DE108249C - - Google Patents

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DE108249C
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    • AHUMAN NECESSITIES
    • A61MEDICAL OR VETERINARY SCIENCE; HYGIENE
    • A61DVETERINARY INSTRUMENTS, IMPLEMENTS, TOOLS, OR METHODS
    • A61D1/00Surgical instruments for veterinary use
    • A61D1/08Veterinary obstetrical instruments or devices

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  • General Health & Medical Sciences (AREA)
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Description

KAISERLICHES
PATENTAMT.
Der Zweck der vorliegenden Vorrichtung ist der, das Mutterthier bei der Geburt in allen Fällen vor Verletzungen zu bewahren und dabei dieselbe wesentlich zu erleichtern und zu befördern.
Es giebt Vorrichtungen dieser Art, welche einer-schnellen Geburt dienen sollen. Dieselben sind jedoch nach Ansicht des Erfinders unvollkommen, da sie nur das Ausziehen des Geburtsthieres bewirken, jedoch die Ausziehung der Scheide mit ihren inneren Theilen mit dem Geburtsthier aufser Acht lassen. Keine der bekannten Vorrichtungen weist ein Mittel zur Verhütung dieses Uebels auf.
Die den Gegenstand der vorliegenden Erfindung bildende Vorrichtung soll alle diese erwähnten Uebelstände bei ihrer Anwendung aufheben und für die Geburt einer liegenden oder stehenden Kuh in gleicher Weise und mit gleichem Erfolg anwendbar sein.
Die beiliegende Zeichnung zeigt in den Fig. 1 bis 3 die Anwendung der Vorrichtung bei einer liegenden Kuh. Steht letztere, so wird die Vorrichtung in die Höhe gehalten oder auf eine beliebige Unterlage gelegt.
Gegen den Hintertheil bezw. die Scheidenöffnung der Kuh liegt der Flachring a, welcher sich auf die Erde oder Unterlage durch die Stange b stützt. An ersterem sind die runden Seitenstangen c c befestigt, die flach verlaufen (cl c1), und durch die Streben d d fest verbunden sind. An den dem Ring α entgegengesetzten Enden sind die Füfse e e angebracht, deren Spitzen ff sich in den Erdboden oder die Unterlage drücken lassen. Zwischen den flachen Theilen der Stangen c c liegt die drehbare Welle g, auf welcher sich ein Ring 0 befindet, durch den das mit Schlingen q q versehene Seil ρ geht. Auf der Achse der Welle sitzt an einer Seite das Zahnrad z',' in welches das kleinere Rad / eingreift, das durch die Handkurbel m in Drehung versetzt wird. Das drehbare Getriebe / k ist einerseits in einer der Seitenstangen, andererseits in dem Bügel h gelagert, welcher an dieser Stange befestigt ist.
Der Gebrauch der Vorrichtung gestaltet sich wie folgt: Sowie Theile des Geburtsthieres greifbar sind, wird die Vorrichtung mit dem Ringe α gegen den Hintertheil der Kuh angesetzt. Hierbei bleibt die Scheidenöffnung frei, so.dafs sie sich rundlich ausdehnen kann, jedoch die umliegenden Theile zurückgehalten werden. Die Schlingen q q des Seiles ρ werden durch den Ring hindurch an den erreichbaren Theilen befestigt. Bei jedem Anzug des Seiles bei den Wehen bleibt die Kuh durch die feste Stellung des Ringes zur Aufwickelung immer in der Mittenrichtung der Vorrichtung. Sie bleibt in dieser geschaffenen Lage, im Gegensatz zu den bekannten Vorrichtungen. Sie kann durch diese Anlehnung den Hintertheil nicht bewegen, wodurch ein schräger Zug des Seiles, besonders bei unruhigen Kühen, vermieden wird.
Sind die Schlingen q q angeheftet, so kann durch Drehen der Kurbel beim Eintreten der Wehen ein sanftes oder auch ein schnelleres Entfernen des Geburtsthieres geschehen. Die Uebersetzung der Zahnräder i k gewährt ein ebenso sanftes Anziehen wie Nachlassen'; es
erfolgt kein starker, plötzlicher Zug oder Rückstofs, wie bei bekannten Vorrichtungen.
Dadurch, dafs der Ring fest an die Scheide mit Freilassung der äufseren Oeffnung liegt, wird das gefährliche Ausziehen der Scheide mit ihren inneren Theilen verhütet. Die umliegenden Theile der Scheide sind zurückgehalten ; die Scheidenöffnung selbst kann sich in dem Räume zwischen dem inneren Umfange des Ringes α leicht öffnen, und zwar in der Gestalt des Geburtsthieres angepafster bezw. in einer die Geburt leichter herbeiführenden Form. Ebenso ist die Ausübung des immerwährend geraden Zuges ein Vortheil der vorliegenden Vorrichtung. Dieser Zug kann nie einseitig werden, er wirkt immer in derselben Richtung, ob das Mutterthier liegt oder steht. Die sanfte und je nach den Umständen langsame Handhabung des Zuges veranlafst eine Beruhigung des Mutterthieres und keinen Widerstand gegen die Anwendung.
Die Vorrichtung soll für jede Lage des Mutterthieres mit gleichem Erfolg anzuwenden sein, weil das Geburtsthier immer in waagrechter Lage, seiner Gestalt nach gestreckt, aber nicht gekrümmt oder verrenkt entfernt wird.
Die Vorrichtung kann in jedem Stalle angewendet werden, da sie durch das Ansetzen an das Mutterthier einen beschränkten Raum benöthigt; sie ist fest zusammengefügt und auch leicht in der Handhabung und im Gewicht.

Claims (1)

  1. Patent-Anspruch:
    Eine Vorrichtung zur Hülfeleistung bei schweren Geburten der Kühe, gekennzeichnet durch einen um die Scheide des gebärenden Thieres zu legenden Flachring fa), der durch zwei waagrechte Stangen (c) mit einer Windevorrichtung für das Zugseil verbunden ist.
    Hierzu ι Blatt Zeichnungen.
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