DE106992C - - Google Patents

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DE106992C
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    • FMECHANICAL ENGINEERING; LIGHTING; HEATING; WEAPONS; BLASTING
    • F23COMBUSTION APPARATUS; COMBUSTION PROCESSES
    • F23NREGULATING OR CONTROLLING COMBUSTION
    • F23N3/00Regulating air supply or draught
    • F23N3/007Regulating air supply or draught using mechanical means

Landscapes

  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Combustion & Propulsion (AREA)
  • Mechanical Engineering (AREA)
  • General Engineering & Computer Science (AREA)
  • Baking, Grill, Roasting (AREA)

Description

(Mt Wj til ti/
PATENTAMT.
PATENTSCHRIFT
KLASSE 24: Feuerungsanlagen.
Patentirt im Deutschen Reiche vom 8. November 1898 ab.
Gegenstand vorliegender Erfindung ist eine Abänderung der durch das Patent 102406 geschützten selbsttätigen Zugregelung an Feuerungsanlagen, bei welcher das Gewicht des Brennstoffes zum Regeln des Luftzuges Anwendung findet. Es sollen die folgenden Mangel jener Anordnung beseitigt werden:
Da der Rost am hinteren Ende seinen Drehpunkt hat, so geht das vordere Ende beim Abbrennen der Kohlen in die Höhe und versperrt die Feuerthür. Es ist daher nicht möglich, den Rost zweckentsprechend zu beschicken, nämlich derartig, dafs beim Nachschütten die frischen Kohlen auf den vorderen Theil des Rostes zu liegen kommen und die sich entwickelnden Gase über die hintere glühende Kohlenschicht streichen. Das Loch in der hinteren- Mauer läfst einen Theil des Rauches hindurch. Das Rütteln des Rostes von der Vorderseite des Kessels aus ist nicht möglich. Zum genauen Ausgleich des Rostgewichtes und der Kohle ist ein grofses Gewicht allein, welches sich auf einem Hebel verschieben läfst, nicht hinreichend. Diese Ausgleichvorrichtung liegt dem Heizer oder Kesselwärter nicht zur Hand.
Demgegenüber, ist nach vorliegender Erfindung der Rost durch eine Hebelübersetzung an seinem Vorderende unmittelbar an der Feuerthür drehbar angeordnet und steht durch ein Loch, welches gewöhnlich an Kesselfeuerungen offen ist, mit den äufseren Uebertragungsvorrichtungen in Verbindung. Es kann also kein Rauch in das Kesselhaus gelangen; auch wird die Feuerthür durch das Hoch- und Niedergehen nicht versperrt. Der Uebertragungshebel, der aus dem Loch ragt, steht mit einer Rüttelvorrichtung in Verbindung, welche zu einer zweiten Gewichtsausgleichvorrichtung ausgebildet ist. Der Wärter kann, ohne seinen vorschriftsmäfsigen Stand vor dem Kessel zu verlassen, sofort ein Festsetzen des Rostes durch Schlacke abstellen und kann auch durch einen Handgriff an dem Rüttelhebel die Zugregelung auf Stark- oder Schwachfeuer stellen.
Fig. ι zeigt einen theilweisen Längsschnitt durch einen mit der Neuerung versehenen Flammrohrkessel und
Fig. 2 die den Gegenstand der Erfindung bildende Einrichtung im Grundrifs, wobei zur besseren Uebersicht bei dem Rost die Roststäbe fortgelassen sind.
Der Rost A, welcher waagerecht oder geneigt sein kann, ist an dem Rahmen der Feuerthür mittelst Scharniere B gelenkig befestigt und liegt mit seinen beweglichen Enden auf einer Schulter D der Feuerbrücke C. An der Schulter D der Feuerbrücke ist unter dem Rost eine Gabel E angebracht, welche mit dem Rost A, und zwar zweckmäfsig in dessen Mitte, durch eine kurze Gelenkstange F verbunden ist.
Das verlängerte freie Ende der Gabel E ragt aus dem Loch der Aschenfallwand hervor und theilt sich hier wiederum in die Arme G G1, damit der Raum vor der Feuerthür frei bleibt. Beide Arme G und G1 sind durch Drahtseile 111 mit je einem der Seilräder HH1 verbunden, welche an einer Welle über dem Kessel starr befestigt sind. Die Drahtseile 111 sind um die erwähnten Seilräder herumgeführt und in der Rille derselben festgeklemmt.
Das eine Ende G der Gabel E ist verlängert und mit einem gezahnten, vor dem Kessel gelagerten Stellrade K durch eine kurze Stange gelenkig verbunden. Auf der Welle M des Stellrades K befindet sich ein drehbarer' Hebel N, welcher an seinem oberen Ende ein Gewicht O trägt und durch eine Zahnklinke P an dem Stellrad festgeklinkt werden kann.
Auf der Welle Q der Seilräder HH1 ist noch ein gröfseres Seilrad R aufgekeilt, über welches ebenfalls ein Seil S gewunden wird und in der Rille desselben geeignet befestigt ist. Das andere Ende dieses Seiles ist wiederum an einem Seilrad T befestigt, das auf einer über dem Rauchschieber Z befindlichen Welle U aufgekeilt ist. Diese Welle U trägt ein zweites Seilrad W, an welches mittelst eines an dem Seilrad befestigten Seiles der Rauchschieber angehängt ist. An dem Rauchschieberseil hängt noch ein Gewicht Y, welches dem Gewicht des Rostes entgegenwirkt.
Die Wirkungsweise der Zugregelung ist folgende:
Angenommen, der Rost sei leer oder mit nur wenig Brennstoff bedeckt, so herrscht das Gewicht des Schiebers Z mit dem Gewicht Y vor und der Rost befindet sich in der auf der Zeichnung punktirt angegebenen Stellung, also in schräg nach oben gerichteter Lage. Der Rauchschieber ist infolge dessen fast oder ganz geschlossen und es kann keine überschüssige kalte Luft mehr in den Feuerraum gelangen.
Sobald aber der Rost frisch beschickt wird, wirkt das Gewicht der Kohle auf denselben und drückt den Rost nieder. Die Niederbewegung des Rostes wird durch das Gelenk F, die gegabelte Stange E, die Seile 111 und die Seilrädef HH1 auf die Welle Q. übertragen. Das Seilrad R wird dadurch nach links gedreht und zieht durch Vermittelung des Seiles S und der Welle U den Schieber Z in die Höhe. Derselbe wird demnach geöffnet und gestattet den Zutritt der Luft in dem. Maafse, wie der Brennstoff auf dem Rost es erfordert.
Durch das Verbrennen der Kohle wird das Gewicht allmälig verringert, der Rost steigt infolge dessen in die Höhe und schliefst hierdurch langsam den Rauchschieber.
Die Anordnung des Sperrrades K mit dem verstellbaren Gewichtshebel hat vor allem den Zweck, den Rost entsprechend der Beschaffenheit des Brennstoffes und der Schütthöhe einstellen zu können. Bei der dargestellten Stellung, wonach der Hebel senkrecht steht, kommt das Gewicht fast gar nicht in Wirkung. Die Stellung würde einer leichten Beschüttung entsprechen. WTird eine gröfsere Menge Kohle verwendet, so kann man durch Verstellen des Gewichtshebels diesen Unterschied zwischen der leichten und schweren Beschüttung ausgleichen. Der Hebel N wird zu diesem Zweck in einer mehr oder minder schrägen Stellung vermittelst der Stellklinke P auf dem Stellrad K gebracht. Diese Anordnung des Hebels N hat nebenbei noch den Zweck, dafs auf leichte Weise der Rost bei vorkommender Festsetzung mit der Hand gerüttelt und dadurch etwa eingeklemmte Schlacke entfernt werden kann.
Die Anordnung kann nicht nur bei PlanrosteiT, sondern auch bei Treppenrosten und überhaupt bei allen Rostarten. Anwendung finden.
Der Grundgedanke der Neuerung ist stets der, eine Regelung der Feuerungen durch das Gewicht der Kohle vermittelst eines senkrecht beweglichen Rostes zu erzielen.
Die Zugregelung kann nicht nur durch eine Verbindung des Rauchschiebers mit dem Rost erreicht werden, sondern es können auch die Feuerthüren oder das Loch unter der Feuerthür zur Luftabschliefsung Verwendung finden. Die Seile und Seilräder können auch durch Zahnrad- und Hebelanordnungen mit den Absperrvorrichtungen verbunden werden.
Die Neuerung kann an Kochöfen, Stubenöfen u. s. w. angebracht werden.
Die Rüttelvorrichtung des Rostes kann auch mit der Fufsplatte vor dem Kessel verbunden werden.

