DE106901C - - Google Patents

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DE106901C
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ship
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    • FMECHANICAL ENGINEERING; LIGHTING; HEATING; WEAPONS; BLASTING
    • F41WEAPONS
    • F41FAPPARATUS FOR LAUNCHING PROJECTILES OR MISSILES FROM BARRELS, e.g. CANNONS; LAUNCHERS FOR ROCKETS OR TORPEDOES; HARPOON GUNS
    • F41F3/00Rocket or torpedo launchers
    • F41F3/08Rocket or torpedo launchers for marine torpedoes
    • F41F3/10Rocket or torpedo launchers for marine torpedoes from below the surface of the water

Landscapes

  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Ocean & Marine Engineering (AREA)
  • General Engineering & Computer Science (AREA)
  • Measurement Of Velocity Or Position Using Acoustic Or Ultrasonic Waves (AREA)

Description

KAISERLICHES
PATENTAMT.
KLASSE 65: Schiffbau.
Unterwassertorpedolancirvorrichtung.
Den Gegenstand der vorliegenden Erfindung bildet eine U-Qterwassertorpedoausstofsvorrichtung, welche sich von den seither gebräuchlichen Vorrichtungen durch Ersparung an Raum und Einfachheit der Bedienung unterscheidet.
Bei den bekannten derartigen Vorrichtungen befindet sich innenbords an der Aufsenhaut und unterhalb der Wasserlinie des Schiffes ein geschlossener Raum, der in seiner Längsrichtung durch eine Scheidewand in zwei Kammern getheilt wird. Eine dieser Kammern durchbricht die Schiffswand und steht so mit dem Aufsenwasser in Verbindung, während die andere Kammer mit dem Schiffsinnern zum Einbringen des Torpedos in Verbindung steht. Die Oeffhung nach dem Schiffsinnern ist verschliefsbar und auch die erwähnte Scheidewand ist als Thür ausgebildet, so dafs man von einer Kammer in die andere gelangen kann.
Diese doppelten Kammern, welche den zweifachen Raum, der zur Aufnahme eines Torpedos erforderlich ist, in Anspruch nehmen, werden bei dem Gegenstand der vorliegenden Erfindung durch nur eine Kammer ersetzt, welche gerade grofs genug ist, einen Torpedo aufzunehmen und daher auch nur die Hälfte Raum der seitherigen Vorrichtungen beansprucht.
Diese Erfindung beruht darauf, dafs ein mit einem Ausschnitt versehener Cylinder in einem anderen mit zwei Ausschnitten versehenen Cylinder derart wasserdicht gedreht werden kann, dafs seine Oeffnung bald mit dem einen ' und bald mit dem anderen Ausschnitt des äufseren Cylinders correspondirt.
In Nachstehendem soll an einer, nur als Beispiel zu betrachtenden Ausführungsform das Wesen der Erfindung an Hand der beiliegenden Zeichnungen beschrieben werden:
In denselben stellt die
Fig. ι im Querschnitt schematisch die drehbare Kammer zur Aufnahme des Torpedos dar.
Fig. 2 ist eine Längsansicht der completen Vorrichtung von aufsen gesehen.
Fig: 3 ist ein Horizontalschnitt nach der Linie A-A der Fig. 2.
Fig. 4 ist eine Längsansicht der completen Vorrichtung vom Innern des Schiffes gesehen.
Fig. 5 ist ein Querschnitt nach der Linie B-B der Fig. 3.
Fig. 6 ist eine Seitenansicht,
Fig. 7 ist ein schematisch gehaltener Querschnitt durch einen Schiffskörper mit mehreren der neuen Unterwassertorpedolancirvorrichtungen.
Im Innern des Schiffes ist an der Seitenwand ι an passender Stelle ein cylindrisches Gehäuse 2 angeordnet, welches zwei in der Längsrichtung durchlaufende sich gegenüberliegende Oeffnungen 3 und 4 besitzt.
Jede dieser Oeffnungen ist grofs genug gewählt, um dem Torpedo mit seinen -zugehörigen Theilen den Durchgang zu gestatten.
Die Oeffnung 3 ist nach dem Innern des Schiffes gerichtet, und die Oeffnung 4 durch-
bricht die Seitenwand ι des Schiffes und stellt hierdurch die Verbindung mit dem Aufsenwasser her.
In dem cylindrischen Gehäuse 2 kann sich eine sorgfältig'eingepafste, cylindrische Kammer 5 drehen, die mit nur einer Oeffnung versehen ist. Diese Oeffnung der Kammer 5 ist ebenso grofs, wie die Oeffnungen 3 und 4 des Gehäuses 2, mit welchen sie durch entsprechendes Drehen der cylindrischen Kammer 5 zur Deckung gebracht werden kann.
