DE1126284B - Elektromagnetisches Rundrelais mit pneumatischer Hubverzoegerung fuer Blinksignalgeber - Google Patents

Elektromagnetisches Rundrelais mit pneumatischer Hubverzoegerung fuer Blinksignalgeber

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DE1126284B
DE1126284B DEP24436A DEP0024436A DE1126284B DE 1126284 B DE1126284 B DE 1126284B DE P24436 A DEP24436 A DE P24436A DE P0024436 A DEP0024436 A DE P0024436A DE 1126284 B DE1126284 B DE 1126284B
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DE
Germany
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relay
coil
armature
control relay
pot
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DEP24436A
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Wolfgang Priesemuth
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    • HELECTRICITY
    • H01ELECTRIC ELEMENTS
    • H01HELECTRIC SWITCHES; RELAYS; SELECTORS; EMERGENCY PROTECTIVE DEVICES
    • H01H50/00Details of electromagnetic relays
    • H01H50/86Means for introducing a predetermined time delay between the initiation of the switching operation and the opening or closing of the contacts
    • H01H50/88Mechanical means, e.g. dash-pot
    • GPHYSICS
    • G08SIGNALLING
    • G08BSIGNALLING SYSTEMS, e.g. PERSONAL CALLING SYSTEMS; ORDER TELEGRAPHS; ALARM SYSTEMS
    • G08B5/00Visible signalling systems, e.g. visible personal calling systems or remote indication of seats occupied
    • G08B5/22Visible signalling systems, e.g. visible personal calling systems or remote indication of seats occupied using electric transmission; using electromagnetic transmission
    • G08B5/36Visible signalling systems, e.g. visible personal calling systems or remote indication of seats occupied using electric transmission; using electromagnetic transmission using visible light sources
    • G08B5/38Visible signalling systems, e.g. visible personal calling systems or remote indication of seats occupied using electric transmission; using electromagnetic transmission using visible light sources using flashing light

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Description

  • Elektromagnetisches Rundrelais mit pneumatischer Hubverzögerung für Blinksignalgeber Zusatz zum Patent 1112 579 Das Hauptpatent betrifft ein elektromagnetisches Rundrelais mit pneumatischer Hubverzögerung, bei dem der als Luftzylinder für den kolbenartigen Tauchanker ausgebildete Spulenkern in einer durchgehenden Stirnwand innerhalb eines zylindrischen Randflansches zwei Luftöffnungen aufweist, von denen die eine mit einem Rückschlagventil und die andere mit einer vorzugsweise regelbaren Luftdrossel versehen ist, wobei innerhalb des zylindrischen Randflansches auf der äußeren Stirnwand des als Luftzylinder ausgebildeten Spulenkerns ein rohrartiger Stutzen angeordnet ist, welcher mit seiner Bohrung die Drosselöffnung bildet und gleichzeitig als Führungszapfen für ein die Rückschlagventilöffnung abdeckendes flexibles Ventilplättchen und ein darüber angeordnetes Federplättchen dient, welche beide dem Durchmesser des Stutzens angepaßte kreisförmige Führungsöffnungen aufweisen und mit einem über die Spule gestülpten topfartigen magnetischen Rückschluß gehalten sind, in dessen Stirnwand sich eine Bohrung zum Durchtritt des Stutzens befindet.
  • Das Ziel der vorliegenden Erfindung ist es, nach dem Hauptpatent hergestellte Relais ohne großen baulichen Aufwand mit einer besonderen Kontrollvorrichtung zu versehen, die Auskunft über den im Hauptstromkreis des Rundrelais fließenden Strom gibt. Verwendet man das nach dem Hauptpatent ausgebildete Rundrelais zur Steuerung der Blinkleuchtenkreise von Kraftfahrzeugen, kann der Fahrer in seiner Kabine in einfachster Weise darüber unterrichtet werden, ob auch tatsächlich sämtliche Blinkleuchten einwandfrei arbeiten, oder aber, ob einzelne Blinkleuchten, beispielsweise die Blinkleuchten eines angekuppelten Anhängers, gestört oder außer Betrieb sind.
