DE105237C - - Google Patents

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    • AHUMAN NECESSITIES
    • A24TOBACCO; CIGARS; CIGARETTES; SIMULATED SMOKING DEVICES; SMOKERS' REQUISITES
    • A24BMANUFACTURE OR PREPARATION OF TOBACCO FOR SMOKING OR CHEWING; TOBACCO; SNUFF
    • A24B5/00Stripping tobacco; Treatment of stems or ribs

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  • Pretreatment Of Seeds And Plants (AREA)

Description

KAISERLICHES
PATENTAMT.
Vorliegende Erfindung betrifft die an Tabakblättern vorzunehmende Arbeit des Rippenaussonderns und Theilens der Blätter in Stücke, welche für die Weiterverarbeitung unmittelbar geeignet sind. Als Verfahren gemäfs der Erfindung liegt die Arbeitsweise zu Grunde, dafs man das in gebräuchlicher Weise gefaltete oder auch ungefaltete Blatt zuerst mit einem ein Blattspitzendreieck absondernden Einschnitt ohne Durschschneidnung der Rippe versieht, worauf man dann die Blattwangen zwischen dem Einschnitt und dem Stielansatz von der Rippe in bekannter Weise abstreift und dafs man schliefslich die Rippe abschneidet. Die Maschine zur Ausführung des Verfahrens umfafst in erster Linie eine namentlich aus Durchlochungs- (Perforir-) Rädern, Rippenablenk-Hülfsmitteln und Werkzeugen für die Blattaderabtrennung gebildete Einrichtung, mit deren Hülfe die in der Zuführungsbahn beliebig querliegend fortschreitenden Blätter der Reihe nach an der Blattspitze eingeschnitten werden, ohne dafs hierbei die Biattrippen selbst ein- oder abgeschnitten werden; eine daran angeschlossene, übrigens in bekannter Art aus einem Walzenpaar bestehende Vorrichtung bewirkt hinterher das Abstreifen der dem Stielansatz zunächst gelegenen Theile, während die Rippe noch mit dem festgehaltenen Blattspitzeritheil zusammenhängt, um erst nachher an der Stelle des Blatteinschnittes abgeschnitten und gesondert aus der Maschine befördert zu werden.
Diese Arbeitsweise und Maschine vermeidet den Nachlheil derjenigen Blatfabstreifmaschinen, bei denen das Abstreifen von dem Stielansatz bis zur Blattspitze hin stattfindet, wodurch häufig das Blatt um die Spitze herum in dem Mafse zerquetscht und zermalmt wurde, dafs dieser Blatttheil unbrauchbar für die Verwendung in besseren Tabakfabrikaten ausfiel. Diese einen erheblichen StoffVerlust bedingende Blattbeschädigung wird gemäfs der Erfindung ausgeschlossen, sofern das Abstreifen hierbei nach dem verdickten Blattende, dem Stielansatz, hin von einem Anfangspunkte aus geschieht, der auf der Länge des Blattes durch den an passender Stelle hergestellten Einschnitt bestimmt wird. Letzterer stellt sich, unter Anwendung der neuen Hülfsmittel der Erfindung, als das Ergebnifs mehrerer auf dieselbe Linie treffender Durchlochungen dar, welche von den mit federnden Stachelstäben versehenen Durchlochungsrädern erzeugt werden, und wird hinsichtlich der Durchtrennung etwa stehenbleibender Blattadern durch besondere Mittel vervollständigt, mit der Absicht, die Rippe des Blattes jedenfalls unversehrt zu lassen.