Durch entsprechende Drehungen der Kammer 5 kann also ihr Inneres mit dem Schiffsinnern oder mit dem Aufsenwasser in Verbindung gesetzt werden.
Niemals hingegen kann eine directe Verbindung zwischen dem Schiffsinnern und dem Aufsenwasser geschaffen werden, und zwar deshalb nicht, weil die Sehne α gröfser ist als die Sehne β der entsprechenden Bogenstücke (s. Fig. 1). . .
Die cylindrische Kammer 5 enthält den Tragarm 7 für den Torpedo und die übrigen für das Ausstofsen desselben erforderlichen Organe, sowie in der Gefechtsbereitschaft den Torpedo selbst.
Will man den Torpedo einsetzen, so hat man die cylindrische Kammer 5 so zu drehen, .dafs ihr Inneres mit dem Schiffsinnern communicirt, und setzt dann den Torpedo ein; hierauf dreht man die Kammer 5 um i8o°, so dafs ihr Inneres mit dem Aufsenwasser communicirt, und schwenkt den Torpedo aus dem Schiff heraus, der nunmehr abgefeuert werden kann.
Das Einlegen und Abfeuern des Torpedos wird also, wie ersichtlich, nur in einer Kammer vorgenommen, gegenüber dem seitherigen Verfahren, bei welchem für jede dieser Manipulationen ein besonderer Raum vorhanden sein mufste.
Der im Innern der cylindrischen Kammer 5 in der Längsrichtung angebrachte gebogene Tragarm 7, von welchem der Torpedo getragen wird, schwingt um senkrechte Zapfen 8, die am vorderen oder hinteren Ende der cylindrischen Kammer 5 angebracht sein können.
Die Drehung der cylindrischen Kammer 5 kann durch beliebige Mittel erfolgen, beispielsweise durch einen Druckluft- oder anderen Motor g, der seine Bewegung mit Hülfe passender Uebertragungsorgane 10 zwei Schrauben ohne Ende 11 mittheilt, die an den Stirnseiten des cylindrischen Gehäuses 2 vorgesehen sind und mit zwei auf der Achse der cylindrischen Kammer 5 sitzenden Schneckenrädern in Eingriff stehen. Die Drehung kann sowohl vorwärts wie rückwärts, erfolgen, und die Anwendung von Schnecken und Schneckenrädern vermeiden thunlichst den todten Gang, so dafs die drehbare Kammer 5 in jeder beliebigen Stellung festgestellt werden kann.
Ein grqfser yortheil, aufser der bedeutenden Raumersparnifs und einfachen Bedienung der neuen Unterwassertorpedolancirvorrichtung ist der, dafs eine directe Verbindung zwischen dem Aufsenwasser und dem Schiffsinnern durch unachtsame Bedienung völlig ausgeschlossen ist.
Durch die geringe Rauminanspruchnahme der neuen Einrichtung ist es möglich, mehrere Lancirrohre in einem Schiffe von solcher Gröfse vorzusehen, in welcher dies bisher nicht möglich war.
In der Fig. 7 ist schematisch ein Beispiel zur Unterbringung von vier Vorrichtungen gezeichnet für Torpedos von 0,450 m Durchmesser und 5,000 m Länge, welche mit dem Bedienungsraum nur insgesammt einen Raum von 6,000 m Länge und 3,500 m Durchmesser beanspruchen, in welchem dann aufserdem noch drei Reservetorpedos untergebracht werden können.
Die neue Vorrichtung kann auch für quer zum Schiffskörper abzuschiefsende Torpedos angewendet, desgleichen auch in schon bestehende Abtheilungen älterer Schiffe und in Schiffe von geringer Breite eingebaut werden.

Claims (1)

  1. Patent-Anspruch:
    Unterwassertorpedolancirvorrichtung, gekennzeichnet durch ein innenbords an der Aufsenhaut (1) des Schiffes angebrachtes cylindrisches Gehäuse (2), welches nach innen- und aufsenbords offen ist und in welchem eine um ihre Längsachse drehbare und mit einer langen, breiten Oeffnung versehene cylindrische Kammer (5) derart dicht gelagert ist, dafs dieselbe durch Drehen abwechselnd mit dem Schiffsinnern und mit dem Aufsenwasser in Verbindung gesetzt werden kann, so dafs ein Torpedo in eine in der drehbaren Kammer (5) untergebrachte Lancirvorrichtung von innenbords eingelegt und mit dieser nach Drehen der Kammer (5) um i8o° aus dem Schiff herausgeschwenkt und alsdann abgefeuert bezw. lancirt werden kann.
    Hierzu 1 Blatt Zeichnungen.
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