DE1069666B - - Google Patents

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DE1069666B
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    • BPERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
    • B61RAILWAYS
    • B61LGUIDING RAILWAY TRAFFIC; ENSURING THE SAFETY OF RAILWAY TRAFFIC
    • B61L25/00Recording or indicating positions or identities of vehicles or trains or setting of track apparatus
    • B61L25/02Indicating or recording positions or identities of vehicles or trains
    • B61L25/025Absolute localisation, e.g. providing geodetic coordinates

Landscapes

  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Mechanical Engineering (AREA)
  • Management, Administration, Business Operations System, And Electronic Commerce (AREA)

Description

  • Anordnung zur selbsttätigen Meldung des Kennzeichens von Eisenbahnfahrzeugen Bei Eisenbahnen ist es notwendig, den Umlauf der Fahrzeuge, insbesondere der Güterwagen, von zentralen Stellen aus zu beobachten und zu lenken. Zu diesem Zweck schreibt bisher das Betriebspersonal die Kennzeichen der Fahrzeuge, z. B. Eigentumsmerkmale, Wagennummer, Bauart od. dgl., auf und gibt diese Aufschreibungen an bestimmte Stellen weiter. Seit einiger Zeit besteht der Wunsch, derartige Kennzeichen an den Fahrzeugen durch selbsttätige Einrichtungen ablesen und ohne menschliches Zutun an zentrale Stellen weiterleiten zu lassen.
  • Es ist bereits eine Einrichtung bekanntgeworden, welche die Nummern von Straßenomnibussen in einem großstädtischen Verkehrsnetz selbsttätig abliest und einer Zentrale meldet. Zu diesem Zweck sind an jedem Omnibus Spiegel, sogenannte Katzenaugen, derart angebracht, daß durch ihre Anordnung nach einem bestimmten Code die Wagennummer wiedergegeben wird. An bestimmten Stellen der Stadt sind auf einer Seite der Straße Einrichtungen aufgestellt, die diese Kennzeichen an den Wagen beleuchten. Das von den Spiegeln reflektierte Licht fällt auf Fotozellen. Diese Fotozellen erzeugen Impulsfolgen, die der Wagennummer entsprechen. Diese Wagennummer wird s"lbsttätig an eine Zentrale weitergeleitet.
  • Will man eine derartige Einrichtung bei Eisenbahnen anwenden, so muß man dem Umstand Rechnung tragen, daß die meisten Eisenbahnfahrzeuge, insbesondere die Güterwagen, an der Ablesestelle in zwei verschiedenen Stellungen vorbeifahren können. Die eine Stellung ergibt sich aus der anderen dadurch, daß man sich den Wagen um eine senkrechte Mittelachse um 180° gedreht denkt. Diesen Umstand kann man dadurch berücksichtigen, daß man das Kennzeichen bei allen Wagen auf beiden Seiten anbringt.
  • Die Zahl der Eisenbahnwagen auf dem Netz einer größeren Eisenbahnverwaltung ist aber ganz erheblich größer als die Zahl der Omnibusse eines großstädtischen Verkehrsbetriebes; daher sind auch bei der Eisenbahn die Kosten für die Ausrüstung des Fahrzeugparkes mit den erforderlichen. Kennzeichen erheblich größer als im Omnibusbetrieb. Erschwerend kommt nun noch hinzu, daß die Eisenbahnfahrzeuge an sich auf beiden Seiten mit dem Kennzeichen versehen sein müßten.
  • Die Erfindung geht von dem Gedanken aus, daß in einem Eisenbahnnetz die Zahl der Fahrzeuge, die mit einem Kennzeichen versehen werden müssen, wesentlich größer ist als die Zahl der Ablesestellen. Es kann daher ein Verfahren zur selbsttätigen Meldung der Kennzeichen von Eisenbahnfahrzeugen dadurch wirtschaftlich gestaltet werden, daß man durch einen gewissen Mehraufwand an den Ablesestellen eine Verbilligung in der Ausrüstung der Fahrzeuge erreicht.