Auf beiliegenden Zeichnungen ist:
Fig. ι eine Seitenansicht einer gemäfs der Erfindung die Tabakblätter zertheilenden Maschine,
Fig. 2 eine Oberansicht derselben, in welche ungefaltete Tabakblätter eingeführt sind,
Fig. 3 und 4 sind Querschnitte in vergröfsertem Mafsstabe bezw. nach den Linien x-x und y-y in Fig. 1,
Fig. 5 ist eine die Haupteinrichtung der Maschine vergröfsert darstellende Seitenansicht,
Fig. 6 eine Hinteransicht zu Fig. 5 , welche das Antriebswerk veranschaulicht,
Fig. 7 eine das Aderabschneidwerk bezw. den rechten Theil von Fig. 5 vergröfsert im Aufrifs darstellende Ansicht,
Fig. 8 eine Unteransicht der Abstreifvorrichtung und benachbarter Theile,
Fig. 9 ein senkrechter Querschnitt der Blatthaltevorrichtung mit geschlossenem Greiferarm, woraus zugleich die Anordnung des Rippenabschneiders ersichtlich ist,
Fig. 10 eine ähnliche zu Fig. 9 gehörige Darstellung, welche an der Blatthaltevorrichtung den Greiferarm geöffnet zeigt; , Fig. 11 veranschaulicht die Anordnung eines der Dürchlochungsräder auf seiner Welle und mit dem zum Theil im Schnitt' dargestellten Zubehör;
Fig. 12 ist ein senkrechter Längenschnitt durch das Vorschubtriebwerk;
Fig. 13 ist die Einzelänsicht eines der mit federnden Stachelstäben versehenen Durchlochungsräder;
Fig. 14 und 15 sind Einzeldarstellungen der. in Ergänzung zu den Durchlochungsrädern angewendeten Hülfsmittel zur Ablenkung und Abtrennung der Ader;
Fig. 16 ist ein Schaubild der die Zuführbahn und Vorschubhülfsrnittel für die Tabakblätter bildenden endlosen Riemen nebst ihrem Triebwerk ;
Fig. 17 bis 23 sind Tabakblattdarstellungen, welche den Bearbeitungsfortschritt hinsichtlich der Einschneidung, Aderabtrennung, Abstreifung und Zertheilung gemäfs der Erfindung an einem zusammengefalteten Tabakblatt veranschaulichen ; dabei ist in den Fig. 2 1 und 22 der punktirt gezeichnete Theil der Blattspitze umgelegt zu denken.
Das Verfahren gemäfs der Erfindung, welches auch unabhängig von jeder hierfür angeordneten Maschine mit der Hand ausgeführt werden kann, besteht in folgender Behandlung des Tabakblattes. Dasselbe wird erstens in gewissem Abstande von der Spitze mit einem bis zur Rippe durchgehenden, alle Adern trennenden Schnitt versehen (Fig. 20); zweitens werden die zwischen der Linie des Einschnittes und dem Stielende des Blattes gelegenen Theile des Blattes abgestreift (Fig. 21), so dafs man die noch mit der Blattspitze zusammenhängende Rippe auf diese Länge entblöfst erhält (Fig. 22), und schliefslich wird die Rippe abgeschnitten, womit die Zerlegung des Blattes in drei verwendungsmäfsige Stücke (Fig..23) vollendet ist.
Um auf maschinellem Wege die Einschnitte quer über den Spitzenenden der Blätter herzustellen und doch dabei die Mittelrippe unversehrt zu lassen, bedient man sich gemäfs vorliegender Erfindung eines Satzes (Fig. 1) hinter einander in einer Linie über die Blattenden geführter Dürchlochungsrä'der (Fig. 13), deren Stachelstäbe 19 mit federnden Klingen 20 an den Naben 18 (Fig. 11) befestigt sind, so dafs sie beim Ueberschreiten der Blattrippe derselben ausweichen können. In Verbindung hiermit sind ferner als ergänzende Werkzeuge zur Aderdurchschneidung Kreissägen angeordnet, nach denen hin die zu durchschneidenden Adern durch eigenartige Räder (Ablenkräder, Fig. 14 .und 15) abgelenkt werden, während die Blattrippe aus dem Bereich der Kreissägen zu halten ist. Nach der mit diesen Hülfsmitteln erzielten, aus einer Durchlochung und nachträglichen Aderdurchschneidung (Fig. 17, 18, 19 und 20) hervorgehenden einschnittweisen Durchtrennung des Blattes werden die beiderseitigen Blattstücke mittels eines Walzenpaares A B gebräuchlicher Anordnung abgetrennt (Fig. 1 und 2), wobei die Rippe mit der Blattspitze festgehalten wird, um, wenn sie entblöfst ist, mittels Kreissäge oder dergl. abgeschnitten zu werden.
