DE115663C - - Google Patents

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DE115663C
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    • DTEXTILES; PAPER
    • D03WEAVING
    • D03DWOVEN FABRICS; METHODS OF WEAVING; LOOMS
    • D03D45/00Looms with automatic weft replenishment
    • D03D45/34Shuttle changing

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  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Textile Engineering (AREA)
  • Looms (AREA)

Description

PATENTSCHRIFT
JVIl 15663 KLASSE 86 c.
Patentirt im Deutschen Reiche vom 2. November 1899 ab.
Der Gegenstand vorliegender Erfindung bezweckt das selbstthätige Auswechseln der Webschützen ohne Abstellen des Webstuhles, sobald der Faden auf der Schufsspule erschöpft ist, indem an Stelle des Schützens mit der leeren Spule ein anderer mit einer vollen Spule selbstthätig tritt. Die vorliegende Vorrichtung setzt die Anwendung eines Webstuhles voraus, bei welchem die Schwingen der Lade ein System von über einander befindlichen Schützenzellen besitzen. Zur automatischen Auswechselung der Schützen werden die Schützenzellen um ein entsprechendes Stück gesenkt, so dafs das Schiffchen, welches sich unmittelbar über dem mit der verbrauchten Spule befindet, der Wirkung des Treibers ausgesetzt wird.
In den beiliegenden Zeichnungen veranschaulicht Fig. ι die wesentlichen Theile der vorliegenden Erfindung in Vorderansicht; Fig. 2 ist ein dazugehöriger Grundrifs, während die Fig. 3 und 4 Seitenansichten von rechts bezw.. von links darstellen. Fig. 5 stellt den rechten Theil der Fig. r in abgeänderter Stellung dar. Fig. 6 veranschaulicht eine Ausführungsform im Grundrifs. Fig. 7 und 8 sind Schnitte nach den Linien A7B, C-D der Fig. 6. Fig. 9 ist ein theilweiser Grundrifs von Fig. 6.
Um den angestrebten Zweck zu erreichen, dienen einzelne Stücke des Gabelschufswächters, welcher sich bei jedem mechanischen Webstuhl in bekannter Anordnung vorfindet. Diese Stücke sind der mit dem Hammerkopf versehene Hebel a, die dreizinkige Wächtergabel b, der Schufsgabelhebel c und der um e drehbare Arm d. Wie bei den gewöhnlichen Webstühlen wird auch hier, wenn die Zinken der Gabel von dem von der Schufsspule sich abwickelnden Schufsfaden nicht mehr unterstützt sind, die Gabel in die Nase des Hammerkopfes des Hebels α eingreifen und von den Schwingungen des letzteren mitgenommen. Hierdurch wird der Arm d um seinen Drehpunkt e in der Richtung des Pfeiles I (Fig. 2) gedreht. Diese Verschiebung, welche bei den bekannten Webstühlen die Abstellung des Webstuhles herbeiführt, vollzieht in dem vorliegenden Falle die Abstellung nur dann, wenn die Kastenstange sich in ihrer tiefsten Stellung befindet, so dafs eine weitere Verstellung nicht mehr möglich ist.
Wenn das in Benutzung befindliche Schiffchen nicht das höchst gelegene von allen ist, ist die Wirkung bei dem Fallen der Gabel b folgende: Die Drehung des Armes d in der Richtung des Pfeiles I (Fig. 2) bewirkt mit Hülfe des um s drehbaren und bei t (Fig. 2 und 4) geradlinig geführten Armes r eine Bewegung der Stange u in der Richtung der Pfeile II (Fig. 2), so. dafs die Stange u durch ihre Verschiebung in der Richtung der Pfeile III (Fig. 2) die Verdrehung des in eine Sperrklinke k endigenden Hebels i um den Zapfen j in der Richtung des Pfeiles IV (Fig. 2) veranlafst. Die Klinke k bringt, unter Ueberwindung der Feder m, den Sperrzahn η der Sperrstange ο mit dem Handhebel / aufser Eingriff, so dafs letzterer infolge seiner Verbindung mit der Kastenstange j? (Fig. 3) der Steiglade und infolge des Gewichts der Schützenzellen sich in den folgenden Sperrzahn einlegt, welcher

Claims (2)

der nächsten Stellung der Schützenzellen entspricht. Dies wiederholt sich so lange, bis alle Spulen erschöpft sind, worauf die Zellen mittelst des Handhebels gehoben und mit neuen Spulen versehen sind. Sobald nun der Hebel / den letzten Sperrzahn ν der Sperrstange ο verläfst (Fig. 5), stöfst er gegen den Haken der Stange w und verschiebt letztere in der Richtung des Pfeiles V (Fig. 2). Die Stange n> nimmt das Stück y in derselben Richtung mit und wirkt hierbei das abgeschrägte Stück χ auf den zum Angehenlassen des Webstuhles dienenden Hebel ^, indem der letztere von seiner Arretirung q befreit wird, so dafs der Hebel \ unter der Einwirkung einer in der Zeichnung nicht dargestellten Feder sich verschiebt und dadurch den Antriebsriemen des Webstuhles von der Vollscheibe auf die Leerscheibe übergehen läfst. Bei der in den Fig. 6 bis 8 dargestellten Ausführungsform bewirkt die Drehung des Armes <i, welche in der in Vorstehendem beschriebenen Weise erzielt wird, eine Drehung der knieförmig gebogenen Stange f um die Kurbelzapfen g (Fig. 8). Das gegabelte Ende h der Stange f stöfst in der Richtung des Pfeiles VI gegen den Winkelhebel i, welcher ebenfalls in eine Sperrklinke k endigt, so dafs letztere veranlafst wird, um j (Fig. 9) auszuschwingen, worauf das Fallen der Steiglade in die dem folgenden Sperrzahn entsprechende Stellung, wie früher beschrieben, erfolgt. Paten τ-An Sprüche:
1. Vorrichtung zur selbsttätigen Auswechselung der Schützen von mechanischen Webstühlen, deren Lade mehrere über einander befindliche Schützenzellen enthält, dadurch gekennzeichnet, dafs die Schützenkasten sich auf den Schützenkastenhebel (I) stützen, welcher mit Sperrzähnen (n) in Eingriff steht, die durch die Schufsgabel bethätigt werden, derart, dafs, wenn eine Spule erschöpft ist, der Schützenkastenhebel aus einem Sperrzahn (n) ausgelöst wird, so dafs die Schützenzellen bis zum Eingriff des nächsten Sperrzahnes fallen, dessen Stellung derart bestimmt ist, dafs an Stelle der früheren Zelle unmittelbar die nächste in den Bereich des Schützentreibers gelangt.
2. Eine Einrichtung der durch Anspruch 1 bestimmten Art, gekennzeichnet durch die Anordnung einer mit einer abgeschrägten Fläche (x) versehenen gekröpften Stange (w), welche durch den Schützenkastenhebel (I) verschoben wird, wenn derselbe von. dem letzten Sperrzahn (v) ausgelöst wird, um hierdurch den Ausrückhebel des Webstuhles auszulösen und bei dem Verbrauch der letzten Spule den Webstuhl abzustellen.
Hierzu 2 Blatt Zeichnungen.
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