  • Zur Lösung der vorgenannten Aufgabe wird in Anwendung auf Blinksignalgeber erfindungsgemäß vorgeschlagen, bei dem Relais nach dem Hauptpatent den Stutzen über den topfartigen Rückschluß hinaus zu verlängern und als magnetisierbaren Kern und Halterung für die Spule eines in den Erregerkreis des Rundrelais eingeschalteten zusätzlichen Kontrollrelais zu verwenden, dessen magnetischer Kreis den Boden des topfartigen Rückschlusses und einen Teil des Stutzens umfaßt und dessen Magnetanker und Relaiskontakte von der dem topfartigen Rückschluß abgewandten Spulenseite getragen sind.
  • Das erfindungsgemäße Relais weist viele Vorteile auf. Zunächst einmal ergibt sich ein sehr gedrungener Aufbau des Relais. Durch die Anbringung der Ankerteile des Kontrollrelais auf der vom magnetischen Rückschluß abgelegenen Seite werden Fehlauslösungen des Kontrollrelais durch den Magnetfluß des Hauptrelais verhindert, obwohl gleiche Eisenteile in beide Magnetkreise einbezogen sind. Für die Spule des Hilfsrelais wird keine besondere Halterung benötigt, da sie sicher auf dem Drosselventilstutzen ruht. lm übrigen ist auch die Montage besonders einfach, und es ist die Möglichkeit gegeben, für eine Vielzahl verschiedener Typen gleiche Bauelemente zu verwenden.
  • Gemäß einem weiteren Merkmal der Erfindung ist der Kontrollrelaisanker auf der vom Boden des magnetischen Rückschlusses abgelegenen Seite der Kontrollrelaisspule in einer parallel zum Boden des magnetischen Rückschlusses verlaufenden Ebene beweglich gelagert. Hierdurch ergibt sich ein besonders gedrängter Aufbau, und es ist die Möglichkeit gegeben, die sich bei der Erregung des Kontrollrelais berührenden Teile des magnetischen Kreises, d. h. den Anker und den Magnetkern, dem vom Kontrollrelais gesteuerten Signalkreis als Leiterteile unmittelbar einzubeziehen.
  • Wenn das Kontrollrelais auf eine Mehrzahl von verschiedenen Stromstärken reagieren soll, bietet das erfindungsgemäße Relais die Möglichkeit, eine Mehrzahl von unterschiedlich vorgespannten Ankern zu verwenden, die mit einem gemeinsamen Magnetkern zusammenarbeiten können und vorzugsweise in der gleichen Ebene angeordnet sind.
  • Weitere Einzelheiten und Merkmale der Erfindung ergeben sich aus der nachfolgenden Beschreibung eines speziellen Ausführungsbeispieles, das in der Zeichnung im einzelnen dargestellt ist. In der Zeichnung zeigt Fig. 1 einen axialen Längsschnitt durch ein Selbstunterbrecherrelais mit pneumatischer Hubverzögerung und aufgesetztem erfindungsgemäßem Kontrollrelais, Fig: 2 eine in Richtung der eingezeichneten Pfeile 11-II gesehene Draufsicht auf das Relais der Fig. 1 bei abgenommenem Gehäuseoberteil und Fig. 3 eine Schaltskizze, aus der sich der Anschluß des erfindungsgemäßen Relais an einen Blinklampenkreis ergibt.
  • Das in der Zeichnung dargestellte Rundrelais ist in einem zweiteiligen Gehäuse untergebracht. Der Gehäuseunterteil 1 besteht vorzugsweise aus transparentem Werkstoff, um die in diesem Teil angeordneten Relaiskontakte beobachten zu können. An dem Gehäuseteil 1 befinden sich ferner Anschlußfahnen 2. die als Kontaktbolzen eines Steckers ausgebildet sind. In den topfförmigen Gehäuseteil l greift ein weiterer, ebenfalls topfförmiger oberer Gehäuseteil 3 ein, welcher aus Kunststoff besteht und mit einem Befestigungsansatz 4 versehen ist.
