DE1065366B - Verfahren und Maschine zum Herstellen von Velourstoffen od. dgl - Google Patents
Verfahren und Maschine zum Herstellen von Velourstoffen od. dglInfo
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- D03D39/00—Pile-fabric looms
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Description
DESRE
DEUTSCHES
Die Erfindung betrifft ein Verfahren und eine Maschine zum Herstellen von Veloursstoffen od. dgl. Derartige
Maschinen sind bekannt. Beispielsweise weist eine bekannte Maschine eine Anzahl gelenkig miteinander
verbundener, senkrecht stehender Lamellen auf, die ähnlich einem endlosen Band auf Rollen gelagert
sind, sowie eine Einrichtung zum Einführen von parallel nebeneinanderliegenden endlosen Fäden in die
zwischen je zwei nebeneinanderliegenden Lamellen vorhandenen Zwischenräume zwecks Herstellung einer
ununterbrochenen Aufeinanderfolge von Fadenschleifen je Faden, wobei eine weitere Einrichtung vorgesehen
ist, die Fadenschleifen an ihrer Rückseite mit einer flüssigen oder plastischen Substanz zu versehen, die
— falls gewünscht — auf ihrer Rückseite mit einem Gewebe abgedeckt werden kann, so daß der in Schlingen
gelegte Frotteestoff eine Rückwand erhält.
Mit den oben beschriebenen Maschinen läßt sich ein Frotteestoff herstellen, bei dem die Schichtseite aus
miteinander verbundenen Schlingen besteht.
Es ist weiterhin bekannt, von einem derartigen Frottestoff ausgehend einen Veloursstoff dadurch zu
erzeugen, daß die einzelnen Fadenschlingen des fertigen Frotteestoffes nachträglich aufgeschnitten werden
und nach einer Auflockerungsbehandlung einer Beschneidvorrichtung zugeführt werden, die eine einheitliche
Höhe der Veloursschicht durch Beschneiden der überstehenden Enden erzeugt. Bei einer derartigen
Vorrichtung entsteht notwendigerweise ein erheblicher Mehrbedarf an Material, da nach dem Aufschneiden
und Ausreißen der Schlingen ein nachträgliches Beschneiden auf gleichmäßige Höhe stattfinden muß.
Durch das Verfahren gemäß der Erfindung werden diese Nachteile dadurch vermieden, daß die Schlingen
noch in der Maschine vor dem Aufbringen der Deckschicht aufgeschnitten werden.
Gemäß der Erfindung ist bei einer Maschine der beschriebenen Art eine Schneidvorrichtung vorgesehen,
die beim Eintreten in den zwischen zwei nebeneinanderliegenden Lamellen vorhandenen Zwischenraum
die dort befindlichen nebeneinanderliegenden Schlingen auftrennt.
Wenn die Maschine so gestaltet ist, daß die miteinander verbundenen Lamellen intermittierend fortgeschaltet
werden und wenn sie eine vertikal hin- und herbewegliche messerförmige Leiste aufweist, die
nacheinander in die Zwischenräume zwischen zwei aufeinanderfolgenden stillstehenden Lamellen eintritt
und die darüberliegenden Fäden hineindrückt, wobei die Schlingen hergestellt werden, kann die Schneidvorrichtung
zwischen der messerförmigen Leiste und der Einrichtung zum Aufbringen der flüssigen oder
plastischen Substanz vertikal hin- und herbewegbar angeordnet sein, so daß sie in den Zwischenraum
Verfahren und Maschine zum Herstellen von Veloursstoffen od. dgl.
Anmelder:
Paerse-Laing Limited und Cyril Paerse, Manchester, Lancashire (Großbritannien)
Vertreter: Dr. B. Quarder, Patentanwalt,
Stuttgart-O, Richard-Wagner-Str. 16
Beanspruchte Priorität: Großbritannien vom 6. April 1957
Cyril Paerse, Manchester, Lancashire (Großbritannien) ist als Erfinder genannt worden
zwischen zwei stillstehenden Lamellen eintreten kann.
