DE110C - Kolbenlose Zweikammer-Dampfpumpe - Google Patents

Kolbenlose Zweikammer-Dampfpumpe

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DE110C
DE110C DE110DA DE110DA DE110C DE 110 C DE110 C DE 110C DE 110D A DE110D A DE 110DA DE 110D A DE110D A DE 110DA DE 110 C DE110 C DE 110C
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DE
Germany
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steam
water
pressure
chamber
pistonless
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Papperitz & Averkamp
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Description

1877.
Klasse
PAPPERITZ und AVERKAMP in BERLIN. Kolbenlose Zweikammer-Dampfpumpe.
im Deutschen Reiche vom 4. Juli 1877 ab.
-Diese Dampf-Pumpe besteht aus zwei getrennten Kammern A, A0, deren unterer Theil durch die Kanäle B, B° mit den Kammern der Saugventile C, C verbunden sind. Ueber letzteren liegen die Druckventile D, D0, über welchen wieder der Windkessel E liegt. F ist das Saugrohr, G das Druckrohr. Die Kammern A, A°, welche in der Hauptsache constanten Horizontal-Querschnitt haben, ziehen sich im oberen Theile zu den Qeffhimgen H, H0 zusammen, über welchen das, um eine sehr stumpfwinklige Schneide drehbare Kippventil J liegt. Zwei halbrunde Zapfen desselben verhindern das gänzliche Abheben oder Drehen des Ventils über seinem Sitz. Der durch das Dampfrohr K einströmende Dampf hat, infolge der Form und Lage des Kippventils, das Bestreben, letzteres umzukippen, sobald ein Stofs durch Wasser oder durch comprimirte Luft resp. eingeschlossene Dämpfe, gegen die geschlossene Seite des Ventils stattfindet. L, Z0 ist ein Kanal, der vom Windkessel E in den mit verstellbarem Hahn versehenen Ventildeckel P führt. Hier hat der Kanal zwei Abzweigungen, die nach den Einspritzrohren O, O" führen. Durch entsprechendes Drehen des mit Schlüssel versehenen Hahnes M werden sowohl der Kanal Z, Z0, als auch seine Abzweigungen verengt oder erweitert.
Die Wirkungsweise der Pumpe ist folgende: Beim . Ingangsetzen der Pumpe wird das am Dampfrohr befindliche Dampfventil mehrmals geschlossen und geöffnet, so dafs durch Condensation des Dampfes und Bilden eines luftverdünnten Raumes beide Kammern mit Wasser gefüllt werden. Bei weiterem Oeffnen des Einlafsventils tritt der Dampf in die eine gefüllte Kammer, etwa A, und drückt das darin befindliche Wasser in den Windkessel E. Sobald aber der Dampf in die zugehörige Ventilkammer C bei plötzlicher Wasseroberflächen-Vergröfserimg eintritt, wird eine augenblickliche Abkühlung und Druckveränderung hervorgerufen, und zwar um so mehr, als die Wassermenge, die über der Eintrittsöffnung und unter dem Druckventil liegt, sich plötzlich mit dem Dampfe vermischt. Da zu gleicher Zeit das in der Kammer A0 beschleunigt aufsteigende Wasser durch Stofs gegen das Kippventil die Oeffhung Zf0 schliefst und H öffnet, so findet, da kein Dampf resp. keine Wärme mehr zugeführt wird, sehr schnell ein weiterer Druckverlust in der Kammer A statt. Sinkt die Dampfspannung in diesem abgesonderten Räume unter die im Windkessel E herrschende Spannung, so spritzt sofort Wasser durch den Kanal Z, £° und das Spritzrohr O in die Kammer A1 und die rasche Condensation des Dampfes wird bewirkt. Sofort steigt das Wasser in die leere Kammer A, bis es durch seinen Schlag und die auf der anderen Seite gleichzeitig hinzutretende, rasche Dampfströmung das Kippventil wendet. Der soeben in A stattgehabte Procefs ist inzwischen eingeleitet etc. Je gröfser die Druckhöhe, desto mehr hochgespannter Dampf ist nöthig, um so mehr Einspritzwasser tritt aber auch infolge höherer Druckdifferenz zum Zweck der Condensation ein. f Aufserdem läfst sich durch die Regulirbarkeit der Einspritz-Wassermenge mittels des Hahnes, je nach den verschiedenen Druckhöhen des Dampfes resp. des Wassers, ein sicherer, ununterbrochener, regelmäfsiger Gang, ohne Pausen, bewirken,, wie sie z. B. bei dem C. Hall'schen Pulsometer während Aenderung der Druck- oder Saughöhe leicht vorkommen.
Soll Wasser sehr hoch gehoben werden, so ist dazu natürlich ein gröfseres Dampfquantum von höherem Druck, als bei geringer Förderhöhe, nöthig. In ersterem Falle sind die Kanäle für Einspritzwasser mittels des Hahnes mehr zu öffnen, damit die Condensation in der einen .Kammer, und das Ausdrücken des Wassers in der anderen in gehöriger Stetigkeit erfolgt. Es arbeiten andere »Pulsometer« nur bei einer gewissen Spannung regelmäfsig, anderenfalls erfolgt die Condensation entweder zu schnell, oder zu langsam, was sowohl auf Förderhöhe, als auch auf Fördermenge sehr nachtheilig wirken mufs. Da ferner bei dieser Construction der Dampf mit verhältnifsmäfsig geringen Wasseroberflächen in Berührung kommt, so werden auch die Dampfverluste geringer sein, als bei derartigen Pumpen gewöhnlicher Construction.
Der Deckel P ermöglicht den leichten Zugang zu sämmtlichen Ventilen oder Klappen. In besonderen Fällen wird am Apparat ein Saugwindkessel angegossen resp. der Druckwindkessel weggelassen.
Als wichtige Merkmale dieses »Dampf-Druckhebers« werden besonders hervorgehoben:
i. Die vom Dampf während des Drückens
berührte Flüssigkeits-Oberfläche ist verhältnifsmäfsig klein.
2. Der Hub der Flüssigkeitsspiegel ist dagegen verhältnifsmäfsig grofs.
3. Durch die regulirbare Einspritzung, welche je nach dem Dampfconsum selbstthätig die entsprechenden Wasserquantitäten liefert, wird ein rechtzeitiges und kräftiges Ansaugen und Umsteuern bewirkt.
4. Das Ansaugen von Luft ist zum regelrechten Gange dieses »Dampf-Druckhebers« nicht absolut nöthig.
5. Der Apparat arbeitet auch mit Sicherheit bei sehr bedeutenden Saug- und Druckhöhen.
6. Die Construction ist zugänglich, die Herstellung ohne alle Schwierigkeiten.
7. Druckdifferenzen der Flüssigkeiten und des Dampfes während des Ganges beeinträchtigen die Functionen der einzelnen Theile, also den Weitergang, nicht.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen.
DE110DA 1877-07-03 1877-07-03 Kolbenlose Zweikammer-Dampfpumpe Expired - Lifetime DE110C (de)

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Cited By (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE1247262B (de) * 1958-09-26 1967-08-17 Thorer & Co Verfahren zum Metallisieren der Haarseite von Pelzfellen

Cited By (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
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DE1247262B (de) * 1958-09-26 1967-08-17 Thorer & Co Verfahren zum Metallisieren der Haarseite von Pelzfellen

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