  • Zwischen den beiden Gehäuseteilen 1 und 3 ruht in einer entsprechenden Ausnehmung ein Isolierstoffsockel 5, der an seiner Unterseite einen noch näher zu beschreibenden Kippschalter 18 trägt. Auf der Oberseite des Isoherstoffsockels 5 befindet sich ein aus nichtmagnetischem Werkstoff bestehender Luftzylinder 6, der mit seinem unteren Ende in eine Mittelbohrung des Sockels 5 eingreift nud sich mit dem unteren Ende auf der Bodenfläche der Sockelmittelöffnung abstützt.
  • Der Luftzylinder 6 ist an seinem oberen Ende mit einer Stirnwand 7 abgeschlossen, die sich über die Zylinderöffnung des Luftzylinders 6 hinweg erstreckt und einen nach außen ragenden zylindrischen Randflansch 8 trägt. In dieser Stirnwand 7 befinden sich zwei Luftöffnungen 9 und 10, von denen die erstere als Drosselöffnung und die zweite als Rückschlagventilöffnung ausgebildet ist. Zwischen dem überragenden Teil der Stirnwand 7 und dem nach oben vorspringenden Teil des Sockels 5 befindet sich die eigentliche Relaisspule 11, die auf einen Spulenkern 12 aufgewickelt ist.
  • Innerhalb des Luftzylinders 6 befindet sich ein hohler magnetischer Tauchanker 13, der in seinem Inneren zur Rückstellung eine Schraubendruckfeder 14 enthält. An seinem von den Luftöffnungen 9 und 10 abgelegenen Ende ist der Tauchanker 13 mit einer Betätigungsstange 15 versehen, die an ihrem freien Ende ein Gewinde 16 trägt, auf das als Widerlager eine Mutter 17 aufgeschraubt ist. Die Stufenflächen am Übergang zwischen der Betätigungsstange 15 und dem Gewinde 1.6 einerseits und der Mutter andererseits dienen als Anschläge für die Betätigung des unterhalb des Sockels 5 angeordneten Kippschalters 18.
  • Das mit der Luftöffnung 10 zusammenarbeitende Rückschlagventil besteht aus einem anschmiegsamen Metallblättchen 19, einer darüber angeordneten Stoffabdeckung 20 und einem über der Stoffabdeckung 20 angeordneten Federplättchen 21. Zur Führung der drei mit einer entsprechenden Öffnung versehenen Bauelemente 19, 20 und 21 dient ein auf der Stirnwand 7 angeordneter, nach außen ragender zylindrischer Stutzen 22, dessen Bohrung mit der Luftöffnung 9 in Verbindung steht. Das Federplättchen 21 stützt sich zur Erzeugung der notwendigen Ventilschließkraft an der Innenwand eines topfartigen magnetischen Rückschlusses ab, welcher die Spulen-und Ventilanordnung umgibt. In den Stutzen 22 ist eine Gewindebuchse 24 eingepreßt, in die eine mit Längsschlitz 26 versehene Drosselschraube 25 eingreift. Wie die Fig. 1 erkennen läßt, ragt die Drosselschraube 25 aus dem Relaisgehäuse heraus, so daß sie auch bei fertig montiertem Relais von außen eingestellt werden kann.
  • Die Kontaktelemente des Kippschalters 18 sind auf den Sockel 5 aufgenietet. Zum Schalter 18 gehören ein oberer Festkontakt 27, ein unterer Festkontakt 28 und ein dazwischen hin- und herbeweglich angeordneter Umschaltkontakt 29. Die beiden Festkontakte 27 und 28 sind mit kreisförmig gebogenen Leiterstücken 30 und 31 am Sockel 5 befestigt. Der Umschaltkontakt 29 befindet sich am freien Ende eines rahmenartigen Schaltarmes 32, in den eine halbkreisförmig gebogene Kippfeder 33 eingesetzt ist, welche in Abhängigkeit von den Bewegungen der Betätigungsstange 15 den Umschaltkontakt 29 sprungartig zwischen den beiden Festkontakten 27 und 28 hin-und herbewegt. Das hintere Ende der Kippfeder 33 ist an einem Schaltarm 34 abgestützt, welcher einen weiteren Umschaltkontakt 35 trägt. Dieser Umschaltkontakt 35 arbeitet mit zwei weiteren Einzelkontakten 36 und 37 zusammen.
