DE1077331B - Leuchtstoff fuer Hochdruckquecksilber-dampfentladungslampen - Google Patents

Leuchtstoff fuer Hochdruckquecksilber-dampfentladungslampen

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DE1077331B
DE1077331B DES51800A DES0051800A DE1077331B DE 1077331 B DE1077331 B DE 1077331B DE S51800 A DES51800 A DE S51800A DE S0051800 A DES0051800 A DE S0051800A DE 1077331 B DE1077331 B DE 1077331B
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mol
phosphor
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tin
lamp
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Keith Huestis Butler
Joseph Mcbride Harris
Martha Jane Thomas
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GTE Sylvania Inc
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Sylvania Electric Products Inc
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    • H01ELECTRIC ELEMENTS
    • H01JELECTRIC DISCHARGE TUBES OR DISCHARGE LAMPS
    • H01J61/00Gas-discharge or vapour-discharge lamps
    • H01J61/02Details
    • H01J61/38Devices for influencing the colour or wavelength of the light
    • H01J61/42Devices for influencing the colour or wavelength of the light by transforming the wavelength of the light by luminescence
    • H01J61/44Devices characterised by the luminescent material
    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C09DYES; PAINTS; POLISHES; NATURAL RESINS; ADHESIVES; COMPOSITIONS NOT OTHERWISE PROVIDED FOR; APPLICATIONS OF MATERIALS NOT OTHERWISE PROVIDED FOR
    • C09KMATERIALS FOR MISCELLANEOUS APPLICATIONS, NOT PROVIDED FOR ELSEWHERE
    • C09K11/00Luminescent materials, e.g. electroluminescent or chemiluminescent
    • C09K11/08Luminescent materials, e.g. electroluminescent or chemiluminescent containing inorganic luminescent materials
    • C09K11/70Luminescent materials, e.g. electroluminescent or chemiluminescent containing inorganic luminescent materials containing phosphorus
    • C09K11/71Luminescent materials, e.g. electroluminescent or chemiluminescent containing inorganic luminescent materials containing phosphorus also containing alkaline earth metals

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  • Inorganic Chemistry (AREA)
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Description

  • Leuchtstoff für Hochdruckquecksilberdampfentladungslampen Die Erfindung bezieht sich auf fluoreszierende Leuchtstoffe für elektrische Entladungslampen, insbesondere für Hochdruckquecksilberdampflampen, die bei hoher Wärmebeanspruchung noch einen guten Wirkungsgrad aufweisen.
  • Die Entladung in solchen Hochdruck:quecksilberdampflampen sendet violettes, blaues, grünes und gelbes Licht aus, ist aber arm an Rot. Demgemäß liefert die Lampe für manche Gegenstände und insbesondere bei der Beleuchtung der menschlichen Haut keine natürliche Farbe. Die Emission enthält aber auch einen beträchtlichen Anteil an Ultraviolettstrahlung, und es wurden verschiedene Versuche unternommen, einen Rot aussendenden Leuchtstoff mit der Lampe so zu vereinigen, daß sie durch diese Strahlung erregt wird. Üblicherweise wird der Leuchtstoff auf der inneren Oberfläche einer durchsichtigen äußeren Hülle angeordnet, welche das Entladungsrohr umgibt.
  • Die Temperatur der äußeren Hülle in einer solchen Lampe ist niedriger als diejenige in der Entladungsröhre selbst, aber doch noch recht hoch, etwa im Bereich zwischen 150 und 350' C, bei den meisten handelsüblichen Lampen. Der verwendete Leuchtstoff muß bei diesen Temperaturen gute Fluoreszenz und gute chemische Beständigkeit aufweisen und muß auf das von solchen Lampen ausgestrahlte Ultraviolett abgestimmt sein. Die ultraviolette S « trahlung aus einerHochdruckquecksilberdampf entladungsröhre liegt meist in dem Bereich zwischen 3000 und 3800 A und insbesondere im Bereich zwischen 3130 und 3660 A.
