbeln r1 zur Wirkung gebracht.
Die Scheiben k sitzen undrehbar, jedoch axial verschiebbar auf der Welle r und drehen sich
daher mit dieser.
Genannte Kurbeln drehen die Kurbelwelle r, in welche die Lamellen c eingezapft sind, während
die Lamellen d in die Trommelwandung eingenuthet sind, welche beim Rücklauf mittels
Sperrrad η und der Sperrklinke η1 festgehalten
wird, beim Vorlauf aber, da nun die Sperr-
Zähne an der Sperrklinke vorbeigleiten und sämmtliche Lamellen c und d unter dem von
den Klauenscheiben herrührenden Druck stehen, die Drehung der Welle r mitmacht.. Während
dieser geradlinigen Kolbenbewegung werden gleichzeitig Federn i1 durch mit Klauen versehene
Muffen ρ und q, von denen die letzteren ein Stück mit den Naben der Kurbeln r1 bilden,
gespannt.
Noch bevor der Kolben (das Verschlufsstück) das Rohr verlassen hat, sind die ebenen Klauenflächen
der Muffen ρ q bereits in Eingriff gelangt; bei der sich nun anschliefsenden schwingenden
Kolbenbewegung bleiben also die Kurbeln r1 wegen der sperrenden Wirkung der
Klauen ρ q gegen das Geschützrohr festgestellt.
Der Kolben vollzieht nun seine Schwingung mittels Kurbelviereckes, welches aus den durch
die Schubstangen r2 und Verschlufsthürkurbeln if
gebildeten Kurbeln und aus einem Steg besteht, der durch die vom Geschützrohr gebildete Verbindung
der Zapfen r der Kurbeln r1 und der Drehzapfen tl der Thürkurbeln geformt wird,
während der Kolben selbst die Koppel des Kurbelvierecks bildet, wobei in analoger Weise
mit "Klauen versehene Muffen p1 q1 Gummibuffer
z'2 für das nachherige Einschwenken spannen und der Verschlufs ebenfalls, durch
Eingreifen der ebenen Klauenflächen abgeschwenkt erhalten wird.
Wird nun nach Einführen der Patrone in den Laderaum der Kolben nach vorn gedrückt,
bis die ebenen Klauenflächen der Muffen pl ql
aufser Eingriff gelangen, so schwenkt der Kolben durch Ausschnellen der Gummibuffer z'2
ein.
Vermöge der ertheilten Beschleunigung aber zieht der Kolben auch die ebenen Flächen der
Klauen ρ und q aufser Eingriff, so dafs durch Ausschnellen der Federn i1 der Kolben die
Patrone in den Laderaum schiebt.
Claims (2)
1. Lamellen-Bremse mit Feder zum Regeln des Rück- und Vorlaufs von Geschützen
bezw. Geschütztheilen, dadurch gekennzeichnet, dafs der durch den Schufs bewirkte
Rücklauf des Geschützrohres oder Geschützrohrverschlusses oder des se-
sammten Geschützes mittels Schwinge auf eine Lamellen-Bremse übertragen wird,
welche aus einer Trommel (b) besteht, in welcher starre, theils mit den bewegten,
theils mit den feststehenden Geschütztheilen verbundene Lamellen (glatte Scheiben c d) ■
und mit sektorförmigen Klauen versehene Scheiben (h k), sowie elastische Scheiben (g)
angeordnet sind, welche zwecks Erzielung eines anfänglich steigenden und dann constanten
Bremswiderstandes gegen einander verdreht werden, wobei der Vorlauf der zurückbewegten Geschütztheile durch eine
mit der Trommel verbundene Vorholvorrichtung (Feder / bezw. Kautschukbuffer z'1 P)
bewirkt wird.
2. Eine Ausführungsform der Bremse nach Anspruch i, bei welcher beim. Rücklauf
durch gegenseitige Verdrehung von ebenfalls mit trapezförmigen Klauen versehenen
Muffen (p q) den Vorlauf bewirkende Federn oder Buffer, (i1) gespannt werden, und der
stofslose Vorlauf durch die Bremswirkung der Scheiben (g) an einer oder mehreren
hierbei an der Drehung gehinderten Lamellen (o) herbeigeführt wird.
Hierzu ι Blatt Zeichnungen.
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| CH18454T | 1898-12-15 |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE119460C true DE119460C (de) |
Family
ID=4219945
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DENDAT119460D Active DE119460C (de) | 1898-12-15 |
Country Status (2)
| Country | Link |
|---|---|
| CH (1) | CH18454A (de) |
| DE (1) | DE119460C (de) |
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| US3795998A (en) * | 1971-04-22 | 1974-03-12 | Kammerer W | Recoil shock absorber for a shoulder firearm |
-
0
- DE DENDAT119460D patent/DE119460C/de active Active
-
1898
- 1898-12-15 CH CH18454A patent/CH18454A/de unknown
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| US3795998A (en) * | 1971-04-22 | 1974-03-12 | Kammerer W | Recoil shock absorber for a shoulder firearm |
Also Published As
| Publication number | Publication date |
|---|---|
| CH18454A (de) | 1899-12-31 |
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