  • Erfindungsgemäß wird zu diesem Zweck vorgeschlagen, das Fahrzeugkennzeichen nur auf einer Seite des Fahrzeuges anzubringen und an den Stellen, an welchen das Kennzeichen selbsttätig abgelesen und gemeldet werden soll, auf der rechten und linken Seite des Gleises je eine Ableseeinrichtung anzuordnen. An diese beiden Ableseeinrichtungen wird erfindungsgemäß eine Auswerteeinrichtung angeschlossen, die einen Speicher für die abgelesenen Kennzeichen sowie Mittel enthält, die bewirken, daß die von der Ableseeinrichtung auf der einen Gleisseite abgelesenen Teilzeichen des Kennzeichens die Plätze des Speichers in umgekehrter Reihenfolge besetzen wie die von der Ableseeinrichtung der anderen Gleisseite abgelesenen Teilzeichen. Hierdurch wird erreicht, daß trotz Ausrüstung jedes Fahrzeuges mit nur einem Kennzeichen die Reihenfolge der Teilzeichen, aus denen das Kennzeichen zusammengesetzt ist, stets richtig in den Speicher übertragen wird und daß man trotzdem alle theoretisch möglichen Kombinationen der verwendeten Teilzeichen ausnutzen kann, d. h., man kann auch solche Kombinationen verwenden, bei denen die eine aus der anderen durch Umkehrung der Reihenfolge der Teilzeichen hervorgeht. Dies bringt eine wesentliche Ersparnis bei der Ausrüstung der Fahrzeuge mit den erforderlichen- Kennzeichen mit sich.
  • Die Erfindung ist im wesentlichen nicht auf die Mittel gerichtet, mit denen die einzelnen Teile der Anordnung, wie Kennzeichnungen, Ableseeinrichtungen, Speicher, Zählvorrichtungen u. dgl., verwirklicht werden können. Die Ausführungen, die hierüber in der folgenden Beschreibung gemacht werden, sind als Beispiele zu werten; die Erfindung erstreckt sich in erster Linie auf die Anordnung und das Zusammenwirken dieser Teile.
  • In Fig. 1 und 2 ist ein Beispiel der Erfindung dargestellt und im folgenden näher erläutert.
  • Fig. 1 zeigt auf einem Gleis G zwei Güterwagen Zf'1 und W2. Beide Wagen sind durch sechsstellige Dezimalzahlen gekennzeichnet. Für die Erfindung ist es gleichgültig, nach welchem System die Kennzeichnung vorgenommen wird. Es könnten z. B. auch Dualzahlen oder ein beliebiger anderer Code verwendet werden. Wichtig ist es jedoch, daß jedes Kennzeichen K1 und K2 aus mehreren, bei der Durchfahrt an der Ablesestelle aufeinanderfolgenden Teilzeichen, beim Ausführungsbeispiel sechs Zeichen, besteht und daß es mindestens zwei verschiedene Arten von Teilzeichen gibt. Im Beispiel sind zehn verschiedene Arten von Teilzeichen vorausgesetzt.
  • Bewegen sich die beiden Wagen in Pfeilrichtung, so erkennt man, daß die Nummer des Wagens W 2 von einer links stehenden Ableseeinrichtung von vorn nach hinten, die Nummer des Wagens W2 von einer rechts des Gleises stehenden Einrichtung von hinten nach vorn abgelesen wird. Diesem Umstand trägt die Auswerteeinrichtung nach Fig.2 auf folgende Weise Rechnung: Die beiden Ableseeinrichtungen links und rechts des Gleises sind mit A 1 und A 2 bezeichnet. Jede Ableseeinrichtung hat zehn Ausgänge x 1 bis x0, den zehn verschiedenen Arten von Teilzeichen entsprechend. Kommt also z. B. die »2« des Kennzeichens K2 des Wagens W2 in den Bereich der Ableseeinrichtung A 1, so führt der Ausgang x 2 der Einrichtung A 1 einen Impuls. Dieser Impuls wird dem Mischgatter 312 zugeführt. In das Mischgatter ist ebenfalls der Ausgang x2 der Ableseeinrichtung A2 eingeführt, so daß der Ausgang des Mischgatters 312 immer dann einen Impuls führt, wenn von der Ableseeinrichtung A 1 oder A2 eine »2« abgelesen worden ist. Die abgelesene »2« muß nun in den Speicher Sp geleitet werden.
