DE105029C - - Google Patents

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DE105029C
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    • DTEXTILES; PAPER
    • D05SEWING; EMBROIDERING; TUFTING
    • D05BSEWING
    • D05B51/00Applications of needle-thread guards; Thread-break detectors

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  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Textile Engineering (AREA)
  • Sewing Machines And Sewing (AREA)

Description

KAISERLICHES
PATENTAMT.
PATENTSCHRIFT
KLASSE 52: Nähmaschinen.
Fadenaufnehmer für Nähmaschinen.
Patentirt im Deutschen Reiche vom l. März 1898 ab.
Die bisher, bekannten Fadenaufnehmer für Nähmaschinen bestanden vielfach aus einer Hebelvorrichtung, deren Drehpunkt an der Vorderwand des Maschinenkopfes angebracht war, wodurch der Drehpunkt völlig festgelegt und folglich dem Fadenaufnehmerarm, der in irgend welcher Weise mit der Nadelstange verbunden war, eine zwangläufige Bewegung ertheilt wurde, die für die. ganze Arbeit der Nadel eine gleichmäfsige blieb. In der Praxis hat sich nun herausgestellt, dafs es zweckmäfsig ist, während die von der Nadel gebildete Schlinge aufwärts gezogen wird, dem Fadenaufnehmer eine langsamere Bewegung zu ertheilen, da hierdurch weniger leicht ein Zerreifsen des Fadens und ein sichereres Anziehen des letzteren stattfinden kann, dagegen die Bewegung des Fadenaufnehmers zu beschleunigen, wenn die Nadel zur Bildung einer neuen Schlinge abwärts geht, damit hierbei der Faden locker gehalten wird. Diese verlangsamte bezw. beschleunigte Bewegung des Fadenaufnehmers konnte man bei den bisher bekannten derartigen Vorrichtungen nicht erreichen. Gleichzeitig war es auch bisher nur unter Anwendung sehr verwickelter Hebelvorrichtungen möglich, dem den Faden leitenden Oehr des Fadenaufnehmerarmes eine hinlänglich grofse , d.. h. eine derartige Bewegung zu ertheilen, dafs das Aufnehmen des Fadens nach erfolgter Stichbildung, also nach dem Abwärtsgange der Nadel, und das Nachziehen des Fadens vor der Stichbildung in der richtigen Weise geschah.
Vorliegende Vorrichtung bezweckt nun, die genannten Uebelstände zu beseitigen. Dies wird dadurch erreicht, dafs der Drehpunkt des Fadenaufnehmerarmes nicht an dem Maschinenkopf festgelegt,, sondern an der zur Bethätigung der Nadelstange dienenden Kurbelscheibe angeordnet wird. Hierdurch wird ermöglicht, dafs der Fadenaufnehmer infolge seiner eigenartigen Verbindung mit der Kurbelscheibe nicht unmittelbar, sondern durch ein Zwischenglied mit der Nadelstange verbunden wird, wodurch er nicht nur der Bewegung der Nadelstange folgt, sondern auch noch eine zusätzliche Bewegung ausführt, die ihm nach der Schlingenbildung eine Verlangsamung und vor und während der. Schlingenbildung eine Beschleunigung ertheilt. Um den Faden bei den verschiedenen Arbeitsvorgängen der Nadel immer in der gewünschten Weise der letzteren zufuhren zu können, ist das Fadenführeröhr des Aufnehmerarmes oberhalb der Antriebswelle der Nadelstange angeordnet, was jedoch nur dadurch ohne Verwendung verwickelter Hebelvorrichtungen möglich wird, dafs die genannte Welle, infolge der Anbringung des Drehpunktes des Aufnehmers an der die Nadelstange bethätigenden Kurbelscheibe, nicht in die Bewegungsbahn des Aufnehmerarmes hineinragt. Die Bewegung der Kurbelscheibe B, welche mit Hülfe des Zapfens b (Fig. 3) und des Lenkers C2 (Fig. 2) die Nadelstange C auf- und abwärtsbewegt, erfolgt von der in Fig. ι gezeichneten Stellung in der Pfeilrichtung. Indem die Nadelstange sich emporbewegt, beginnt der bei 4 mit dem Lenker C2 drehbar
