-
Verriegelungseinrichtung für einen Doppeldruckknopf-Schalterantrieb
Die Erfindung bezieht sich auf eine Verriegelungseinrichtung für einen Doppeldruckknopf-Schalterantrieb
zur Festhaltung des jeweils betätigten Druckknopfes mit einem zwischen den Druckknöpfen
befindlichen Arretierungsglied.
-
Zweck der Erfindung ist es, den Schalterantrieb und die Arretierung
so auszubilden, daß bei einem größtmöglichen Grad an Betriebssicherheit eine vereinfachte
Fertigungstechnik erreicht wird. Der Schalter muß billig hergestellt werden. Das
Gehäuse soll durch Kunststoffpressung ohne Einlegeteile und Lagerungen herstellbar
sein. Weiterer Erfindungszweck ist, daß das Getriebe einen geringen Raumbedarf besitzt
und nur aus wenigen Einzelteilen besteht. Die Schaltstange soll aus dem Getriebe
herausragen, so daß eine einwandfreie Trennung zwischen dem mechanischen und elektrischen
Teil möglich ist.
-
Es sind Verriegelungseinrichtungen für Doppeldruckknopfschalter bekannt,
bei denen zur Festhaltung des jeweils betätigten Druckknopfes ein zwischen den Druckknöpfen
befindliches Arretierungsglied verwandt wird. Bei einer dieser Arretierungsvorrichtungen
ist ein Stift vorhanden. Entsprechend diesem Stift müssen die Druckknöpfe
Eindrehungen oder Rillen besitzen. Die Hinterschneidungen sind für Preßherstellungsverfahren
nachteilig, da Seitenschieber verwandt werden müssen. Auch ein Nacharbeiten der
Preßlinge ist erforderlich. Ein weiterer Nachteil der bekannten Ausführung sind
Querschnittsverringerungen durch Eindrehungen, die die Festigkeit beeinträchtigen.
Abnutzungserscheinungen bei den Arretierungseinrichtungen sind ein weiterer Nachteil
dieser Ausführungen.
-
Bei einer anderen bekannten Einrichtung findet ein Einwirken auf einen
zweiarmigen Hebel statt. Hier ist ebenfalls ein größerer Fertigungsaufwand erforderlich.
Notwendige Lager beeinträchtigen die Betriebssicherheit.
-
Bei einer anderen bekannten Ausführung besitzen die Druckknöpfe umlaufende
Rillen.'Diese Rillen dienen der Führung von Kugeln. Der in die Rille gepreßten Kugel
steht am anderen Druckknopf eine gerade Fläche gegenüber. Der Nachteil dieser Anordnung
ist die Querschnittsschwächung bzw. Kerbwirkung, die hier durch die Rille im Druckknopf
auftritt. Die Herstellung wird durch Passungsarbeiten, also Abstimmung der Kugel
auf die Rille, verteuert.
-
Aufgabe der Erfindung ist es daher, diese Nachteile zu vermeiden und
die Verriegelungsvorrichtung so auszubilden, daß keine Abnutzungserscheinungen die
Betriebssicherheit gefährden. Hinterschneidungen werden vermieden, ebenfalls Lager,
so daß dadurch eine billige Herstellung bei großer Betriebssicherheit möglich ist.
-
Die Lösung der Aufgabe nach der Erfindung besteht darin, daß die Druckknobpfe
an ihrem unteren Ende mit verdickten zylindri ' scheu Ansätzen und einem
übergangskonus Verstehen, sind, und daß die zwischen den Druckknöpfen befindliche
Arretierungsrolle einen Durchmesser besitzt"'der dem lichten Ab-
stand zwischen
dem verjüngten oberen Teil des einen Druckknopfes und dem verdickten zylindrischen
Ansatz des anderen Druckknopfes entspricht, so daß derjenige jeweilig gedrückte
Druckknopf festgehalten wird, an dessen übergangskonu# die Arretierungsrolle anliegt.
