DE112617C - - Google Patents

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DE112617C
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Description

AISERLICHES
PATENTAMT.
In der Patentschrift 79932 ist ein Futtermittel aus Torf und Melasse beschrieben worden, bei welchem die im Torfe vorhandenen Säuren die Salze der Melasse neutralisiren. Es hat sich gezeigt, dafs der Torf nicht nur infolge der in ihm enthaltenen Säuren neutralisirend auf die Salze der Melasse wirkt, wenn die Melasse ohne Beimischung anderer Stoffe vorhanden ist, sondern dafs auch durch denselben andere Futtermittel conservirt und in einen handlichen Zustand gebracht werden können.
Während Magermilch, welche als Restmilch bei der Bereitung von Butter zurückbleibt, für sich selbst nach kurzem Aufbewahren innerhalb ein bis zwei Tagen der Zersetzung unterliegt und dann, indem Säuerung eintritt, nicht mehr zu Fütterungszwecken in gleich gutem Mafse wie die unzersetzte Magermilch zu benutzen ist, kann durch Vermischen von Magermilch mit Melasse und Torfmehl ein haltbares Futter erhalten werden, welches nicht säuert und gleichzeitig handlich ist, indem es eine feste Substanz bildet, die beliebig versendet werden kann. Durch den Zusatz des Melasse-Torfmehls zu der Magermilch wird die Umwandlung des Milchzuckers derselben in Milchsäure infolge der vorhandenen Melassesalze, des Rohrzuckers und der antiseptischen Wirkung des Torfes verhindert. Man kann das Futter sowohl in loser Form als nach vorherigem Pressen als Kuchen und dergl. erhalten.
Die Herstellung des Futtermittels kann beispielsweise in der folgenden Weise geschehen:
Man nimmt 20 bis 25 Theile trockenes Torfmehl auf 30 bezw. 25 Theile Melasse und 50 Theile Magermilch (es können auch bis 100 Theile Magermilch bei demselben Verhä'ltnifs des Torfmehls und der Melasse genommen werden), und nimmt die Vermischung des Gemenges in der W7eise vor, dafs man entweder zuerst die bis zum Siedepunkt erhitzte Melasse mit dem Torfmehl vermengt und dann die Magermilch zusetzt, oder dafs man zuerst die Melasse mit der Magermilch, welche beide bis zum Siedepunkt erhitzt werden müssen, vermischt und diese Mischung dann von dem Torfmehl aufsaugen lä'fst.
Die Vermengung des Torfmehls mit der Melasse bezw. Melasse- und Magermilchmischung kann sowohl durch maschinelle Vorrichtungen mittelst Mischschnecken, Knetmühlen oder dergl. als auch durch einfaches Durcheinanderschaufeln auf dem Fufsboden geschehen.
Die fertige Mischung kann entweder direct als Futter benutzt werden oder wird, um sie zu einem Dauerfutter zu machen, an der Luft oder einer Darre getrocknet.
Die Vorzüge des neuen Futters bestehen darin, dafs dasselbe handlich ist und, trotzdem die leicht zersetzliche Magermilch in demselben vorhanden ist, beliebig lange aufbewahrt werden kann. Besonders bemerkenswerth ist, dafs anscheinend die Säuren des Torfes die Conservirung der Magermilch bewirken, ohne dafs ihre Wirkung auf die Melassesalze beeinträchtigt ist.

Claims (1)

  1. Patent-Anspruch:
    Verfahren zur Herstellung eines Futtermittels aus Magermilch, dadurch gekennzeichnet, dafs die Magermilch mit Torf und Melasse gemischt wird.
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