Die Maschine ist wie folgt zusammengesetzt. Das Gestell wird in der Hauptsache von zwei Längsbäumen 2 und 4 (Fig. 2), die unter einander durch Querbalken oder Querjoche 3 (Fig. 2) verbunden sind, gebildet. Die vorher genannten Durchlochungsräder sind in Fig. 1 mit 5, 6, 7, 8, 9 und 10 bezeichnet; ihre Anzahl ist nicht wesentlich, dagegen die Anordnung in der Weise, dafs sie unter einander längs derselben Einschnittlinie wirksam werden, um durch verschiedenes Aufeinandertreffen der Durchlochungen einen vollständigen Schnitt — abgesehen von etwaigen den Schnitt durchsetzenden Blattadern — zu erzeugen. Demgemäfs sind die Durchlochungsräder in einer ebenen Richtung längs der Führungsbahn für die Tabakblätter abwechselnd unter und über derselben angebracht, indem sie auf Wellen 12, 13, 14, 15, 16 und 17 (Fig. 5) festsitzen, welche in Lagern des Gestells drehbar sind. Aus Fig. 11 und 13 ist ersichtlich, wie jedes derartige Durchlochungsrad aus einem Kranz radialer, von federnden Klingen 20 auf der Nabe 18 getragener Stachelstäbe 19 mit zugeschärften Spitzen 21 besteht. Die Nachgiebigkeit der Stachelstäbe und die Belassung gehöriger Zwischenräder zwischen denselben hat den Zweck, dafs, wenn das Blatt daran vorbeigeführt wird und von den Stachelspitzen eine Durchlochung längs der Einschnittlinie aufnimmt, die Blattrippe vermöge ihrer Starrheit zwischen zwei benachbarten Stachelstäben eintreten und sich so dem Angriffe bezw. der Aufspiefsung seitens der Stachelspitzen entziehen kann, indem nur das Blatt durchlocht werden, die Rippe aber unbeschädigt bleiben soll. Wenn letztere aus dem Bereiche des Durchlochungsrades tritt, federn die eventuell gespreizten Stachelstäbe in ihre Lage zurück.
Ungeachtet der verschiedenen Stärke der Rippen wird auf diese Weise der Bruch irgend welcher Theile vermieden.
Die Führung oder Fortbewegung der Tabakblätter in einer Bahn, um dieselben quergelagert nach einander gefaltet oder ungefaltet, so wie sie vom Stapel oder Bündel entnommen werden, den Werkzeugen der Maschine darzubieten, erfolgt zweckmäfsig durch ein Riemenleitwerk, bestehend nach der Fig. 16, 1 und 2. aus den parallelen Riemen 25, 26, 27, 28 und 29. Diese Riemen haben je ihr oberes Trum in einer Ebene und laufen in gleicher Richtung (Fig. 16).
Die Riemen 25 und 26 werden an ihren inneren Enden durch die Leittrommel 30 (Fig. 16) getragen und die Riemen 27, 28 und 29 werden um eine ähnliche, aber längere Trommel 31 geführt. Die Trommeln sitzen an der quer zwischen den Gestellbäumen 2 und 4 gelagerten Welle 32 (Fig. 2). Die inneren Enden der Riemen stützen sich auf die Gegenrollen oder Trommeln 33, 34, 35, 36 und 37, wobei deren Wellen ebenfalls im Gestell drehbar gelagert sind. Die Umfangsgeschwindigkeit ist für alle das Leitbahntrum bildenden· Riemen gleich zu wählen, so dafs sich das Blatt, wenn es quer aufgelegt ist, ohne Aenderung der Lage längs der Bahn fortbewegt und unter die Durchlochungs- bezw. Einscbneid-Vorrichtungen gefördert wird, die, selbst auf dieselbe Arbeitsgeschwindigkeit eingestellt, in gleicher Richtung laufen und folglich keine Ablenkung des Blattes während des Durchganges durch die Maschine veranlassen.