verbundene und mit seinem Schlitz d2 über den am Zapfen b excentrisch vorspringenden Zapfen b1 gleitbar greifende Fadenaufnehmer d seine Linksbewegung mit verzögerter Geschwindigkeit auszuführen, und vollendet diese naturgemäfs durch die Anordnung des Zapfens bx (Fig. 3) und des Schlitzes d'2 hervorgerufene verzögerte Bewegung, indem er schliefslich die in Fig. 2 mit vollen Linien gezeichnete Lage erreicht, wobei während dieser Bewegungsdauer die Schlinge des Nadelfadens sich voll aufgenommen vorfindet und die Nadelstange C ihren Aufwärtshub vollendet, sowie auch schon ihren Abwärtshub um ein kleines Stück begonnen hat.
Wenn der Aufnehmer d sich von der Stellung, die in Fig. 2 mit vollen Linien gezeichnet ist, zu der darin punktirten Stellung begiebt, ist seine Bewegung infolge davon, dafs er aufser der Bewegung mit dem Lenker C2 auch noch eine Querbewegung durch das Zusammenspiel der schrägen Flächen des Schlitzes d'2 mit dem excentrischen Zapfen b1 erhält, beschleunigt; während dieser Zeit setzt die Nadel ihren Abwärtshub fort und es tritt in bekannter Weise der Schlingengreifer in die Schlinge ein. Bewegt sich nun der Fadenaufnehmer von der punktirt gezeichneten Stellung Fig. 2 aus weiter nach der voll gezeichneten Stellung der Fig. 1 hin, so durchläuft das Oehr d1 an dem Fadenaufnehmerhebel d die punktirte Bahn e. Die Nadelstange geht hierbei empor und vollendet ihre Hubbewegung dann, wenn genanntes Aufnehmeröhr d1 bei der Beweguug des Aufnehmers an der Nadelstange C vorbeitritt, also in einem Zeitpunkt, der in der Bewegung von der Stellung gemäfs Fig. ι nach der Stellung gemäfs Fig. 2 zu liegt.
Wie aus Fig. 3 ersichtlich, ist der Zapfen b nebst dem hieran excentrisch befestigten und mit einem Gleitstück 2 oder einer Gleitrolle versehenen Zapfen b1 auf der Kurbelscheibe B angebracht. Letztere sitzt auf der Welle B1, die mit dieser Scheibe abschliefst, also nicht über dieselbe hinausragt, so dafs die freie Bewegung des an dem Zapfen b2 gleitbar angebrachten, mit einem Fadenführeröhr d1 oberhalb der Welle B1 befindlichen Aufnehmers d zwischen der Nadelstange C und der Scheibe B nicht gehindert wird.
Die Platten h und h1, sowie die Rolle m dienen zum Zuführen des Fadens."

Claims (1)

  1. Patent-Anspruch:
    Fadenaufnehmer für Nähmaschinen mit einer durch ein Kurbelgetriebe und einen Lenker (C2J auf- und abwärts bewegten Nadelstange, welche eine schnellere Bewegung des Aufnehmers in der unteren und eine langsamere Bewegung in der oberen Bewegbngsbahn, also bezw. beim Fadengeben und Fadenaufnehmen, dadurch ermöglichen soll, dafs an dem Kurbelzapfen (b) der Nadelstange ein excentrischer Zapfen (b1) angebracht ist, auf welchem der an dem Lenker (C2) der Nadelstange drehbar gelagerte Fadenaufnehmer (d) mittelst eines Schlitzes (d2) gleiten kann.
    Hierzu 1 Blatt Zeichnungen.
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