«5 Vorzugsweise besteht die Schneidvorrichtung aus
einem horizontal angeordneten Messerschlitten, der mit einer Vielzahl über seine Unterkante hinausragenden
umlaufenden Kreismessern versehen ist, wobei Kurvenscheiben vorgesehen sind, den Messer-
3» schütten derart zu bewegen, daß sich die Achsen der
Kreismesser bei jedem Arbeitsrhythmus erst abwärts, dann horizontal parallel zu den Lamellen, dann aufwärts
und schließlich horizontal zurück in ihre Ausgangsstellung bewegen.
Die Einzelheiten des Erfindungsgegenstandes ergeben sich aus der Beschreibung in Verbindung mit
der Zeichnung, in der ein Ausführungsbeispiel einer erfindungsgemäßen Maschine zum Herstellen von Veloursstoffen
dargestellt ist. Im einzelnen zeigt Fig. 1 eine teilweise im Schnitt dargestellte schematische
Seitenansicht einer Maschine gemäß der Erfindung,
Fig. 2 eine Frontansicht der Schneidvorrichtung der in Fig. 1 dargestellten Maschine, in Richtung des
Pfeiles A der Fig. 1 gesehen,
Fig. 3 eine Seitenansicht der in Fig. 2 dargestellten Schneidvorrichtung, in Richtung des Pfeiles B der
Fig. 2 gesehen, und die
Fig. 4 bis 6 die im vergrößerten Maßstab dargestellten Lamellen der erfindungsgemäßen Maschine in drei aufeinanderfolgenden Arbeitsstufen.
Fig. 4 bis 6 die im vergrößerten Maßstab dargestellten Lamellen der erfindungsgemäßen Maschine in drei aufeinanderfolgenden Arbeitsstufen.
Die in Fig. 1 dargestellte Maschine weist eine große Anzahl blattförmiger Lamellen 10 auf, die an ihren
unteren Schmalseiten gelenkig miteinander verbunden
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3 4
sind (vgl. insbesondere die Fig. 4 bis 6)' und ähnlich · abwärts bewegt, wobei diese Bewegungen durch die
wie ein endloses Band auf einen verhältnismäßig Kurvenscheiben 30 entgegen der Kraft der Druckkleinen
Durchmesser aufweisenden Rollen 11 gelagert federn 28 bewirkt werden.
sind. Eine auf- und abwärts bewegliche messerförmige Parallel zu den Lamellen 10 sind zwei von den Tra-Leiste
12 ist oberhalb der in Fig. 1 rechts liegenden S versen 27 gehaltene Rundstäbe 34 angeordnet, auf
Rolle 11 gelagert und preßt bei ihrer Abwärtsbewe- denen der Messerschlitten 35 verschiebbar gelagert ist.
gung die dicht nebeneinander liegenden, von einer Eine zwischen der in Fig. 2 linken Traverse 27 und
Vorratsrolle 13 ablaufenden und nach Passieren eines dem Messerschlitten 35 angeordnete Druckfeder 41
Kammes 14 den Lamellen 10 zugeführte Fäden 15 in hat das Bestreben, den Messerschlitten 35 nach rechts
den zwischen den beiden gerade oberhalb der Rolle 1 io zu bewegen. Auf dem Messerschlitten 35 ist ein Angelangten
Lamellen 10α befindlichen. Zwischenraum. schlagwinkel 36 befestigt, mit dem eine Kurvenscheibe
Dies wird dadurch erleichtert, daß die beiden Lamellen 37 zusammenwirkt, die auf einem Achsstummel 38
1Oo durch die Rundung der Rolle 11 leicht auseinan- befestigt ist. Der in einem ortsfesten Träger 39 drehdergefächert
sind. bar gelagerte Achsstummel 38 wird über die Kegel-Hinter
der messerförmigen Leiste 12 und oberhalb 15 räder 40 von der Steuerwelle 31 angetrieben. Hierbei
der nach oben zeigenden Lamellen 10 ist eine Rakel 16 wird über die Kurvenscheibe 37 und den Anschlagangeordnet,
durch die eine aus einem Vorratsbehälter winkel 36 der Messerschlitten 35 längs der Rundstäbe
18 auf die Oberseite der Fäden 15 aufgebrachte vulka- hin- und herbewegt, wobei diese Bewegungen entgegen
nisierbare oder polymerisierbare Kunststoffmasse 17 der Wirkung der Feder41 durch die Kurvenscheibe 37
verstrichen wird. Hinter der Rakel 16 ist eine Füh- 20 erfolgen.