Der Riemen 25 ist verhältnifsmäfsig kurz, d. h. nur so lang, dafs er die Spitze des Blattes hält, bis dieselbe von einer nachher beschriebenen Greifvorrichtung gefafst wird.
Der Riemen 26, der eines der Hauptführungsmittel für die Tabakblätter bildet, reicht bis zum Ende der Maschine.
Die Riemen 27, 28 und 29 sind von ungefähr gleicher Länge und erstrecken sich nur bis zu dem Abstreifwerk, indem von diesem Punkte an das Stielansatzende des Blattes keiner Stützung bedarf. Von den genannten Riemen dient der mit 28 bezeichnete als Antriebsriemen, um die Bewegung in der Pfeilrichtung (Fig. 2) hervorzurufen; er läuft über Leitrollen 40 und in Eingriff mit einer Triebtrommel 38 an der Welle 39 (Fig.-1). Letztere trägt das Kettenrad 41 (Fig. 1), welches durch die Kette 42 mit dem angetriebenen, an der Welle 44 sitzenden Kettenrade 43 (Fig. 6) in Verbindung ist. Ein Räderwerk mit den Rädern 45, 46 und 461," von denen ersferes der Welle 44 und die beiden anderen der Welle· 48 bezw. 48' zugehören, steht im Eingriff mit den Trieben 47 und 47x (Fig. 5 und 6). Dieses Getriebe vermittelt die gleichzeitige Vorwärtsbewegung des Obertrums aller Leitriemen, wofern man den Antriebstheil 49 auf der Welle 39 durch eine Kette, wie die mit C bezeichnete, mit einem geeigneten Haupttrieborgan in Verbindung hält.
Zwischen dem Riemen 26 (Fig. 9 und 10) und einem darüber mit seinem unteren Trum geführten Riemen 50 findet auf eine gewisse Länge der Festhalteingriff für die Spitzen der Blätter statt, um sie einer Greifvorrichtung mit sich selbsttätig schliefsenden, kettenartig fortbewegten Klemmbacken darzubieten, welche in Fig. 9 und 10 geschlossen und geöffnet dargestellt sind.
Der über die · Rollen 51 und 52 (Fig. 16, mit den Wellen 53 und 54) und ferner über die Leitrollen 55 laufende Riemen 50 wird an seinem unteren Trum durch die Rolle 55' derartig gegen den Riemen 26 angeprefst, dafs die Blattspitzen sicher gefafst werden.
Der Riemen 50 (Fig. 1) wird durch den Eingriff des an der Welle 54 sitzenden Zahnrades 56 in das Zahnrad 57 an der Welle 58 angetrieben, welche dem Triebwerk des Riemens 26 zugehört.
Neben dem Riemenpaar 26, 50 (Fig. 10, 16 und 21) läuft in gewissem Abstande das andere, zum Erfassen der breiteren Blattenden dienende Riemenpaar 27,60 (Fig. 6), an welchem die einander berührenden Flächen mit Gummi oder ähnlichem Stoff (bei 61, 62, Fig. 4) belegt sind und dessen unterer Riemen mit Längsrillen versehen ist, um einen sicheren Klemmungseingriff der Blattrippen zu erzielen (Fig. 2 und 16). Der über Rollen 63,64 und die Leitrollen 55 führende Riemen 60 kann seinen Antrieb mittelbar von dem Riemen 50 durch die genannten Leitrollen 55 (Fig. 1) erhalten, von denen er seine mit dem Riemen 50 gleichsinnige Bewegung ableitet.
Der Arbeiter hat jedes Blatt auf die inneren Enden der parallelen Riemen 25,26,27,28 und 29 (Fig. 2) quer aufzulegen, mit der Spitze nach dem Riemen 25 hin (Fig. 2); durch die Riemenbewegung wird das Blatt unter den Riemen so sowie später auch unter den Riemen 60 gefördert, während inzwischen die Spitzen von der Greifvorrichtung erfafst werden. Zwischen dem Riemenpaar 26, 50 und 27, 60 sind die Durchlochungsräder und sonstige Hülfswerkzeuge zur Erzeugung des Einschnittes thätig.
