DE114802C - - Google Patents
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- DE114802C DE114802C DENDAT114802D DE114802DA DE114802C DE 114802 C DE114802 C DE 114802C DE NDAT114802 D DENDAT114802 D DE NDAT114802D DE 114802D A DE114802D A DE 114802DA DE 114802 C DE114802 C DE 114802C
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- Germany
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- amidophenol
- black
- phenylenediamine
- sulfur
- cotton
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Classifications
-
- C—CHEMISTRY; METALLURGY
- C09—DYES; PAINTS; POLISHES; NATURAL RESINS; ADHESIVES; COMPOSITIONS NOT OTHERWISE PROVIDED FOR; APPLICATIONS OF MATERIALS NOT OTHERWISE PROVIDED FOR
- C09B—ORGANIC DYES OR CLOSELY-RELATED COMPOUNDS FOR PRODUCING DYES, e.g. PIGMENTS; MORDANTS; LAKES
- C09B49/00—Sulfur dyes
- C09B49/10—Sulfur dyes from diphenylamines, indamines, or indophenols, e.g. p-aminophenols or leucoindophenols
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- Chemical & Material Sciences (AREA)
- Organic Chemistry (AREA)
- Cosmetics (AREA)
Description
KAISERLICHES
PATENTAMT.
Bringt man nach dem Verfahren der Patentschrift 103301 Schwefel zur Einwirkung auf
ein Gemisch von zwei Paradisubstituirten der Benzolreihe, z. B. Hydrochinon und p-Amidophenol
oder p-Amidophenol und p-Phenylendiamin,
so werden Thiazine, wie das Thionol und das Thionolin, erhalten.
Diese beiden Körper vermögen Baumwolle nicht direct zu färben.
Andererseits liefert Schwefel bei seiner Einwirkung auf die Metadisubstituirten (Amine
oder Phenole) des Benzols Farbstoffe, welche Baumwolle direct färben, jedoch in braunen
und gelblichen bis grau braunen Nuancen von im Allgemeinen nur geringer Intensität (Vidal,
franz. Patent 258978).
Es wurde nun gefunden, dafs, wenn man Schwefel auf ein aus einem Molecül eines
Paraderivates der Benzolreihe und einem Molecül eines Metaderivates derselben Reihe
bestehendes Gemisch reagiren läfst, und zwar derart, dafs wenigstens eine der beiden Componenten
ein Amidophenol oder Diamin ist, man schwarze Farbstoffe von grofser Intensität
erhält, welche sehr lichtbeständig sind und sich direct für die Färbung pflanzlicher Fasern verwenden
lassen.
Einige dieser Producte lösen sich in Säuren und färben dann Wolle und Seide.
i.Beispiel: Man erhitzt im Oelbade auf ungefähr 2000 in einem mit einer Rührvorrichtung
versehenen Eisengefäfs 11 kg Hydrochinon, 11 kg m-Amidophenol und 3,2 kg
Schwefel.
Man unterbricht die Operation, wenn das Entweichen von Schwefelwasserstoff langsamer
wird und die Masse sich verdickt hat. Der Farbstoff stellt einen schwarzen Block mit
kupfrigem Glanz dar; er ist in Alkalien und Schwefelalkalien löslich und färbt in diesem
Zustande Baumwolle direct bläulich schwarz.
2. Beispiel: Man erhitzt im Oelbade auf ungefähr 200 ° in einem mit einer Rührvorrichtung
versehenen Eisengefäfs 11 kg Hydrochinon, 11 kg m-Phenylendiamin und 3,2 kg
Schwefel.
Man unterbricht die Operation, wenn das Entweichen von Schwefelwasserstoff langsamer
wird und die Masse sich verdickt hat. Der Farbstoff bildet eine dunkelschwarze zerbrechliche
Masse, welche in Alkalien und Schwefelalkalien löslich ist und Baumwolle direct röthlich
schwarz färbt.
Im ersten Beispiel kann man das Hydrochinon durch das Resorcin und gleichzeitig
das m-Amidophenol durch das p-Amidophenol ersetzen. Man verfährt mit denselben Mengen
und unter denselben Bedingungen.
Ebenso kann man im zweiten Beispiel das Hydrochinon durch das Resorcin und zugleich
das m-Phenylendiamin durch das p-Phenylendiamin ersetzen, so dafs man ein Gemisch von
Resorcin und p-Phenylendiamin verschmilzt.
Das hieraus entstehende Product löst sich in Schwefelalkalien gelblich auf und färbt in diesem
Zustande Baumwolle bläulich schwarz.