  • Diese verschiedenen Erfordernisse haben bisher die brauchbaren Leuchtstoffe auf zwei Stoffe, nämlich Magnesiumarsenat und Magnesiumfluorgermanat, beschränkt, wobei der Aktivator jeweils vierwertiges Mangan war. Diese beiden Leuchtstoffe haben sehr scharf zugespitzte Ernissionsbanden, die ungefähr bei 6500A ihren Mittelwert haben. Werden sie als Überzug auf der äußeren Hülle der Hochdruckquecksilberdampflainpe verwendet, geben sie tatsächlich ausgezeichnete Farbwiedergabe roter Gegenstände, doch ist die Farbwiedergabe im Blauen, Blaugrünen und bei verschiedenen anderen Farben noch unbefriedi-137end. Überdies ist die visuelle Wirksamkeit des I b roten Lichtes so schwach, daß die Lumenausbeute des Leuchtstoffes den Absorptionsverlust des sichtbaren Lichtes aus dem Quecksilberbogen nicht aufwiegen kann. Als-Folge davon liefern die mit den genannten Leuchtstoffen - beschirmten Lampen weniger Lumen pro Watt als nicht überzogene Lampen. Mit anderen Worten, es wird- der Gewinn an rotem Licht durch Einbuße an Lampenleistungerkauft.
  • Es 'wurde nun gefunden, daß gewisse zinnaktivierte Strontiumzink(ortho)phosphatleuchtstoffe in solchen Hochdruckquecksilberdampflampen verwendet werden können, um rotes Licht ohne Einbuße an Lampenleistung zu liefern, und zwar sogar noch mit einem tatsächlichen Gewinn an Lampenleistung. Erfindungsgemäß hat dieser Strontiumzink(ortho)phosphatleuchtkommen stoff folgende ungefähr Zusammensetzung: 2,5 bis 2,98Mol auf ZnO+Sr0 je 1 Mol P 205 sowie ung efähr 0,04 bis 0,1 Mol Sn 0, wobei die Menge an Zn0 ungefähr zwischen 0,1 und 0,3 Mol liegt. Der Gewinn an Lichtleistung ist dem breiten Spektrum sichtbarer Emission aus dem Leuchtstoff zu danken, das nicht nur die Rotarmut korrigiert, sondern auch das aus der Entladung- stammende Licht über das sichtbare Spektrum ergänzt. Diese neuen Leuchtstoffe lassen sich durch die chemische FormelaSr0 - bZn0 - P.0. -nSnO wiedergeben mit 2,5 < a < 2,98 0,1 < b-< 0,3 2,75 < a + b < 2,90 0,04 < <-0,12 Die obigen Bereiche sind-am besten für Leuchtstoffe für Hochdruckquecksilberdarnpflampen, doch ist die Zusammensetzung der Grundsubstanz des Leuchtstoffes weniger kritisch und der Bereich für eine gute Ausbeute viel breiter, wenn der Leuchtstoff in einer Niederdruckquecksilberdampflampe verwendet wird.
  • Die obigen Beispiele dienen lediglich der Erläuterung und sollen nicht als Begrenzung des Umfangs der Erfindung aufgefaßt werden. Bei einer Ausführungsform der Erfindung war indessen die äußere Hülle einer 100-Watt-Hochdruckquecksilberdampflampe (HPMV) mit einem Leuchtstoff beschirmt, deren Zusammensetzung 2,65 SrO, 0,20 Zn0, 0,08SnOaufjel Gewichtsteilp205war.
  • Das Emissionsspektrum des Leuchtstoffes überdeckte den größten Teil des sichtbaren Spektrums mit einer sehr breiten Spitze bei ungefähr 6000 A. Die Lichtausbeute lag bei ungefähr 40 Lumen pro Watt, während eine nicht überzogene Lampe 33 Lumen pro Watt lieferte. Die Farbwiedergabe der neuen Lampe war für einen weiteren Bereich der Farben des Spek- trums stark verbessert, sogar die menschliche Hautfarbe hatte ein recht befriedigendes Aussehen.
  • Bei einem anderen Ausführungsbeispiel war die äußere Hülle einer 400-Watt-HPMV-Lampe mit demselben Leuchtstoff gemäß Beispiel 1 beschirmt. Die fertige Lampe lieferte ungefähr 23 000 Lumen, während eine ähnliche Lampe mit Magnesiumfluorgermanat-Leuchtstoff nur 19 500 Lumen hergab. Die Lampe ohne jeglichen Leuchtstoffüberzug lieferte 21000 Lumen.