rungsrollel9 angeordnet, die als Führung für eine von Die Form der Kurvenscheiben 30 und 37 ist so geeiner
Vorratsrolle 21 abgerollte, auf die Oberfläche wählt, daß bei jeder Umdrehung der Steuerwelle 31
der Fäden 15 aufzubringende Texilbahn 20 dient. die nachstehend beschriebenen Bewegungen erfolgen:
An die Führungsrolle 19 schließt sich eine Heiz- Zuerst werden die Kurvenscheiben 30 wirksam und behaube
22 an, innerhalb der mittels Heißluft, die durch 25 wegen die Traversen27 und damit den Messerschlitten
ein Gebläse 23 eingeführt wird, oder durch Ultrarot- 35 abwärts, worauf die Kurvenscheibe 37 den Messerstrahler
die Kunststoffschicht erhitzt wird, so daß schlitten 35 entgegen der Wirkung der Feder 41 in
letztere eine Haftschicht zwischen den Fäden 15 und Fig. 2 nach links bewegt. Hierauf werden beim Weiterder
Textilrückwand 20 bildet (vgl. Fig. 6). drehen der Kurvenscheiben 30 die den Messerschlitten
Die Maschine ist mit einer nicht dargestellten Ein- 30 tragenden Traversen 27 durch die Druckfeder 28 nach
richtung für das intermittierende Vorrücken der zu oben bewegt, und endlich ermöglicht die sich drehende
einem endlosen Band zusammengefaßten Lamellen 10 Kurvenscheibe 37 das durch die Feder 41 bewirkte
versehen. Die Lamellen 10 werden jeweils um eine La- Bewegen des Messerschlittens 35 in seine in Fig. 2
mellenbreite in Richtung def in Fig. 1 eingezeichneten dargestellte Ausgangslage.
Pfeile vorgerückt, wobei auch die Fäden 15 mit den 35 Darüber hinaus ist die Anordnung derart gewählt,
Lamellen 10 vorrücken. Die Bewegungen der messer- daß die beschriebene Operationsfolge jedesmal dann
förmigen Leiste 12 sind mit den Bewegungen der La- durchgeführt wird, wenn die Lamellen 10 stillstehen,
mellen 10 synchronisiert, derart, daß die messer- Der Antrieb der Steuei welle 31 ist also mit dem das
förmige Leiste 12 immer dann abwärts und aufwärts Fortrücken der Lamellen 10 bewirkenden Antrieb
bewegt wird, wenn die Lamellen 10 stillstehen. Hier- 40 synchronisiert.
bei werden die jeweils über den beiden Lamellen 10«. In dem Messerschlitten 35 sind eine Anzahl horigeführten
Fäden 15 zwischen diese Lamellen gepreßt, zontal angeordneter, sich parallel zur Bewegung der
wie es in Fig. 4 dargestellt ist. Die eben beschriebene zu einem endlosen Band zusammengefaßten Lamellen
Anordnung wirkt also in def Weise, daß eine ununter- erstreckender, zu beiden Seiten des Messerschlittens
brochene Folge von einer Vielzahl dicht nebeneinander 45 herausragender Spindeln 42 drehbar gelagert. Auf der
liegender Fadenschlingen 15 α jeweils zwischen zwei einen Seite einer jeden Spindel 42 ist ein einen vernebeneinanderliegenden
Lamellen 10 entstehen. hältnismäßig großen Durchmesser aufweisenden Kreis-Gemäß der Erfindung ist zwischen der auf- und ab- messer 43 befestigt. Alle Kreismesser 43 liegen in der
wärts beweglichen messerförmigen Leiste 12 und dem gleichen Vertikalebene und ragen über die untere Be-Vorrätsbehälter
18 (vgl. Fig. 1) eine horizontal ange- 50 grenzung des Messerschlittens 35 hinaus, wie es in
ordnete Schneidvorrichtung vorgesehen, die über dem Fig. 2 dargestellt ist.