Wegen der abwechselnden Lage unterhalb und oberhalb der Blattführungsbahn können die Durchlochungsräder 5 bis 10 (Fig. 1) einander ziemlich nahe hinter einander angeordnet werden, zugleich so, dafs die Stacheln derselben nicht in die von dem vorhergehenden Rade erzeugten Löcher hineintreffen. Die Folge der an verschiedenen Stellen auftreffenden Durchstechungen ist hiernach ein vollständiger Einschnitt an dem Blattkörper. Ob-
gleich die Radstacheln um ein für die vollständige Blattdurchstechung genügendes Stück durch die Bahn hervorragen, ermöglichen sie doch nicht der Blattrippe den zu weitgehenden Einschnitt zwischen die Stacheln.
Die Durchlochungsräder sollen eine mit der Bahnbewegung der Blätter Schritt haltende Drehung erfahren, wobei die oberen und unteren in entgegengesetzter Richtung laufen müssen. Das diesen Antrieb vermittelnde Triebwerk (Fig. 6) wird nachher beschrieben; übrigens könnte anstatt der positiven Drehung der Räder der durch Mitführung seitens der fortbewegten Blätter ausgeübte Antrieb ausreichen.
Bei den Angriffsstellen der Durchlochungsräder ist es vortheilhaft, zur Stützung und Führung des Blattes . in. der Umgebung des Einschnittes besondere Widerlagshülfsmittel anzubringen ; dieselben sind mit 70, 71, 72, 73, 74 und 75 (Fig. ι und 5) bezeichnet, und jede solche unterhalb bezw. oberhalb eines Durchlochungsrades angeordnete Vorrichtung besteht aus einem Paar getrennter Scheiben 76 (Fig. 3), die bezw. auf den Wellen 77,78,79,80,81 und 82 (Fig. 5) festsitzen und deren Umfange gerauht, geriffelt oder gezähnt sind, um das Gleiten des Blattes, wenn es damit in Berührung kommt, zu verhüten. Diese in Drehung versetzten Scheiben springen um ein kurzes Stück quer zur Vorschubrichtung des Blattes vor (Fig. 3). Wenn letzteres auf das erste Scheibenpaar vorrückt, mufs es sich ein wenig heben und wird dadurch derart unter Spannung gesetzt, dafs das erste Durchlochungsrad leicht das Blatt durchsticht, ohne es zu kräuseln oder zu beschädigen. Die Durchstechung wird in derselben Weise mittels der übrigen Durchlochungsräder vollendet, bis ein wirklicher Einschnitt in das Blatt erzielt ist, wenngleich wegen des Ausweichens der federnden Radstacheln die Rippe und auch die Blattadern unverletzt aus der Bearbeitung hervorgehen mögen.
Die zum Festhalten der Blattspitzen dienende Greifvorrichtung (Fig. 9, und 10) ist wie folgt eingerichtet: Die festen und beweglichen Backen 83 und 84 sind auf mit Laufrollen versehenen Gliedern 85 (Fig. 8) oder der endlosen Kette C angeordnet und schliefsen sich beim Entlangführen in der oberen Bahn, wobei die Fortbewegungsgeschwindigkeit mit derjenigen der Riemen 26, 50 übereinstimmt. Wie aus Fig. 3 und 4 ersichtlich, laufen diese zum Festhalten der Blattspitze mitwirkenden Riemen 26, 50 innerhalb der Greiferbacken, von denen die bewegliche Backe 84, wenn sie mit der Greifvorrichtung am Ende der Maschine angekommen ist, unter Freigabe der Blattspitze so aufgeklappt wird (Fig. 10), dafs sie an den Riemen vorbei nach unten zurückgeführt werden kann. Die Kette C läuft über die Kettenräder 87 und 88 (Fig. 2). Durch Beihülfe der Riemen 26, 50 kann ein Blatt, wenn es nach Oeffnung der Greiferbacken noch an der unteren geriffelten Backe haften sollte, von derselben abgehoben werden. Die beweglichen Backen 84 sind bei 89 an den festen Backen 83 drehbar und werden in der Verschlufsstellung durch eine Knielenkerverbindung verriegelt gehalten. Letztere besteht aus den Lenkern 90 und 91, von denen der obere mit einem Anlaufvorsprung bezw. einer Anlaufrolle 92 (Fig. 3, 9 und 10) versehen ist. Indem diese Theile einen festen Anschlag 93 (Fig. 1) am Gestell treffen, wird beim Beginn der Längsbewegung der Glieder in der oberen Bahn das Kniegelenk 90, 91 durch die Strecklage hindurchgeschwungen, so dafs die Greifvorrichtung geschlossen wird. Beim Uebergang zur unteren Bahn treffen die genannten Vorsprünge 92 einen zweiten Anlauf 94 (Fig. 9), wodurch das Kniegelenk ausgelöst und folglich die Greifvorrichtung geöffnet wird.