  • Diese fluoreszierenden Hochdruckquecksilberdanipflampen eignen sich besonders zum Beleuchten großer Räume, in denen die Leuchten in beträchtlicher Höhe oberhall) des Fußbodens hängen müssen und die Arbeit verhältnismäßig gute Farbwiedergabe erfordert. Auch eignen sich die Lampen gut zur Straßenbeleuchtung, wo sie die Sicht für Kraftwagenfahrer verbessern, und zwar wegen der gewohnten Farberscheinung der el in der Straße befindlichen Gegenstände. Die gute Farbwiedergabe ermöglicht es auch, diese neuen Entladungslampen für Schaufensterbeleuchtung in Läden anzuwenden, falls eine hohe Beleuchtungsstärke zur allgemeinen Ausleuchtung "ewünscht wird.
  • Obwohl in den obigen Beispielen eine bestimmte bevorzugte Leuchtstoffzusammensetzung angegeben worden ist, soll diese nur als Beispiel dienen, und es können andere, ähnliche Leuchtstoffe ebenfalls vertvendet werden, die eine breite Energieverteilung ,ernittierten Lichtes liefern, wobei das aus dem Leuchtstoff stammende Licht einen wesentlichen Teil des gesamten Lichtes darstellt, und die eine gute Emissionsleistung bei hohen Temperaturen haben.
  • Andere brauchbare Leuchtstoffe lassen sich aus den weiter unten beschriebenen Zusammensetzungen auswählen, von denen sich einige besonders für Hochdruckquecksilberdampflampen, andere für andere Lichtquellen,wie Niederdruckquecksilberdampflampen, eignen, die reich an einer Strahlung im Bereich von 2540 A und arm im Bereich von 3000 bis 3800 A sind.
  • Wird der Leuchtstoff in einer Niederdruckquecksilberdampfentladungslampe verwendet, können bei guten Ergebnissen die genannten Grenzen einer optimalen Zusammensetzung erweitert werden gegenüber den Grenzen, die für Hochdruckquecksilberlampen gelten. Dagegen ist bei Niederdrucklampen der Zinngehalt besonders kritisch.
  • Strontiumzinkphosphate sind schon früher als Leuchtstoffe bekanntlgewesen, doch wurde gefunden, daß sich über einen besonderen Bereich von Bestandteilen ein zinnaktivierter Strontiumzinkphosphatleuchtstoff auch bei hohen Temperaturen als Leuchtstoff in Entladungslampen verwenden läßt.
  • Strontium(ortho)phosphat ohne Zink gibt nur eine ultraviolette Emission, liefert aber mit Zinktnengen zwischen 0,1 und 0,3 g#Atomen pro Mol Phosphorpentoxyd eine Emission im Orange.
  • Zur Kennzeichnung der neuen zinkmodifizierten Kalzium(ortho)phosphatleuchtstoffe lassen sich mehrere gleichwertige chemische Formeln anwenden. Eine erste Formel lautet: a SrO - b ZnO - n SnO - P205* Gewisse Merkmale des Herstellungsverfahrens dieser Leuchtstoffe hängen nicht von den relativen Verhältnissen von Kalzium bzw. Strontium und Zink ab. Daher benutzt man gern eine Formel, bei der der Aktivator an letzter Stelle steht: M Mo - P20,5 - n sno. Erstens muß die Anzahl Mole Strontiumoxyd plus Zinkoxyd plus Zinnoxyd, gegeben durch m + n, zwischen ungefähr 2,98 und 2,50 liegen. Zweitens muß die Anzahl Mole Zinnoxyd, gegeben durch n, zwischen etwa 0,002 und 0,16 liegen. Drittens muß die Herstellungsweise derart sein, daß mindestens ein Teil des Zinns sich in Stannoform oder in zweiwertigem Zustand in dem fertigen Leuchtstoff vorfindet. Es kann sogar mit ausgezeichneten Ergebnissen alles Zinn im Stannozustand vorhanden sein, obwohl es tatsächlich nicht erforderlich ist, daß sich alles Zinn in diesem Zustand befindet, insbesondere wenn die Menge an Zinn groß ist, etwa 0,012 g-Atome pro Mol des Phosphatradikals. Indessen ist es, wenn der Leuchtstoff in einer Hochdruckquecksilberdampflampe verwendet werden soll, am besten, praktisch alles Zinn oder zumindest den größeren Teil davon in der zweiwertigen Form zu haben.
  • Bei der Herstellung dieser zinnaktivierten Leuchtstoffe werden zweckentsprechend die Ausgangsstoffe in Verhältnissen gemischt, welche die gewünschte Leuchtstoffzusammensetzung ergeben, worauf das Gemisch erhitzt wird, um den fertigen Leuchtstoff zu erhalten. Es ist erforderlich, diese Glühbehandlung so durchzuführen, daß sie die Menge an Stannozinn liefert, die für die Aktivierung des fertigen Leuchtstoffes benötigt wird.