  • Die erwähnten Kontakte sind mit Ausnahme der Kontakte 35 und 29, die über die Kippfeder 33 in Verbindung stehen, gegeneinander isoliert.
  • In eine Bohrung am Boden des magnetischen Rückschlusses 23 ist eine aus magnetisierbarem Werkstoff bestehende Buchse 38 eingepreßt. Diese Buchse 38, die den Drosselstutzen 22 mit geringem Spiel umgibt, bildet den Magnetkern für ein zusätzliches Kontrollrelais und dient auch zur Halterung der Kontrollrelaisspule 39, die mit einem Spulenkörper 40 auf den Stutzen 38 aufgesetzt ist. Auf die obere Scheibe des Spulenkörpers 40 ist ein halbkreisförmiges Leiterstück 41 (Fig. 2) aufgenietet, welches an einem umgewinkelten Ansatz 42 über eine winklig abgebogene Blattfeder 43 einen beweglichen Magnetanker 44 trägt, der dank der gefederten Aufhängung zwischen dem als Magnetkern wirkenden Stutzen 38 und einem am Kontaktstück 41 angebrachten Widerlager 45 hin- und herschwingen kann, wenn die Kontrollrelaisspule 39 in ausreichendem Maße erregt wird. Der Boden des magnetischen Rückschlusses 23, der Stutzen 38 und der Anker 44 bilden einen Teil des Magnetpfades, der sich am Rand der Spule durch die Luft wieder zum Boden des magnetischen Rückschlusses 23 schließt. Die Vorspannung des Ankers 44 wird so eingestellt, daß es nur zu einer Ankerbetätigung kommt, wenn in der Spule 39 ein Strom von zuvor festgelegter Größe fließt. Diese Einstellung der Federvorspannung kann dadurch erfolgen, daß man das umgewinkelte Widerlager 42 mit einer Zange geringfügig in der einen oder anderen Richtung gegenüber dem Kontaktstück 41 verbiegt. Wenn das Kontrollrelais nur relativ kleine Ströme zu schalten hat, ist es möglich, den Kontrollrelaisanker 44 und seinen Magnetkern 38 selbst als Kontaktstück zu verwenden, wobei dann die entsprechenden Zuleitungen am Kontaktstück 41 bzw. an einem Masseanschluß der gesamten Relaisanordnung befestigt werden. Sollen von dem Kontrollrelais mehrere Signalkreise betätigt werden, müssen der Kontrollrelaisspule 39 mehrere Anker zugeordnet werden, wie es die Fig. 2 zeigt. Der zweite Anker kann dann, wie dargestellt, spiegelbildlich oder aber auch polarsymmetrisch angeordnet werden. Eine solche Doppelanordnung gibt beispielsweise die Möglichkeit, die Anker bei unterschiedlichen Stromstärken ansprechen zu lassen. Außer der direkten Kontaktgabe zwischen Spulenkern 38 und Anker 44 besteht selbstverständlich auch noch die Möglichkeit, an den beiden erwähnten Bauelementen unter Zwischenschaltung von Isolierstücken besondere Kontaktelemente anzubringen. Auf dem Gehäuseoberteil 3 angeordnete Klemmen 46 und 47 dienen dem Anschluß des Relais an einen zu steuernden oder zu überwachenden Kreis.
  • Nachfolgend wird die Wirkungsweise des Relais nach der Erfindung als Selbstunterbrecher-Blinkrelais näher erläutert. In der Schaltskizze der Fig. 3 sind die an Hand der Fig. 1 erläuterten Bauelemente mit den gleichen Bezugszeichen versehen.