Die Oeffnung der Greiferbacken geschieht zweckmäfsig unter Beihülfe von Feder 93-1 mit Verlängerungen 96 und 97 (Fig. 9 und 10), die gegen entsprechende Theile der festen und beweglichen Backe wirken und dieselben aus einander zu spreizen streben.
Die beschriebene Einrichtung zur Fortbewegung und Festhaltung der Blätter behufs Darbietung derselben für die Bearbeitung durch die Werkzeuge kann zwar durch eine ähnliche Vorrichtung ersetzt werden, ist aber zum Verständnifs der vorliegenden Erfindung nothwendig,'weil es darauf ankommt, dafs das Blatt festgehalten wird, bevor es unter die erste Durchlochungsvorrichtung gelangt und bis zum Ende der Maschine festgehalten bleibt.
Zum Durchschneiden der Adern des Blattes (Fig. 19), nachdem es mittels der Durchlochungsräder den Einschnitt erhalten hat, dient folgende besondere Vorrichtung, bei welcher die Ader durchgetrennt wird, ohne dafs die Blattrippe selbst durchgeschnitten wird. Um dies wirksam zu verhindern, wird die Rippe in dieser Behandlungsstufe unter Spannung gesetzt, und zwar kurz bevor das Blatt die erste Aderabtrennvorrichung erreicht; mehrere solche werden deshalb angewendet, um mit Sicherheit die Durchschneidung aller Adern zu bewirken. Eines der Anspannmittel ist ein Riemen 100 (Fig. 2 und 1), der über Rollen 101 und die Leitrollen 55 läuft (Fig. 1 und 16), wobei er die mit den übrigen Riemen übereinstimmende Fortbewegung erhält. Das untere waagrechte Trum des Riemens 100 wird zum festen Eingriff in eine Nuth 102 (Fig. 4 und 3) niedergedrückt, die sich über die ganze Länge des breiten Riemens 27 erstreckt. Wenn daher das Blatt zwischen die beiden Riemen tritt, so wird es in die Nuthhöhlung
des Unterriemens geprefst, wodurch die Rippe des Blattes sich so einspannt, dafs sie aufser dem AngrifFsbereich der Aderabtrennvorrichtung gehalten wird (Fig. 4). Zum Niederpressen des Riemens 100 dienen in der in Fig. 4 gezeichneten Anordnung unter Federwirkung stehende Rollen 103, die von den am Gestell bei 105 drehbar gelagerten Armen 104 getragen werden. Die sämmtlichen Rollen werden durch eine Reihe von Federn 106 (Fig. 4 und 5) beeinflufst, welche einerseits am Gestell und andererseits an den Armen 107 der Rollenträger befestigt sind.
Die Werkzeuge zum Aderdurchschneiden bestehen aus den Kreissägen 150, 151, 152 und 153 (Fig. 7, 4, 14 und 15), deren Wellen im Gestell gelagert sind. Mit diesen wirken die Stachelräder 110, 111, 112 und 113 zusammen, welche an den Wellen 114, 115, 116 und 117 (Fig. 7) festsitzen und ähnlich ausgeführt sind (Fig. 14 und 16) wie die vorher beschriebenen Durchlochungsräder, jedoch mit ihren Stachelspitzen 1201 tiefer in die Bewegungsbahn der Tabakblätter hineinragen als die Durchlochungsräder (Fig. 7).