  • Es sei angenommen, daß der Speicher nach einem binären Svstem arbeitet, daß er also z. B. aus Ringkernen mit rechteckiger Magnetisierungsschleife besteht oder daß es sich um einen Magnettrommelspeicher handelt. Dann muß die empfangene »2« in einen binären Code umgesetzt werden. Dies geschieht in dem Impulsgenerator Y2, der beim Eintreffen eines Impulses eine Impulsserie erzeugt, welche der »2« in dem binären Code, der bei der Speicherung verwendet wird, entspricht. Die Impulsserie gelangt über das Mischgatter M5 an die Umschalteinrichtung h. Diese verbindet den Ausgang des Mischgatters M5 mit der Zeile Z1 des Speichers Sp, wenn sich der erste Wagen eines Zuges der Ablesestelle nähert. Es muß nun dafür gesorgt werden, daß die »2« in den ersten Speicherplatz, nämlich in die Spalte S 1 der Zeile Z 1, übernommen wird. Diese Aufgabe hat die Zählvorrichtung ZK 1, die abzählt, wieviele Teilzeichen von der Ableseeinrichtung A l empfangen worden sind. Es ist beispielsweise angenommen worden, daß die Zählvorrichtung aus einem Schieberegister mit sieben bistabilen Kippstufen B 10 bis B16 besteht. Der Einfachheit halber sind die Kippstufen B 13 und B14 nicht dargestellt worden. Das Schieberegister möge so arbeiten, daß in der Grundstellung, die in Fig. 2 gezeichnet ist, die KippstufeB10 die Stellung »ja«, die übrigen Kippstufen die Stellung »nein« einnehmen. Gelangt nun über das Mischgatter M3 ein Impuls auf das Schieberegister, so wird durch eine nicht näher dargestellte Schaltungsanordnung bewirkt, daß jede Kippstufe den Zustand einnimmt, den vor Eintreffen des Impulses die vorhergehende Kippstufe hatte, d. h. e@ geht nunmehr die Kippstufe B 11 in die Stellung »ja.-<, während alle übrigen Kippstufen die Stellung »nein« einnehmen. Durch das Umkippen der Kippstufe B 11 gelangt Potential bestimmter Größe und Polarität über das Mischgatter e711 an die Spalte S 1 des Speichers. Hierdurch werden alle Speicherplätze dieser Spalte zur Aufnahme einer Impulsserie vorbereitet. Da die Umschalteinrichtung L', wie oben erwähnt, das Mischgatter 1.15 mit der Zeile Z 1 verbunden hatte, wird also die von dem Impulsgenerator I'2 ausgehende Impulsserie in den ersten Platz der Zeile Z 1 eingespeichert. Beim Ablesen des zweiten Teilzeichens des Kennzeichens K2 geht die Kippstufe B12 in die Stellung »ja«. Es wird nun die Spalte S2 zur Aufnahme einer Impulsserie vorbereitet, und die von der Ableseeinrichtung A 1 abgelesene » 1 « gelangt über das Mischgatter 371, den Impulsgenerator 1-1, das Mischgatter M5 und die Umschaltvorrichtung L' in den zweiten Platz der Speicherzeile Z 1.
  • Ist der Wagen W2 an der Ablesestelle vorübergefahren, so hat eine später beschriebene Einrichtung dafür gesorgt, daß die Umschalteinrichtung h nunmehr die Speicherzeile Z2 mit dem Mischgatter M5 verbindet. Kommt nun der Wagen TI'1 an der Ablesestelle vorüber, so nimmt die Ableseeinrichtung A2 zuerst das letzte Teilzeichen »0« seines Kennzeichens auf. Diese »0« muß nun in den letzten Speicherplatz der Zeile Z2 übertragen werden. Dies geschieht auf folgende Weise: Beim Empfang der »0« gelangt ein Impuls über das Mischgatter 1114 an die Zählvorrichtung 7K2 mit den bistabilen Kippstufen B20 bis B26 und bewirkt, daß die bistabile Kippstufe B21 in die Stellung »ja« geht, während alle übrigen bistabilen Kippstufen der Zählvorrichtung ZK2 die Stellung »nein« einnehmen. Durch das Umkippen der Kippstufe B 21 gelangt Potential bestimmter Größe und Polarität über das Mischgatter M 16 auf die Speicherplätze der Spalte S6, die dadurch zur Aufnahme von Impulsen vorbereitet werden. Die Impulsserie, zu deren Abgabe der Impulsgenerator Y0 von der Ableseeinrichtung A 2 über das Mischgatter 110 angeregt wird, gelangt daher in den letzten Speicherplatz der Zeile Z2. Entsprechende Vorgänge vollziehen sich bei Ablesung der anderen Teilzeichen des Kennzeichens K2. Dadurch, daß die bistabilen Kippstufen B21 bis B26 mit den Mischgattern 3116 bis M 11 in umgekehrter Reihenfolge verbunden sind wie die bistabilen Kippstufen B 11 bis B16 der Zählvorrichtung ZK 1, wird erreicht, daß die Teilzeichen. welche die Ableseeinrichtung A 2 empfängt, in umgelehrter Reihenfolge die Speicherplätze besetzen wie die Teilzeichen, welche die Ableseeinrichtung A 1 empfängt.