  • Das in der Fig. 1 im Schnitt dargestellte Relais ist in der Fig.3 innerhalb des Kreises 48 dargestellt. Von den drei Anschlußklemmen des Gehäuseunterteiles ist die Anschlußklemme 21 über eine Sicherung 49 mit einer 6-Volt- oder 12-Volt-Kraftfahrzeugbatterie 50 verbunden, die mit ihrer anderen Klemme an Masse liegt. Die Anschlußklemme 2, ist mit einer Signallampe 51 verbunden, die mit ihrem anderen Anschluß an Masse liegt und dazu dient, am Armaturenbrett des Kraftfahrzeuges die in Betrieb befindliche Blinkanlage kenntlich zu machen. Die Anschlußklemme 2s ist mit einer weiteren Signallampe 52 verbunden, die ebenfalls mit ihrer anderen Klemme an Masse liegt und die Aufgabe hat, bei einem Blinklampenkreis mit einer Mehrzahl von Blinklampen den Ausfall einzelner Blinklampen kenntlich zu machen. Von den Anschlußklemmen 46 und 47 ist, je nachdem, ob es sich um einen 6-Volt- oder um einen 12-Volt-Betrieb handelt, die eine mit einem Blinkschalter 53 verbunden. Es ist im vorliegenden Falle angenommen, daß die Spule 39 eine Mittelzapfung aufweist, die neben dem einen Außenanschluß ebenfalls aus dem Relaisgehäuse herausgeführt ist. Der Blinkschalter53 ist ein einfacher Umschalter, der je nach seiner Betätigung die (beispielsweise) drei linken oder rechten Blinklampen mit dem Relais verbindet. Die Blinklampen liegen ebenfalls mit ihrem einen Pol an Masse. Wie durch eine schematische Steckbuchse angedeutet, ist bei der Darstellung der Fig. 3 angenommen, daß sich zwei Blinklampen jeweils am Motorwagen befinden und sich eine Blinklampe an einem Anhänger befindet.
  • Die Anordnung der Fig. 3 arbeitet wie folgt: Das Relais befindet sich anfänglich in der in der Zeichnung dargestellten stromlosen Lage. Wenn nun der Blinkschalter 53 in der einen oder anderen Richtung umgelegt wird, schließt sich der Stromkreis von Masse über die Batterie 50, die Sicherung 49, die Relaisspule 11, den Kontakt 27, die Relaiswicklung 39, den Kontakt 46, den Blinkschalter 53 und die Blinklampen zur Masse. Die Relaisspule 11 wird erregt und zieht den Anker 13 schlagartig an, da die Luft aus dem Luftzylinder 6 schlagartig über das Rückschlagventi110 entweichen kann. Bei dieser Ankerbetätigung legen sich die Kontakte 29 und 35 nacheinander um und sorgen über den Kontakt 36 für eine Erregung der Signallampe 51 und über den Kontakt 28 für eine Überbrückung der Relaiswicklung 11. Hieraus ergibt sich, daß bis zur Umschaltung der beiden Kontakte 29 und 35 die Blinklampen von Fahrzeug und Anhänger eingeschaltet bleiben und dabei dank der Überbrückung der Erregerwicklung 11 nahezu die volle Spannung der Batterie 50 erhalten. Der Relaisanker des Kontrollrelais ist so eingestellt, daß er bei Aufleuchten von drei Lampen angezogen wird und es zu einem Kontaktschluß zwischen dem Kontrollrelaisanker 44 und dem Magnetkern 38 kommt. Im Endergebnis leuchtet dann zusammen mit der Signallampe 51 auch die Signallampe 52 auf.
  • Wenn unter dem Einfuß der Feder 14 der Tauchanker 13 wieder in seine Ausgangslage zurückkehrt, kommt es zu einer Umschaltung der beiden Kontakte 29 und 35, so daß die Überbrückung der Spule 11 wieder aufgehoben ist und die beiden Kontrolllampen 51 und 52 und auch die Blinklampen des Kraftfahrzeuges wieder erlöschen. Erst nachdem der Umschaltkontakt29 seine Endstellung wieder erreicht hat und den Festkontakt 27 beaufschlagt, kommt es zu einer erneuten Erregung und zu dem gleichen zuvor beschriebenen Schaltspiel.
  • Mit der in Fig. 3 dargestellten Blinkanlage ist es dem Fahrzeugführer ständig durch Beobachtung der beiden Kontrollampen 51 und 52 möglich, festzustellen einerseits, ob die Blinkanlage überhaupt arbeitet, und andererseits, ob auch sämtliche Blinklampen des Kraftfahrzeuges in Betrieb sind.