Claims (1)

  1. Patent-AnsPRUc η:
    Selbsttätige Zugregelung nach dem Patent 102406, dahin abgeändert, dafs der an der Feuerthür in Scharnieren drehbare Rost (A) durch eine Gelenkstange (F) mit einem an der Feuerbrücke drehbar angebrachten und mittelst Uebertragungstheile zum Rauchschieber oder sonstigen Luftabschlufsvorrichtungen führenden Hebel (E), und dieser Hebel (E) wiederum durch eine Gelenkstange (L) mit einem Sperrrade (K) verbunden ist, welches unter dem Einflufs des mit dem Gewicht (O) versehenen Sperrhebels (N) steht, so dafs nicht blofs das Gleichgewicht zwischen der mehr oder minder aufgeschütteten Kohle auf dem Rost und dem Rauchschieber hergestellt, sondern auch der Rost geschüttelt werden kann.
    Hierzu 1 Blatt Zeichnungen
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DE (1) DE106992C (de)

Cited By (2)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
EP0297086A1 (de) * 1987-06-22 1988-12-28 Erwin Trummer Vorrichtung zur Regelung der Verbrennungsluftzufuhr bei einem Ofen
WO2006076822A1 (de) * 2005-01-19 2006-07-27 Gaan Gmbh Holzofen mit zuluftsteuerung

Cited By (2)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
EP0297086A1 (de) * 1987-06-22 1988-12-28 Erwin Trummer Vorrichtung zur Regelung der Verbrennungsluftzufuhr bei einem Ofen
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