DE11268C - Verbesserungen an einer Heifsluftmaschine - Google Patents

Verbesserungen an einer Heifsluftmaschine

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DE11268C
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L. P. MAR TIN in Wien
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    • FMECHANICAL ENGINEERING; LIGHTING; HEATING; WEAPONS; BLASTING
    • F02COMBUSTION ENGINES; HOT-GAS OR COMBUSTION-PRODUCT ENGINE PLANTS
    • F02GHOT GAS OR COMBUSTION-PRODUCT POSITIVE-DISPLACEMENT ENGINE PLANTS; USE OF WASTE HEAT OF COMBUSTION ENGINES; NOT OTHERWISE PROVIDED FOR
    • F02G1/00Hot gas positive-displacement engine plants
    • F02G1/02Hot gas positive-displacement engine plants of open-cycle type

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Description

1880.
Klasse 46.
LOUIS P. MARTIN in WIEN. Verbesserungen an einer Heifsluftmaschine.
Zusatz-Patent zu No. 9303 vom 15. Juli 1879.
Patentirt im Deutschen Reiche vom I. Februar 1880 ab. Längste Dauer: 14. Juli 1894.
Die in Fig. 1 bis 3 dargestellte Neuerung besteht in der liegend angeordneten Ventilsteuerung, welche den Vortheil gewährt, dafs ein Festbrennen der Ventile auf ihren Sitzen und der Ventilstangen in den Stopfbüchsenröhren durch darauf fliefsendes Schmiermaterial vermieden wird, indem letzteres an den Stangen nicht so abfliefsen kann, dafs die Ventilsitze undicht werden.
Durch die Lagerung an beiden Enden der Ventilstangen i und k bei rs und tu wird ein dichtes und sicheres Schliefsen der Ventile erzielt, und diese Lagerung ist so ausgeführt, dafs den Ventilen und Stangen, auf welchen erstere sitzen, aufser der hin- und hergehenden Bewegung auch eine Drehung um ihre Axe gestattet und so dem einseitigen Verschleifs derselben vorgebeugt wird. Die Drehung der Ventile und Stangen wird durch die Hebel / und m. bewirkt, welche auf die in den festen Hülsen χ und y beweglichen und auf den Ventilstangen festsitzenden Kopfkolben ν und w excentrisch wirken.
Um den Ventilkasten A, sowie die Grundplatte B kühl zu halten, geht die kalte Luft von der Luftpumpe durch die hohl construirte Grundplatte B, steigt bei α zum Ventilkasten A empor und tritt bei b in den Ofen O.
In Fig. 2 führt das untere Rohr c vom Ofen nach dem Einlafsventil d, das obere / nach dem Cylinder C. e ist ein Auslafsventil und g ein Sicherheitsventil bezw. die directe Verbindung des Ofens mit dem Kamin. Der Bewegungsmechanismus der Ventile e und d besteht aus dem Excenter h, den beiden Stangen η und o, den Hebeln / und m, den Kolben ν und w, der Schraubenfeder q und dem Hebel p.
Die Wirkungsweise ist folgende: Durch die Drehung des Excenters h drückt die Stange η vermittelst des Hebels / auf den Kolben w der Ventilstange k und öffnet das Einströmventil d, wobei gleichzeitig durch den excentrischen .Angriff des Hebels / eine Drehung bewirkt wird. Gleichzeitig wird das der Stange k entsprechende Ende des Hebels / mitgenommen und die Feder q gesparint, während das andere Ende durch entgegengesetzten Druck auf den Kolben ν der Stange i das Auslafsventil e fest auf seinen Sitz prefst.
Bei weiterer Drehung des Excenters A- läfst der Druck auf den Kolben w nach, und letzterer wird durch die gespannte Feder q, welche an / zieht, wieder in seine Anfangslage gebracht, und dadurch wird das Ventil d geschlossen, während gleichzeitig durch Druck auf den Kolben υ der Stange i das Ventil e geöffnet und von dem Hebel m die Stange i nebst dem Ventil e etwas gedreht, sowie durch Zug an dem oberen Ende von / die Feder q gespannt wird.
Die Fig. 4 bis 6 stellen eine weitere Abänderung der Neuerungen dar. Dieselbe besteht aus einer Ventilsteuerung mit entlasteten Ventilen, wobei die von der Luftpumpe nach dem Ofen strömende kalte Luft zum Abkühlen und zum Gegendruck des Heifsluftventils benutzt wird, während die heifse Luft, entgegen der Anordnung des Haupt-Patents, so strömt, dafs sie auf die Ventile abschliefsend wirkt.
Die Oeffnung α in dem Ventilkasten A dient zur Einströmung der heifsen Luft vom Ofen. Die Oeffnung b führt die Luft zum Cylinder C. c führt zum Kamin, und d ist ein Sicherheitsventil· zwischen Ofen und Kamin, e ist das Zulafs-, / das Auslafsventil und g die Kaltluftleitung, welche bei h von der Luftpumpe kommt und bei i nach dem Ofen führt. In dem an g angegossenen Cylinder k bewegt sich ein auf der Ventilstange η festsitzender, dichtschliefsender Kolben w, auf welchen die in g befindliche kalte Luft drückt und so den Druck der bei a bezw. b befindlichen heifsen Luft nach Erfordernifs ausgleicht.
Der obere offene. Cylinder / dient zur Aufnahme des auf der Stange ν festsitzenden, dichtschliefsenden Kolbens m, welcher das Ventil f entlastet. Aufserdem sitzen auf den Stangen ν und w je ein weiterer Schutz- und Führungskolben ζ und ζ'.
Der Steuermechanismus wird durch das Doppelexcenter η bewegt. Die in hin- und hergehende Bewegung versetzten Excenterstangen ο und/
greifen an die Hebel q und r, welche mittelst der Daumen j- und t die Ventilstangen u und ν herunterdrücken bezw. je nach dem Gange der Maschine entsprechend steuern, während dieselben durch die Federn χ und y wieder in ihre frühere Lage gebracht werden und so die Umsteuerung bewirken. Der Mechanismus ist sowohl für Heifsluftmaschinen als auch für Gas-, Wasser- und Dampfmaschinen verwendbar.

Claims (1)

  1. P ATENT-Ansprüche:
    i. Die Anwendung waagrecht liegender, um ihre Axe sich drehender Ventile und deren wechselseitiger Bewegungsmechanismus.
    Die Anordnung der beiden Excenterstangen, welche es ermöglicht, die ganze Hubbewegung des Ausströmungsventils, sowie die Expansionsbewegung des Einströmungsventils mittelst nur einer Kurbelbewegung zu vollziehen.
    Die Anwendung der Ventilsteuerung mit entlasteten einsitzigen Ventilen für die entgegengesetzte Luftströmung, wie in der Zeichnung und Beschreibung dargestellt und beschrieben.
    Hierzu I Blatt Zeichnungen.
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