DE1069146B - Verfahren zur Herstellung von 4,4'-Diihydroxycarafiinverbmdungen und Estern derselben - Google Patents

Verfahren zur Herstellung von 4,4'-Diihydroxycarafiinverbmdungen und Estern derselben

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DE1069146B
DE1069146B DENDAT1069146D DE1069146DB DE1069146B DE 1069146 B DE1069146 B DE 1069146B DE NDAT1069146 D DENDAT1069146 D DE NDAT1069146D DE 1069146D B DE1069146D B DE 1069146DB DE 1069146 B DE1069146 B DE 1069146B
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DE
Germany
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solvent
carotene
organic
esters
acid
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Pending
Application number
DENDAT1069146D
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English (en)
Inventor
Zürich Dt. Paul Karirer und Dr. Roland Entschel (Schweiz)
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
F Hoffmann La Roche AG
Original Assignee
F Hoffmann La Roche AG
Publication date
Publication of DE1069146B publication Critical patent/DE1069146B/de
Pending legal-status Critical Current

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Description

g ρ, Π>
DEUTSCHES
kl. 12 ο 25
INTERNAT. Kl·. C 07 C
PATENTAMT
H 35317 IVb/12 ο
ANMELDETAG: 9. J A N ü A R 1959
BEKANNTMACHUNG DER ANMELDUNG DND AUSGABE DER AUSLEGESCHRIFT:
19. NOVEMBER 1959
Die Erfindung betrifft ein neues Verfahren zur Herstellung von 4,4'-Dihydroxycarotinverbindungen und Estern derselben, welches dadurch gekennzeichnet ist, daß man /^-Carotin oder 15,15'-Dehydro-/?-carotin in Gegenwart einer organischen Säure in einem organischen Lösungsmittel nacheinander mit N-Bromsuccinimid und mit einer tertiären organischen Base umsetzt und gegebenenfalls das veresterte Reaktionsprodukt zu der entsprechenden 4,4'-Dihydroxycarotinverbindung verseift.
Als organische Säure kann man beispielsweise Essigsäure, Propionsäure, Ameisensäure oder Benzoesäure verwenden. Das als Reaktionsmeditim verwendete organische Lösungsmittel ist vorzugsweise ein polares Lösungsmittel, insbesondere ein halogenierter Kohlenwasserstoff, wie Chloroform, Methylenchlorid oder Dichloräthan. Es ist zweckmäßig, die Reaktion bei tiefer Temperatur, vorzugsweise unter 0° C verlaufen zu lassen und die tertiäre Base, beispielsweise N-Äthylmorpholin, N-Äthylpiperidin, Triäthylamin oder Diäthylanilin, zur Neutralisation des entstandenen Bromwasserstoffs und allfälliger überschüssiger organischer Säure nach kurzer Zeit, vorzugsweise etwa 1I2 Minute nach Einsetzen der Reaktion, zuzusetzen.
Die gebildeten Ester der 4,4'-Dihydroxycarotinverbindungen werden am besten alkalisch, insbesondere mit einer alkoholischen Alkahlauge, z. B. methanolischer Kalilauge, unter schwachem Erwärmen, z. B. auf 50° C, zu der entsprechenden 4,4'-Dihydroxycarotinverbindung verseift.
Die Verfahrensprodukte können nach an sich bekannten Methoden (Verteilung zwischen Lösungsmitteln oder Chromatographie) gereinigt werden.
In den folgenden Ausführungsbeispielen der Erfindung sind alle Temperaturen in Celsiusgraden angegeben.
Beispiel 1
Man löst 500 mg /J-Carotin in 50 ecm reinem Chloroform und gibt der Lösung bei —18° unter starkem Rühren und Durchleiten von trockenem Stickstoff eine Mischung von 0,33 g Bromsuccinimid, 1,5 ecm Eisessig und 40 ecm reinem Chloroform und 30 Sekunden später 4 g N-Äthylmorpholin zu. Hierauf läßt man die Temperatur des Reaktionsgemisches auf etwa +10° steigen, verdünnt mit demselben Volumen Petroläther, schüttelt die Flüssigkeit mit 0,1 n-HCl bis zur schwach sauren Reaktion, hierauf sofort mit Natriumhydrogencarbonatlösung und mit Wasser aus, trocknet die Chloroform-Petroläther-Schicht und verdampft die Lösungsmittel im Vakuum. Der Rückstand, der zur Hauptsache aus 4,4'-Dihydroxy-/?-carotinestern besteht, wird in 6 ecm Benzol aufgenommen, die Lösung in einer Stickstoffatmosphäre mit 50 ecm 15°/0iger methanolischer Kalilauge versetzt und 20 Minuten auf 50° erwärmt. Die homogene Lösung wird mit 100 ecm Wasser und 100 ecm Benzol verdünnt, die benzolische Schicht mit Wasser alkalifrei gewaschen, mit
Verfahren zur Herstellung
von 4,4'-DihYdroxycarotinverbmdungen
und Estern derselben
Anmelder:
F. Hoffmann-La Roche & Co.
Aktiengesellschaft,
Basel (Schweiz)
Vertreter: Dr. G. Schmitt, Rechtsanwalt,
Lörrach (Bad.), Friedrichstr. 3
Beanspruchte Priorität:
Schweiz vom 20. Januar 1958
20 Dr. Paul Karrer und Dr. Roland Entschel,
Zürich (Schweiz),
sind als Erfinder genannt worden
Natriumsulfat getrocknet und nach Filtration im Vakuum eingedampft. Der Rückstand ist größtenteils kristallin und läßt sich aus Essigsäureäthylester—Petroläther Umkristallisieren. Aus den Mutterlaugen des Kristallisats können nach chromatographischer Reinigung an Calciumcarbonat mit Benzol als Lösungsmittel weitere Mengen kristallisierten 4,4'-Dihydroxy-/3-carotins abgetrennt werden. Gesamtausbeute über 60°/0 der Theorie. Schmelzpunkt 169°.
Beispiel 2
Man arbeitet nach der Vorschrift des Beispiels 1, verwendet jedoch an Stelle des Eisessigs 2,0 ecm Propionsäure und an Stelle des N-Äthylmorpholins 4 g N-Äthylpiperidin. Man erhält 4,4'-Dipropionyloxy-jö-carotin, das man in der im Beispiel 1 beschriebenen Weise in 4,4'-Dihydroxy-/S-carotin überführen kann.
45
Beispiel 3
Man löst 1 g ;15,15'-Dehydro-/?-carotin in 100 ecm reinem Chloroform und 1,5 ecm Eisessig. Dann kühlt man die Lösung auf —18° ab. Unter kräftigem Rühren des Ge-5» misches in einer Stickstoffatmosphäre in 2 Minuten bei —18° wird 0,66 g Bromsuccinimid mit einem Mal zugegeben. Unmittelbar anschließend gibt man 8 ecm Diäthylanilin zu und läßt die Temperatur des Reaktionsgemisches innerhalb der nächsten 30 Minuten auf 20°
909 649/427
steigen·.1 pas Reaktionsgemisch wird hierauf mit 100 ecm Diäthyläther verdünnt und mit 0,1 η-Salzsäure, dann mit Wasser, anschließend mit 50/^ger Natriumlaydrogencärbonatlösüng und erneut mit Wasser gewaschen. Nach dem Trocknen der Lösung über Natriumsulfat, Filtrieren und Abdampfen des Lösungsmittels wird der Rückstand bei Raumtemperatur in einer Stickstoffatmosphäre mit einer Lösung von Ig Kaliumhydroxyd in 10 ecm Methanol und 50 ecm Dimethyläther gerührt. Das Reaktionsgemisch wird mit Dimethyläther verdünnt und zweimal mit 30D ecm Wasser behandelt. Der Äther extrakt wird mit Natriumsulfat getrocknet und dann eingeengt. Der aus 1,2 g rohem 4,4'-Dihydro-15,15'-dehydro-^-carotin bestehende Rückstand kristallisiert aus Methylenchlorid— Methanol in Form roter Kristalle vom Schmp. 149 bis 150°.