  • Ein vorzugsweises Glühverfahren nach der Erfindung besteht darin, zuerst das Gemisch von ausgewählten Ausgangsstoffen zu erhitzen, einschließlich der Zinnverbindung in Luft, bei einer Temperatur, die sich zur Bildung der (Ortho-) Phosphatverbindung eignet, die als Grundstoff des Leuchtstoffes dient. Diese Vorglühung ergibt ein weißes, nicht fluoreszierendes Pulver. Nach dieser Vorerhitzung wird das Material gründlich gemischt und diesmal in einer reduzierenden Atmosphäre geglüht, welche das Zinn in den Stannozustand überführt und ein fluoreszierendes Material liefert. Die bevorzugte reduzierende Atmosphäre ist ein Gemisch aus Wasserstoff und Stickstoff. Verschiedene Abwandlungen dieses bevorzugten Glühverfahrens sind möglich, mittels deren die gewünschten Ergebnisse der Bildung eines Strontiumzink(ortho)phosphats erzielt werden, das Stannozinn in fester Lösung enthält, was dem Fachmann sofort augenfällig wird. Beispielsweise können die Rohmaterialien Stannooxyd enthalten und in einer leicht reduzierenden Atmosphäre unmittelbar erhitzt werden, ohne vorherige Erhitzung in Luft, in welchem Falle praktisch alles Zinn im Stannozustand vorhanden sein wird.
    Rot 1 Grün 1 Blau
    Keimtötend wirkende
    Niederdrucklampe
    (2536 Ä) ............ 138 49 29
    Hochdrucklampe
    (3131 und 3650 A) ... 35 58 82
    Die Hochdrucklampe wurde ohne äußere Hülle betrieben. Der Leuchtstoff befand sich auf einer Platte ungefähr bei Raumtemperatur.
  • Beispiel II Eine Mischung ähnlich Beispiel I mit 0,20 Mol Zn0, 0,65Mol SrCO, und 2-,00Mol SrHPO, wurde mit verschiedenen Mengen SnO zubereitet. Diese Mischungen wurden in Luft bei 1090' C vorgeglüht und dann in 2%, Wasserstoff bei 1090' C reduziert. Die Photometerablesungen waren:
    Keimtötend wirkende Hodidrucklampe
    Niederdrucklampe (2536 A) (3131 und 3650 A)
    sno l Rot 1 Grün Blau Rot_ 1 Grün Blau
    0,002 91 37 20 12 16 so
    0,005 114 42 22 21 27 66
    0,010 121 45 26 38 45 75
    0,040 138 49 34 78 78 97
    0,080 147 50 25 110 109 106
    0,120 91 32 14 1 38 42 53
    Obwohl die obigen Werte Beispiele für das Ver-.ahren mit Vorglühen sind, können, falls erwünscht,
    Zu 0 Sr0 Sn 0 Temperatur Niederdrucklampe Hochdrucklampe
    0 C Rot Grün 1 Blau Rot Grün Blau
    0,02 2,83 0,02 2000 - 9 10 52 4. 5 29
    0,05 2,80 0,02 2000 45 20 35 12 14 43
    0,10 2,75 0,02 2000 92 36 41 34 38 66
    0,30 2,55 0,02 1900 165 54 22 72 72 91
    0,45 2,40 0,02 1800 27 12 8 3 17 112
    Die neuen Leuchtstoffe nach der Erfindung sind bei Fluoreszenz'Iampen'bratichbar, die eine Nelkenrosaweißfarbe mit einem hohen Anteil aii rotem Lichtim-Spektrum liefern. Durch Vereinigung dieser Leuchtstoffe mit einem Blau aussendenden Leuchtstoff läßt sich eine Lampe erzielen, die weißes Licht liefert. Wie friiher angegeben, sind die Leuchtstoffe auch sehr brauchbar für die Farbkorrektur des von Hochdrucklampen emittierten Lichtes, indem sie dem Licht das fehlende Rot liefern.
  • Trotz des größeren prozentualen Abfalls an Lichtausbeute mit zunehmender Temperatur haben die Leuchtstoffe mit hohen Zinngehalten von ungefähr 0,04 bis ungefähr 1,10 Molpro Mol Phosphorpentoxyd bei einer Hochdruckquecksilberdampflampe einen höheren Wirkungsgrad als solche mit niedrigeren Zinngehalten. Indessen wird bei Zinngehalten oberhalb ungefähr 0,1 Mol pro Mol Phosphorpentoxyd die Lichtausbeute beträchtlich geringer.