3. Beispiel: Erhitzt man andererseits auf ungefähr 200 ° in einem Eisenbehälter unter
Umrühren 11 kg m - Amidophenol, 11 kg
p-Amidophenol und 3,2 kg Schwefel, so erhält man, nachdem das Entweichen von Schwefelwasserstoff
aufgehört hat, eine schwarze zerbrechliche Masse, welche in Alkalien und Schwefelalkalien löslich ist und Baumwolle
direct röthlich schwarz färbt.
4. Beispiel: Erhitzt man in gleicherweise
und unter denselben Bedingungen ein Gemisch aus 11 kg m-Amidophenol, 11 kg p-Phenylendiamin
und 3,2 kg Schwefel, so wird sich nach einem lebhaften Entweichen von Schwefelwasserstoff
die Masse verdicken und durch Erkalten hart werden und zerbrechen. In Natron oder Schwefelnatrium gelöst, kann der Farbstoff
pflanzliche Fasern direct in bläulichschwarzer Nuance färben.
In dem vierten Beispiel kann man das m-Amidophenol durch das p-Amidophenol,
und zugleich das p-Phenylendiamin durch das m-Phenylendiamin ersetzen, so dafs man ein
Gemisch aus m-Phenylendiamin und p-Amidophenol verschmilzt.
Der hierbei entstehende Farbkörper löst sich in Schwefelalkalien gelblich auf und färbt in
diesem Zustande Baumwolle bläulich schwarz.
5. Beispiel: Man erhitzt im Oelbade auf ungefähr 200 ° in offenem Gefäfs ein Gemisch
aus 11 kg p-Phenylendiamin, 11 kg m-Phenylendiamin
und 3,2 kg Schwefel.
Die dunkelschwarze Einkochmasse ist hart und weniger löslich in Alkalien und Schwefelnatrium
als die oben beschriebenen Farbstoffe; die Lösung färbt Baumwolle in grauen Nuancen.
6. Beispiel: Man erhitzt auf die gleiche Weise ein Gemisch aus 11 kg m - Phenylendiamin,
11 kg p-Amidophenol und 3,2 kg Schwefel.
Die Schmelze ist in Alkalien und Schwefelalkalien löslich und färbt Baumwolle im
schwefelalkalischen, kochsalzhaltigen Bade schwarz.
Die Eigenschaften der nach den beschriebenen Verfahren erhältlichen Farbstoffe sind in
folgender Tabelle zusammengestellt:
| Farbstoff aus:· | Wasser | verdünnte Natronlauge |
verdünnte Salzsäure |
Schwefel säure |
Schwefel natrium |
Färbung der Baumwolle |
| Hydrochinon und m-Amidophenol |
unlöslich | hellblau | roth | blau | grünlich | bläulich schwarz |
| Resorcin und p-Amidophenol |
violett | dunkelblau | rosa | dunkel violett |
blau | bläulich schwarz |
| Hydrochinon und m - Phenylendiamin |
unlöslich | braun | unlöslich | grünlich schwarz |
grün | röthlich schwarz |
| Resorcin und ρ - Phenylendiamin |
unlöslich | schmutzig grau |
unlöslich | dunkelgrün | grünlich gelb |
bläulich schwarz |
| m - Amidophenol und p-Amidophenol |
unlöslich | schwarz | unlöslich | braun | grün | röthlich schwarz |
| m-Amidophenol und ρ - Phenylendiamin |
unlöslich | kaum löslich |
rosa | violett schwarz |
grünlich schwarz |
bläulich schwarz |
| p-Phenylendiamin und m - Phenylendiamin |
unlöslich | unlöslich | orange | schwarz | grünlich gelb |
grünlich schwarz |
| m - Phenylendiamin und p-Amidophenol |
unlöslich | blau | roth | schwarzblau | gelblich | bläulich schwarz. |
Claims (1)
- Patent-Anspruch:Verfahren zur Herstellung von Substantiven Farbstoffen für Baumwolle, dadurch gekennzeichnet, dafs man Schwefel einwirken läfst auf ein Gemisch eines der folgenden Metaderivate: Resorcin, m-Amidophenol, m-Phenylendiamin mit einem der folgenden Paraderivate: Hydrochinon, p-Amidophenol oder p-Phenylendiamin, und zwar so, dafs wenigstens eine der beiden Componenten aus einem Diamin oder Amidophenol besteht.
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE114802C true DE114802C (de) |
Family
ID=384273
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DENDAT114802D Active DE114802C (de) |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE114802C (de) |
-
0
- DE DENDAT114802D patent/DE114802C/de active Active
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