  • Statt eines Schieberegisters können auch andere bekannte Anordnungen als Zählvorrichtungen benutzt werden, z. B. Schrittschalter, Relaisketten oder Zählkettenanordnungen aus elektronischen Bauelementen. Es ist auch denkbar, dem Speicher Sp noch eine weitere Spalte zu geben und in dieser Spalte ein Merkmal zu speichern, das angibt, von welcher Ableseeinrichtung das Kennzeichen gemeldet worden ist. Bei der Auswertung der Speicherung muß dann das gespeicherte Kennzeichen von links nach rechts gelesen werden, wenn die Speicherung in der zusätzlichen Spalte besagt, daß das Ablesen durch die Ableseeinrichtung A 1 vorgenommen worden ist. Anderenfalls muß das gespeicherte Kennzeichen von rechts nach links gelesen werden. Bei dieser Ausführung genügt eine einzige Zählvorrichtung zum Verteilen der Teilzeichen auf die Speicherplätze.
  • Als Speicher Sp können in der Anordnung gemäß der Erfindung alle bekannten Einrichtungen zum Speichern von Zahlen oder Kennzeichen benutzt werden. Es ist auch möglich, als Speicher einen Papierstreifen od. dgl. zu verwenden, auf den die Ziffern oder Teilzeichen aufgedruckt werden. Die Umschalteinrichtung V besorgt dann den Zeilentransport des Papierstreifens. Die Zählvorrichtungen ZK1 und ZK2 besorgen den Transport in Zeilenrichtung.
  • Sind in der Einrichtung nach Fig.2 alle sechs Plätze einer Speicherzeile gefüllt, so muß die Umschalteinrichtung V um einen Schritt weiterbewegt werden, um nunmehr die neue Zeile des Speichers mit dem Ausgang des Mischgatters 315 zu verbinden. Den Steuerimpuls für das Fortschalten der Umschalteinrichtung h könnte daher der letzten bistabilen Kippstufe B 16 oder B26 der Zählv orrichtung ZK 1 oder ZK2 unter Zwischenschaltung einer Verzögerungseinrichtung entnehmen. Diese Anordnung hätte jedoch folgende Nachteile: Wird infolge einer Störung ein Zeichen nicht empfangen, so wird die Umschalteinrichtung h erst nach dem Empfang des ersten Teilzeichens des folgenden Kennzeichens weitergeschaltet. Es werden dann alle weiteren Kennzeichen unrichtig in den Speicher eingeleitet. Demgegenüber ist in dem dargestellten Beispiel die Einrichtung so gestaltet, daß bei Ausbleiben eines Teilzeichens nur das davon betroffene Kennzeichen unrichtig eingespeichert wird, alle folgenden Kennzeichen dagegen wieder richtig in den Speicher eingeleitet werden.