  • Es sei bemerkt daß, obwohl aus Gründen der Zweckmäßigkeit äie fertige Leuchtstoffzusammensetzung in ihrer chemischen Formel durch bestimmte Oxyde beschrieben wird, solche Oxyde rein für sich nicht vorliegen, sondern in einem zusammengesetzten Kristall kombiniert sind. auch Mischungen derselben Stoffe und Zusammensetzungen wie in obigem Beispiel unmittelbar in der reduzierenden Atmosphäre geglüht werden ohne vorheriges Glühen in Luft. Die Mischung kann als Zinnquelle Zinnoxydul enthalten, und wenn sie unmittelbar in der reduzierenden Atmosphäre geglüht wird, bleibt das Zinn im Stannozustand; die Ergebnisse sind praktisch dieselben wie oben.
  • Beispiel III Mischungen ähnlich BeispielI mit 0,20Mol Zn0, 2,00 Mol SrHP04 und 0,08 Mol Sno2 wurden mit zwei verschiedenen Mengen SrCO, zubereitet, um den Einfluß des SrO beurteilen zu können. Diese Mischungen wurden in Luft bei 1090' C vorgeglüht und dann in 20/a Wasserstoff bei 1040' C reduziert. Die Photometerablesungen waren:
    Gesamt- Keimtötend wirkende Hochdrucklampe
    Sr 0- Niederdrucklampe (3131 und 3650 Ä)
    Gehalt - (2536 Ä)
    Rot Grün Blau Rot Grün Blau
    2,75 108 45 47 90 89 86
    2,70
    117 44 40
    100 99 96
    BeispielIV Mischungen ähnlich Beispiel I wurden mit wechselnden Mengen ZnO und SrO pro Mol P20, hergestellt, wie unten aufgeführt. Diese Mischungen wurden während einer Stunde in Luft vorgeglüht und dann bei derselben Temperatur in 2%, Wasserstoff reduziert. Die Photometerablesungen waren: Selbstverständlich müssen die Ausgangsstoffe, aus welchen der Leuchtstoff hergestellt wird., frei sein von Schwermetallverunreinigungen, wie Eisen, Nickel, Kobalt, Vanadium, Chrom, Kupfer und anderen Stoffen, die als Fluoreszenzgift -wirken. Die Rohstoffe sollten außerdem frei sein von anionischen Verunreinigungen, wie Nitrat und Sulfat, da solche Verunreinigungen, wie gefunden wurde, einen schädlichen Einfluß auf die Fluoreszenz ausüben, insbesondere wenn der Leuchtstoff durch längerwelliges Ultraviolett als 3131 Ä erregt wird.
  • Mit einem solchen Leuchtstoffüberzug ist es jetzt möglich, blaues, blaugrühes, grüngelbei, -orangefarbenes oder rotes Licht mit einem hohen Sättigungsgrad und verhältnismäßig hoher Leistung zu erzielen, indem man das von der fluoreszierenden Hochdruckquecksilberdaimpfentladungslampe emittierte Licht durch ein geeignetes Filter schickt. Vorzugsweise bildet das Filter einen einheitlichen Teil der Lampe, entweder indem man einen gefärbten glasierten Kolben für die äußere Hülle nimmt oder indem man eine keramische Glasur, -die mit einem passenden Pigment gefärbt ist, auf die äußere Oberfläche der äußeren Hülle aufbringt, bevor man die innere Oberffäche mit dem Leuchtstoff überzieht. B#is-piels-i#eise ist es, Als Ausgangsstoffe sind sekundäres Strontiumphosphat, Strontiumkarbonat, Zinkoxyd und Zinndioxyd zu bevorzugen, da diese leicht in einem Zustand hoher Reinheit erhältlich sind. Zu den Ersatzstoffen gehören Zinkphosphat, Zinkkarbonat, Zinnoxydul, Zinnchlorür, Ammoniumphosphat und andere gleichwertige Quellen für Strontium, Zink, Zinn und Phosphat. Diese Ausgangsstoffe lassen sich in passenden Verhältnissen mischen durch Trockenvermengen, Kugelvermahlen in einem inerten flüchtigen Lösungsmittel oder durch sonstige wohlbekannte Verfahren. Oft läßt sich auch eine kleine Menge Ammoniumchlorid verwenden, um die gleichförmige Verteilung von Zinn in dem Leucht-Stoff zu fördern, doch ist seine Verwendung für die Herstellung nicht wesentlich.
