DE11110C - Verfahren um Wolle oder aus Wolle gewebte Stoffe mit fein vertheiltem Schwefel zu imprägniren für therapeutische Zwecke - Google Patents

Verfahren um Wolle oder aus Wolle gewebte Stoffe mit fein vertheiltem Schwefel zu imprägniren für therapeutische Zwecke

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DE11110C
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A. WERNER in Frankenberg i. S
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Description

1879.
Klasse 30.
ALBERT WERNER in FRANKENBERG (Sachsen).
Verfahren, um Wolle oder aus Wolle gewebte Stoffe mit fein vertheiitem Schwefel zu imprägniren für therapeutische Zwecke.
Patentirt im Deutschen Reiche vom 9. November 1879 ab,
Das vorliegende Verfahren " bezweckt, auf Wollstoffe fein zertheilten Schwefel möglichst fest haftend niederzuschlagen. Die so präparirten Stoffe werden für Heilzwecke auf die Haut gelegt.
Zur Präparirung legt man den Stoff von reiner thierischer (Schaf-) Wolle, der von allen fettigen und öligen Bestandteilen und, wenn er gewebt ist,, von der Weberschlichte befreit sein mufs, zuerst in lauwarmes Wasser, läfst ihn gehörig durchtränken und drückt ihn dann gut aus.
Den so durchfeuchteten Stoff bringt man in ein kaltes Bad von Schwefelsäure, die mit Wasser bis auf 20B. verdünnt ist, und also auf ι 1 Wasser ca. 35 g Schwefelsäure enthält, und läfst ihn darin 3 bis 4 Stunden liegen.
Dann nimmt man den Stoff heraus, zieht ihn durch kaltes Wasser und drückt ihn mäfsig aus.
Hierauf bringt man den Stoff alsbald in ein Bad von in kaltem Wasser gelöstem, unterschwefligsaurem Natron, das ungefähr auf 1 1 Wasser 16 bis 18 g unterschwefligsaures Natron enthält, und läfst ihn darin wieder 3 bis 4 Stunden liegen.
Dann nimmt man den Stoff heraus, spült ihn leicht in kaltem Wasser und läfst ihn, womöglich in horizontaler Lage straff aufgespannt, vollständig trocknen.
Der so präparirte Wollstoff ist dann fertig, um ihn für den Gebrauch zu therapeutischen Zwecken, bei Einwickelungen u. dergl. auf die nackte Haut zu legen.
Der Stoff mufs in beiden Bädern vollständig von der Flüssigkeit bedeckt sein, darf nicht über die Flüssigkeit hinausragen, und es ist gut, wenn er in jedem der beiden chemischen Bäder von Zeit zu Zeit mit Holzstäben umgerührt und durchgedrückt wird. Beide chemische Bäder können ziemlich lange benutzt werden. Metallene Kessel oder Behälter dürfen zu den Bädern nicht benutzt werden, sondern am besten Holzbehälter.
Man kann zu dem Präparat sowohl unverarbeitete Schafwolle wie auch verarbeitete verwenden, d. h. gewebte, gesponnene, gestrickte, gehäkelte wollene Garne, wollene Watte etc. Besonders eignen sich dazu: Wollene Decken von locker gesponnenem Garne, die gewalkt und auf der einen Seite womöglich gar nicht, auf der anderen möglichst stark gerauht sind, also möglichst viel feine Wollhärchen haben, an denen der Schwefelniederschlag haften kann. Ferner sind verwendbar stark gerauhte Friese, Flanelle, sogenannte stark gerauhte Lamastoffe. Ferner kann man nach dem angegebenen Verfahren wollene Kleidungsstücke, die man direct auf der Haut trägt, und die man zu diesem besonderen Zwecke auf der Innenseite derb rauhen lassen könnte, wie wollene Hemden, Jacken, Unterkleider, Strümpfe, Handschuhe, Leibbinden, Halsbinden, Shawls u. s. w., sowie wollene Phantasieartikel aller Art, locker gearbeitete Rahmenarbeiten, hauptsächlich die, welche auf einer Seite zottig gearbeitet sind, d. h. kürzere oder längere Gamzotten haben, präpariren.
Dünne, glatte wollene Stoffe aller Art, ohne Wollfasern, z. B. wollene Lüstresstoffe, Damenkleiderstoffe sind zur angegebenen Präparation ungeeignet.
Die präparirten Stoffe können aufsen mit dichten Stoffen bedeckt werden.
Der präparirte, völlig getrocknete Stoff dürfte sich wohl, gegen Feuchtigkeit und Luftzutritt geschützt, lange Zeit aufbewahren lassen, ohne viel von seiner Wirksamkeit zu verlieren.
Präparirte Stoffe, die ein mit ansteckender Krankheit behafteter Patient benutzt hat, braucht man wohl nicht zu vernichten, sondern könnte sie von neuem präpariren, da sie durch die bei der Präparation frei werdende, schweflige Säure desinficirt werden dürften, oder die Stoffe könnten nach dem Gebrauche und vor neuer Präparirung sofort gasförmiger schwefliger Säure ausgesetzt oder sonst desinficirt werden.
Verliert der Stoff durch öfteren Gebrauch die Wollhaare, so ist er, um wieder zur Präparation tauglicher zu werden, durch sogenannte Kratzen wieder aufzurauhen.

Claims (1)

  1. Patent-Anspruch:
    Die Verwendung der nach obigem Verfahren mit Schwefel imprägnirten Wollstoffe zu Bekleidungsgegenständen, welche direct mit der Haut in Berührung kommen.
DENDAT11110D Verfahren um Wolle oder aus Wolle gewebte Stoffe mit fein vertheiltem Schwefel zu imprägniren für therapeutische Zwecke Active DE11110C (de)

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