-
Bei dieser Ausführung ersetzt an jedem Druckknopf ein Übergangskonus
die an sich bekannten Hinterschneidungen. Die gegenseitige Verriegelung erfolgt
durch eine Änderung des lichten Abstandes zwischen dem verjüngten oberen Teil des
einen Druckknopfes und dem verdickten zylindrischen Ansatz des anderen Druckknopfes.
Der Durchmesser der Arretierungsrolle ist so gewählt, daß der eingedrückte Druckknopf
in dieser Lage von der Arretierungsrolle festgehalten wird und erst dann freigegeben
wird, wenn der andere Druckknopf so weit hereingedrückt wird, daß sich eine Vergrößerung
des lichten Ab-
standes ergibt. Die Herstellung der Teile ist einfach und
billig, da keine Hinterschneidungen vorhanden sind und ein normales Preßverfahren
angewandt werden kann. Durch das Vorhandensein einer Schaltstange läßt sich eine
Trennung in ein Druckknopfgehäuse, bestehend aus einem Gehäuseober- und -unterteil
und einem Kontaktgehläuse, durchführen. Dadurch ist ein leichtes Auswechseln der
Teile möglich,
je nachdem, ob im elektrischen oder mechanischen
Teil Störungen auftreten. Die Arretierungsrolle besitzt eineeingepreßte Achse, die
auf einer geraden Unterstützungsfläche abrollt. Ein Schlitz sichert die freie Beweglichkeit
der Arretierungsrolle. Es sind also Lager vermieden, so- daß eine große Betriebssicherheit
vorhanden ist, weil Abnutzungserscheinungen nicht zu befürchten sind. Die Druckknöpfe
werden in an sich bekannter Weise durch Federn abgestützt, die entgegen der Kraft
beim Eindrücken der Druckknöpfe wirken. Die Federn sind erforderlich, damit die
Lösung der Arretierung bewirkt werden kann.
-
Der Einschaltdruckknopf wird zweckmäßig einstückig mit der Schaltstange
ausgeführt, um eine Fertigungsvereinfachung und große Betriebssicherheit zu erreichen,
Zweckmäßig wird das Druckknopfgehäuse von einem Gehäuseober- und -unterteil gebildet,
die durch Hohlnieten n-üteinander verbunden werden. - Diese Hohlnieten weisen
im Gehäuseunterteil gleichzeitig ein Gewinde auf, damit das Kontaktgehäuse mit seiner
Bohrung, durch welche die Schaltstange ragt, in der richtigen Lage einwandfrei befestigt
werden kann.
-
Der schon eingedrückte. Einschaltknopf kann infolge der Verwendung
der verdickten zylindrischen Ansätze entgegen einer Feder noch weiter eingedrückt
werden, um z. B. Anlaßkontakte zu betätigen. Beim Loslassen drückt dann die entsprechende
Feder den Einschaltdruckknopf mit seinem übergangskonus gegen die Arretierungsrolle.
-
Ausführungsbeispiele der Erfindung sind in der Zeichnung dargestellt.
-
Fig. 1 zeigt ün Schnitt I-I der Fig. 2 das Drdc-kknopfgehäuse
in der Vorderansicht; Fig. 2 ist die Draufsicht auf die Fig. 1;
Fig.
3 zeigt schematisch den eingedrückten und verriegelten Einschaltdruckknopf;
Fig. 4 zeigt schematisch die Ausschaltstellung nach Eindrücken des Aussehaltdruckknopfes7;
Fig. 5 istein Schnitt längs der Linie 11-11 der Fig. 4 in der Seitenansicht;
Fig. 6 zeigt die Anpassung der Arretierungsrolle an den übergangskonus; Fig.
7 zeigt eine andere Ausführung mit einer zusätzlichen Schaltstellung.
-
In der Fig. 1 ist das Druckknopfgehäuse, bestehend aus einem
Gehäuseoberteil 1 und einem Gehäuseuntertei12, gezeichnet. Hohlnieten24,
25 verbinden die beiden Teile und besitzen am Gehäuseuntertei12 ein Bolzengewinde
3, 4. Dieses Gewinde dient zum Befestigen des nicht gezeichneten Kontaktgehäuses.