  • Messungen des Emissionsspektrums von durch zweiwertiges Zinn aktiviertem Strontium(ortho)phosphat haben ergeben, daß die Emission ein breites Band umfaßt, das sich von etwa 3000 A im Ultraviolett bis etwa 4500 A im Blau mit einem Scheitel bei 3700 A erstreckt. Da die Emission vorwiegend im Ultraviolett auftritt, ist die sichtbare Fluoreszenz ein schwaches Blau. Wird Strontium teilweise durch Zink ersetzt: 2,65 S r 0, 0,20 Zn 0 - P2 0,5, 0,025 Sn 0, so ist das Emissionsspektrum gänzlich verändert. Bei einer Erregung durch 3130 Ä ist die Emissionsfarbe ein strahlendes Orange, und Messungen zeigen ein Emissionsband, das seinen Scheitel bei 6000 A hat und sich von 4700 Ä in das sehr tiefe Rot bei 7500 A erstreckt. Bei einer Erregung durch 2540 A ist die Emissionsfarbe ein Orangeweiß. Messungen zeigen, daß zwei Ernissionsbanden vorhanden sind, die erste ist dieselbe, die bei 3130 A festgestellt wird, während die zweite Bande, die beträchtlich schwächer ist, ihren Scheitelwert bei 3900 Ä hat und sich von 3400 bis 4700 Ä erstreckt.
  • Ähnliche Emissionscharakteristiken ergeben sich für andere Strontiumzink(ortho)phosphatleuchtstoffe mit Zinkgehalten zwischen 0,10 und 0,35 ZnO mit einigen Änderungen in den relativen Intensitäten der beiden Banden. Mit Zinkgehalten unter 0,10 ZnO tritt ein schneller Wechsel zur charakteristischen Ultraviolettemission von Strontium(ortho)phosphat auf. Bei zunehmendem Zinkgehalt über 0,35 ZnO ergibt sich ein schnelles Nachlassen der Fluoreszenz, bis mit einem Zinkgehalt von 0,45 ZnO die Rotfluoreszenz vollständig aufhört.
  • Bei Erregung durch 2540 A ergibt sich, daß sich die Fluoreszenz nur langsam mit dem Zinngehalt ändert und Zinnanteile zwischen 0 ' 0-1 und 0,08 Mol SnO pro Mol P.0. praktisch dieselben Lichtausbeuten im Grün und Blau ergeben, obwohl das Rot merklich zunimmt. In Fluoreszenzlampen bleibt die Leuchtstärke nahezu konstant. Mit weniger Zinn als 0,01 Mol nimmt die Leuchtstärke langsam ab, wie sie es auch bei Zinngehalten über 0,08 tut.
  • Mit Erregung durch Strahlung aus HPMV-Lampen ergibt sich eine stetige Zunahme an Lichtstärke herauf bis zu einem Zinngehalt von ungefähr 0,09 Mol, während oberhalb desselben die Leuchtstärke ziemlich rasch abfällt.
  • Die optimalen Glühtemperaturen hängen etwas vom Zinkgehalt ab. Obwohl schon niedrige Temperaturen von 870' C brauchbare Leuchtstoffe ergeben, bevorzugt man, bei der höchsten praktisch möglichen Temperatur vorzuglühen, und zwar kurz unterhalb derjenigen Temperatur, die zu einem starken Sintern des Glühgurtes führt. Diese günstigste Temperatur liegt gewöhnlich zwischen 1010 und 111511 C, obwohl sich auch Temperaturen bis zu 1150' C anwenden lassen. Dieses Verfahren liefert Leuchtstoffe mit höchster Lichtemission.
  • Vorzugsweise wird außerdem bei einer hohen Ternperatur reduziert und im allgemeinen eine Temperatur gewählt, die ungefähr 28' C niedriger als diejenige liegt, die für das Vorerhitzen verwendet wird.
