DE110480C - - Google Patents

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DE110480C
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    • DTEXTILES; PAPER
    • D05SEWING; EMBROIDERING; TUFTING
    • D05CEMBROIDERING; TUFTING
    • D05C3/00General types of embroidering machines
    • D05C3/04General types of embroidering machines with horizontal needles

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  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Textile Engineering (AREA)
  • Looms (AREA)

Description

KAISERLICHES
PATENTAMT.
PATENTSCHRIFT
KLASSE 52: Nähmaschinen.
Patentirt im Deutschen Reiche vom g. Januar 1898 ab.
Bekanntlich ist bei den bisher gebräuchlichen Schiffchen - Stickmaschinen die Anordnung der Anlriebvorrichtung so getroffen, dafs die den Antrieb der Stickwerkzeuge vermittelst geeigneter Bewegungsorgane (wie Excenter, Räder u. s. w.) bewirkende Haupttriebwelle, sowie die wesentlichen Bewegungsorgane selbst an der Vorderseite-der Maschine gelagert sind. Diese Anordnung hat mancherlei Uebelstände im Gefolge, vor allen den, dafs der Zugang zu den Stickwerkzeugen und das Arbeiten an denselben zum Zwecke der Einstellung u. s. w. nicht allein im Betriebe, sondern auch bei stillstehender Maschine sehr erschwert ist, indem die Welle mit ihren Theilen hindernd im Wege steht.
Bei der den Gegenstand der. vorliegenden Erfindung bildenden Antriebvorrichtung ist nun dieser Uebelstand dadurch beseitigt, dafs die den Antrieb der Stickwerkzeuge bewirkende Haupttriebwelle und mit ihr der gesammte Bewegungsmechanismus seitlich an der Maschine gelagert ist. Dadurch werden nicht allein eine leichtere Zugänglichkeit zu den arbeitenden Stickwerkzeugen und damit eine bequemere Bedienung derselben insbesondere im Betriebe ermöglicht, sondern auch eine wesentliche Vereinfachung in der Bauart der gesammten Antriebvorrichtung sowie eine gröfsere Betriebssicherheit und genauere Thätigkeit der Stickwerkzeuge, indem auch die langen Trieb- und Gestängewellen, welche einer erheblichen Torsionswirkung unterliegen, in Wegfall gekommen sind.
In den beiliegenden Zeichnungen ist eine derartige Antriebvorrichtung in beispielsweiser Ausführungsform dargestellt, und zwar durch Fig. ι und 2 als Seitenansichten, wobei Theile der Vorrichtung schematisch in der Ruhe- und in der Arbeitsstellung veranschaulicht sind, und durch Fig. 3 die Maschine in der Vorderansicht.
Die Hauptantriebwelle W ist, wie Fig. 3 zeigt, seitlich am Gestell s, und zwar zweckmäfsigerweise auf der linken Seite der Maschine in Lagerböcken sx gelagert. Die Einrichtung ist so getroffen, dafs alle für das gewöhnliche Sticken dienenden Werkzeuge von dieser Welle aus unmittelbar, ohne Zwischengetriebe, durch geeignete Bewegungsmechanismen, Hebelgestänge u. s. w. in Bewegung gesetzt werden. Zu diesem Zwecke sind auf der Welle geeignete Getriebe, z. B. Excenter, zur Bethätigung dieser Bewegungsmechanismen vorgesehen, deren Anordnung im Nachfolgenden beschrieben wird, wobei aber in der Zeichnung der Einfachheit halber lediglich die wichtigsten Theile dieser Mechanismen bezw. stellenweise nur die Bethätigungsorgane selbst dargestellt sind, umsomehr, da die Anordnung der baulichen Einzelheiten jedem Fachmanne geläufig und für die Erfindung selbst ohne Belang ist.
Die Bewegung der die Nadeln n1 ri2· tragenden Schlitten erfolgt von einem auf dem vorderen Ende der Welle an einer Scheibe n10 sitzenden Ringexcenter η9, welches auf die Rolle n8 wirkt, die am unteren Ende einer die Hebel ns nb bezw. n* n6 der Schlitten verbindenden Stange n7 sitzt.
Die auf den Wellen p3 bezw. j>4 in üblicher Weise angeordneten grofsen Fadenleiter erhalten ihre Verstellung gemeinschaftlich von
dem auf der Triebwelle W sitzenden Excenter ρ9 durch Vermittelung eines Hebelgestänges p5p6p7, dessen Stange p7 eine Rolle ps trägt, welche auf dem Excenter ρ9 aufliegt. Die auf den Wellen os bezw. o* sitzenden kleinen Fadenleiter erhalten ihre Verstellung gemeinsam vom Excenter ο9 durch Vermittelung eines Hebelgestänges o5 o6 o7, dessen Stange o7 eine Rolle o8 trägt, welche auf dem Umfang des Excenters aufliegt. Die Erhöhung o10 des Excenters ο9 bewirkt eine Verstellung des Gestänges os' o6 O7, durch welche die Fadenleiter in die Stellung bewegt werden, in welcher sie die Faden gespannt halten, während der übrige Theil des Excenterumfanges der Lockerstellung der Fadenleiter entspricht. Das Bewegungsgestänge o5oao1 ist auf den über der Triebwelle W befindlichen Enden der Wellen o3 bezw. o4 angeordnet.· Für die Bewegung der Tuchhalter ist das Excenter m1 bestimmt, welches auf eine Rolle m6 am unteren Rande der Stange m5 wirkt, welche an den auf den Wellen ml bezw. to2 sitzenden Bewegungshebeln m3 bezw. W4 angreift.
Die Welle W1 für die zur Festonhaltung dienenden Bewegungsorgane wird von der Welle. W aus angetrieben. Die Bewegung des Nadelapparates bei der Festonbildung wird nun nach Abrückung der Rolle w8 vom Exein auf der . Welle W1 sitzendes Excenter f bewirkt, welches gegen eine an der Stange n1 vorgesehene RoIIe1/1 arbeitet.
Die Bewegung des grofsen Fadenleiters bei der Festonbildung wird, nachdem die Rollep8 vom Excenter ρ9 abgestellt worden ist, ebenfalls· durch ein auf der Welle W1 sitzendes Excenter k bewirkt, welches gegen eine an der Stange _p7 vorgesehene Rolle k1 arbeitet (Fig. 2). .
Durch die Oscillation des Bockes g\ welche eine Folge der Wirkung einer unrunden Scheibe (s. e3 und e4, Fig. 2) ist, wird die Stange g8 (Fig. 3) und damit auch durch Vermittelung der Hebel g 8 g 9 g 10 die die Schiffchenträger direct bethätigende Lenkstange gu in üblicher Weise hin- und herbewegt.

Claims (1)

  1. Patent-Anspbuch::
    Antriebvorrichtung für Schiffchen - Stickmaschinen, dadurch gekennzeichnet, dafs zur Ermöglichung eines leichteren Zuganges' zu den Stickwerkzeugen bei deren Einstellung die den Antrieb dieser Werkzeuge bewirkende Haupttriebwelle und mit ihr der gesammte Bewegungsmechanismus (Excenter, Hebelgestänge u. s. w.), durch welchen die Bewegung dieser Welle auf die Stickwerkzeuge übertragen wird, seitlich an der Maschine angeordnet ist.
    Hierzu 1 Blatt Zeichnungen.
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