DE113705C - - Google Patents
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- DE113705C DE113705C DENDAT113705D DE113705DA DE113705C DE 113705 C DE113705 C DE 113705C DE NDAT113705 D DENDAT113705 D DE NDAT113705D DE 113705D A DE113705D A DE 113705DA DE 113705 C DE113705 C DE 113705C
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- B—PERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
- B01—PHYSICAL OR CHEMICAL PROCESSES OR APPARATUS IN GENERAL
- B01J—CHEMICAL OR PHYSICAL PROCESSES, e.g. CATALYSIS OR COLLOID CHEMISTRY; THEIR RELEVANT APPARATUS
- B01J37/00—Processes, in general, for preparing catalysts; Processes, in general, for activation of catalysts
- B01J37/02—Impregnation, coating or precipitation
- B01J37/0201—Impregnation
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- B—PERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
- B01—PHYSICAL OR CHEMICAL PROCESSES OR APPARATUS IN GENERAL
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- B01J21/00—Catalysts comprising the elements, oxides, or hydroxides of magnesium, boron, aluminium, carbon, silicon, titanium, zirconium, or hafnium
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- B01J—CHEMICAL OR PHYSICAL PROCESSES, e.g. CATALYSIS OR COLLOID CHEMISTRY; THEIR RELEVANT APPARATUS
- B01J23/00—Catalysts comprising metals or metal oxides or hydroxides, not provided for in group B01J21/00
- B01J23/90—Regeneration or reactivation
- B01J23/96—Regeneration or reactivation of catalysts comprising metals, oxides or hydroxides of the noble metals
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Description
KAISERLICHES
PATENTAMT.
KLASSE 12 g·.
Bei sämmtlichen bisher vorgeschlagenen katalytisch wirkenden Massen, wie solche insbesondere
zu Zwecken der Selbstzündung von in Bunsenbrennern erzeugten Gasluftmischungen
in Form eines mit einer Zündpille versehenen Platindrahtes in den Handel kommen, bildet
fein vertheiltes Platin, in einer porösen, feuerbeständigen Unterlage eingebettet, die eigentliche
katalytische Substanz. Mit Ausnahme der nach dem bekannten Duke'sehen Verfahren
(s. D. R. P. 91284) hergestellten Masse entspricht jedoch keines der in Rede stehenden Erzeugnisse
der an ein solches zu stellenden Anforderung, eine rasche, sichere Zündung längere
Zeit hindurch zu ermöglichen. Es hat dies seinen Grund darin, dafs die bei diesen
Erzeugnissen bisher erzielte feine Vertheilung des Platins keineswegs genügt, um die katalytische
Wirkung desselben so weit zu erhöhen, dafs es schon bei gewöhnlicher Temperatur eine sichere, dauernde Zündwirkung ausübt,
. bezw. die zum Erglühen der Zündmasse führende lebhafte Erhöhung der Reactionsgeschwindigkeit
der Gasluftmischung bewirkt.
Gegenstand der vorliegenden Erfindung ist nun ein Verfahren zur Herstellung von Massen
von grofser bezw. schon in der Kälte sicher und dauernd eintretender katalytischer Wirkungskraft,
welches sich sowohl von dem Verfahren des weiter oben angeführten deutschen Patentes 91284, als auch von allen übrigen
bisher bekannten einschlägigen Verfahren dadurch unterscheidet, dafs der vorliegenden Erfindung
gemäfs die in bekannter Weise aus feuerfesten, porösen Substanzen, einem Salze
aus der Gruppe der Platinmetalle und einer organischen Substanz als Reductionsmittel hergestellten
Massen nicht wie bisher, als solche, sondern bei Gegenwart von Kieselfluorwasserstoffsäure
oder Flufssäure getrocknet und geglüht werden.