Durch das Gehäuseuntertei12 ragt die Schaltstange5, welche im Kontaktgehäuse in
an sich bekannter Weise nicht gezeichnete Kontakte betätigt. Es sind im weiteren
Druckknöpfe 6, 7 mit verschiedenem Durchmesser vorhanden. Im Ausführungsbeispiel
ist der Druckknopf 6 der Einschaltdruckknopf und der Druckknopf
7 der Ausschaltdruckknopf. Die Druckknöpfe besitzen Bohrungen 10, 11,
die in Federn 8, 9
angeordnet sind, die im Gehäuseunterteil 2 durch Vorsprünge
12, 13 zentriert sind. Die Federn wirken in Pfeilrichtung 19. Jeder
der Druckknöpfe 6, 7 besitzt einen verdeckten zylindrischen Ansatz
27, an dem anschließend der Übergangskonus 17 bzw. 18
angeordnet
ist. Dieser Übergangskonus bildet den Übergang vom verdickten zylindrischen Ansatz
27 zu dem verjüngten, die Druckknöpfe 6,7 darstellenden Teil. Der
übeergangskonus 17, 18 bzw. der zylindrische Ansatz 27 wird so gewählt,
daß die Begrenzungslinie der Arretierungsrolle 14 die Tangente zum übergangskonus
17 bzw. 18 und dem anschließenden verjüngten Teil bildet (Fig.
6). Führungen 15, 16 halten die Druckknöpfe 6, 7 in einem solchen
lichten Ab-
stand 30 voneinander, daß, wie die Fig. 1 bis
7 zeigen, jeweilig nur eine, Bewegungsrichtung eines Druckknopfes möglich
ist.
-
In der Fig. 3 ist es z. B. nicht möglich, daß der Druckknopf
6 in Pfeilrichtung 19 bewegt wird, da der Abstand zwischen den verdickten
Ansätzen 27 kleiner ist als der Durchmesser der Arretierungsrolle 14. In
der Fig. 3 könnte also der Druckknopf 7 nur entgegen der Pfeilrichtung
19 bewegt werden. In der Fig. 4 kann umgekehrt nur der Druckknopf
6 in Pfeilrichtung 19 bewegt werden. Dadurch ergibt sich die Wirkung
der Arretierung bei der Bewegung der Druckknöpfe 6 und 7 in der einen
oder anderen Richtung. Die Arretierungsrolle 14 besitzt eine eingepreßte Achse 20,
welche auf der Unterstützungsfläche 21 aufliegt. Ein eingepreßter Schlitz 22 gestattet
das Drehen der Arretierungsrolle 14. Durch Bewegung der Druckknöpfe 6, 7
rollt dann die Arretierungsrolle 14 an der Begrenzungslinie 23 ab. Diese
Begrenzungslinie wird von dem verjüngten Teil der Druckknöpfe und dem anschließenden
übergangskonus gebüdet.
-
In der Fig. 5 ist die Möglichkeit des Überbrückens des Einschaltdruckknopfes
6 gezeigt. Es bezeichnen die gleichen Zahlen die gleichen Teile. Die, Feder
29
gestattet ein weiteres Eindrücken des Einschaltdruckknopfes 6 entgegen
der Pfeilrichtung 19, bis die gestrichelt gezeichnete Stellung
26 erreicht ist. Es wird dann noch ein zusätzliches Kontaktsystem
28 geschlossen. Dieses Kontaktsystem kann zweckmäßig für den Anlaßvorgang
bei Motoren mit Hilfsphasen sein.
-
Das Schaltungsgetriebe bzw. die Verriegelungseinrichtung kann überall
dort angewendet werden, wo
auf kleinem Raum eine billig herstellbare Verriegelungseinrichtung
vorhanden sein muß. Stecker, welche gleichzeitig einen Schalter tragen, sind ein
bevorzugtes Anwendungsgebiet.