  • Während zunehmender Zinngehalt die Empfindlichkeit auf Strahlung aus der HPMV-Lainpe verbessert, hat er einen gegenteiligen Effekt auf die Temperaturempfindlichkeit. Diese Temperaturempfindlichkeit zeigt sich in der Abnahme an Fluoreszenz mit zunehmender Temperatur des Leuchtstoffes. Bei Zinngehalten zwischen 0,005 und 0,08 ergibt sich sogar ein Anstieg des Wirkungsgrades mit der Temperatur von der Raumtemperatur bis ungefähr 200' C. Dieser Anstieg des Wirkungsgrades, der ungefähr 25% ausmacht, ist von dem Zinngehalt unabhängig. über 200' C tritt ein Leistungsabfall auf, der von der Zinnkonzentration abhängt. Ein ungefähres Maß der Temperaturempfindlichkeit ergibt sich aus der Temperatur, bei welcher die Fluoreszenz 5019/o des Maximalwertes ausmacht. Für Leuchtstoffe, die 2,65 Mol Sr0 und 0,20 Mol ZnO für jedes Mol P.0. enthalten, ergibt sich
    Temperatur, bei der die Fluoreszenz
    Mol Zinn auf die Hälfte abgesunken ist
    0 C
    0,005 470
    0,010 430
    0,020 380
    0,040 350
    0,080 310
    Bei den Beispielen sind die Photometerablesungen in willkürlichen Einheiten ausgedrückt, welche die relative lineareEmpfindlichkeit einerPhotoverstärkerröhre mit Filtern zwischen Leuchtstoff und der Verstärkerröhre zur Auswahl des emittierten blauen, roten und grünen Lichtes angeben. Beispiel I Eine Mischung der folgenden Bestandteile wurde hergestellt und im Porzellantiegel in Luft für 1 Stunde bei 1150' C geglüht.
    Bestandteile Mol
    SrHP04 ................... 2100
    SrCO, ......... 0,65
    ZnO ..... .................... 0,20
    Sn 02 ......................... 0'()2
    Das nicht fluoreszierende Pulver wurde dann in einem Gemisch aus 20/ü Wasserstoff und 98% Stickstoff während einer halben Stunde bei 1090' C erneut geglüht; es ergab sich ein Leuchtstoff mit ausgezeichneter Fluoreszenz der folgenden Zusammensetzung:
    Bestandteile moi
    SrO .......................... 2,65
    Zn0 ... «*'**''***** ........... 0,20
    P205 , » ....................... 1,00
    SnO ......................... 0,02
    Die Photometerabiesungen für eine Quecksilberdampfentladungslampe bei Niederdruck und Hochdruck waren: wenn man die Hochdruckquecksilberdampflampe mit einem Leuchtstoff verwendet, der auf die Innenseite der äußeren Hülle im Verein mit einem gelben Filter oder mit einem Filterüberzug auf der Hülle oder mit dem Gelbglaskolben aufgebracht wird, möglich, eine Lampe zu erhalten, die sich nicht nur in der Farbe auszeichnet, sondern auch eine Lumenausbente hat, die weit über der der anderen bisher bekannten Quellen farbigen Lichtes liegt. Da diese Lampe gegen jede andere Lampe bei einer mit Hochdrucklampen ausgeleuchteten Straßenanlage ausgetauscht werden kann, ergeben sich mit ihr die gleichen Vorteile, die man früher mit Natriumlampen erzielte. Beispiel V Der für die äußere Hülle einer 100-Watt-Hochdrucklampe verwendete Kolben wurde auf der äußeren Oberfläche mit einer Mischung aus 90 Teilen eines niedrigschmelzenden Glases und 10Teilen Kadmiumsulfid besprüht und dann auf eine Temperatur erhitzt, die hoch genug ist, um das niedrigschmelzende Glas zu schmelzen, um auf diese Weise eine gelbe keramische Glasur auf dem Kolben zu bilden. Die innere Oberfläche dieses Kolbens wurde dann mit einem Leuchtstoff gemäß dem obigen Beispiel I bedeckt. Der Kolben wurde hierauf für die Herstellung einer Hochdrucklampe verwendet, indem man ihn in einem Quarzbogenrohr verschloß. Berechnung der Farbenkoordinaten auf dem CIE-Diagramm aus der größeren Spektralenergieverteilung lieferte x = 0,415, y = 0,561. Dies entspricht einer Hauptwellenlänge von 5670 A mit einer Sättigung von 9411/o. Die Lumenausbeute betrug 2500 Lumen, während dieselbe Bogentype in einem klaren Kolben 3000 Lumen ergab. Auf diese Weise wurde ein gutes gelbes Licht hoher Leistung erzeugt. Beispiel VI Der für die äußere Hülle einer 400-Watt-Quecksilberdampfhochdrucklampe verwendete Kolben wurde gefärbt durch Sprühüberziehen mit einer Paste, die Kupfersulfid, Eisensulfid und Ton enthielt, und anschließendes Glühen, wodurch Kupfer und Eisen in das Glas eintreten. Nach Entfernen der überschüssigen Paste war der Kolben mit einem grünlichen Gelb gefärbt. Die innere Oberfläche des gefärbten Kolbens wurde mit dem Leuchtstoff des Beispiels I überzogen und als Lampe ausgebildet. Das emittierte Licht war ein gutes Gelblicht; die Lumenausbeute betrug 19 000 Lumen. Eine ähnliche Lampe mit Klarglas lieferte eine Ausbeute von 21000 Lumen. Obwohl Hochdrucklampen, die einen Leuchtstoffüberzug mit Anwendung eines gelben Filters vereinen, in ihrer Vollkommenheit weit hervorragen, ist es auch möglich, die Farbe des Lichtes durch andere Filterfarben, wie Blau, Blaugrün, Grün, Orange oder Rot, zu modifizieren und gefärbtes Licht zu erzielen mit einem höheren Sättigungsgrad bei viel höherer Leistung, als es zu erzielen mit Glühlampen im Verein mit Filtern möglich ist.