Die Folge hiervon ist,-dafs die Spitzen 1201 das Blatt an den durchlochten Stellen tief durchstechen und somit jede einzelne Ader und die Rippe zwischen je zwei der Spitzen 1201 zu liegen kommen. Es wird also hierdurch die Rippe von den Adern gesondert. Auf der einen Seite der Stachelräder 150 bis 153 sind an unter Federwirkung stehenden doppelarmigen Hebeln 128, 129 (Fig. 7) gezahnte Räder 120, 121, 155, 156 angeordnet, deren Zähne 122, 123 mit taschenförmigen Vertiefungen 124 (Fig. 14 und 15) an der Stirnfläche versehen sind, in welche sich die Adern der Blätter bei der Weiterbewegung der letzteren hineinlegen, während die Rippen der Blätter infolge der ihnen ertheilten Ausspannung zwischen die Zähne 122, 123 gleiten. Durch die Berührung der Adern mit den letzteren Zahnrädern 120, 121, 155, 156 werden diese in Drehung versetzt, wodurch die die betreffende Ader aufnehmende Zahnvertiefung 124 gegen die Kreissägen gedrückt wird (Fig. 14 und 15), die dann, da sie sich in umgekehrter Richtung wie die Blätter bewegen, die Adern zerschneiden.
Damit sämmtliche Adern zerschnitten werden, sind im vorliegenden Ausführungsbeispiel vier derartige Kreissägevorrichtungen vorgesehen.
Nunmehr hängt die Spitze eines Blattes nur noch durch die Rippe mit dem übrigen Blatttheil zusammen, und es gelangt letzterer jetzt zwischen die Walzen A (Fig. 1 und 2), durch welche in gebräuchlicher Weise der hintere Theil des Blattes bezw. beide hinteren Theile desselben von der Rippe -abgelöst werden (Fig. 21 und 22).
Bei der Weiterbevvegung der Blattspitze nebst Rippe wird durch ein geeignetes, sich drehendes Messer 177 die Rippe abgeschnitten.

Claims (3)

  1. Patent-Ansprüche:
    ι . Verfahren zum Zertheilen und Entrippen von Tabakblättern, darin bestehend, dafs dieselben, sowie sie vom Bündel genommen werden, mit einem die Blattspitze absondernden Einschnitte derart versehen werden, dafs die Rippe zunächst nicht mit durchschnitten wird, sondern erst nach Loslösung der Blattwangen zwischen dem Stielende und dem Spitzeneinschnitt von der übrigbleibenden dreieckigen Blattspitze abgeschnitten wird.
  2. 2. Maschine zur Ausführung des unter 1. gekennzeichneten Verfahrens, bei welcher die Blätter zum Zwecke der Erzeugung des Einschnittes an Durchlochungswerkzeugen vorbeigeführt werden, bestehend aus Stachelrädern (Fig. 13) mit an federnden Klingen befestigten Stachelspitzen, die das an einem Ende festgehaltene Blatt durch Durchlochung mit einem Einschnitt versehen, ohne jedoch infolge der leichten Nachgiebigkeit der Stachelspitzen die Rippe und die Blattadern zu durchstechen.
  3. 3. Eine Maschine nach Anspruch 2, bei welcher zwecks Durchschneidens der Adern ohne gleichzeitiges Durchschneiden der Rippe Räder mit federnden Stacheln angeordnet sind, welche die Adern von der Rippe absondern, so dafs die Adern, indem sie sich in taschenförmige Vertiefungen (124, Fig. 14 und 15) von federnden Zahnrädern legen, diese in Umdrehung versetzen und hierdurch nach Schneidwerkzeugen bewegt werden, während die Rippe, durch geeignete Vorrichtungen angespannt, zwischen die Zähne der federnden Zahnräder gelangt.
    Hierzu 2 Blatt Zeichnungen.
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