Behufs praktischer Durchführung dieses Verfahrens wird zunächst die als Trägerin der
eigentlichen Contactsubstanz dienende feuerfeste Grundsubstanz (Meerschaum, Thon und
dergleichen) einer vorbereitenden Behandlung bekannter Art unterzogen, welche darin besteht,
dafs man sie vor ihrer weiteren Verwendung mit starken Säuren, wie Königswasser
oder Schwefelsäure abraucht und die gebildeten Salze sorgfältig auswäscht, wodurch etwa vorhandene
hygroskopische und in der Hitze der Bunsenflamme schmelzende Salze, deren Anwesenheit
die zu erzielende katalytische Wirkung empfindlich stören würde, entfernt werden
, bezw. der Bildung solcher Salze vorgebeugt wird.
Sodann setzt man der Masse in gleicher Weise wie bisher das als Katalysator wirkende
Platinsalz bezw. Salz eines der Platinmetalle zu. Die Mischung mufs eine möglischt innige
sein.
Der so erhaltenen, wesentlich aus der feuerfesten Grundsubstanz und dem Katalysator bestehenden
Masse wird nunmehr in der bei der Herstellung katalytisch wirkender Massen gebräuchlichen
Weise als Reductionsmittel eine organische Substanz, beispielsweise Zuckerrbeigemischt;
gewünschtenfalls kann jedoch als Reductionsmittel auch feinvertheilte Kohle als
solche zugesetzt "werden. Ueberdies setzt man der Masse — und hierin liegt das bestimmende
Merkmal des in Rede stehenden Verfahrens — eine solche flüchtige Säure, ζ. Β. Kieselfluorwasserstoffsäure
oder Flufssäure zu, welche einerseits durch ihre härtende und kittende Wirkung auf Silicate beim nachfolgenden
Trocknen, bezw. Ausglühen der Masse den festen Zusammenhalt dieser letzteren ohne Aufhebung
ihrer Porosität sichert, und andererseits den Reductionsprocefs unterstützt, indem sie
die in dem angewendeten Platinsalz enthaltene Säure austreibt; die Hauptwirkung der der
Masse zugesetzten Säure besteht jedoch darin, dafs dieselbe durch Anätzung der kleinen
Massentheilchen die wirksame Oberfläche dieser letzteren derart vergröfsert, dafs dadurch eine
wesentliche Erhöhung der katalytischen Wirkungskraft der Masse erzielt wird.
Die dem Vorstehenden gemäfs hergestellte teigige Masse wird schliefslich in bekannter
Weise geformt, getrocknet und geglüht. Es empfiehlt sich hierbei, die Masse gelinde vorzutrocknen
und dann auf einem Platinbleche zu glühen, bis die Probe erweist, dafs die Substanz wirksam geworden ist.
Auch die Reduction mit organischen Substanzen allein, d. h. in der bisher gebräuchlichen
Weise, liefert zwar katalytisch wirkende Massen, jedoch nur solche von träger, kurz andauernder
Wirkung, während Massen von gröfserer Festigkeit, sowie gröfstmöglicher
Dauerhaftigkeit und schneller katalytischer Wirkung nur durch Vermischung feuerfester Körper
mit einem Platinsalze, einer organischen Substanz, beispielsweise Zucker, und einer dem
vorliegenden Verfahren gemäfs zuzusetzenden flüchtigen Säure, vortheilhaft Kieselfluorwasserstoffsäure,
welche den feuerfesten Körper anätzt, und darauf folgendes Trocknen und Glühen einer solchen Mischung gewonnen werden.
Die so hergestellten, bereits in der Kälte katalytisch wirkenden Körper können selbstverständlich
nicht allein zur Entzündung von Mischungen eines brennbaren Gases oder Dampfes mit Luft, sondern im Allgemeinen
zur Durchführung aller jener chemischen Processe Anwendung finden,, bei welchen eine
Vergröfserung der Reactionsgeschwindigkeit der aufeinander zur Einwirkung zu
bringenden
Stoffe, insbesondere mehrerer Gase, mittelst einer katalytisch wirkenden (Contact-) Substanz
angestrebt wird, wie dies beispielsweise bei der Darstellung von Schwefelsäureanhydrid, Chlor,
Formaldehyd u. s. w. der Fall ist.