  • Ein Beispiel eines für die in den vorangegangenen Beispielen verwendeten niedrigschmelzenden Glases ist aus der folgenden Zusammensetzung ersichtlich:
    Bestandteile Molteile
    Pbo .......................... 0,7
    Na. 0 ......................... 0,3
    si ö2 .......................... 019
    B203 *,,,** ... * ................ 0,6

Claims (3)

  1. PATENTANSPRÜCHE: 1. Leuchtstoff für Hochdruckquecksilberdampfentladungslampen, der bei hoher Wärmebeanspruchung noch einen guten Wirkungsgrad aufweist, dadurch gekennzeichnet, daß der Strontiumzink(ortho)phosphatleuchtstoff folgende Zusammensetzung hat: Auf je 1 Mol P205 kommen ungefähr 2,5 bis 2,98 Mol Zn 0 + S r 0 sowie ungefähr 0,04 bis 0, 1 Mol Sn 0, wobei die Menge an Zn0 ungefähr zwischen 0,1 und 0,3 Mol liegt.
  2. 2. Leuchtstoff nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der Strontiumzink(ortho)phosphatleuchtstoff folgende Zusammensetzung hat: Auf je 1 Mol P20" kommen ungefähr 0,08 Mol zweiwertiges Sn, ungefähr 2,65 Mol SrO und ungefähr 0,2 Mol Zn0. 3. Verfahren zur Herstellung des Leuchtstoffes nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß das Gemisch der Ausgangsstoffe zur Bildung der kristallinischen Grundmasse bei einer Temperatur zwischen ungefähr 1037 und ungefähr 1150' C in Luft und hierauf diese Grundmasse zur Reduzierung des Zinns in den zweiwertigen Zustand bei einer Temperatur zwischen 1037 und ungefähr 1150' C in einer leicht reduzierenden Atmosphäre geglüht wird.
  3. In Betracht gezogene Druckschriften: Deutsche Patentschriften Nr. 907 684, 948 632; f ranzösische Patentschriften Nr. 1048 458, 1061846; britische Patentschrift Nr. 512 154.
DES51800A 1956-03-02 1957-01-02 Leuchtstoff fuer Hochdruckquecksilber-dampfentladungslampen Pending DE1077331B (de)

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DES51800A Pending DE1077331B (de) 1956-03-02 1957-01-02 Leuchtstoff fuer Hochdruckquecksilber-dampfentladungslampen

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Citations (5)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
GB512154A (en) * 1938-03-11 1939-08-30 Patent Treuhand Ges Fuer Elektrische Gluehlampen Mbh Improvements in luminescent materials
FR1048458A (fr) * 1951-03-03 1953-12-22 Sylvania Electric Prod Produits phosphorescents à base de phosphate de calcium-strontium
DE907684C (de) * 1951-01-06 1954-03-29 Philips Nv Lumineszenzstoff
FR1061846A (fr) * 1951-04-10 1954-04-15 Sylvania Electric Prod Composé phosphorescent de phosphate de zinc
DE948632C (de) * 1950-07-04 1956-09-06 Gen Electric Co Ltd Verfahren zur Herstellung eines Leuchtstoffes

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