Claims (7)

  1. PATENTANSPRÜCHE: 1. Elektromagnetisches Rundrelais mit pneumatischer Hubverzögerung, bei dem der als Luftzylinder für den kolbenartigen Tauchanker ausgebildete Spulenkern in einer durchgehenden Stirnwand innerhalb eines zylindrischen Randflansches zwei Luftöffnungen aufweist, von denen die eine mit einem Rückschlagventil und die andere mit einer vorzugsweise regelbaren Luftdrossel versehen ist, wobei innerhalb des zylindrischen Randflansches auf der äußeren Stirnwand des als Luftzylinder ausgebildeten Spulenkerns ein rohrartiger Stutzen angeordnet ist, welcher mit seiner Bohrung die Drosselöffnung bildet und gleichzeitig als Führungszapfen für ein die Rückschlagventilöffnung abdeckendes flexibles Ventilplättchen und ein darüber angeordnetes Federplättchen dient, welche beide dem Durchmesser des Stutzens angepaßte kreisförmige Führungsöffnungen aufweisen und mit einem über die Spule gestülpten topfartigen magnetischen Rückschluß gehalten sind, in dessen Stimwand sich eine Bohrung zum Durchtritt des Stutzens befindet, nach Patent 1 112 579 in Anwendung auf Blinksignalgeber, dadurch gekennzeichnet, daß der Stutzen (22) über den topfartigen Rückschluß (23) hinaus verlängert ist und als magnetisierbarer Kern und Halterung für die Spule (39) eines in den Erregerkreis des Rundrelais eingeschalteten zusätzlichen Kontrollrelais dient, dessen magnetischer Kreis den Boden des topfartigen Rückschlusses (23) und einen Teil (38) des Stutzens (22) umfaßt und dessen Magnetanker (44) und Relaiskontakte (45) von der dem topfartigen Rückschluß (23) abgewandten Spulenseite (40) getragen sind.
  2. 2. Relais nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der Stutzen (22) von einer mit dem Boden des topfartigen magnetischen Rückschlusses (23) verbundenen magnetisierbaren Hülse (38) umgeben ist, welche an ihrem freien Ende einem Kontrollrelaisanker (44) gegenüberliegt, der an einer senkrecht zum Stutzen (22) verlaufenden Ebene beweglich gelagert ist.
  3. 3. Relais nach Anspruch 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, daß der Konrollrelaisanker (44) so vorgespannt ist, daß er die Relaiskontakte nur betätigt, wenn der Erregerkreis des Selbstunterbrecherrelais durch einen zusätzlichen Verbraucher (z. B. die Blinkanlage eines Fahrzeuganhängers) mit einem größeren Strom belastet ist.
  4. 4. Relais nach Anspruch 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß die zusammenwirkenden Kontakte des Kontrollrelais vom Magnetkern (38) der Kontrollrelaisspule (39) und vom beweglichen Anker (44) getragen sind.
  5. 5. Relais nach Anspruch 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß der Anker (44) und der Magnetkern (38) des Kontrollrelais als Leiterteile unmittelbar in den vom Kontrollrelais gesteuerten Signalkreis einbezogen sind.
  6. 6. Relais nach Anspruch 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, daß das Kontrollrelais mit einer Mehrzahl von auf verschiedene Stromstärken ansprechenden Ankern versehen ist (Fig. 2).
  7. 7. Relais nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, daß mehrere Anker (44) mit einem gemeinsamen Magnetkern (38) zusammenarbeiten und vorzugsweise in gleicher Ebene angeordnet sind. In Betracht gezogene Druckschriften: Deutsche Auslegeschrift Nr. 1036 721, 1068 593.
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Cited By (2)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
FR2337932A1 (fr) * 1976-01-07 1977-08-05 Westdeutsche Elektrogeraete Appareil de commutation electrique, notamment a commutation temporelle
DE3232173A1 (de) * 1981-09-24 1983-03-31 Mitsubishi Denki K.K., Tokyo Elektromagnetische kontaktvorrichtung

Citations (2)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE1036721B (de) * 1957-12-19 1958-08-14 Rau Swf Autozubehoer Kontrollrelais fuer Blinklichtanlagen
DE1068593B (de) * 1959-11-05

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