  • Zu diesem Zweck werden in Ausgestaltung der Erfindung die Kennzeichen an den Fahrzeugen so angebracht, daß sich zwischen Anfang und Ende seines Kennzeichens niemals eine Fahrzeugachse FR befindet. Ferner wird bei der Ablesestelle am Gleis G ein Impulsgeber T beliebiger Bauart angebracht, dessen Kontakt i beim Vorbeilaufen jeder Achse vorübergehend geschlossen wird. Über den Kontakt i wird an die bistabile Kippstufe B 1 ein derartiges Potential angelegt, daß diese in die gezeichnete Stellung gelangt. Hierbei gibt sie an ihren beiden Ausgängen ein Potential bestimmter Größe und Polarität über die Kondensatoren C1 und C2 an die Leitungen RL1, RL2 und RL3 ab. Diese Leitungen sind über die WiderständeRl und R2 an Erdpotential gelegt. Sie führen daher das an den Ausgängen der Kippstufe B 1 auftretende Potential nur kurzzeitig, nachdem eine Achse den Kontakt i geschlossen hat und die Kippstufe B 1 in die gezeichnete Stellung umgekippt ist. Dieses Potential gelangt über die Leitung RL3 an den Stehmagneten T1ill der Umschalteinrichtung V und bewirkt, daß diese die nächstfolgende Speicherzeile mit dem Ausgang des Mischgatters M5 verbindet. Ferner gelangt dieses Potential über die Leitungen RL1 und RL2 in die Zählvorrichtungen ZK 1 und ZK2 und dort über die MischgatterM20 bis 3126 bzw. M30 bis M36 an die bistabilen Kippstufen B 10 bis B16 bzw. B20 bis B26. Hierdurch werden diese Kippstufen in die gezeichnete Lage gebracht. Auf diese Weise ist gewährleistet, daß nach Vorbeifahrt der Achse, die auf das Ende eines Kennzeichens folgt, alle Teile der Anordnung in diejenige Stellung gebracht werden, die bei Beginn des Ablesens eines neuen Kennzeichens vorhanden sein müssen. Weitere Achsen, die etwa folgen sollten, bevor das neue Kennzeichen beginnt, ändern an dem Zustand der Einrichtung nichts, da die bistabile KippstufeBl ihre gezeichnete Stellung beibehält.
  • Wird nun das erste Teilzeichen des neuen Kennzeichens empfangen, so muß die bistabile Kippstufe B 1 ihre Stellung wechseln, um für eine erneute Rückstellung vorbereitet zu sein. Der Impuls für diesen Wechsel in der Stellung von B 1 wird den bistabilen Kippstufen B 11 und B 21 entnommen, die beim Empfang des ersten Teilzeichens des neuen Kennzeichens umkippen. Er wird über das Mischgatter 316 der bistabilen Kippstufe B 1 zugeführt.
  • Als Umschalteinrichtung V kann, wie in Fig. 2 angenommen, z. B. ein Schrittschalter verwendet werden. Es ist aber auch möglich, andere bekannte Einrichtungen, insbesondere elektronisch wirkende Schaltungsanordnungen, dafür zu verwenden. Ist der Inhalt des Speichers entleert und z. B. auf irgendeine Empfangseinrichtung, die auch an einem fernen Ort aufgestellt sein kann, übertragen worden, was z. B. zweckmäßig jeweils nach Durchfahrt eines Zuges geschehen kann, so wird die Umschalteinrichtung V durch eine in Fig. 2 nicht näher dargestellte Einrichtung in die Ausgangsstellung zurückgeführt.
  • Wird das Gleis, an dem die AbleseeinrichtungenA l und A2 aufgestellt sind, in beiden Richtungen befahren, so kehrt sich beim Wechsel der Fahrtrichtung auch die Reihenfolge, in welcher die Teilzeichen in den Speicher gelangen, um. Dem kann man bei der Einrichtung gemäß der Erfindung in einfacher Weise dadurch Rechnung tragen, daß man die Zuordnung von Ableseeinrichtung A 1, A 2 und Zählvorrichtung ZK1, ZK2 vertauscht. Zum Vertauschen dieser Zuordnung sind in Fig. 2 die Umschalter U1 und U2 vorgesehen. Bei der durch einen Pfeil bezeichneten Fahrtrichtung müssen die Umschalter in der gezeichneten Stellung (auf den Kontakten a und d) liegen. Soll nun ein Zug die Ablesestelle in entgegengesetzter Richtung befahren, so werden die Umschalter U 1 und U 2 durch eine Einrichtung, die z. B. von den Blockeinrichtungen auf der Strecke abhängig sein kann, umgelegt, so daß der Umschalter U 1 nunmehr über den Kontakt b die Zählvorrichtung ZK 2 mit der Ableseeinrichtung A 1 und der Umschalter U2 über Kontakt c die Zählvorrichtung ZK 1 mit der Ableseeinrichtung A 2 verbindet.