endlosen Lamellenband parallel zu den Lamellen 10 An den anderen Enden der Spindeln 42 sind Kettenverläuft,
räder 44 befestigt, über die eine endlose Kette 45 ge-Die Schneidvorrichtung 24 ist im einzelnen in den legt ist, durch die die Kettenräder im Uhrzeigersinne
Fig. 2 und 3 dargestellt. Auf ortsfesten Teilen 25 55 angetrieben werden. Der Antrieb der Kette 45 erfolgt
beidseitig des Maschinenhauptrahmens sind jeweils über ein Führungsrad 47, das über einen Riemen 46
Führungssäulen 26 paarweise befestigt, auf denen je von einem auf dem Messerschlitten 35 gelagerten Moeine
Traverse 27 verschiebbar gelagert ist. Zwischen tor 48 angetrieben wird.
den Traversen 27 und den ortsfesten Teilen 25 um- An der Unterseite der Traversen 27 sind Bolzengeben
Druckfedern 28 die Führungssäulen 26 und 60 paare 49 schwenkbar befestigt, auf denen parallel zu
haben das Bestreben, die Traverse 27 nach oben zu den Lamellen 10 verlaufende Niederhalteschienen 50
drücken. Auf der Oberseite jeder Traverse 27 ist ein verschiebbar gelagert sind. Die einen verdickten Kopf
Anschlagbügel 29 befestigt, der jeweils mit einer Kur- 52 und einen Anschlag 54 (vgl. Fig. 3) aufweisenden
venscheibe 30 zusammenwirkt, die auf einer parallel Bolzen 49 sind bei 51 so befestigt, daß sich die Kreiszü
den Lamellen 10 verlaufenden Steuerwelle 31 be- 65 messer 43 im wesentlichen in der Mitte zwischen den
festigt sind. Die Steuerwelle 31 ist in Lagern 31a ge- Niederhalteschienen 50 befinden. Auf jedem Bolzen 49
lagert, die von ortsfesten, an dem Maschinenhaupt- ist zwischen dem Anschlag 54 und der Niederhalterahmen
33 befestigten Trägern 32 gehalten werden. schiene 50 eine Druckfeder 53 angeordnet, welche die
Wenn die Steüerwelle 31 umläuft, werden die An- Niederhalteschienen 50 in ihrer durch die Köpfe 52
schlagbügel 29 und damit die Traversen 27 auf- und 70 bestimmten tiefsten Lage halten.
Claims (2)
1. Verfahren zum Herstellen von Veloursstoffen od. dgl., bei dem eine Mehrzahl dicht nebeneinander
liegender endloser Fäden in eine ununterbrochene Aufeinanderfolge miteinander verbundener
Schlingen übergeführt wird, worauf jeweils nacheinander eine Reihe parallel nebeneinanderliegender
Schlingen reihenweise aufgefächert, eine alle Schlingen zusammenhaltende Deckschicht auf
die Schlingen aufgebracht wird und die Schlingen aufgeschnitten werden, dadurch gekennzeichnet,
daß die Schlingen vor dem Aufbringen der Deckschicht aufgeschnitten werden.
2. Maschine zum Durchführen des Verfahrens nach Anspruch 1 mit einer Anzahl gelenkig miteinander
verbundener, senkrecht stehender Lamellen, die ähnlich einem endlosen Band auf Rollen
gelagert sind, mit einer Einrichtung, um mitein-
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE1065366B true DE1065366B (de) | 1959-09-17 |
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ID=591721
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
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| DENDAT1065366D Pending DE1065366B (de) | Verfahren und Maschine zum Herstellen von Velourstoffen od. dgl |
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|---|---|
| DE (1) | DE1065366B (de) |
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- DE DENDAT1065366D patent/DE1065366B/de active Pending
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