Die nach dem beschriebenen Verfahren hergestellten, schön in der Kälte wirkenden Contactmassen
übertreffen die bisher bekannten Massen (z. B. platinirten Asbest und dergl.) sowohl
in der Kraft als auch in der Schnelligkeit und Beständigkeit der Wirkung.
Claims (1)
- Pa tent-Anspruch:Verfahren zur Herstellung einer Contactmasse, darin bestehend, dafs Mischungen bekannter Art von feuerfesten, porösen Substanzen, wie Thon, Meerschaum oder dergl. mit Platinsalzen bezw. Salzen der Platinmetalle und organischen Substanzen, wie Zucker, bei Gegenwart von Kieselfluorwasserstoffsäure oder Flufssäure getrocknet und geglüht werden.
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DEZ12292D DE386131C (de) | 1921-04-27 | 1921-04-27 | Verfahren zur Herstellung von Kontakttraegern aus loeslichen hitzebestaendigen Salzen |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE113705C true DE113705C (de) |
Family
ID=7622408
Family Applications (3)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DENDAT113705D Active DE113705C (de) | 1921-04-27 | ||
| DENDAT115333D Active DE115333C (de) | 1921-04-27 | ||
| DEZ12292D Expired DE386131C (de) | 1921-04-27 | 1921-04-27 | Verfahren zur Herstellung von Kontakttraegern aus loeslichen hitzebestaendigen Salzen |
Family Applications After (2)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DENDAT115333D Active DE115333C (de) | 1921-04-27 | ||
| DEZ12292D Expired DE386131C (de) | 1921-04-27 | 1921-04-27 | Verfahren zur Herstellung von Kontakttraegern aus loeslichen hitzebestaendigen Salzen |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (3) | DE386131C (de) |
Cited By (2)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE1241022B (de) * | 1958-07-25 | 1967-05-24 | British Petroleum Co | Verfahren zur Stabilisierung von Diolefine und/oder Styrole enthaltenden Spaltbenzinen |
| WO1991004097A1 (en) * | 1989-09-25 | 1991-04-04 | E.I. Du Pont De Nemours And Company | Regeneration or activation of noble metal catalysts using fluorohalocarbons or fluorohalohydrocarbons |
Families Citing this family (7)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE942925C (de) * | 1942-08-31 | 1956-05-09 | Metallgesellschaft Ag | Stuetzkonstruktion zur Verhinderung des Zusammensinterns der bei der Schwefelgewinnung aus Schwefeldioxyd sowie bei der Oxydation von Gasgemischen aus Schwefeldioxyd, Kohlenoxysulfid und Kohlenmonoxyd dienenden Katalysatormasse |
| US2488718A (en) * | 1947-07-12 | 1949-11-22 | Standard Oil Dev Co | Process for the removal of catalyst impurities from regenerated catalyst |
| US2488744A (en) * | 1947-07-18 | 1949-11-22 | Standard Oil Dev Co | Process for the regeneration of catalyst |
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| US2851398A (en) * | 1953-12-24 | 1958-09-09 | Exxon Research Engineering Co | High pressure chlorine reactivation of alumina supported platinum catalysts |
| US2955089A (en) * | 1957-08-02 | 1960-10-04 | Universal Oil Prod Co | Reactivation of deactivated catalyst |
| US3177158A (en) * | 1961-09-06 | 1965-04-06 | Universal Oil Prod Co | Removal of arsenic contaminant from platinum-alumina catalytic composites |
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- DE DENDAT115333D patent/DE115333C/de active Active
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1921
- 1921-04-27 DE DEZ12292D patent/DE386131C/de not_active Expired
Cited By (2)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE1241022B (de) * | 1958-07-25 | 1967-05-24 | British Petroleum Co | Verfahren zur Stabilisierung von Diolefine und/oder Styrole enthaltenden Spaltbenzinen |
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Also Published As
| Publication number | Publication date |
|---|---|
| DE386131C (de) | 1923-12-03 |
| DE115333C (de) |
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