  • Für die Anwendbarkeit der Erfindung ist es ohne Bedeutung, auf welche Weise die Zeichen von den Fahrzeugen auf die Ableseeinrichtung übertragen werden. Hierzu können alle bekannten Verfahren zum Beeinflussen zwischen Zug und Strecke, z. B. optische, magnetische oder induktive Verfahren, benutzt werden. Es ist auch nicht notwendig, daß die Zeichen an einer Seitenwand der Fahrzeuge angebracht sind.

Claims (7)

  1. PATENTANSPRACHE: 1. Anordnung zur selbsttätigen Meldung des Kennzeichens von Eisenbahnfahrzeugen, bei der die an den Fahrzeugen angebrachten Kennzeichen von ortsfesten Einrichtungen selbsttätig abgelesen und weitergemeldet werden, dadurch gekennzeichnet, daß das Fahrzeugkennzeichen (KI oder K2) nur auf einer Seite des Fahrzeuges angebracht ist, während sich an der Stelle, an welcher das Kennzeichen selbsttätig abgelesen und gemeldet werden soll, auf jeder Seite des Gleises eine Ableseeinrichtung (A1 und A2) befindet, und daß an diese beiden Ableseeinrichtungen eine Auswerteeinrichtung angeschlossen ist, die einen Speicher (Sp) für die abgelesenen Kennzeichen sowie Mittel (Zählvorrichtungen ZK 1 und ZK 2, Mischgatter 1711 bis M16) enthält, die bewirken, daß die von der einen Ableseeinrichtung abgelesenen Teilzeichen die Speicherplätze in umgekehrter Reihenfolge besetzen wie die von der anderen Ableseeinrichtung abgelesenen Teilzeichen.
  2. 2. Anordnung nach Anspruch 1, gekennzeichnet durch eine von der Fahrtrichtung der Züge abhängige Umschalteinrichtung (Ü1, U2), welche die Reihenfolge, in der die abgelesenen Teilzeichen die Speicherplätze besetzen, den Ableseeinrichtungen je nach der Fahrtrichtung der Züge zuordnet.
  3. 3. Anordnung nach Anspruch 1 oder 2, gekennzeichnet durch eine derartige Anbringung der Kennzeichen an den Fahrzeugen, daß sich zwischen Anfang und Ende jedes aus mehreren Teilzeichen bestehenden Kennzeichens niemals eine Fahrzeugachse befindet.
  4. 4. Anordnung nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, daß sich an der Ablesestelle ein von den Radsätzen der Fahrzeuge betätigter Impulsgeber befindet.
  5. 5. Anordnung nach Anspruch 4, gekennzeichnet durch ein kippfähiges System (B1) mit zwei bistabilen Endlagen, das durch die Betätigung des Impulsgebers in die eine Endlage, bei Empfang eines Teilzeichens durch eine der Ableseeinrichtungen in die andere Endlage gebracht wird.
  6. 6. Anordnung nach Anspruch 5, gekennzeichnet durch eine Umschaltvorrichtung (V), welche die einzelnen Zeilen des Speichers nacheinander mit den Ableseeinrichtungen verbindet und durch das kippfähige System (B1) gesteuert wird.
  7. 7. Anordnung nach Anspruch 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, daß mindestens eine Zählvorrichtung (ZK 1 oder ZK 2) vorhanden ist, welche jeweils beim Empfang eines Teilzeichens um einen Schritt weitergeschaltet wird. B. Anordnung nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, daß jeder Ableseeinrichtung (A1 und A 2) j e eine Zählvorrichtung (ZK 1 bzw. ZK 2) zugeordnet ist. 9. Anordnung nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet, daß die Zählvorrichtungen die Verteilung der abgelesenen Teilzeichen auf die einzelnen Speicherplätze vornehmen. 10. Anordnung nach Anspruch 8 oder 9, dadurch gekennzeichnet, daß die Zählvorrichtungen durch Befahrung des an der Ablesestelle vorhandenen Impulsgebers automatisch in die Grundstellung zurückgestellt werden. 11. Anordnung nach Anspruch 10, dadurch gekennzeichnet, daß das kippfähige System (B1) die Rückstellung der Zählvorrichtungen bewirkt.
DENDAT1069666D Pending DE1069666B (de)

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Cited By (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
US3168053A (en) * 1959-12-15 1965-02-02 Ass Ouvriers Instr Precision Control of conveyors

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* Cited by examiner, † Cited by third party
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US3168053A (en) * 1959-12-15 1965-02-02 Ass Ouvriers Instr Precision Control of conveyors

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