Claims (7)

Patentansprüche:
1. Verfahren zur Herstellung von 4,4'-Dihydroxycarotinverbindungen und Estern derselben, dadurch gekennzeichnet, daß man /?-Carotin oder 15,15'-Dehydro-jS-carotin in Gegenwart einer organischen Säure in einem organischen Lösungsmittel nacheinander mit N-Bromsuccinimid und mit einer tertiären organischen Base umsetzt und gegebenenfalls das veresterte Reaktionsprodukt zu der entsprechenden 4,4'-Dihydroxycarotinverbindung verseift.
2. Verfahren gemäß Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß man als organische Säure Essigsäure oder Propionsäure verwendet.
3. Verfahren gemäß Anspruch 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, daß man als tertiäre organische Base N-Äthylmorpholin, N-Äthylpiperidin oder Diäthylanilin verwendet.
4. Verfahren gemäß Anspruch 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß man als Lösungsmittel ein polares organisches Lösungsmittel verwendet.
5. Verfahren gemäß Anspruch 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß man als Lösungsmittel einen halogenierten K ohlen wasserst off verwendet.
6. Verfahren gemäß Anspruch 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, daß man die organische Base etwa 1Z2 Minute nach Beginn der Reaktion zusetzt.
7. Verfahren gemäß Anspruch 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, daß man das veresterte Reaktionsprodukt mittels methanolischer Kalilauge verseift.
© 909 649/427 11.59
DENDAT1069146D Verfahren zur Herstellung von 4,4'-Diihydroxycarafiinverbmdungen und Estern derselben Pending DE1069146B (de)

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Cited By (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE1148543B (de) * 1960-04-14 1963-05-16 Roche Products Ltd Verfahren zur Herstellung von Carotinoiden

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